DE730638C - Verfahren zur Herstellung von Phosphoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphoniumverbindungen

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Publication number
DE730638C
DE730638C DEI64346D DEI0064346D DE730638C DE 730638 C DE730638 C DE 730638C DE I64346 D DEI64346 D DE I64346D DE I0064346 D DEI0064346 D DE I0064346D DE 730638 C DE730638 C DE 730638C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tertiary
weight
parts
phosphonium compounds
compounds
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Expired
Application number
DEI64346D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Lommel
Dr Heinrich Muenzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/54Quaternary phosphonium compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Phosphoniumverbindungen Es ist eine bekannte Tatsache, daß Halogenverbindungen, bei denen das Halogen an einem tertiären Kohlenstoftatom sitzt, in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmestellung einnehmen, so. daß Vertreter dieser Klasse direkt als Säurechloride im Gegensatz zu den H,alogen.alkylen bezeichnet wurden. Zur quate2-nären" Salzbildung sollen sie nach den Angaben verschiedener Autoren nicht befähigt sein. Im Einklans hiermit steht die Tatsache, daß in den über ioo beschriebenen, quaternären Phoispho.niumverbindungen sich keine einzige befindet, bei der ein Rest durch ein tertiäres Kohlenstoffatom mit dein Phosphor verbunden ist. Das gleiche ist der Fall bei den zahlreichen entsprechenden Verbindungen des Arsens, das dem Phosphor i.ii seinen organischen Abkömmlingen am nächsten steht.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich quaternä:re Phosphoniumverbindungen, in denen Reste durch ein tertiäres Kohlenstofatam mit dem Phosphor verbunden sind, doch herstellen lassen. Die Herstellung gelingt überraschenderweise nach bekannten Methoden, z. B. durch Anlagerung der entsprechenden Halogenide an die tertiären Phosphate in der Wärme; dabei ist es in manchen Fällen von Vorteil, die, Reaktion in saurem Medium vorzunehmen. Die Lösungen der Produkte zeigen eine gute bakterizide Wirkung und können daher :als Desinfektionsmittel Ver%#-endung finden.
  • Beispiel i 5o Gewichtsteile Triphenylphosphin werden mit 3o Gewichtsteilen tertiärem Butylbromid 8 Stunden in einem Autoklaven auf 145' erhitzt. Dias tertiäre Butyltriphen5lphasphoniumbromid (C6115);, . P . lC . (C113)3] . Br scheidet sich in Kristallen ab. Dias aus wenig Wasser kristallisierte Produkt schmilzt bei 230 " unter Zersetzung.
    Beispiel
    55 Gewichtsteile Triphenylchlormeth.an wer-
    den in 3o Gewichtsteilen Eisessig gelöst, zu
    der Lösung 52 Gewichtsteile Triphenylplios-
    phoin zugegeben und die -Mischung 5 Stunden
    aulf 95° erhitzt. Der Eisessig wird dann im
    Vakuum abdestilliert und der Rückstand aus
    Wasser kristallisiert. Man erhält das Tri-
    phenyltriphenylmethylpho,sphoniumchlorid
    (C6 H5): - P' [C' (C, H5)31 # Cl
    in sehr reiner Form. Es ist in heißem Was-
    ser leicht, in kaltem schwer löslich und
    schmilzt bei 242 bis 24.5°.
    Beispiel 3
    32 Ge,vichtsteile Plienyldiäth@lpliospliin wer-
    den mit 53 Gewichtsteilen TriplienylcMor-
    methan 4. Stunden auf i 5o' erhitzt unter mög-
    lichstem Au@sschluß von Luft. Nach dem Er-
    kalten bildet die Masse ein -sprödes Harz. Es
    wird in Wasser und wenig Salzsäure gelöst,
