DE726992C - Bauplatte mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Waenden aus Stoffen verschiedener Dehnung - Google Patents

Bauplatte mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Waenden aus Stoffen verschiedener Dehnung

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DE726992C
DE726992C DEA85172D DEA0085172D DE726992C DE 726992 C DE726992 C DE 726992C DE A85172 D DEA85172 D DE A85172D DE A0085172 D DEA0085172 D DE A0085172D DE 726992 C DE726992 C DE 726992C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/26Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials composed of materials covered by two or more of groups E04C2/04, E04C2/08, E04C2/10 or of materials covered by one of these groups with a material not specified in one of the groups

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Description

  • Bauplatte mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Wänden aus Stoffen verschiedener Dehnung Die Erfindung betrifft eine Bauplatte mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Wänden aus Stoffen verschiedener Dehnung.
  • Es sind bereits mehrwandige Bauplatten bekannt, die zum Erreichen eines geringen Gewichtes als Hohlkörper ausgebildet sind, wobei als Baustoff Zement- oder Blechplatten verwendet -wurden. Die Festigkeit beider Wandungsteile ist dabei gleich, .da sie beiderseits aus dem gleichen Baustoff bestehen; insbesondere ist bei beiden Baustoffen die örtliche Festigkeit gering, da Zement durch Stoßbeanspruchung zerstört und Blech verbeult wird.
  • Ferner sind Bauplatten aus verschiedenartigen Stoffen bekannt, bei denen die eine Seite aus Gummi, die andere aus Filz besteht, also aus 'Stoffen, die ebenfalls geringe Festigkeit aufweisen und daher lediglich zu Isolierzwecken benutzt werden können. Selbst wenn bei einer weiteren bekannten Bauplatte die innere Wand aus Metall, die äußere jedoch von einer feuerfesten Masse gebildet wird, so wird bei etwaigen Stoßbeanspruchungen auch eine derartige Platte zerstört, da die beiden stofflich verschiedenen Wandungsteile unmittelbar aneinanderliegen und daher der Stoß sofort auf die zweite Schicht übertragen wird.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die eine Wand aus einem Kunstpreßstoff hoher Elastizität, insbesondere aus geschichtetem Kunstharzpreßstoff, besteht und die andere Wand von einer Metallplatte gebildet wird, die im Abstand von ihren Rändern Abstützglieder für die andere Wand mit einer bis zur Grenze der elastischen Durchbiegung dieser Wand reichenden Höhe aufweist.
  • Zweckmäßigerweise kann die Metallplatte im wesentlichen eben ausgebildet und im Abstand der möglichen Durchbiegung der Kunstharzplatte angeordnet sein.
  • Eine weitere wertvolle Ausgestaltung wird nach der Erfindung darin gesehen, daß die aus Kunstpreßstoff bestehende Wand mit Falzen und ähnlichen Einsparungen der beiden Wände oder nebeneinanderliegender Bauplatten für den Zusammenbau versehen ist und daß ferner die aus Kunstpreßstoff bestehende Wand an ihren Rändern mit Flansehen versehen ist, die durch Schrauben mit den diese Flansche umfassenden Rändern der von der Metallplatte gebildeten Wand verbunden sind.
  • Hierdurch wird erreicht, daß Stoßbeanspruchungen von dem elastischen Teil der Bauplatte aufgenommen werden. und bei sehr starken örtlichen Stößen dieser eine Unterstützung durch den zweiten Wandungsteil mit hoher Dehnungsfähigkeit findet, wodurch des Brechen des elastischen' Wandteiles verhindert bzw. bei sehr starken Stößen die Wucht des Stoßes durch Formänderungsarbeit vernichtet werden kann.
