DE729481C - Kippschaltung einer Hochvakuumroehre mit induktiv gekoppeltem Gitter- und Anodenkreis - Google Patents
Kippschaltung einer Hochvakuumroehre mit induktiv gekoppeltem Gitter- und AnodenkreisInfo
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- H—ELECTRICITY
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Description
Die Erfindung betrifft elektrische Kippsdiwingungserzeuger
für Fernaeh- und ähnliche Systeme. Sie bezieht sich auf HochvakuumröhrenHpp
schaltungen, bei denen der Gitter- und Anodenkreis einer Röhre so gekoppelt
ist, daß Schwingungen entstehen, die Sägezahnfoim haben. Derartige sägezahnförmige
Ströme dienen zur elektromagnetischen Ablenkung von Kathodenstrahlen, und es
ist erwünscht, daß der Sägezahnrücklauf im Verhältnis zum Sägezahnhinlauf, also der
Stramabfall zum Stromanstieg, kurz ist.
Es sind für die elektromagnetische Ablenkung von Kathodenstrahlen rückgekoppelte
Röhrenschaltungen bekannt, bei denen zwischen Anoden- und Gitterkreis ein abstiimmbarer
Kondensator liegt. Eine Verkürzung des Rücklaufes kann jedoch mit einer derartigen
Anordnung nicht erreicht werden. Zur Erzeugung von elektromagnetischen Kippschwingungen
sind ferner Schaltungen bekannt, bei denen sägezahnförmige Spannungen durch
eine besondere Verstärkerstufe in sägezahnförmige Ströme umgewandelt werden. Bei
einer derartig angeschalteten Verstärkerstufe müssen aber für einen kurzen Rücklauf der
sägezahnförmigen Ströme besondere Vorkehrungen, z. B. durch Wahl einer von der Induktivität
des Ablenksystems und dem Innen,-widerstand der Röhre abhängigen Zeitkonstante,
getroffen werden.
Gemäß der Erfindung wird bei einer Kippschaltung mit induktiv gekoppeltem Gitter-
und Anodenkreis einer Hochvakuumröhre, die sägezahnförmige Ströme erzeugt, zwischen
Anoden- und Gitterkreis zusätzlich eine abstimmbare Serienschaltung einer Kapazität
und einer Induktivität angeordnet.
Bei einer Schaltanordnung gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, eine Röhre mit
Schirmgittern zu benutzen, z. B. eine Fünf polröhre. Bei einer solchen Röhre ist die Ausgangsenergie
von der Frequenz weniger abhängig als bei Dreipolröhren, und es besteht
der weitere Vorteil, daß die Synchronisierimpulse dem Schirm- oder Hilfsgitter der
Fünfpolröhre zugeführt werden können. Die Impulse brauchen nur eine verhältnismäßig
kleine Amplitude zu besitzen, um das Schwinggerät zu sperren im Vergleich zu den Impul- g0
sen, die bei· induktiver Einführung erforderlich sind.
Die Ankopplung der Ablenkspulen an das Schwinggerät kann bei derartigen Kippgeräten
in bekannter Weise dadurch erfolgen, daß die Spulen mit einer Wicklung verbunden
sind, welche magnetisch an den Gitterkreis angekoppelt ist. Die Ankopplung kann auch
kapazitiv erfolgen. Zweckmäßig sind dabei die Ablenkspulen durch eine Reihenschaltun
eines Widerstandes und eines Kondensators zu überbrücken, um eine Steuerung der Amplitude
durch Veränderung der Werte des Widerstandes und der Kapazität zu erzielen.
Der in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Schwingungserzeuger enthält zunächst
in bekannter Weise eine Röhre i, in deren Gitter- und Anodenkreis je eine Spule 2 und 3
von 200 bzw. 1000 Windungen liegt. Die Spulen sind auf denselben ferromagnetischen
Kern gewickelt, und die Gitterspule umgibt die Anodenspule, um eine gute Kopplung bei
kleiner Kapazität im mittleren Abschnitt der Spule zu erhalten. Die Spulen haben zweckmäßig
den gleichen Wicklungssinn, um hohe ao Potentialdifferenzen zu vermeiden. Der Eisenkern
besteht aus Lamellen, die mit den Enden aneinanderstoßen und einander nicht überlappen,
so daß ein Luftspalt in dem magnetischen Kreis besteht. Die Weite dieses Luftspalts
bestimmt den minimalen Wert der Rücklaufzeit.
Zwischen der Kathode der Röhre 1 und der das niedrigere Potential führenden Seite der
Gitterspule 2 liegt in ebenfalls bekannter Weise ein einstellbarer Vorspannungswiderstand
4 parallel zu einem Kondensator 5. Der maximale Wert des Widerstandes 4 beträgt
im Ausführungsbeispiel 2000 Ohm und die Kapazität des Kondensators 2 μ¥. Die
Anodenspannung wird über einen veränderlichen Widerstand 6 zugeführt, an den ein
Kondensator 7 angeschlossen ist. Der Ablenkstrom wird an den Spulen 8, die je etwa
500 Windungen enthalten, zugeführt. Die ■ 40 Spulen 8 sind über einen Kondensator 9 mit
der Gitterspule 2 verbunden.
Die Frequenz der erzeugten Schwingungen kann durch Einstellung des Widerstandes 4
verändert werden und beträgt bei den angegebenen Werten etwa 9000 Hz. Eine Verkleinerung
des Widerstandes ergibt eine Erniedrigung der Periodenzahl.
