DE726906C - Sicherheitsschaltung fuer eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einzelfoerderern beliebiger Art bestehende Foerderanlage - Google Patents
Sicherheitsschaltung fuer eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einzelfoerderern beliebiger Art bestehende FoerderanlageInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/08—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors
- H02H7/085—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors against excessive load
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Description
- Sicherheitssehaltung für eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einze#lförderern beliebiger Art bestehende F6rderanlage Auf großen Stapelplätzen für Massenfördergut, z. B. Kohle, Getreide, Abraum usw., arbeitet meist eine Reihe von Nahfördermitteln, wie Förderbänder, Elevatoren usw., zusammen, um das Fördergut von der Zufahrstelle nach einem bestimmten Lagerplatz oder umgekehrt zu befördern. Diese Fördermittel müssen untereinander so verriegelt sein, daß bei Ausfall eines Förderers alle übrigen zufördernden Förderer selbsttätig stillgesetzt werden. Ferner darf die Einschaltung nur in der Weise möglich sein, daß erst alle abfördernden Bänder und erst nach diesen das zufördernde Band in Betrieb genommen werden können. Man begnügte sich bisher mit einer entsprechenden Verriegelung der Schaltmittel der Antriebsmotoren und erreichte damit sowohl die gewünschte Schaltreihenfolge beim Einschalten als auch beim Stillsetzen.
- Die neuzeitliche Steigerung der Förderleistung hat diese bei Anlagen geringer Fördergeschwindigkeit durchaus ausreichende Sicherheitsanordnung unzureichend gemacht, besonders wenn, wie z. B. in Braunkohlentagebauten, Material sehr verschiedener Eigenschaften (Kohle, Sand, Ton, Lehm, Lette, Steine usw.) zu fördern ist und die Überwachung der Gleichmäßigkeit der Förderung bei dem üblichen Tag- und Nachtbetrieb oder infolge Unübersichtlichkeit wegen Regen, Nebel o. a. sehr erschwert ist. Dazu kommt, daß die vorgesehenen Überstromauslöser ja nicht auf jede. kleine Überlastungsspitze ansprechen, sondern nur bei länger dauernder VIerlastung ausschaltep dürfen. Das ergibt aber bei den hohen Fördergeschwindigkeiten auf dem betroffenen Förderer Materialstauungen, deren Beseitigung von Handooft Stunden dauert und so lange die ganze Anlage stillegt. Manchmal genügtbei schnell laufenden Bändern schon die Zeit, die vorn Ansprechen des Auslösers bis zum Stillsetzen des abhängigen Zuförderers verel geht, cr um solche Stauungen zu bewirken. Nach der Erfindung werden diese Xlöglichkeiten dadurch ausgeschaltet, daß bei Überlastung eines Förderers die Zuführung iveiteren Materials sofort unterbunden, die Abfuhr des angehäuften Materials aber noch möglichst vollständig durchgeführt wird, indem von dem Überstromauslöser jedes abfördernden Förderers ein Zeitschalter gesteuert ,vird, der mit einem unverzögert arbeitenden Kontakt die Selbstschalter der zufördernden Förderer und mit einem verzögert arbeitenden Kontakt den eigenen Selbstschalter auslöst.
- In der Zeichnung ist eine beispielsweise aus drei Förderbändern bestehende Förderanlage dargestellt, von der B, das zufördernde Band ist und auf B, abwirft, das das Fördergut an Bs abgibt. 111, bis 11,1, sind die Antriebsmotoren der Bänder, S, bis S3 deren Selbstschalter mit den Überstrornauslösern LT, bis U3. jedem abfördernden Förderer, also B., und B3, ist ein Zeitschalter R# und R, und ein geschwindigkeitsabhängiger Schalter G, und Gs zugeordnet. jeder zeitabhän-g gige Schalter R., &. besitzt zwei Kontakte, von denen der obere unverzögert, der untere dagegen verzögert beim Stromloswerden seiner Spule öffnet. Die geschwindigkeitsabhängigen Schalter G. und Gs sind von der Drehzahl einer motorisch nicht angetriebenen Rolle, z. B. der Bandumlenktrommel, abhängig. Um einen in diesem rauhen Betrieb auch bei gewissen Drehzahlschwankungen sicheren Kontaktdruck zu erzielen, sind diese Schalter erfindungsgemäß als ein an sich bekannter, durch ein mechanisches Differenzgetriebe gesteuerter Schalter ausgebildet; die eine Welle des Differentials wird von der Umlenkrolle angetrieben, an der anderen Welle ist eine kleine, künstlich einstellbare Belastung vorgesehen. Das von der Antriebsseite auf die Abtriebsseite übertragene Drehmoment wird zur Verstellung des die Kontaktgabe bewirkenden Differentialräderkörpers benutzt und -so eine sichere Kontaktgabe erzielt.
