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Überstromschalter Die Erfindung bezieht sich auf einen Überstromschalter,
insbesondere Installationsselbstschalter, mit Selbst- und Handauslösung sowie mit
einem. Kniegelenlcnechanismus.
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Es sind Überstromschalter bekannt, bei denen ein parallel zum Schaltersockel
sich erstreckendes Kniegelenk an seinem Knie in einem Langloch eines mit dem Einschaltorgan
verbundenen Teiles geführt ist. Bei diesen Schaltern wirkt das Kniegelenk über ein
Zwischenglied auf den. den beweglichen Kontakt tragenden Schalthebel ein. Der Schalthebel
ist überdies nicht mit dem Zwischenglied gelenkig verbunden, sondern wird durch
die Ausschaltfeder gegen das Zwischenglied gedrückt. Ferner wird das Kniegelenk
durch einen Sperrhebel gesperrt, der in der Einschaltstellung des Schalters sich
gegen eine von den Auslöseorganen zu betätigende Halbwelle 'legt. Die Verwendung
des Zwischengliedes hat eine Vergrößerung der bewegten Masse des Kniehebelmechanismus
zur Folge, die sich in einer unerwünschten Vergrößerung der Trägheit beim. Ansprechen
äußert. Da der Schalthebel nicht an das Kniegelenk angelenkt ist, kann er beim Ausschalten
Eigenbewegungen ausführen, die den Abschaltvorgang verschlechtern. Die Verwendung
einer Halbwelle als Anschlag für den Sperrhebel hat den Nachteil, daß eine äußerst
genaue Herstellung des Schalters erforderlich ist und die Auslöseorgäne große Auslösebewegungen
ausführen müssen. Es sind ferner Installationsselbstschalter mit einem Kniegelenkmechanismus
bekannt, bei dem das eine Ende des Kniegelenkes mit dem Einschaltorgan verbunden
und das andere Ende formschlüssig an einen unter Wirkung einer Ausschaltfeder stehenden
drehbaren Schalthebel angelenkt ist. Das Knie des Kniegelenkes steht unter Einwirkung
der Auslöseorgane. Dieses Kniegelenk läßt sich von den Auslöseorganen nur leicht
durchschlagen, wenn es genau in größter Nähe der Strecklage eingestellt wird. Diese
Einstellung bereitet große Schwierigkeiten in der Fabrikation. Will man diese genaue
Einstellung vermeiden, so ist zusätzlich ein Kraftspeicher in den Mechanismus einzubauen,
der von dem Auslöseorgan ausgelöst wird und mit seiner aufgespeicherten Kraft das
Kniegelenk durchschlägt. Ein solcher zusätzlicher Kraftspeicher gibt dem Schalter
einen verwickelten Aufbau.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Überstromschalter mit
Selbst.- und Handauslösung einen Mechanismus zu schaffen, der sowohl eine äußerst
kleine Schaltzeit besitzt als auch sich bei einfacher Fabrikation in einem besonders
kleinen Raum unterbringen läßt. Diese Aufgabe läßt sich nicht durch Ausbildung eines
einzigen Teiles des Mechanismus, sondern durch eine geeignete Ausbildung und Anordnung
der zusammenwirkenden wesentlichen Teile des Mechanismus lösen.
Die
Erfindung geht von der Überlegung aus, daß der geeignetste Weg, um, die obige Aufgabe
zu lösen, darin besteht, daß für den Mechanismus ein Kniegelenkmechanismus verwendet
wird, dessen parallel zum Schalter sich erstreckendes Kniegelenk am Knie in einem.
Langloch eines mit dem Einschaltorgan verbundenen Teiles geführt und an dem, einen
Ende an einen Sperrhebel angelenkt ist. Durch die Erfindung wird dieser Kniegelenkmechanismus
verbessert und weiter ausgebildet. Diese Verbesserung und Weiterausbildung besteht
in folgenden Merkmalen: Das Kniegelenk ist an dem dem Sperrhebel abgewandten Ende
an einen unter «'irkung einer Ausschaltfeder stehenden drehbaren Schalthebel formschlüssig
angelenkt, der sich im wesentlichen senkrecht zu dem Schaltersockel erstreckt. Ferner
ist der an das Kniegelenk angelenkte Sperrhebel in der Einschaltstellung des Schalters
in der Nähe des Knies des Kniegelenkes durch einen ungleicharmigen Anschlaghebel
gesperrt, wobei der längere Arm mit dem Sperrhebel zusammenwirkt und der kürzere
Arm von den Auslöseorganen betätigt wird.
