DE726071C - Schuhwerknaehmaschine, insbesondere Doppelmaschine, mit einer Antriebsvorrichtung fue den Drueckerfuss - Google Patents

Schuhwerknaehmaschine, insbesondere Doppelmaschine, mit einer Antriebsvorrichtung fue den Drueckerfuss

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Publication number
DE726071C
DE726071C DEP81974D DEP0081974D DE726071C DE 726071 C DE726071 C DE 726071C DE P81974 D DEP81974 D DE P81974D DE P0081974 D DEP0081974 D DE P0081974D DE 726071 C DE726071 C DE 726071C
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DE
Germany
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presser foot
piston
cylinder
workpiece
controlled
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Expired
Application number
DEP81974D
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English (en)
Inventor
Vilhelm Pedersen
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Individual
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods
    • D05B15/02Shoe sewing machines
    • D05B15/04Shoe sewing machines for lock-stitch work

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 6. OKTOBER 1942
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 726071 KLASSE 52 a GRUPPE 14
P8ip?4 VIII52 a
Vilhelm Pedersen in Höng, Dänemark,
ist als Erfinder genannt worden.
Vilhelm Pedersen in Höng, Dänemark
für den Drückerfuß
Patentiert im Deutschen Reich vom 6. Februar 1941 an Patenterteilung bekanntgemacht am 20. August 1942
Bei den allgemein bekannten Schuhwerkdoppelmaschinen, die mit Ahle und Nadel arbeiten, wird die Sohle beim Nähen zwischen einem Nähtisch und einem Drückerfuß zusammengedrückt und die Ahle jn der Rich-tung nach dem Drückerfuß durch das Leder g"epreßt. In diesen bekannten Maschinen ist der Drückerfuß auf einem schwenkbaren und federbelasteten Arm festgespannt, der einen festen und einen losen federbelasteten Zahnbogen (Sperrwerksegmente) aufweist, die im Drehpunkt des Armes ihr Zentrum haben und mit einem durch eine Kurve an der Hauptwelle gesteuerten Sperrkegel zusammenarbeiten.
Die Sperrkegel werden teils den Drückerfuß verriegeln und ihm zwecks Zusammendrückens, wie oben erwähnt, teils einen besonderen Druck erteilen, und zwar geschieht dies unabhängig von der Dicke des Werk-Stücks.
Dieser mechanischen Verriegelung und Entriegelung des Drückerfußes haften verschiedene Nachteile an. Erstens ist eine genaue und vollständige Verriegelung infolge des zwischen den Zähnen des Sperrwerksegments unbedingt erforderlichen Abstandes nicht für jede beliebige Dicke des Werkstücks möglich, und die Näharbeit wird daher nicht so gleichmäßig wie erwünscht.
Zweitens werden die Sperrkegel recht schnell abgenutzt, so daß sie durch neue ersetzt werden müssen, und schließlich ist die Herstellung der Sperrkegel an sich mit Schwierigkeiten verbunden, indem der Haltbarkeit wegen ein sorgfältiges und genaues Härten notwendig ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Bauart einer Schuhwerknähmaschine ohne die erwähnten Mangel, was erfmdungsgemäß dadurch erreicht ist, daß erwähntes Sperrwerk zum Verriegeln des Drückerfußes bzw. zur Druckerhöhung durch eine demselben Zweck dienende hydraulische Kolbenanordnung ersetzt ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt
Fig. ι den Drückerfuß mit der hydraulischen Verriegelungs- bzw. Druckanordnung beim Xähen von verhältnismäßig dünnem Leder,
Fig. 2 die gleichen Teile beim Xähen eines dickeren Leders und
Fig. 3 eine geänderte Ausführungsform der Anordnung.
In Fig. ι und 2 bezeichnet 1 den Nähtisch, 2 den Drückerfuß, 3 das Werkstück, 4 die Ahle und 5 die Nadel.
Der Drückerfuß 2 ist, wie bereits bekannt, auf dem Drückerfußarm 6 festgespannt, der um die feste Welle 7 drehbar und durch eine Feder 8 betätigt ist, die den Drückerfuß gegen das auf dem Nähtisch ruhende Werkstück (die Schuhsohle) preßt.