- Die Einschaltung der Anlage erfolgt durch Einlegen des Schalters T, wodurch die Stromkreise für die Zeitschalter R2 und R,3 geschlossen werden. Beide Schalter springen an und schließen ihre Stromkreise. Über den unteren Kontakt von Rs wird der Stromkreis von S, geschlossen und so dieser Schalter zurr. Ansprechen gebracht. Motor 313 und Band Bi laufen an. Wenn eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht wird, dann schließt G, sei- nen Kontakt und vervollständigt damit den Stromkreis für die Spule S., so daß auch Schalter S. schließt und Motor Il# und Band B. anläuft. Bei der gleichen Drehzahl von D. wie vorher B" schließt (#.. seinen Kolitakt und bewirkt damit über Schalter S, das Anlaufen des Motors 31, und des zufördernden Bandes B,. Die Anlage ist dann im Betrieb.
- Tritt nun eine Überlastung des Bandes B3 ein, so spricht der Überstromauslöser #'3 an, unterbricht den.Stromkreis von R3, das seine Kontakte öffnet, und zwar den oberen Kontakt unverzögert, den unteren dagegen verzögert. Das Öffnen des oberen Kontaktes bewirkt nicht nur die Abschaltung von S." sondern auch die von Sl, so daß sofort jede weitere Materialzufuhr aufhört. Dagegen bleibt das überlastete BandB, noch für die Dauer der Abschaltverzögerung des unteren Kontaktes von R3 im Betrieb und befreit sich so ganz oder teilweise von seiner Belastung. Glückt dies nicht, so erfolgt die Stillset7#,iii-und der Schaden muß von Hand beseitigt werden. Ist die Befreiung von der 'Materialanhäufung dagegen wenigstens so weit gelungen, daß nur noch eine normale Belastung vorhanden ist, dann fällt U,3 ab, schließt wieder seinen Kontakt, und die abgeschalteten zufördernden Bänder B, und B2 werden der Reihe nacheinander wieder eingeschaltet.
- Tritt die Überlastung am Band B, auf, so spricht tJ#. an und schaltet R. ab-; dieses öff- net sofort seinen oberen Kontakt und schaltet S, ab. S2 und damit D. bleiben noch einstweilen für die Dauer jer Verzögerung des Abfalls des unteren Kontaktes von R. genau so im Betrieb wie vorher Band B3, das jetzt von den Vorgängen ganz unberührt bleibt.
- Wenn also irgendein abförderndes Band, sei es auch das letzte einer viel größeren als hier dargestellten Zahl von zusammenarbeitenden Bändern, ausfällt, so werden sofort die zufördernden stillgesetzt und damit eine Verschlimmerung des schon vorhandenen Schadenzustandes verhindert, es wird ferner dem betroffenen Förderer die 'Möglichkeit gelassen, sich von dem Schaden selbst zu befreien und dadurch das Maß der gegebenenfalls noch zu leistenden Handarbeit zum mindesten sehr vermindert und die Zeit der Stillsetzung stark herabgesetzt.
- Durch die Schalter G, und G, wird noch eine andere Schadensmöglichkeit erfaßt, die bisher nicht erfaßt werden konnte. Es kommt besonders bei im Freien befindlichen Anlagen vor, daß infolge von Nässe oder Verschmutzung ein stark belastetes Band auf seiner Antriebstrommel schlüpft. Dann sinkt die Drehzahl der Umlenkrolle, und der mit dieser verbundene Schalter G, oder G, öffnet seinen Kontakt. Dies hat zur Folge, daß das oder die zufördernden Bänder sofort still-2, Cresetzt und weitere Materialzufuhr verhindert wird, bis das- betroffene Band allmählich sich seiner Belastung entledigt und wieder vorschriftsmäßig läuft. Auch dann werden die zufördernden Bänder durch den wieder geschlossenen Schalter G, oder G, neu- eingeschaltet.
