DE72796C - Vorrichtung zum Sammeln oder Registriren von Schriftstücken, Mustern und dergl - Google Patents

Vorrichtung zum Sammeln oder Registriren von Schriftstücken, Mustern und dergl

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DE72796C
DE72796C DENDAT72796D DE72796DA DE72796C DE 72796 C DE72796 C DE 72796C DE NDAT72796 D DENDAT72796 D DE NDAT72796D DE 72796D A DE72796D A DE 72796DA DE 72796 C DE72796 C DE 72796C
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Germany
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cards
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card
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F17/00Card-filing arrangements, e.g. card indexes or catalogues or filing cabinets
    • B42F17/28Card-filing arrangements, e.g. card indexes or catalogues or filing cabinets in the form of endless bands or revolving drums

Landscapes

  • Sheet Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
Der in der Patentschrift Nr. 69609 beschriebene Apparat zum Sammeln oder Registriren von Schriftstücken, Mustern und dergl. besteht aus einer Anzahl von Karten, welche auf der Oberfläche zur Aufnahme von Streifen oder Mustern irgend welcher Art eingerichtet sind und derart unter sich gelenkig zusammenhängen, dafs eine nachgiebige endlose Kette entsteht, welche vermittelst an den Karten enden angebrachter Tragstifte auf Leisten hängt, und diese Kette Falten von beliebiger Länge bildet.
Bei dem vorliegenden abgeänderten Apparat werden die Tragstifte verschiebbar und auswechselbar gemacht, so dafs mehrere Karten unter einem bestimmten Zeichen eingeschaltet werden können, ohne die alphabetische Reihenfolge der Gesammtanordnung zu stören.
Fig. ι der Zeichnung zeigt den Apparat in schaubildlicher Darstellung mit theilweise abgebrochener Wandung, so dafs die innere Anordnung sichtbar wird, Fig. 2 eine Einzelansicht einer zum Weiterbewegen der Karten dienenden Trommel, und Fig. 3 zwei zusammenhängende Karten, während die Fig. 4 und 6 Einzelheiten darstellen.
Die zum Aufhängen der Karten dienenden hervorstehenden Tragstifte sind so gestellt, dafs sie jede gerade Anzahl von Karten, z. B. 10, 14 oder 20 Stück, zwischen sich aufnehmen. Für den Fall, dafs irgend eine Karte gefüllt und daher eine neue hinzuzusetzen ist, müssen zwei neue Karten eingeführt werden, da sonst die Karten nicht in parallel neben einander liegenden Falten hängen, sondern die unterste Karte quer liegen und mit den beiden oben angrenzenden Karten einen winkligen Zwischenraum einnehmen würde, was sowohl wegen des Raummangels als auch wegen der gegenseitigen Abnutzung der Karten nachtheilig wäre.
Da es nun nicht immer wünschenswerth erscheint, an einer Stelle gleich zwei neue Karten einzuschalten, sondern oft die Einreihung der zweiten Karte an einer anderen Stelle, wo sie bald gebraucht wird, erwünscht ist, so sind die Karten A mit auswechselbaren Stiften B versehen, die in Hülsen verschiebbar liegen, welche an den Längskanten der Karten befestigt und aus umgebogenen Aluminium- oder anderen Blechstreifen gebildet sind.
Diese Hülsen erstrecken sich von den Enden der Karten bis nahe zur Mitte derselben, wo sie ausgeschnitten sind und einen freien Raum C zwischen sich freilassen. In diese Hülsen werden die beiden auf jeder Längsseite der Karte befindlichen, mit Köpfen oder Ansätzen versehenen Stifte eingeführt. Die Köpfe verhindern, dafs die Stifte gänzlich herausgezogen werden können und dienen gleichzeitig als Anschlag zur Begrenzung der herausziehbaren Länge, wobei die Lücke C das hierzu erforderliche Spiel für die inneren Köpfe oder Ansätze gewährt, während die Länge der Stangen selbst
so bemessen ist, dafs, wenn ihre inneren Köpfe in der Mitte des Raumes C zusammenstoßen, die äufseren Köpfe dicht an den Enden der Karten liegen. .
Hat man die Anzahl der in eine Falte unter-, halb der Tragleisten D einzuhängenden Karten A1 bestimmt, so werden die Stangen B der Aufhängekarten A herausgezogen, welche beim Bewegen der Kette durch Drehung der Trommel E auf die Tragleisten -D fallen und nach der Mitte derselben gleiten, wie aus Fig. ι ersichtlich. Die Karten A1 mit den nach innen geschobenen Stiften hängen in Falten herab.
Wenn es erforderlich wird, eine neue Karte einzuziehen, so hat man nur nöthig, die zwei Karten mit einander verbindenden Gelenke zu lösen und das neue Blatt hineinzuschieben. Das zweite Blatt wird dann an derjenigen Stelle eingereiht, wo es demnächst wahrscheinlich erforderlich wird, so dafs die Kette nunmehr wieder geschlossen ist.
