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Photographische Kopier- oder Vergrößerungseinrichtung für Einzelbilder,
bei welcher das Messen und Kopieren zeitlich getrennt erfolgt Die Erfindung bezieht
sich auf eine photographische Kopier- oder Vergrößerungsvorrichtung für Einzelbilder,
b.ei welcher das Messen und Kopieren zeitlich getrennt erfolgt, mit einer von der
jeweilig nur durch das zu kopierende oder zu vergrößernde Negativ faulenden Lichtrnenge
beeinflußten lichtelektrischen Zelle.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird die für das Kopieren
des Negativs erforderliche lichtstärke ermittelt, während die Belichtungszeit fest
ist.
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Um nun auch, wie es für manche Fälle vorteilhaft ist, bei gleicher
Lichtstärke die Belichtungszeit regeln zu können, schließt nach der Erfindung der
Zeiger eines vom Zellenstrom durchflossenen elektrischen Meßinstruments, z. B. eines
Drehspulinstruments, den Stromkreis einer z. B. elektromagnetisch gesteuerten Verriegelungsvorrichtung
durch Anschlagen an einen Kontakt und hemmt dadurch die Einstellbewegung des Zeigers
einer Belichtungsschaltuhr, sobald die für das Kopieren des Negativs erforderliche
Belichtungszeit erreicht ist.
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Ein weiteres Merkmal dieser Einrichtung besteht darin, daß der Zeiger
des Drehspulinstruments durch Festklemmen in seiner Betriebslage mittels von Hand
ausschwenkbarer, bogenförmiger und den Zeiger umschließender Klemmbacken unmittelbar
als Anschlag für die Begrenzung der Einstellbewegung des Fühlhebels einer von Hand
betätigten Kurvenscheibe dient, die wiederum als Anschlag für die Einstellbewegung
eines die Belichtungsschaltuhr beeinflussenden Splerrzahnhebelgetriebes vorgesehen
ist.
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Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Abb.
I bis 5 dargestellt.
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- Es zeigt die Abb. I eine Einrichtung, bei der der Zeiger des vom
Zellenstrom durchflossenen Drehspulinstruments durch Schließen eines Kontaktes eine
elektromagnetische Verriegelungsvorrichtung auslöst, die die Einstellbewegung einer
Belichtungsschaltuhr hemmt.
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Die Abb. 2 zeigt die Verriegelungsvorrichtung in vergrößertem Maßstabe.
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In Abb. 3 ist die Anordnung des als Anschlag dienenden festklemmbaren
Zeigers des Drehspulinstruments im Zusammenbau mit dem Kopiergerät dargestellt,
während die Abb. 4 die eigentliche Steuervorrichtung in vergrößerter Darstellung
zeigt, wobei der Aufbau der Klemmvorrichtung in Seitenansicht aus Abb. 5 ersichtlich
wird.
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Bei der ersten Ausführungsform der Kopiereinrichtung, wie sie in
Abb. 1 und 2 dargestellt ist, ist ein Kopiergerät vorgesehen, das aus einem Gehäuse
I besteht, welches durch eine Trennwand 2 in zwei Teile 3 und 4 geteilt wird. In
dem Gehäuseteil 3 befinden
sich die eigentlichen Kopierlampen 5
und 6 sowie ein Fenster 7, auf weiches das Negativ und später das Kopierpapier aufgelegt
wird.
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In dem Gehäuseteil 4 befindet sich eine weitere Lampe 8 sowie ein
Fenster 9. Diese Lampe 8 ist von gleicher Beschaffenheit wie die Kopierlampen 5
und 6. Zu Beginn des Meßvorganges wird die Photozelle I0, die durch das Gestänge
1 1, 12 schwenkbar im Zapfeniager 13 befestigt ist, über das Fenster 9 geschwenkt.
Statt einer besonderen Lampe 8 können auch die Lampen 5, 6 für die Steuerung des
Schaltvorganges benutzt werden.
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Das durch das Negativ gehende und auf die lichtelektrische Zelle 10
fallende Licht wird, je nach der Lichtdurchlässigkeit des Negativs, durch den Zellenstromkreis
14, 15 den Zeiger 16 des Drehspulinstruments I7 mit dem Kontalit 18 früher oder
später in Berührung bringen bzw. den Stromkreis I9, 20 schließen.
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Hierbei wird die Leuchtstärke Ider Lampe 8 bei Verstellung des Hebels
21 der Blelichtungsschaltuhr 22 allmählich durch einen in der Belichtungsuhr 22
eingebauten und durch den Hebel 21 regelbaren Widerstand, welcher durch die Leitungen
23, 24 mit der Lampe 8 verbunden ist, verstärkt. Durch Schließung des Stromkreises
I9, 20 wird ein in Abb. 2 dargestelltes Sperrwerk als B egrenzungsmittel für die
Einstellbewegung des Hebels 21 der Schaltuhr I eingeschaltet. Hierbei ist die elektrische
Verbindung der Schaltuhr 1 mit den Lampen 5 und 6 nicht eingezeichnet. Das Einstellen
der Belichtungsuhr auf die richtige Belichtungszeit geschieht in bekannter Weise
durch Drehen eines über einem Ziffierblatt angeordneten Hebels. Mit der Größe der
Winkelverstellung dieses Hebels nimmt auch die eingestellte Belichtungszeit zu.