Um einen Bolzen 9 drehbar angeordnet ist ein Kolben 10 mit dem Drückerfußarm 6 verbunden, welcher Kolben in einer Bohrung oder einem Zylinder 11 im Zylinderblock 12 nüssigkeitsdicht verschiebbar ist, welcher Zylinderblock eine weitere Bohrung 13 aufweist, die als Zylinder für einen zweiten Kolben 14 dient, dessen Bewegung im genannten Zylinder durch eine Kurvennut 15 in einer auf der Treibwelle 16 befestigten Kurvenscheibe 17 mittels eines geeigneten Zwischengliedes, z. B., wie gezeigt, eines einarmigen Hebels 18, gesteuert ist, der drehbar mit dem Kolben verbunden und mit einer Rolle 19 in der genannten Nut gelagert ist. Die beiden Zylinder 11 und 13 münden in eine gemeinsame Bodenkammer 20, die bis zu den Kolbenboden mit Öl oder einer sonstigen Flüssigkeit aus einem am Zylinder 13 gelegenen und mit ihm durch einen Kanal 21 verbundenen offenen Flüssigkeitsbehälter 22 gefüllt gehalten wird, indem der Kolben 14 in seiner hintersten Lage den Kanal 21 frei läßt.
Wenn durch die Kurvennut 15 angetrieben,
der Kolben 14 in den Zylinder 13 hineindringt, wird er zunächst den Kanal 21 absperren und dadurch den Drückerfuß 2 verriegeln, so daß während der nun folgenden Durchstechung der Ahle 4 der Drückerfuß nicht mehr gehoben werden kann, wonach der Kolben 14 während des weiteren Eindringens in den Zylinder 13 den Kolben 10 im Zylinder 11 nach außen zwingt, wodurch der Druck des Drückerfußes gegen das Werkstück (die Sohle) zunimmt und die einzelnen Lederschichten daher, während die Maschine ihren Stich vollendet, fest zusammengehalten werden.
Wenn der Kolben 14 wieder zurückgeht, wird zunächst der Drückerfuß von dem erwähnten besonderen Druck befreit, und wenn der Kolben 14 so weit rückwärts geführt worden ist, daß der Kanal 21 sich wieder öffnet, wird die Verriegelung des Drückerfußes wieder behoben sein (der Drückerfuß ist entriegelt), so daß er gegen die Einwirkung der recht schwachen Feder 8 nun wieder vom Werkstück gehoben werden kann.
Da die Drückerfußbewegung zum Zusammenklemmen des Werkstückes um so größer sein muß, je dicker der Werkstoff ist (die Größe α in der Zeichnung), so ist die ganze Einrichtung so konstruiert, daß die Änderung der Lage des Drückerfußes durch Ersatz des Werkstoffes durch einen anderen, dickeren (vgl. Fig. 2 mit Fig. 1), eine Winkeldrehung (F in Fig. 2) des Zyliiiderblocks 12 bewirken wird, der zu diesem Zweck drehbar um eine Welle 23 aufgehängt ist. Hierdurch wird der Zylinder 13 ein wenig höher um den Kolben 14 hinaufgeführt werden, der demzufolge während seiner Abwärtsbewegung tiefer in den Zylinder eintreten wird, was zur Folge hat, daß auch der Drückerfuß eine größere Bewegung ausführen wird. Sowohl in Fig. ι als 2 ist der Kolben 14 in der Innenlage gezeigt, b bezeichnet dabei die wirksame Wanderung des Kolbens in den beiden Fällen.
Um nach Belieben den erwähnten Druck regeln und einstellen zu können, ist die Welle 1O5 23 exaxial gelagert, so daß man durch Drehung derselben den ganzen Zylinderblock heben oder senken und dadurch das Maß b vergrößern bzw. vermindern kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 uo ist in der Verbindung zwischen dem Kolben 10 und dem Drückerfußarm 6 eine kräftige Feder 24 eingeschaltet, wobei außer dem erwähnten Kolben io· ein weiterer ebenfalls mit dem Drückerfußarm 6, jedoch in unelastischer Weise verbundener Kolben 25 in einem Zylinder 26 vorgesehen ist, dessen Bodenkammer 27 durch einen Kanal 28 mit dem Zylinder 13 in einer gewissen Höhe über dem Kanal 21 an einer Stelle verbunden ist, wo iao der Kolben 14, wenn er sich in seiner höchsten Stellung befindet, eine Abdrehung 29 auf
kleineren Durchmesser aufweist, und wo zugleich eine Durchbohrung 30 in der Zylinderwandung zum Flüssigkeitsbehälter 22 führt. Wie ersichtlich, erreicht man durch Einschaltung der Feder 24, daß der Klemmdruck des Drückerfußes gegen das Werkstück straff elastisch wird, so daß der Drückerfuß nicht unbedingt immer 'ein Werkstück von einer gewissen Dicke auf eine ganz bestimmte geringere Dicke zusammenpressen soll; gleichzeitig ergibt sich aber, daß der Kolben 10 nun nicht langer zur Verriegelung des Drückerfußes gegenüber dem aufwärts gerichteten Druck der Ahle gegen das Werkstück dienen
«5 kann, wenn die Ahle durch dasselbe geführt wird.