Die Aufhängestifte B werden dann in Uebereinstimmung mit der Gesammtanordnung vertheilt, so dafs die Karten wieder in gleichmäfsigen, parallelen Falten an den Tragleisten D hängen.
Die beiden Trommeln EE1 werden mittelst Kette K und Kurbel F in Drehung versetzt und sind auf ihrem Umfang mit Nuthen G ausgerüstet, in welchen sich endlose elastische Bänder H von geeignetem Material führen. Die endlosen Bänder H sind um eine oder mehrere Reibungsrollen I gelegt, welche den Zweck haben, die Bewegung, welche infolge des Gewichtes der Karten stofsweise erfolgt, in eine gleichmäfsige umzuwandeln. Dadurch werden plötzliche Stöfse oder Spannungen vermieden, welche die Gelenke lockern oder so weit auseinander ziehen würden, dafs die Karten nicht genau auf die Flächen der Trommeln E E1 passen.
Die am Umfang der Trommeln vorgesehenen Ansätze e dienen zur genauen Führung der Kartenkette, im Falle die Trommeln nicht genau parallel gelagert sind.
Zur zweckmäfsigen Spannung der über die gleich grofsen Zahnräder J J gelegten Triebkette K dient eine an dem Ende des zweiarmigen Hebels M gelagerte Spannrolle L, welche durch ein. auf den anderen Hebelarm wirkendes Excenter N mehr oder weniger abgehoben bezw. gegen die Kette geprefst wird.
An Stelle der Kette K und der endlosen Bänder H können natürlich auch Zahnräder in Anwendung kommen, jedoch sind erstere infolge der Einfachheit und des geräuschlosen Ganges vorzuziehen.
Um die Karten bequem verbinden und lösen zu können, werden die Kordeln O benutzt, bestehend aus gewundenen elastischen Drähten, welche sich von einem Ende der Karten zum anderen erstrecken und an den Enden Gabeln P bilden, die durch Aufhängeschleifen Q der anliegenden Karten gesteckt werden.
Die Karten selbst können von Metall, Pappe oder anderem geeigneten Material sein und erhalten an den Längskanten übergebogene, mit Nuthen oder Vertiefungen zum Einlegen der zu sammelnden Papiere etc. versehene Metallstreifen. Die Enden dieser Vertiefungen werden geschlossen oder verengt, um das Herausgleiten der Karten A zu vermeiden.
Um die gesammelten Papiere etc. am Gleiten auf den nur theilweise gefüllten Karten zu hindern, werden elastische Bänder R, Fig. ι, in die Vertiefungen der Metallstreifen eingesetzt. Auf der Rückseite der Karten und die Metallstreifen derselben umfassend sind die mit den Augen T ausgestatteten Metällbänder S vorgesehen, welche den directen Zug bezw. die Spannung in der Kartenkette aufnehmen. Das Auge T wird durch ein zu einer Schleife gebogenes Drahtende gebildet von der in Fig. 6 gezeigten Form, dessen gerade Enden T1 T1 durch Löcher im Metallband S derart eingeführt werden, dafs sie sich gegen die umgebogenen Metallstreifen anlegen und von diesen festgehalten werden. Darauf wird die Schleife so gerichtet, dafs sie rechtwinklig zur Kartenkante steht, um die Drahtenden P der Kordel O aufnehmen zu können. Dadurch, dafs diese Metallbänder S kurz umgebogen sind, um jeden auf die Karten ausgeübten Zug aufnehmen zu können, werden letztere gegen Zerreifsen, Trennen oder Strecken in der Breitenrichtung gesichert und eine Verlängerung der Kette verhindert.
Die Kordeln O sind genügend elastisch, um sie beim Auswechseln der Karten biegen und die Gabelspitzen P in die Augen T weit genug einführen zu . können. Diese Aufhängedrähte können auch in anderer Weise ausgebildet sein, so lange sie genügend elastisch und mit den Aufhängespitzen versehen sind.
Nach dem Haupt-Patent Nr. 69609 sind zum Festhalten der Kartenkette auf den Trommeln Stifte, welche in Löcher der Karten greifen, vorgesehen. Diese Einrichtung benöthigt jedoch eine ganz genaue Anordnung der Löcher, aufserdem nehmen letztere einen Raum ein, welcher vortheilhafter für die Aufnahme der Schriftstücke etc. benutzt werden kann.
Diese genannten Stifte werden im vorliegenden Fall durch auf den Ecken der zusammenstofsenden Trommelflächen angebrachte Ansätze oder Spurhalter U ersetzt, welche die Karten in passender Lage auf der Trommel halten und die Ausnutzung der Karten in ihrer ganzen Länge gestatten, was besonders für gröfsere Sammellisten, Verzeichnisse oder Kataloge von Wichtigkeit ist.