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Der Kniegelenkmechanismus geniäß der Erfindung hat den Vorzug, daß
er eine sehr kleine Bauhöhe über dem Sockel hat. Dadurch, daß das Knie des Kniegelenkes
in einem Langloch des Einschaltorgans geführt ist, hat der Schalthebel beim Ausschalten
lediglich das Kniegelenk und den Sperrhebel zu bewegen. Da die Bewegungen des Kniegelenkes
und des Sperrhebels während ihrer ganzen Dauer im wesentlichen gleichsinnig, also
für die Bewegung von Massen günstig sind, ist die Verzögerung des Schalthebels,
die durch das Wegräumen der vorher wirksam gewesenen Sperrung entsteht, außerordentlich
klein. Dieser Umstand trägt zu einer Verkleinerung der Schaltzeiten des Schalters
bei. Durch die Verwendung eines drehbaren Schalthebels, der formschlüssig an das
Kniegelenk angelenkt ist und sich im wesentlichen senkrecht zum Schaltersockel erstreckt,
wird weiter der Grundriß des Schalters verkleinert. Durch die formschlüssige Kupplung
des Schalthebels mit dem Kniegelenk ist zugleich ein Flattern des Schaltorgans beim
Ausschalten, das stets die Schaltzeit des Schalters ungünstig beeinflußt, vermieden.
Auch ist es ausgeschlossen, daß das Schaltorgan infolge von Schweißstellen beim
Ausschalten an den Gegenkontakten festsitzt. Dadurch, daß der Anschlaghebel an einem
größeren Arm mit dem Sperrhebel und an einem kleineren Arm mit dem Auslöseorgan
zusammenwirkt, sind nur kleine Bewegungen von den Auslöseorganen erforderlich, um
das Sperren zu entsperren. Durch kleine Bewegungen der Auslöseorgane wird die Schaltzeit
des Schalters verkleinert. Kleine Auslösebewegungen können auch von kleinen thermischen
und magnetischen Auslöseorganen erzeugt werden, die bei ihrer Anbringung am Mechanismus
einen kleinen Platz erfordern. Dies trägt zur Verkleinerung der Gesamtabmessungen
des Schalters bei. Trotzdem der eine Arm des Sperrhebels erheblich länger ist als
der andere Arm, so tritt keine Vergrößerung der Abmessungen des Schalter bei der
Unterbringung des Anschlaghebels ein, da der Anschlaghebel in der Nähe des Knies
des Kniegelenkes mit dem Sperrhebel zusammenwirkt.
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Die 'Merkmale der Erfindung tragen zur Verkleinerung der Abmessungen
und der Schaltzeit des Überstromschalters bei. Sie ergeben zugleich einen Mechanismus,
der sich infolge der einfachen Herstellbarkeit und Zusammensetzbarkeit der `feile
besonders für die 'Iassenfabrikation eignet.
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Vorteilhafte Einzelheiten über den Sperrhebel, den Anschlaghebel,
den Schalthebel und deren Lagerung sowie vorteilhafte Einzelheiten über die Lagerung
des mit dem Kniegelenk gekuppelten Bedienungsorgans sind bei der Erläuterung des
Ausführungsbeispieles hervorgehoben.
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Auf der Zeichnung zeigen die Fig. i bis 7 Schnitte und Einzeldarstellungen
eines Schraubstöpselautomaten gemäß der Erfindung. In den Fig. 8 und g sind zwei
andere Baumöglichkeiten des gleichen Automaten dargestellt. Die Fig. io bis 13 betreffen
einen Sockelautomaten. In sämtlichen Figuren sind einander entsprechende Konstruktionsteile
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In den Fig. i bis 7 ist i der keramische Sockel des Überstromschalters.
Er ist, wie bei den üblichen Schraubstöpseln, mit einem. stromführenden Einschraubgewinde
2 und einem ebenfalls stromführenden Paßzapfen 3 versehen. In diesen Sockelteil
i ist die magnetische Auslöse-und Blasspule 4 eingesetzt. Sie hat einen ortsfesten
'Magnetkern 5 und einen beweglichen Tauchkern 6, der bei Auftreten einer hohen Überlastung
entgegen der Wirkung einer einstellbaren Feder 7 in die 'Magnetspule hineingezogen
wird und unter Vermittlung eines Stoßstabes 8 auf den Schaltmechanismus einwirkt.