  • Die zur Verwendung gelangenden geschichteten Kunstharzpreßstoffe, die vorzugsweise aus mit Kunstharz getränkten Papier-, Pappe-oder Gewebebahnen gebildet werden oder bei denen die als Füllkörper dienenden Fasern ihrer Länge nach gegeneinander ausgerichtet sind, besitzen den Vorteil besonders hoher Festigkeit. Neben der guten Elastizität weist ein daraus hergestellter Wandteil eine genügend harte Oberfläche auf, die bei leichten Stößen im Gegensatz zu Blech nicht beschädigt oder verbeult wird. Von Vorteil ist ferner, daß derartige Kunststoffe völlig korrosionsfest sind und bei Schwitzwasserbildung nicht rosten können.
  • Beim Zusammensetzen mehrerer Platten erfassen die inneren Preßteile Flansche der äußeren Preßteile und sind mit diesen beispielsweise durch Schrauben verbunden. Dies ergibt einen leichten Zusammenbau mehrerer Bauplatten zu einer Wand; insbesondere ist durch diese Ausgestaltung ein leichtes Auswechseln etwa beschädigter Wandteile erreichbar.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an Ausführungsbeispielen, und zwar zeigt: Abb. i Schaubild einer mehrwandigen Bauplatte, Abb. 2 Schaubild eines äußeren Wandpreßteils, Abb. 3 Schaubild eines inneren Wandpreßteils, Abb. 4 Querschnitt nach Linie IV-IV der Abb. i, Abb. 5 Ansicht eines aus mehreren Bauplatten zusammengesetzten Wandausschnittes, Abb.6 bis g Querschnitte durch die Verbindungsstellen zweier aneinanderstoßender äußerer Wandteile, Abb. io Querschnitt durch dieVerbindungsstelle zweier aneinanderstoßender Blechpreßplatten.
  • Nach Abb. i ist die Bauplatte aus einem äußeren Wandteil i und einem inneren Wandteil 2 zusammengesetzt, die im dargestellten Beispiel mit Flanschen 3 und 4 versehen und mittels Schrauben 5 miteinander verbunden sind. Als Baustoff dient für den äußeren Preßteil i ein elastischer Kunststoff, beispiels-«-eise in bekannter Weise übereinandergelegte, mit Kunstharz getränkte Papier-, Pappe- oder Gewebebahnen, die mittels entsprechender Stahlgesenke unter hohem Druck verpreßt sind. Naturgemäß können auch andere elastische Kunststoffe verwendet werden, wie dies beispielsweise in bekannter Weise mittels des Siebverfahrens hergestellte Gautschlinge sind, die in einem zweiten Arbeitsgang unter Zuabe von Kunstharzbindemitteln nachgepreßt werden. Diese zweitgenannten Kunstharzbaustoffe verdanken ihre gute Elastizität derAusrichtung der Fasern nach der Längsrichtung, wie dies beim Siebverfahren erreichbar ist.
  • An die äußere Wandplatte i sind sämtliche körperlichen Ausgestaltungen mit eingepreßt, und zwar an zwei Seiten ein überstehender Rand 6 und 7 und an den beiden anderen Seiten Falze 8 und 9, die außerdem eine eingepreßte Rinne io zur Aufnahme einer Dichtungsschnur aus Gummi oder Asbest aufweisen. Der innere Preßteil 2 besteht aus einer Blechplatte und angepreßten Flanschen .4. Die örtliche Steifheit des Wandungsteils i i ist durch eingepreßte Sieken 12 erhöht, und in Nähe der Flansche ,4 sind Ausnehtnungen 13 eingepreßt, die das Gewicht herabsetzen und außerdem die Zugänglichkeit zu den Verbindungsschrauben 5 ermöglichen. Aus der Mitte der Wandung i i ist ein Abstützteil 14 herausgepreßt, der nach Abb. 4 nicht die volle Stärke der Platte ausfüllt, sondern nur so weit geht, daß sich die Platte i bei örtlichen Stoßbeanspruchungen durchbiegen kann, ohne die Blechplatte 2 zu verformen.
  • Die Platten der Abb. i bis 4 können als Fachwerkfüllplatten in Verbindung mit einem Traggerippe dienen, und hierbei können die Blechplatten durch irgendwelche aufgelegten Versteifungswinkel an den Zusammenschlußrändern miteinander verbunden werden.
