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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schalkörper zur Herstellung von Betonrippendecken, dessen Breite dem Abstand der Deckenrippen und dessen Höhe der Höhe der Deckenrippen entspricht und dessen im Querschnitt im wesentlichen ein gleichseitiges Trapez bildende Kontur durch dünnwandiges Material hoher Zugfestigkeit gebildet ist.
Es sind bereits derartige Schalkörper bekanntgeworden (vgl. österr. Patentschrift Nr. 258536), die aus Metallrohren bestehen.
Diese Schalkörper sollen ausreichend steif sein, um über die gesamte Spannweite eines Raumes verlegt werden zu können und die dabei auftretenden Montagelasten aufzunehmen. Die auftretenden Montagelasten müssen den bestehenden Bauordnungen entsprechend mit mindestens 150 kp/m2 angenommen werden. Um diesen Montagelasten ohne Durchbiegung und Verbeulung standzuhalten, müssten Röhren aus Stahl mit vornehmlich Trapezquerschnitt aus starken Blechen von mindestens 2 mm Dicke gefertigt werden. Dies bedingt aber ein hohes Gewicht der Teile und damit auch hohe Kosten.
Zudem ist der schalltechnische Effekt von Stahlröhren, die nur zum Teil im Beton eingebaut sind, deren Unterseite aber zur Bildung der Deckenuntersicht freibleibt, sehr ungünstig. Die Untersicht wirkt in diesem Fall wie eine Trommel, die den über die Betondecke eingeleiteten Trittschall verstärkt weitergibt. Eine Verbesserung der Schalldämmung würde anderseits zusätzliche Massnahmen erfordern.
Weiters sind auch aus Blech gefertigte Schalungskörper bekanntgeworden, die zwischen dem Obergurt und dem Untergurt Versteifungen durch Drahtbügel oder entsprechend gewelltes Blech aufweisen. Die oben beschriebenen schalltechnischen Nachteile treten auch bei dieser Schalung auf.
Die Erfindung hat sich ebenfalls zur Aufgabe gesetzt, einen Schalkörper zu schaffen, der gegebenenfalls über die gesamte Spannweite eines Raumes verlegt werden kann. Der Schalkörper selbst soll also sowohl den in die Schalung eingebrachten Ortbeton formen und ihn auch bis zu seinem Erhärten abstützen. Dies bedeutet einen wesentlichen Unterschied gegenüber den meisten der sonst verwendeten Schalkörper, die lediglich die gewünschte Oberfläche des eingebrachten Materials erzeugen, während die beim Einbringen des Materials auftretenden Kräfte in Schalungsgerüste, Schalungsträger usw. abgeleitet werden. Der erfindungsgemässe Schalkörper soll also eine genügende Eigensteifigkeit aufweisen, um die auftretenden Kräfte ohne Schalungsgerüste oder Schalungsträger bei möglichst grosser Stützweite selbst aufnehmen zu können.
Anderseits sollen die bei der Lösung dieses Problems gemäss der österr. Patentschrift Nr. 258536 auftretenden Schwierigkeiten vermieden werden.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Schalkörper in bei Schalungsplatten bekannter Weise einen Kern aus druckfestem Material, wie Schaumstoff, Wabenpapier od. dgl. aufweist, mit dem eine obere Deckschicht und eine untere Deckschicht flächig verbunden sind.
Schalungsplatten aus einem mit zwei Deckschichten verklebten Kern sind unter anderem aus der deutschen Patentschrift Nr. 763356 bekannt. Der Abstand der oberen und unteren Deckschicht ist bei solchen Platten jedoch relativ gering. Für den Fachmann war daher die Annahme naheliegend, dass bei diesen Platten Schaumstoff od. dgl. die notwendige Kraftübertragung zwischen der unteren und oberen Deckschicht bewirken kann. Dass dies jedoch auch bei Schalkörpern, deren Höhe der Deckenrippen entspricht, möglich ist, stellt eine ausgesprochene Überraschung dar, die jedoch in eingehenden Versuchen bestätigt worden ist. Die Kraftübertragung zwischen der unteren und oberen Deckschicht kann dadurch noch verbessert werden, dass im Kern über die Stirnseite des Schalungskörpers hinausragende Stahleinlagen vorgesehen sind.
Einzelheiten der Erfindung werden anschliessend an Hand der Zeichnungen besprochen. Fig. l zeigt einen Schnitt durch eine mittels der erfindungsgemässen Schalkörper hergestellte Betondecke. Die Fig. 2 bis 4 sind Schnitte durch drei Ausführungsformen von Schalkörpern. Fig. 5 und 6 zeigen zwei Möglichkeiten der Ausbildung der Stirnseite der erfindungsgemässen Schalkörper.
Die in Fig. l dargestellte Decke weist mehrere nebeneinander längslaufende Betonrippen-7-auf, zwischen denen Schalkörper --1-- angeordnet sind, deren Höhe derjenigen der Rippen entspricht. Die Schalkörper-l-bestehen im wesentlichen aus einem Kern--2--, der mit einer oberen Deckschicht --3-- und einer unteren Deckschicht --4-- fest verklebt ist. Die obere Deckschicht--3--ist über die Seitenflächen des Schalkörpers--l--nach unten gezogen und bildet in dessen unterem Rand zusammen mit der unteren Deckschicht --4-- Stege --5--, die in verschiedener Weise ausgebildet sein können, wie es sich aus Fig. 2 und 3 ergibt.
Falls die untere Deckschicht --4-- entlang des Steges abschnittsweise aufgebogen ist, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird dadurch eine bessere Verbindung mit dem eingebrachten Ortbeton erreicht.
Die Verankerung des Schalkörpers--l--in Beton ist besonders gut, wenn die obere Deckschicht --3-- breiter ist als der nach unten an diese anschliessende Bereich. Eine solche Ausführungsform zeigt Fig. 4.
Zwecks Verankerung im Mauerrost kann die aus Stahlblech bestehende untere Deckschicht über die
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vorzugsweise innerhalb des Schalkörpers angeordnet sind.
Als Material für die Deckschichten--3 und 4--kommt sowohl Blech, als auch Kunststoff in Frage, der
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Druck beansprucht wird.
Der Kern --2-- besteht bei allen dargestellten Ausführungsformen aus einem möglichst leichten, die Schubkräfte übertragenden Steifkörper, der mit beiden Deckschichten fest verklebt ist. Besonders günstig ist hiebei die Verwendung von Wabenpapier, auch die Verwendung von Hartschaumstoffen hat sich jedoch bewährt. Die Kraftübertragung, sowohl in Längsrichtung des Schalkörpers als auch zwischen den Deckschichten-3 und 4--, lässt sich durch Stahleinlagen --6-- verbessern, soweit dies für einen bestimmten Verwendungszweck
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--6-- undPATENTANSPRÜCHE :
1. Schalkörper zur Herstellung von Betonrippendecken, dessen Breite dem Abstand der Deckenrippen und dessen Höhe der Höhe der Deckenrippen entspricht und dessen im Querschnitt im wesentlichen ein gleichseitiges Trapez bildende Kontur durch dünnwandiges Material hoher Zugefestigkeit gebildet ist, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass der Schalkörper (1) in bei Schalungsplatten bekannter Weise einen Kern (2) aus druckfestem Material, wie Schaumstoff, Wabenpapier od. dgl. aufweist, mit dem eine obere Deckschicht (3) und eine untere Deckschicht (4) flächig verbunden sind.
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