- Es ist somit ersichtlich, daß durch die Erfindung der Betrieb solcher Vielfachförderanlagen wesentlich sicherer gestaltet wird als dies bisher möglich war; besonders vorteilnaft ist dabei, daß nur in den schlimmsten Fällen ein Eingriff von Hand notwendig tnid dieser auch zeitlich beschränkter ist als bisher. Es ist aber keineswegs notwendig, daß die Einschaltung in der dargestellten Weise selbsttätig erfolgt. Vielmehr kann die Schaltung auf Wunsch auch so gestaltet werden, daß jedes einzelne Förderelement von Hand eingeschaltet werden kann und nach einer Stillsetzung, wie oben beschrieben, auch von Hand wieder eingeschaltet werden muß. Die Vorteile der Erfindung bleiben dann im vollen Umfange bestehen. Die Einrichtung kann auch in bekannter Weise durch eine Signalanordnung vervollständigt werden, die dem Bedienungspersonal anzeigt, an welcher Stelle eine der vorgesehenen Sicherheitseinrichtungen angesprochen hat. Besonders empfehlen wird sich dies, wenn Handsteuerung vorgesehen wird.
- Schließlich sei noch erwähnt, daß selbstverständlich jede beliebige Stromart verwendet werden kann. Gleichstrom ist nur der Einfachheit halber dargestellt.
Claims (2)
- PATENTANSPRUCII: i. Sicherheitsschaltung für eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einzelförderern beliebiger Art bestehende Förde;anlage mit Einzelantrieb durch mittels verzögert ansprechender Überstromauslöser gegen Uberlastung geschützte Motoren, wobei beim Ansprechen des Überstromauslösers eines Motors dieser Motor und die im Arbeitsgang davor liegenden Motoren stillgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Überstromauslöser jedes abfördernden Förderers ein Zeitschalter gesteuert wird, der mit einem unverzögert arbeitenden Kontakt die Selbstschalter der zuf&dernden Förderer und mit einem verzögert arbeitenden Kontakt den eigenen Selbstschalter auslöst.
- 2. Sicherheitsschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von einer nicht motorisch angetriebenen Rolle jedes abfördernden Förderers (z. B. bei einem Bandförderer von der Umlenkrolle) ein geschwindigkeitsabhängiger Schalter angetrieben wird und daß der Stromkreis des Selbstschalters des zufördernden Förderers über die in Reihe geschalteten Kontakte aller geschwindigkeitsabhängigen Schalter verläuft. 3. Sicherheitsschaltung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als geschwindigkeitsabhängiger Schalter ein an sich bekannter, durch ein mechanisches Differenzgetriebe gesteuerter Schalter verwendet wird, dessen eine Welle von der Rolle angetrieben wird und dessen andere Welle mit einer einstellbaren künstlichen Belastung versehen ist, während der Differentialräderkörper die Kontakteinrichtung trägt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA83807D DE726906C (de) | 1937-07-31 | 1937-07-31 | Sicherheitsschaltung fuer eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einzelfoerderern beliebiger Art bestehende Foerderanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA83807D DE726906C (de) | 1937-07-31 | 1937-07-31 | Sicherheitsschaltung fuer eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einzelfoerderern beliebiger Art bestehende Foerderanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE726906C true DE726906C (de) | 1942-10-22 |
Family
ID=6948998
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA83807D Expired DE726906C (de) | 1937-07-31 | 1937-07-31 | Sicherheitsschaltung fuer eine aus mehreren zusammenarbeitenden Einzelfoerderern beliebiger Art bestehende Foerderanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE726906C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959838C (de) * | 1953-01-29 | 1957-03-14 | Licentia Gmbh | Sicherheits-Steuerschaltung fuer Bandzugfoerderer |
| DE1038982B (de) * | 1952-12-17 | 1958-09-11 | Hugh Wood & Company Ltd | Fehleranzeigevorrichtung fuer elektrisch angetriebene Bandfoerderer |
| DE1085813B (de) * | 1958-09-22 | 1960-07-21 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Einrichtung zum Herstellen einer gleichmaessigen Belieferung einer Bearbeitungsstelle mit flachen Gegenstaenden |
| DE1095207B (de) * | 1952-11-17 | 1960-12-15 | Koppers Gmbh Heinrich | Foerdereinrichtung fuer Schuettgut |
| DE2552214A1 (de) * | 1975-03-20 | 1976-10-07 | Polygraph Leipzig | Vorrichtung zum einruecken von falzmaschinen |
-
1937
- 1937-07-31 DE DEA83807D patent/DE726906C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095207B (de) * | 1952-11-17 | 1960-12-15 | Koppers Gmbh Heinrich | Foerdereinrichtung fuer Schuettgut |
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| DE2552214A1 (de) * | 1975-03-20 | 1976-10-07 | Polygraph Leipzig | Vorrichtung zum einruecken von falzmaschinen |
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