Die erforderliche feste Verriegelung ist daher hier durch den besonderen Kolben 25 gewährleistet.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Schuhwerknahmaschine, insbesondere Doppelmaschine, mit einer Antriebsvorrichtung für den Drückerfuß, durch die in jeder Arbeitspenode der Nähwerkzeuge zunächst der Drückerfuß verriegelt, alsdann gegen das Werkstück gedrückt und schließlich wieder freigegeben wird, gekennzeichnet durch eine hydraulische Zylinderkolbenanordnung, bestehend aus zwei in fLüssigkeitsgefüllten Zylindern (13 und ix) mit gemeinsamer Bodenkammer verschiebbaren Kolben (14 und 10), von welchen der eine (14) von der Treibwelle der Maschine gesteuert wird, während der andere (10) mit dem Drückerfußarm (6) verbunden ist und daher, von dem ersteren hydraulisch angetrieben, den Drückerfußarm und mit ihm den Drückerfuß bewegt.
  2. 2.' Schuhwerknähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder des von der Treibwelle der Maschine gesteuerten Kolbens (14)' durch einen unter dem Kolben in dessen höchster Stellung vorgesehenen Kanal (21) durch die Zylinderwandung mit einem offenen Flüssigkeitsbehälter (22) verbunden ist, so daß die Verriegelung des sich zunächst in seiner Höhenlage gemäß der Werkstückdicke frei einstellenden Drückerfußes erst in dem Augenblick eintritt, wo der gesteuerte Kolben (14) während seiner Einwärtsbewegung diese Verbindung abgeschnitten hat und das weitere Eindringen dieses Kolbens eine Auswärtsbewegung des Kolbens (10) mittels hydraulischer Druckübertragung hervorruft, die zur Folge hat, daß der Drückerfuß in Richtung auf den Nähtisch geführt WiC<£ und somit einen Druck auf das Werkstück ausübt.
  3. 3. Schuhwerknähmaschine nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderblock (12) mit den beiden Zylindern (13 und 11) um eine mit der Drehachse des Drückerfußarmes parallele Achse (23) drehbar ist, so daß bei dickerem Werkstück unter dem Drückerfuß der Zylinder {13) ein wenig höher über den gesteuerten Kolben (14) hinaufbewegt wird und dieser Kolben daher bei seiner Abwärtsbewegung tiefer in den Zylinder eintritt mit dem Ergebnis, daß auch der Drückerfuß eine größere Bewegung ausführt.
  4. 4. Schuhwerknähmaschine nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindung zwischen dem drückerfußseitigen Kolben (10) und dem Drückerfußarm (6) eine kräftige Feder (25) eingeschaltet ist, wobei außer dem erwähnten Kolben (10) ein weiterer ebenfalls mit dem Drückerfußarm (6), jedoch in unelastischer Weise verbundener Kolben (25) in einem Zylinder -(26) vorgesehen ist, dessen Bodenkammer (27) durch einen Kanal (28) mit dem Zylinder (13) des gesteuerten Kolbens (14) in einer gewissen Höhe über dem Kanal (21) an einer Stelle verbunden ist, wo der Kolben (14), wenn er sich in seiner höchsten Stellung befindet, eine Abdrehung (29) auf kleineren Durchmesser aufweist und von wo zugleich eine Durchbohrung (30) in der Zylinderwandung zum Flüssigkeitsbehälter (22) führt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEP81974D 1940-02-10 1941-02-06 Schuhwerknaehmaschine, insbesondere Doppelmaschine, mit einer Antriebsvorrichtung fue den Drueckerfuss Expired DE726071C (de)

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