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Einrichtung zum Verstellen der über Ritzel und Antriebsrad von einer
Antriebswelle getriebenen Frässpindel einer Zahnradfräsmaschine gegenüber dieser
Antriebswelle Um beim Abwälzfräsen von Schneckenrädern für mehrgängige Schnecken
eine vollkommene Ausbildung der Zahnflanken zu erhalten, müssen derartige Schneckenräder
nach dem Tangential- oder Axialverfahren gefräst werden. Zum Fräsen ist nicht unbedingt
ein schneckenförmiger Abwälzfräser, der den Abmessungen der Schnecke entspricht,
erforderlich, sondern das Frässen kann auch mit billigen Einzahnwerkzeugen, sog.
Schlagmessern: geschehen.
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Beim Fräsen von Schneckenrädern, die im Eingriff mit eingängigen Schnecken
laufen sollen., wird das Schlagmesser mit nur einem Fräszahn ausgerüstet. Beim Fräsen
von Schneckenrädern für mehrgängige Schnekken kann man nur dann ohne besondere Vorkehrungen
mit einem einzahnigen Schlagmesser auskommen, wenn die Gangzahl der Schnecke nicht
in der Zähnezahl des. Schnekkenrades aufgeht. Will man aber mit einem Schlagmesser
mit nur einem Fräszahn auch Schneckenräder fräsen, deren Zähnezahl ein ganzes Vielfaches
der Gangzahl der Schnecke ist, dann können nicht alle Zahnlücken in einem Fräsgang
bearbeitet werden, sondern es sind mehrere Fräsgänge erforderlich. Hat z. B. ein
Schneckenrad zwanzig Zähne und die zugehörige Schnecke vier Gänge, dann sind vier
Fräsgänge nötig, wobei im ersten Fräsgang die 1-, 5., 9., 13. und 17. Zahnlücke,
im zweiten die a., 6., 10., 14- und 18. Zahnlücke usw. gefräst werden.
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Zur Durchführung dieses. Verfahrens muß in bekannter Weise -die den
Schlagzahn tragende Frässpindel nach jedem Fräsgang um einen Winkel verstellt werden,
der 36o° geteilt durch die Gangzahl der Schnecke beträgt, oder es muß der Tangentialschlitten
der Fräsmaschine samt der Frässpindel und dem Schlagmesser um eine Teilung gegenüber
dem Werkstück verschoben werden. Das Verschieben des Tangentialschlittens hat Nachteile,
weil leicht Fehler entstehen könneu,
die sich als Teilungsfehler
des fertigen Rades bemerkbar machen:, da der Tangentialschlitten in der Achsrichtung
der Schnecke verschoben «-erden muß.
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Daher ist das Verdrehen der Frässpindel vorzuziehen. Man hat dies
bisher in der Weise bewirkt, daß die Frässpindelhülse mit der Frässpindel gegenüber
dem nicht fest mit ihr verbundenen Antriebsrad verdreht wurde. Das hat Nachteile.
Es ist schon. unerwünscht. daß das Antriebsrad nicht fest auf der Frässpindelhülse
sitzt. Weiter ist das Verdrehen der Frässpindelhülse und der Frässpindel schwer
und nur mit Hilfe von Schlüsseln und Kurbeln durchzuführen, und außerdem müssen
meistens erst Abdeckungen abgenommen werden, um die Frässpindel zum Verstellen zugänglich
zu machen.
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Alle diese Nachteile sollen durch die Erfindung vermieden werden,
die darin besteht, daß das Ritzel durch eine als Teilscheibe dienende Kupplung lösbar
auf seiner Antriebswelle sitzt und seine Nabe ein Handrad trägt, durch das es nach
Entkupplung zusammen mit dem Antriebsrad und der fest mit diesem verbundenen Frässpindelhülse
und der Frässpindel gegenüber der Ritzelwelle drehbar und die Verdrehung zweckmäßig
durch einen am Lagerende der Frässpindelhülse angeordneten drehbaren Teilring ablesbar
ist. Bei dieser Ausführung ist also die erwünschte feste Verbindung von Antriebsrad
und Frässpindelhülse vorhanden, und das Drehen der Frässpindel ist wegen der Übersetzung
vom Ritzel zum Antriebsrad sehr leicht zu bewerkstelligen. Es, brauchen keine Abdeckungen
abgenommen zu werden, und es sind auch keinerlei Schlüssel oder Kurbeln notwendig.
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Der drehbare Teilring ermöglicht ein rasches Ablesen des Drehwinkels
für die Frässpindel und kann nach jeder Einstellung der Spindel von Hand mit seinem
Anfang wieder auf eine Marke an der Spindelhülse eingestellt werden:.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in Abb. i in einer Ansicht und in Abb.2 in einem Schnitt nach der Linie A-B-C-D
der Abb. i dargestellt.
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Die Fräsmaschine weist eine Frässpindel i auf, die ihren. Antrieb
von der auf ihr sitzenden Frässpindelhülse 2 :erhält, in der die Frässpindel gegen
Drehung gesichert geführt ist. Die Spindelhülse ist im Maschinengestell 3 gelagert.
Auf ihr sitzt fest ein Zahnkranz a, in den rin Ritzel 5 :eingreift, das lose auf
einer `ebenfalls im Maschinengestell gelagerten und vom nicht gezeichneten Hauptantrieb
der Maschine angetriebenen Ritzelwelle 6 sitzt. Auf der verlängerten labe des Ritzels
ist ein Handrad S aufgekeilt, mit dein ein Teil 9 einer Zahnkupplung verbunden ist,
deren anderer Teil Io undrehbar,aber verschiebbar auf der Ritzelwelle 6 sitzt. Zum
Verschieben des Kupplungsteils Io ist :eine Mutter z i vorgesehen -, die durch eine
Überwurfmutter 12 mit der Zahnkupplung i o verbunden ist und in ein steilgängiges
Gewinde 13 auf der Ritzelwelle 6 greift. Die Mutter i i ist auf ihrer Oberfläche
gerauht, so daß sie leicht von Hand gedreht und damit in der Längsrichtung der Ritzelwelle
verschoben werden kann.
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Wenn die Kupplung to, wie in Abb.2 gezeichnet, durch Drehen der Mutter
i i außer Eingriff mit dem Kupplungsteil 9 gebracht ist, kann durch Drehen am Handrad
S mittels des in den Zahnkranz .l eingreifenden Ritzels 5 die Frässpindelhülse a
und dadurch die Frässpindel i selbst gedreht werden. Das Maß der Verdrehung kann
an einem am Lagerende der Frässpindelhülse angebrachten Teilring 14 abgelesen werden,
der nach dem Verdrehen der Frässpindel mit seinem Anfangspunkt wieder .auf eine
:Marke an der Spindelhülse eingestellt werden kann. Dadurch ist das Ablesen auch
weiterer Teilungswinkel erleichten.
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Nach dem Verdrehen der Frässpindel wird die Kupplung g, i o durch
Drehung der Mutter i i wieder in Eingriff gebracht und dadurch das Ritzel 5 fest
mit seiner Welle 6 verbunden. In der eingerückten Stellung ist die Mutter i i durch
:einen Federstift 15 gegen Selbstlösen, gesichert.