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Auf den Sockel i ist ein ebenfalls keramischer Zwischenteil g aufgesetzt,
der die Schaltkammer enthält. In dieser Schaltkammer befinden sich, wie Fig. 7 genauer
erkennen läßt, die ortsfesten Kontaktstücke io und ir sowie das bewegliche Kontaktstück
12, das in der Einschaltstellung die beiden ortsfesten Kontakte überbrückt. An der
zum Einschraubgewinde entgegengesetzten Seite der Schaltkammer ist der Schaltmechanismus
mit dem Einschaltknopf 13 angeordnet. Der Mechanismus ist von einer Isolierhaube
14 abgedeckt. Mit 15 ist ein ebenfalls aus der Abdeckung herausragender Knopf bezeichnet,
der zum Ausschalten von Hand dient. In dem von der Haube 14 abgedeckten Raum des
Mechanismus
befindet sich außerdem das thermische Auslöseorgan.
Es besteht aus einem Bimetallstreifen 16, der sich bei Erwärmung zum Mechanismus
hin biegt und dadurch den. Auslösevorgang- in derselben Weise einleitet -wie der
Tauchkern des Auslösemagneten. Die Handauslösung wirkt bei Betätigen des Knopfes
ebenfalls auf den. gleichen Auslösemechanismus ein.
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Bei eingeschaltetem Automaten ver)äuft der Stromkreis vom Einschraubgewinde
2 über den Thermostaten 16 und die $chaltkontaktstücke zum Magneten und von dort
zum Paßzapfen-3, Der Schaltmechanismus ist an zwei Platinen z7 gelagert. Die Platinen
sind zusammen mit einer die Schaltkammer abdeckenden und von dieser durch Zwischenlagen
isolierten Platte i8 an dem keramischen Teil 9 und i des- Selbstschalters befestigt.
Die Befestigung erfolgt erfindungsgemäß in folgender Weise: Die winkelförmig. gebogenen
Platten sind mit der Grundplatte 18, einigen Isolierzwischenlagen, dem keramischenZwischenkörper
9 und dem Körper ig der Auslösespule 4 verbunden, und zwar mit Hilfe von Rohrnieten
2o (Fig. 2). Die haubenförmige Abdeckung 14 ist ferner durch Schrauben befestigt,
die von der Rückseite des Selbstschalters her in die Haube greifen. Dadurch wird
erreicht, daß die Vorderfläche der Abdeckung frei von Metallteilen bleibt. Eine
der beiden Befestigungsschrauben ist in Fig. 2-mit 21 bezeichnet. Sie wird zweckmäßig
durch den zum Befestigen des Mechanismus und der Magnetspule dienenden Rohrniet
2o gesteckt und greift. in, eine Mutter 22, die.von innen her in eine Aussparung
der Abdeckung 14 eingelegt ist.
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Das auslösbare Gesperre des Schalters besteht aus einem Kniegelenkmechanismus.
An den Platten 17 ist um die Achse 23 ein Sperrhebel 24 gelagert. Daran ist ein
weiterer Hebel 25 angelenkt, der über einen Gelenkbolzen 26 reit dem Hebel
27 verbunden ist. Die- Hebel 25 und 27 bilden ein Kniegelenk. Dieses Kniegelenk
erstreckt sich in gestreckter Lage, wie die Fig. i und 3 zeigen, im wesentlichen
quer zur Bewegungsrichtung des Druckknopfes r3. An den . Hebel 27 des Kniegelenkes
ist der drehbare Schalthebel formschlüssig angelenkt, der sich im wesentlichen senkrecht
zum Schaltersockel 1, 9 erstreckt. Durch diese unmittelbare Anlenkung des Schalthebels
an das . Kniegelenk wird erreicht, daß der Schalthebel- beim-Ausschalten keine Eigenbewegungen
ausführt, die den Abschaltvorgang verzögern. Bei dem in den Fig. i bis 7 dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht der Schalthebel aus -zwei gegeneinander beweglichen
Teilen 28, 29, die durch eine um die gemeinsame ortsfeste -Drehachse 49 gewundene
Feder 3o in der Sperrlage gehalten werden (Fig. i und 6). Der Arm 29 des Schalthebels
ist mit dem beweglichen Kontaktstück i2 verbunden.. Wie die Fig. 6 und 7 zeigen,
ist die richtige Lage des Kontaktstückes 12 gegenüber den beiden Schenkeln des Armes
29 durch isolierende Abstandstücke 31 gesichert.