Im vorliegenden Falle ist die Anordnung nun so getroffen, daß dieser Einstellhebel
21 untlerWirkung einer bei seiner Einstellung in die Ausgangsstellung gespannten
Feder 25 (Abb. 2) seine Steuerbewegung ausführt. Aus der Abb. 2 ist ersichtlich,
wie die Drehachse des Hebels 21 mit einer Sperrzahnscheibe oder einem Zahnsegment
26 verbunden ist, in welches beim Schließen der Stromkreise 19, 20 durch die Kontaktgabe
zwischen Zeiger 16 und Kontakt I8 die Sperrklinke 27 mit ihrem Zahn 28 einfällt.
Dieses Gesperre weist an sich bekannte Einzelteile auf, nämlich einen Elektromagneten
29, einen Sperriegel 30 mit Zahn 3', Kontakte 32, 33, eine Rückholfeder 34 und die
Stromzuführungen 19 und 20.
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Die Auslösung dieser Sperrung erfolgt beiin Rückdrehen des Hebels
21 in seine Ausgangslage. Es ist ersichtlich, daß bei hoher Lichtdurchlässigkeit
des Negativs die Sperrung früher ,einfällt als bei Negativen mit geringer Lichtdurchlässigkeit,
wo die Kontaktgab e zwischen Zeiger 16 und Kontakt 18 später eintritt, so daß die
Belichtungsdauer der Winkelbewegung des Hebels 2I entsprechend größer oder kleiner
wird.
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Bei den Ausführungsformen nach Abb. 3, 4, 5 dient ein vom Zellenstrom
unmittelbar eingestellter Hebel oder Zeiger 35 als An schlag für die Steuermittel
einer Belichtungsschaltuhr 36. Zu diesem Zweck wird der Hebei oder Zeiger 35 des
Drehspulinstruments durch ausschwenkbare Klemmbacken 37 in der Ausschlagstellung
festgestellt, zwischen denen er bei geöffneter Stellung der Backen 37 schwingt.
Diese Backen sind mit ihren Enden um waagerechte Achsen 38 schwenkbar gelagert und
werden durch einen Bowdenzug 39 entgegen der Wirkung einer Feder 40 in Spreizstellung
gebracht. Dieser Bowdenzug wird zweckmäßig von einem an der lichtelektrischen Zelle
10 angebrachten Druckknopf 41 bedient, zu welchem der Bowdenzug von den Kiemmbacken
führt. Wird der Druck auf den Knopf 41 aufgehoben, so bewegen sich die Klemmbacken
37 in die den Hebel 35 festklemmende Stellung. Der Bowdenzug kann auch durch einen
Elektromagneten er setzt werden, welcher durch Drücken eines Kontaktes an der Zeile
die Klemmbacken löst.
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Die Steuermittel für die Belichtungsschaltuhr 36 weisen einen in
senkrechter Richtung verschiebbaren Schieber 42 mit einer Handhabe 43 auf. An diesem
Schieber sitzen zwei Schaltansätze 44 und 45, welche nach einer Seite unter Wirkung
von Federn ausweichen können. Der Schieber 42 steht unter der Wirkung einer Rückholfeder
46 und ist mit einem Ansatz 47 versehen, gegen welchen ein Bremshebel 48 unter Einfluß
der Feder 49 anliegt.
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Dieser Bremshebel steht unter der Wirkung eines Hemmwerkes 50, 51,
52, 53, das mit einem Kipphebelgesperre 54 ausgerüstet ist.
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Von einem weiteren Ansatz 55 am unteren Ende des Schiebers 42 führt
über eine Rolle 56 ein elastischer Schnurzug 57 zu einer drehbar auf einer Welle
58 sitzenden Rurvenscheibe 59 mit Hebelarm 60. Dieser Hebel 60 schlägt beim Ausschwingen
mit seinem Ansatz 6I gegen den als Anschlag dienenden Zeiger 35 des Drehspulinstruments.
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Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Beim Niederdrückeit
des Schiebers 42 wird durch den Schnurzug 57 die Kurvenscheibe 59 und mit ihr der
Hebel 6o ausgeschwenkt, so daß er mit seinem Ansatz 61 gegen den festgestellten
Zeiger 35 schlägt. Dadurch ist die Stellung der Kurvenscheibe 59 gegeben.
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Der elastische Schnurzug 57 gestattet ein weiteres Senken des Schiebers
42. An der Seäkbewegung des Schiebers nimmt der Bremshebel 48 unter der Wirkung
der Feder
49 teil, jedoch nur so lange, bis er gegen die Kurvenscheibe
59 anschlägt. Auf diese Weise wird die Höhenlage des Bremshebels 48 blestimmt. Wird
der Druck auf den Schieber 42 aufgehoben, so bewegt sich dieser unter Wirkung der
Feder 46 nach oben und schaltet hierbei zunächst durch den Ansatz 44 über den Schalter
62 die Belichtung ein und durch den Ansatz 45 die Belichtung wieder ans. Bei dem
Rückgang des Schiebers 42 wirkt der Hebel 48 durch Aufliegen auf dem Ansatz 47 bremsend
auf den Schieber 42, so daß dessen Bewegung verlangsamt wird. Der Weg, auf dem diese
Bremsung stattfindet, wird geregelt durch die Stellung der Kurvenscheibe 59, welche
die Höhenlage des Hebels 48 in seiner tiefsten Stellung bestimmt. Dler Größe dieses
Bremsweges entspricht auch die Zeitdauer zwischen Ein- und Ausschaltung der Belichtung
durch den Schalter 62, so daß durch die Stellung der Kurvenscheibe 59 die Belichtungszeit
geregelt wird.