  • Eine weitere Verbindungsmöglichkeit für mehrere Bauplatten zeigen die Abb. 5 bis g. Hier ist über die Trennlinien 15, 16, 17 und 18 der vier äußeren Kunststoffplatten i9, 2o, 2 i und 22 eine Blechpreßplatte 23 gelegt, für die nach den Abb. 6 bis 9 verschiedene Verbindungsmöglichkeiten mit den Kunststoffplatten ig bis 22 bestehen. Nach Abb. 6 weist die Blechpreßplatte 23 neben den Flanschen 3 der Kunststoffplatten Eindrückungen 24 und 25 auf, die die Flansche 3 umfassen. Als Verbindung ist hier eine Schraube 26 durch den U-förmigen Teil 27 der Blechpreßplatte 23 und durch die Flanschen 3 gezogen. Weitere derartige Schrauben sind an den anderen Trennlinien vorgesehen. Nach Abb. 7 ist auf die Blechpreßplatte 23 ein Steg 28 aufgesetzt, der zwischen die Flansche 3 gelegt ist, die zu diesem Zweck mit der notwendigen Passung versehen sind. Auch hier dienen Schrauben 26 zur Verbindung der Flansche 3, die durch die Ausnehmungen 13 zugänglich sind.
  • Nach Abb. 8 weisen die äußeren Wandplatten i zwei voneinander getrennte Flansche 3 auf, und in die entstehende Höhlung ist eine U-förmige Aaspressung 27 der Blechpreßplatte 23 eingelegt und mit den Flanschen 3 verschraubt.
  • Nach Abb. 9 ist eine ähnliche Verbindungsausführung gezeigt. Hier sind die äußeren Bauplatten i entsprechend den Bauplatten i der Abb. 8 ausgebildet und drei nebeneinanderliegende U-förmige Aaspressungen 27 vorgesehen, die je einen Flansch einschließen.
  • Abb. io zeigt eine Verbindungsmöglichkeit zweier aneinanderstoßender innerer Blechpreßplatten. Hierzu sind die Platten mit nach außen gerichteten Flanschen29 versehen, die miteinander verschweißt werden können. Notwendige Abstützungsglieder werden hier durch auf die Blechplatte aufgesetzte oder eingesetzte, mit einem Flansch 3o versehene Rohrabschnitte 31 gebildet.
  • Die neue Bauplatte kann als Bauelement für sämtliche Wandungen dienen, die Stoßbeanspruchungen auszuhalten haben, insbesondere ist sie zum. Bau von Garagenwänden geeignet. Sie kann aber auch für fahrbare Behälter, Wagenkästen u. dgl, dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bauplatte mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Wänden aus Stoffen verschiedener Dehnung, .dadurch gekennzeichnet, daß die eine Wand (i) aus einem Kunstpreßstoff hoher Elastizität, insbesondere aus geschichteten Kunstharzpreßs,toffen, besteht und die anderer Wand (2) von einer Metallplatte gebildet wird, die im Abstand von ihren Rändern Abstützglieder (14) für die andere Wand (i) mit einer bis zur Grenze der elastischen Durchbiegung dieser Wand reichenden Höhe aufweist. z. Bauplatte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatte im wesentlichen eben ausgebildet und im Abstande der möglichen Durchbiegung der Kunstharzplatte angeordnet ist. 3. Bauplatte nach .den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Kunstpreßstoff bestehende Wand mit Falzen (8, 9) und ähnlichen Einsparungen für den Zusammenbau der beiden Wände oder nebeneinanderliegender Bauplatten versehen ist. q.. Bauplatte nach den Ansprüchen i bis 3, .dadurch gekennzeichnet, daß die aus Kunstpreßstoff bestehende Wand an ihren Rändern mit Flanschen (3, q.) versehen ist, die durch Schrauben (5) mit den diese Flansche umfassenden Rändern der von der Metallplatte gebildeten Wand verbunden sind.
DEA85172D 1937-12-16 1937-12-16 Bauplatte mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Waenden aus Stoffen verschiedener Dehnung Expired DE726992C (de)

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