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Der zwischen den Hebeln 25 und 27 befindliche Gelenkbolzen 26 ist
in einem Langloch 32 geführt. (Fig..3)_ Dieses Langloch befindet sich in einem Metallteil
33, der mit dem Druckknopf 13 fest verbunden; z. B. durch Einpressen mit ihm, vereinigt
ist. -Die Führung des Knopfes 13 wird durch zwei Querplatten 34, 35 (Fig- 3 und
4) bewirkt, die zwischen den beiden Platinen 17 angeordnet und ,mit diesen z. B.
durch Vernieten verbunden sind. Die Querplatte 34 ist unmittelbar vorn. Druckknopf.
durchdrungen. Durch einen Schlitz der anderen - Querplatte 35 tritt ein Führungsstab
36, der mit dem am Knopf 13 sitzenden Metallteil 33 aus einem Stück besteht. In
der Ausschaltstellung (Fig.3) schlägt das Führungsstück 33 gegen die obere Querplatte
34, in der Einschaltstellung (Fig. i) gegen die untere Querplatte 35. Der am Druckknopf
13 sitzende Tei1.33. dient also gleichzeitig zur Führung des Gelenkbolzens 26 und
zur beiderseitigen Begrenzung der- Bewegung des Mechanismus.
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Zur Sperrung des. Mechanismus in der Einschaltstellung dient, ein
ungleicharmiger Anschlaghebel 37, der um eine ortsfeste Achse 38 drehbar ist (Fig.
1, 2, 3). Der größere Arm des Anschlaghebels wirkt in der Nähe des Kniegelenkes
25, 27 mit dem Sperrhebel 24 zusammen. Der Klinkendruck zwischen dem. Sperr- und
Anschlaghebel ist auf die Drehachse des Anschlaghebels gerichtet. Auf den kleineren
Arm des Anschlaghebels kann. der Bimetallstreifen 16, ferner ein um. die Achse 39
(Fig. i) drehbarer Zwischenhebel 40, der von dem- Stoßstab 8 des Auslösemagneten
und von dem Auslöseknopf 15 bzw. dem ihn tragenden Stab betätigt wird, einwirken.
Die Wirkung des Bimetallstreifens ist durch eine Stellschraube 41 regelbar. Die
Isolierung des Bimetallstreifens vom Mechanismus erfolgt durch eine Isolierzwischenlage
42, die am Anschlaghebel 37 befestigt ist (Fig. i).
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Der Schalter hat folgende Wirkungsweise: Fig. i zeigt den Mechanismus
im Einschahzustand. Das aus den Hebeln 24, 25, 27, 28 und 29 gebildete Kniehebelgesperre
hat seine Totpunktlage überschritten. Tritt ein Kurzschluß auf, so wird der Tauchkern
6 in die Spule 4 gezogen. Der Stoßstab 8 schlägt gegen den Zwischenhebel q .o. Dieser
dreht den Anschlaghebel 37 entgegen dem Uhrzeigersinn und hebt die Verklinkung zwischen
dem Anschlaghebel 37
und dem Sperrhebel- 24 auf. Eine um die Achse 49 des
Schaltarmes 28, 29 gewickelte Ausschaltfeder 43 (Fig. 6), die während der Einschaltlage
dauernd bestrebt ist, den Arm 28 im Uhrzeigersinn zu drehen, kommt zur Wirkung.
Sie bewegt die beiden gestreckten Arme 27 und 25 nach rechts und zugleich die beiden
Hebelarme 28 und 29 in die Ausschaltstellung. Der bewegliche
Kontakt
i2 wird mitbewegt und der Stromkreis unterbrochen.
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Die Handauslösung wirkt in derselben Weise über den Zwischenhebel
4o auf den Anschlaghebel 37, so daß ebenfalls der Sperrhebel 24 freigegebenwird.
BeiAuftreteneines geringeren, aber genügend lange dauernden Überstromes erhitzt
sich der Bimetallstreifen 16, bewegt sich nach links (Fig. i) und betätigt unmittelbar
den Anschlaghebel 37.