Gemäß der Erfindung ist zwischen dem Gitter der Röhre 1 und der Anode die Spule 13
und der Kondensator 2 in Reihe geschaltet, wobei eines oder beide dieser Schaltelemente
abstimmbar ausgeführt sind, so daß diese Serienschaltung auf die Rücklauf frequenz abgestimmt
werden kann und hierdurch die Rücklaufzeit verkürzt wird. Bei dem dargestellten
Schaltbeispiel hat bei 6000 Hz der veränderbare Kondensator 12 einen Maximalwert
von etwa 200 μμΈ, und die Induktionsspule 13 hat zweckmäßig eine Induktivität von
etwa 8 mH.
Durch die Drossel 13 wird in Verbindung mit dem Kondensator 12 eine Verkürzung der
Rücklaufzeit erzielt. Gleichzeitig hat die Drossel 13 auch die Wirkung, daß durch sie
eine Linearisierung des Rücklaufes erreicht wird. Der Schwingungskreis 12/13 bewirkt
eine Verkürzung der Rücklaufzeit derart, daß ein Optimum dieser Verkürzung bei einem
ganz bestimmten Kapazitätswert der Kapazität 12 erzielt werden kann, wobei bei Änderung
der Kapazität 12 stets ein Anstieg der Rücklaufzeit eintritt. Da dann die Serienschaltung
der Kapazität 12 und der Induktivität 13 auf die Rücklauf frequenz abgestimmt
ist, so ist während der Rücklaufzeit für die Rücklauf frequenz ein Kurzschluß zwischen
der Anode und dem Gitter der Röhre 1 hergestellt. Dadurch wird bewirkt, daß die
Gitterbetriebskapazität während der Rücklaufzeit teilweise überbrückt wird und somit eine
Verringerung dieser Kapazität eintritt, womit gleichzeitig die Verkürzung der Rück] auf zeit
erreicht wird.
Um die Linearität zu verbessern und störende Schwingungen zu dämpfen sowie um
die Amplitude des Sägezahnstromes zu ändern, ist ein Kondensator 10 von etwa
0,0005 μ¥ in Reihe mit einem einstellbaren Widerstand 11 von 0,5 Megohm parallel zu
den Ablenkspulen 8 vorgesehen. Durch Verkleinerung des Widerstandes 11 kann eine
Amplitudenänderung von mindestens 10 bis 150/0 erzeugt werden.
Zur Synchronisierung werden bei Benutzung einer Dreipolröhre in bekannter Weise die
Sperrimpulse über eine zusätzliche Spule 14 zugeführt, die auf demselben Kern wie die
Spulen 2 und 3 sitzt. Eine Spule von 250 Windungen ergibt beim Ausführungsbeispiel eine
genügende Kopplung, ohne daß eine zu starke 10&
Rückwirkung von dem Schwingungserzeuger aufträte. Die Spitzenspannung der Sperrimpulse
beträgt etwa 12 bis 15 Volt.
Es können auch zwei Schwinggeräte der angegebenen Art in Gegentakt geschaltet werden,
um eine größere Ausgangsamplitude zu erhalten. In diesem Fall wird die Spule 2 durch eine in der Mitte angezapfte Spule ersetzt,
die zwischen den Gittern der Röhre liegt, wobei die Anzapfungspunkte mit der no
Kathode verbunden sind. Die Spule 3 wird durch eine weitere in der Mitte angezapfte
Spule ersetzt, die zwischen den Anoden der Röhre angeordnet ist. Die Anzapfung führt
zum positiven Pol der Spannungsquelle ge- "5
gebenenfalls über einen Widerstand.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Kippschaltung einer Hochvakuumröhre mit induktiv gekoppeltem Gitter- und Anodenkreis der Röhre zur Erzeugungvon sägezahnförmigen Strömen mit kurzem Rücklauf für die elektromagnetische Ablenkung von Kathodenstrahlen, dadurch gekennzeichnet^ daß zwischen Anoden- und Gitterkreis zusätzlich eine abstimmbare Serienschaltung einer Kapazität und einer Induktivität liegt.
- 2. Schaltung nach Anspruch, i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer S chirm gitterröhr e.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1410936A GB456640A (en) | 1935-05-17 | 1935-05-17 | Improvements in or relating to scanning oscillators for television and like systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE729481C true DE729481C (de) | 1942-12-17 |
Family
ID=10035146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF81169D Expired DE729481C (de) | 1935-05-17 | 1936-05-19 | Kippschaltung einer Hochvakuumroehre mit induktiv gekoppeltem Gitter- und Anodenkreis |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE729481C (de) |
| FR (1) | FR806561A (de) |
| GB (2) | GB456666A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901688C (de) * | 1948-04-09 | 1954-01-14 | Emi Ltd | Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer hohen Gleichspannung aus der kurzen Saegezahnflanke |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE895917C (de) * | 1937-10-16 | 1953-11-09 | Fernseh Gmbh | Selbstschwingende Kippschaltung zur Erzeugung von Saegezahnstroemen, die ein von der Rechteckform abweichendes Bildraster erzeugen |
| DE756518C (de) * | 1938-01-20 | 1953-11-09 | Telefunken Gmbh | Schaltungsanordnung zur Erzeugung saegezahnfoermiger Stroeme |
| US2493044A (en) * | 1946-06-22 | 1950-01-03 | Farnsworth Res Corp | Deflection wave generator |
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1935
- 1935-05-17 GB GB1449735A patent/GB456666A/en not_active Expired
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-
1936
- 1936-05-16 FR FR806561D patent/FR806561A/fr not_active Expired
- 1936-05-19 DE DEF81169D patent/DE729481C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE901688C (de) * | 1948-04-09 | 1954-01-14 | Emi Ltd | Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer hohen Gleichspannung aus der kurzen Saegezahnflanke |
Also Published As
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|---|---|
| FR806561A (fr) | 1936-12-19 |
| GB456666A (en) | 1936-11-13 |
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