    die Lösün:g vorn etwas Rückstand abgetrennt
    und mit Kohle bis zur Entfärbung behan-
    delt. Das wäßri,ge Filtrat wird dann im Va-
    kuum zur Trockne eingedampft. Das Phenyl.-
    diäthyltriphenylmeth@-lphosphoniumchlorid hat
    die Formel
    c61-I.5. (C.,H; ) . # P # [C. (C,@H,;)@] # Cl
    Seine Lösung gibt mit verdünnter Salpeter-
    säuT.e und mit einer Lösung von i, 5-Naph-
    thalindisulfosäure Fällungen.
    Beispiel ¢
    115 Gewichtsteile Triphenylpho:sphin wer-
    den im Autoklaven mit 7o Gewichtsteilen
    Phenyldimethylchlormethan und io Gewichts-
    teilen Eisessig 6 Stunden auf i oo° erhitzt.
    Der Eisessig wird dann im Vakuum zum
    größten Teil abdestilliert. Das Triphenylphe-
    nyldimethylmethylphosphoriiulm chlor id scheid,et
    sich in derben Kristallen ab; es bat die
    Formel
    (C6P#[C#CSH5#(CH,)2]#Cl
    Der Körper schmilzt aus Wasser kristallisiert
    bei 145 bis 1485 unter Zersetzung.
    # Beispiel 5 2o Gewichtsteile des aus tertiärem Butylchlorid und Phosphortrichlorid nach G r i g -n a r d erhältlichen Tri-tert.-bt:tylphosphüi, Siedepunkt ioi° (i2 mm), Schmelzpunkt 62 bis 63°, werden im Autoklaven mit 16 Gewichtsteilen Äthyljo.did 5 Stunden auf ioo° erhitzt. Die abgeschiedenen Kristalle der Phosphoniu!mverbindwng werden mit Äther gewaschen. Sie können aus Wasser oder Methylalkohol kristallisiert werden und schmelzen bei aoz bis 2o4° unter Zersetzung. Auch Benzylchlorid läßt sich anlagern, das Tri-(tert. hutyl)-benzylphosphoniumehlorid
    @(CH?@)3 # C]3 # P # CH,>Cc;H- # Cl
    gibt in wäßriger Lösung mit verdünnter Sal-
    petersäure oder i, 5-N'aplitlialind:sulfosiiure
    die für viele dieser quaterniii-en Phosphonium-
    verbindun,gen charakteristischen F äilungen.
    Halogenverbindungen lassen sich ohne
    weiteres entweder synthetisch aus den ent-
    sprechenden substituierten Phosphinen oder
    Halogenmethanderivaten erhalten oder zu-
    weilen auch dadurch, d.aß man in die fertigen
    Phosphoniumverbinduingen nachträglich Sub-
    stitu,enten einführt. So, erhält man in üb-
    licher Weise durch Einwirkung von Chlor
    auf die nach Beispiel a erhaltene Phos-
    phoniumverbindLUng in Eisessiglösung Mono-,
    Di-, Tri- und höher chlorierte Produkte, die
    sich durch besondere Löslichkeit in Wasser
    auszeichnen.
    Die Ausbeuten sind gut und liegen in vielen
    Fällen über 9o o,o der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zurr Herstellung neuer quaternärer Phosphöniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Halogenmexhanabk.ömn zlinge auf tertiäre Phosphi.ne einwirken läßt, in denen mindestens ein Rest durch :ein tertiäres Kohlenstofiatom mit dem Phosphor verbunden ist, oder an beliebige tertiäre Phosphine solche Hälogenmethanabkömmlinge .anlagert, in denen der Methankohlenstoff tertiär ist und gegebenenfalls in die so. erhaltenen Produkte Halogen in üblicher Weise einführt.
DEI64346D 1939-04-07 1939-04-07 Verfahren zur Herstellung von Phosphoniumverbindungen Expired DE730638C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2882321A (en) * 1954-03-29 1959-04-14 Searle & Co Oxaalkane bisphosphonium compounds and the manufacture thereof

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2882321A (en) * 1954-03-29 1959-04-14 Searle & Co Oxaalkane bisphosphonium compounds and the manufacture thereof

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