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Der beschriebene Ausschaltvorgang tritt auch dann ein, wenn etwa der
Druckknopf 13 von Hand in der durch Fig. i wiedergegebenen Einschaltlage festgehalten
wird. Der im Führungsteil 33 befindliche Querschlitz 32 (vgl. Fig. 3) gestattet
es nämlich, daß sich der darin geführte Gelenkbolzen 26 mitsamt den beiden durch
ihn verbundenen Armen 27 und 25 nach rechts bewegt (Freiauslösung).
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Während des Ausschaltens drückt eine um die zwischen den Armen 27
und 28 befindliche Gelenkachse 44 (Fig. i und 6) sitzende Feder 45 den Druckknopf
13 und die daransitzenden Teile in die Ausschaltlage. Während dieser Bewegung wird
auch der Hebelarm 24 im Uhrzeigersinn nach oben bewegt, bis er-wieder hinter dem
Anschlaghebel 37. einklinkt. Die endgültig erreichte Ausschaltstellung ist durch
Fig. 3 wiedergegeben.
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Wird nun der Knopf 13 gedrückt, so wird der Arm 25 des Kniehebelgesperres
um die Achse 46 gedreht (Fig. 3) und dadurch der Schaltarm 28, 29 in die Einschaltlage
gebracht, # bis die in Fig. i dargestellte Einschaltstellung erreicht ist.
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Bei dem beschriebenen Schalter ist die aus Fig.4 ersichtliche breite
Lagerung des Sperrhebels 24 von besonderem- Vorteil. Der Sperrhebel 24 ist bei dem
dargestellten Beispiel ebenso wie der Anschlaghebel 37 außerhalb des zwischen den
Platinen 17 befindlichen Raumes untergebracht. Ein zum Hebel 24 gehörender Lagerteil
umgreift beide Platinen derart, daß die beiden Lagerstellen der Drehachse 23 außerhalb
der Platinen liegen. Die Länge des zwischen beiden Lagerstellen befindlichen Teiles
des Hebels 24 ist daher länger als der senkrecht zu letzterem stehende wirksame
Hebelarm. Eine derartig breite Lagerung hat zur Folge, daß kleine Unterschiede in
den Massen, die sich infolge der Fabrikationstoleranzen ergeben, ohne wesentlichen
Einfluß auf die Genauigkeit des Auslösevorganges sind. Infolgedessen brauchen bei
der Herstellung des Schalters auch kleinere Anforderungen an den Zusammenbau der
Teile gestellt zu werden als bisher.
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Es empfiehlt sich, auch den unter Wirkung der Auslöseorgane stehenden
Anschlag 37, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, als Hebel auszubilden
und ihn so zu lagern, daß seine Lagerung ebenfalls länger ist als sein wirksamer
Arm. Bei dem dargestellten Schalter umgreift der Anschlaghebel 37 die beiden Platinen
in derselben Weise, wie es aus Fig. 4 für den Sperrhebel 24 ersichtlich .ist.
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Der erwähnte Mechanismus zeichnet sich zugleich dadurch aus, daß zum
Einschalten des Schalters nur sehr wenig Kraft aufgewendet zu werden braucht.
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Von Bedeutung ist ferner die Vereinfachung der für das Auslösen notwendigen
Getriebeteile. So ist der Zwischenhebel 40 lediglich dadurch mit dem Anschlaghebel
37 verbunden, daß eines seiner Enden durch eine Öffnung des Hebels gesteckt ist.
In derselben Weise ist auch die Verbindung zwischen dem Träger des Auslösedruckknopfes
15 und dem Zwischenhebel 40 vorgenommen. Für die Verbindung zwischen Handauslösung,
Zwischenhebel und Anschlaghebel sind demnach keine Gelenkzapfen oder ähnliche Teile
erforderlich. Der Betätigungsstab für die Handauslösung ist dabei lediglich durch
das Gehäuse 14 in seiner Lage gehalten.
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Der in der Grundplatte 18 notwendige Schlitz für den Durchtritt des
Schaltarmes 29 läßt sich so ausbilden, daß der Ausschaltweg dieses Armes durch einen
von der Platte 18 gebildeten Anschlag begrenzt wird. In Fig. 5 ist ein Teil der
Platte 18 dargestellt. Die durch Stanzen erzeugten Schlitze 47 sind so geformt,
daß die durch die Schlitze tretenden beiden Arme ag des Schalthebels (Fig. i und
6) gegen Vorsprünge 48 anschlagen. Die Platte nimmt demnach Stoßbeanspruchungen
auf, so daß die Beanspruchung des keramischen Materials vermindert wird.