An den gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses sind Streifen V aus Leder, Gummi oder anderem elastischen Material angebracht, welche den Zweck haben, das bei Drehung der Trommel durch die Schleuderkraft hervorgerufene Aufschlagen der Karten auf die Seiten wände selbst zu verhindern. Diese Streifen sind daher in einiger Entfernung von den Kastenwänden angebracht, um den Schlag aufzunehmen bezw. abzuschwächen.
Zwischen die zu sammelnden Streifen, Schriftstücke etc. werden auf den Karten auswechselbare Klemmplatten, mit Buchstaben, Nummern in kräftigen Linien versehen, angebracht, welche den Inhalt oder die Füllung der Karten kenntlich machen. In Verbindung hiermit können auch durch Farben gekennzeichnete Unterabtheilungen oder Aufschriften vorgesehen sein. Die Wichtigkeit dieser Unterabtheilungen leuchtet ein aus folgenden Beispielen:
Für jeden Staat der Vereinigten Staaten Amerikas und für jede andere Grafschaft sind ungefähr 140 Unterabtheilungen vorhanden. Die Unterabtheilungen der Städte belaufen sich auf 150. Die Unterabtheilungen der Bibel betragen nahezu 300, ebenso sind zu erwähnen die Unterabtheilungen für die Astronomie, Chemie, Ingenieur-Wissenschaft, Architectur, Kunst, Wissenschaft, Theologie, Philosophie etc. in den gedruckten Katalogen; beispielsweise in dem bekannten Peabody'schen Kataloge sind ' diese Unterabtheilungen ζ. B. in Cursivschrift gekennzeichnet. Mittelst der auswechselbaren farbigen, sofort in die Augen springenden Unterabtheilungen vorliegender Vorrichtung kann man das abgelegte Schriftstück etc. ohne grofsen Zeitverlust wiederfinden.
Die Druckkosten des Peabody'schen Kataloges in der einen Farbe stellen sich auf ungefähr 100 000 M. In zwei Farben gedruckt würde dieser Katalog ungefähr 200 000 M. kosten, während man bei Benutzung dieser Sammelvorrichtungen mit farbigen Unterabtheilungen keine gröfseren Kosten. zu tragen hätte als diejenigen, welche sich für das Ablegen der Schriftstücke etc. in die Karten ergeben.
Die Trommeln werden durch an ihren Enden vorgesehene Bunde oder Flantschen so geführt, dafs sie bei freier Beweglichkeit genau Mitte halten und nicht in Längsrichtung verschoben werden könnten, wobei Stellschrauben angeordnet werden können, welche diese Führung noch gewünschtenfalls verbessern.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Bei der durch Patent Nr. 69609 geschützten Vorrichtung zum Sammeln oder Registriren von Schriftstücken, Mustern und dergl. Aufhängestifte (B), welche in Hülsen an den Kanten der Sammelkarten (A) verschiebbar sind, um je nach Bedürfnifs eine oder die andere Karte durch Herausziehen der Stangen -B mit Aufhängezapfen zu versehen.
2. Bei der durch Anspruch 1. bezw. der durch Patent Nr. 69609 geschützten Einrichtung die gelenkige Verbindung der Karten unter einander, bestehend aus an den Enden derselben angeordneten mit Schleifen oder Augen (T) versehenen Metallbändern (S), welche den auf die Karten bei deren Bewegung ausgeübten Zug aufnehmen, wobei durch die Schleifen (T) die Gabelspitzen (P) einer zwischen je zwei Karten vorgesehenen elastischen Drahtkordel (O) hindurchragen.
3. Bei der durch Anspruch 1. bezw. der durch Patent Nr. 69609 gekennzeichneten Einrichtung die in Nuthen (G) der Trommeln (E) und um eine oder mehrere Reibungsrollen (I) geführten elastischen endlosen Bänder (H) behufs Erzielung stofsfreier Bewegung der Kartenkette.
4. Bei der durch Anspruch 1. bezw. der durch Patent Nr. 69609 gekennzeichneten Einrichtung eine Vorrichtung zum Spannen der Antriebskette (K), bestehend aus einer an einem zweiarmigen Hebel (M) gelagerten Spannrolle (L), welche durch ein auf den anderen Hebelarm wirkendes Excenter (N) von der Kette abgehoben oder gegen dieselbe geprefst wird.
5. Bei einer Einrichtung der durch Patent Nr. 69609 gekennzeichneten Art Streifen (V) aus Leder, Gummi oder anderem elastischen Material an den Seiten des Gehäuses, welche die durch die Schleuderkraft bewirkten Schläge bei Drehung der Karten aufnehmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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