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Bei dem in Fig. i bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiel hat der
das Kontaktstück 12 bewegende Schalthebel zwei federnd gegeneinander bewegliche
Arme 28 und 29. Die zwischen beiden wirksame Feder 3o besorgt das Aufrechterhalten
des notwendigen Kontaktdruckes zwischen den ortsfesten Kontaktstücken io und ii
und dem beweglichen Kontaktstück =2. Statt dessen kann man auch die beiden Arme
28, 29 aus einem einzigen in sich starren Stück herstellen und die für den Kontaktdruck
nötige Federung an anderen Stellen, z. B. dem Schaltarm 29 und dem Kontaktstück
12 (Fig. 7), unterbringen.
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Bei dem beschriebenen Überstromschalter ist praktisch ein Funkenziehen
während des Ein-"schaltens auf folgende Weise verhindert: Der Druckknopf muß eine
tiefe Stellung erhalten, bevor das aus den Hebeln z5 und 27 bestehende Kniegelenk
die gestreckte Lage erreicht. Beim Erreichen der Strecklage erfolgt zugleich das
Einschalten des Stromkreises. Sobald die Strecklage überschritten ist, hört der
Bewegungswiderstand für den Druckknopf auf. Das Kniegelenk übt nämlich sofort nach
dem Überschreiten der Strecklage eine ziehende Kraft auf den Druckknopf 13 aus,
so daß dieser im letzten Teil der Einschaltbewegung dem Finger
entgleitet
(Fig. 8). Der Druckknopf bewegt sich von selbst so weit abwärts, bis das Kniegelenk
gegen den Anschlag 35 stößt. Durch diese selbsttätige Bewegung des Druckknopfes
ist praktisch - unmöglich gemacht, daß man durch Niederdrücken des Druckknopfes
bis zur Strecklage den Schalter einschaltet und durch langsames Loslassen des Druckknopfes
den Schalter langsam ausschaltet. Eine noch größere Sicherheit gegen falsches Betätigen
des Überstromschalters läßt sich durch die in der Fig. 9 dargestellte Ausbildung
des Überstromschälters erzielen. Es wird ein Haltehebel 5o verwendet, der mit einem
Vorsprung 51 des Schalthebels 29 zusammenwirkt. Wird der Druckknopf 13 in die Einschaltstellung
gedrückt, so wird, wie bei dem in der Fig. z dargestellten Ausführungsbeispiel,
der Arm 28 in die Einschaltlage gedreht. Dieser Arm versucht unter Vermittlung der
auf der Achse 49 sitzenden Feder 3o (Fig. 6) auch den Arm 29 des Schalthebels in
die Einschaltlage zu bringen. Der Arm 29 wird aber zunächst am Vorsprung
51 durch den Haltehebel 50 festgehalten. Kurz bevor der Druckknopf
seine tiefste Stellung erreicht, trifft der Führungsstab 36 auf den Haltehebel 5o.
Der Schaltarm 29 wird freigegeben und schnellt unter Wirkung der auf der Achse 49
sitzenden Feder in die Einschaltlage. Ein derartiger Schalter arbeitet auch beim
Einschalten mit Sprungschaltung.
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Die Erfindung läßt sich ohne weiteres auch bei den sogenannten Elementautomaten
anwenden, bei denen der Sockel z nicht mit einem Einschraubgewinde 2 und einem Paßzapfen
3 versehen, sondern mit Anschlußklemmen oder Anschlußbolzen ausgerüstet ist.
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Die Erfindung ist ferner bei andersgestalteten Überstromschaltern,
insbesondere bei Sockelautomaten anwendbar. Ein Ausführungsbeispiel eines Sockelautomaten
ist in den Fig. xo bis 13 dargestellt. Der sämtliche Teile des Schalters tragende
Isoliersockel ist mit r, die Überdeckung mit 14 bezeichnet. Der Mechanismus besitzt
einen Einschaltknopf 13 und einen Knopf 15 für die Handauslösung. Wie bei
den vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen hat der Mechanismus einen von den
Hebeln 25, 27 gebildeten Kniehebel, dessen Knie in einem Langloch eines mit dem
Druckknopf 13 verbundenen Teiles geführt ist. Der Hebel 27
des Kniehebels
ist an den Schalthebel 28, 29 mit Hilfe der Achse 44 angelenkt. Der Hebel 25 des
Kniehebels ist mit einem Sperrhebel 24 verbunden, der durch einen von den Auslöseorganen
betätigten Anschlaghebel 37 in der Einschaltstellung des Schalters gesperrt
wird. Im übrigen ist der Mechanismus in derselben Weise ausgebildet wie bei den
vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen. Der Sockelautomat ist mit einer Funkenkammer
58 aus keramischem Material ausgerüstet. Er hat zwei Magnetspulen 4, die sich zu
beiden Seiten der Funkenkammer 58 befinden. Die beiden Spulen und die Schaltkammer
sind mit Bezug auf die Sockelvorderfläche neben den beiden Platinen des Schaltmechanismus
angeordnet.
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An dem vom Kniehebelmechanismus betätigten Schaltarm 28, 29 ist ein
Isolierkörper 52 federnd drehbar gelagert, an dem das bewegliche Kontaktstück 12
befestigt ist. Die Ausbildung dieses Isolierkörpers ist aus den Fig. 12 und 13 näher
ersichtlich. Der Schaltarm28, 29 besteht aus einem im wesentlichen U-förmig gebogenen
Blech. Der Arm ist um die ortsfeste Achse 49 drehbar und wird durch den an der Achse
44 angreifenden Kniehebelmechanismus bewegt. Der Isolierkörper 52 hat seitliche
Aussparungen 53# In diese Aussparungen sind die beiden Arme des Schalthebels 28,
29 so hineingebogen, daß das Isolierstück 52 gegenüber dem Schalthebe128 drehbar
ist. Zwischen den Teilen 28 und 52 ist eine Druckfeder 54 vorgesehen. Ein Bolzen
55 ist fest in das Isoliermaterial eingepreßt; das Kontaktstück 12 ist mit Hilfe
dieses Bolzens festgenietet.
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Schaltmechanismen nach der Erfindung haben den Vorteil einer hohen
Schaltgeschwindigkeit; ferner benötigen sie, wie bereits erwähnt, sehr wenig Kraft
zur Betätigung. Zur Zuführung des Stromes an das bewegliche Kontaktstück 12 wird
vorteilhaft ein bandförmiges Gewebe 56 benutzt, das zugleich mit dem Kontaktstück
12 am Isolierkörper 52 festgenietet ist. Die Verbindung eines breiten, bandförmigen
Gewebes hat gegenüber den bisher benutzten Litzen mit kreisförmigem Querschnitt
oder den ebenfalls für diesen Zweck vorbekannten Blattfedern den Vorteil, daß es
in Richtung der Schaltbewegung praktisch keine Kraft auf den Schaltarm ausübt.
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Bei dem dargestellten Sockelautomaten ist ferner erfindungsgemäß der
Magnetanker 6 an einer Drehachse gelagert, die außerdem zur Lagerung weiterer Teile
des Schaltmechanismus dient. Der Anker 6 umgreift die beiden Magnetspulen 4 und
die dazwischen befindliche Schaltkammer 51 und ist um die Achse 49 des Schaltarmes
28, 29 gelagert. Der magnetische Schluß zwischen den beiden Armen des Ankers 6 wird
zum Teil durch die Achse 49, im wesentlichen aber durch einen Verbindungsbügel
57 hergestellt, der in einer Höhlung des Sockels unter dem Schaltmechanismus
durchgeführt ist und zweckmäßig mit den übrigen Teilen des Ankers aus einem einzigen
Stanzstück besteht. An einer Verlängerung des Ankers 6 kann eine Stellschraube 7
vorgesehen sein, die es gestattet, den Weg des Ankers einzustellen. Im Gegensatz
zu den bisher bekannten Installationsselbstschaltern mit zwei die Schaltkammer zwischen
sich aufnehmenden Magnetspulen verläuft die Bewegung des Ankers parallel zur Windungsebene
der Spulen, radial zur Spulenachse
während bisher axial zu den Spulen
bewegliche Tauchkerne benutzt wurden. Der erwähnte Unterschied gestattet es, die
Konstruktion und Lagerung des Ankers zu vereinfachen.