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Rundstrickmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rundstrickmaschine der in der Patentschrift Nr. 99511 beschriebenen Art und bezweckt, den beim Fadenwechsel ausgerückten Fäden oder dem ausgerückten Verstärkungsfaden eine für die Wiedereinrückung günstige Lage zu geben. Zu diesem Zwecke ist die Fadenklemme auf der Laufmaschenhalterkappe so angeordnet, dass die Klemmstelle den Fadenführern nahe gelegen ist, so dass die jeweils ausgerückten Fäden unter einem verhältnismässig kleinen Winkel zu den Nadeln liegen. In gleicher Weise wie bei der Maschine gemäss der Patentschrift Nr. 99 511 wird ein Drücker verwendet, der jedoch hier nicht die Aufgabe hat, den Doppelrand der Ware zwischen Nadelkreis und Laufmaschenhalterscheibe fortzuleiten, sondern den ausgerückten Verstärkungsfaden unter die Laufmaschenhalterscheibe zu leiten.
In demjenigen Bogenabschnitt der Zylindernadeln, in welchem der Verstärkungsfaden eingelegt wird, haben die Nadeln in bekannter Weise kürzere Füsse. Auf die langfüssigen Nadeln wirkt ein zusätzlicher Schlossteil so ein, dass die erste der mittelfüssigen oder der kurzfüssigen Nadeln für den Verstärkungsfaden freigelegt und daher der Verstärkungsfaden immer an diese erste Nadel gelegt wird.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 den Grundriss der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 den Aufriss der Laufmaschenhalterscheibe mit ihrem Antrieb, teilweise im Schnitt, Fig. 4 eine Abwicklung des Schlosses, Fig. 5 ein Schema zur Veranschaulichung der Anordnung der lang-, mittel-und kurzfüssigen Nadeln, Fig. 6 einen Schnitt zu Fig. 4.
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haltekappe 5, deren Unterseite mit den Antriebsteilen für die Laufmaschenhalter versehen ist. In dem Auge b der Kappe 5 läuft die Spindel 3. Die Kappe 5 wird durch den Zapfen 10 verhindert, an der Drehung der Spindel 3 teilzunehmen. Die Kappe 6 trägt auf ihrer oberen Fläche die Klemme 7 und den Abschneider 15, 16 für die durch die Fadenführer FI bis F5 zugeführten Fäden.
Ein Fadenführer, z. B. F, dient dazu, während des Vorbeiganges eines vorher bestimmten Bogenabschnittes der Zylindernadeln, der z. B. die Hälfte der Nadeln n (Fig. 5) umfasst, einen Verstärkung- faden a ; zuzuführen. Der Fadenführer Fi wired in bekannter Weise von einem Daumen betätigt, welcher andemumlaufendenPlatinenbett295 (Fig. 2) vorgesehen ist und auf einen Ansatz der Schubstange 460 so einwirkt, dass die Schubstange gegen eine Warze s des Fadenführers F trifft. Hiedurch wird bei jedem Vorbeigang desselben Bogenabschnittes des umlaufenden Nadelzylinders 260 der Fadenführer FI in die Lage y gehoben und der Verstärkungsfaden a. : über und in den Nadelzylinder geworfen.
Nach Vorbeigang des Daumens am Ansatz der Schubstange 460 wird der Fadenführer F durch eine Feder f zurückgezogen und der Verstärkungsfaden x wieder in die Arbeitsstellung geführt. Wenn der Fadenführer F und die zum Fadenwechsel dienenden Fadenführer F2 bis F5 nicht arbeiten sollen, werden sie durch Einwirkung der Mustertrommel auf die Schubstangen 460 ausgerückt, so dass z. B. der Fadenführer FI die punktierte Lage s einnimmt (Fig. 2). In der Stellung y oder z halten die Fadenführer ihre aus den Nadeln zurück- gezogenen Fäden, die aber an der Rückseite des mit den Nadeln in der Richtung des Pfeiles a umlaufenden Gewirkes hängen, oberhalb der Kappe o.
Die Kappe 5 bildet bei 6 eine Stufe (Fig. 2).
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Die Fadenklemme ? ist um einen Bolzen 9 drehbar, der in einem Arm 11 eingeschraubt ist, der an dem Auge b der Kappe 5 festsitzt. Das verjüngt auslaufende Ende 12 der Klemme 7 ist aufwärts gebogen und tritt oberhalb der Kappe 5 bis dicht an die Nadeln. Die Klemme 7 ruht mit einer Abflachung auf der Kappe 5 unter dem Druck einer schwachen Feder 13, die um den Bolzen 9 gewickelt ist. Durch Drehung des Schraubenbolzens 9 kann der Federdruck geregelt werden. Die Klemme 7 ist auf der Laufmaschenhalterkappe 5 so angeordnet, dass sie den Fadenführern näher gebracht ist als bei den bisherigen Maschinen. Infolgedessen liegen die ausgerückten Fäden unter einem kleineren Winkel zu den Nadeln als bisher, was für den Eintritt der Fäden in die Nadellücken beim Senken der Fadenführer günstiger ist.
Um die ausgerückten Fäden, die unter die Klemme 7 treten, abzutrennen, ist oberhalb der Kappe J neben der Klemme 7 der Abschneider 15, 16 angeordnet. Er besteht aus einer feststehenden Scherenklinge 15, welche in einer Aussparung 17 der Kappe 5 liegt und an einer Fläche des Auges b der Kappe 5 mittels Schraube 18 befestigt ist. Diese Schraube trägt gleichzeitig die bewegliche Scherenklinge 16. Die Klinge 16 wird durch einen Hebel 611 (Fig. 1 bis 3) bewegt, der an dem Offenhalterring 550 bei 612 (Fig. 2) angelenkt ist und durch eine der Schubstangen 460 von der Mustertrommel angetrieben wird. Das nach oben gekröpfte Ende des Hebels 611 ist durch einen Drahtzug 19 mit Stellmutter 20 mit der Scherenklinge 16 verbunden.
Ein federnder Kolben 21 innerhalb der Bohrung 22 des Lagerbockes 1 drückt das erwähnte Ende des Hebels 611 gewöhnlich aufwärts und schliesst so die Schere. Die Klinge 16 greift beim Öffnen unter die Klemme 7, dreht diese um ihren Zapfen 9 aufwärts und öffnet sie zur Aufnahme der Fäden, die von den in die Lage z gelangten Fadenführern kommen.
Nachdem Abschneider und Klemme bei oder vor der Bewegung des den Faden ausrückenden Fadenführers durch den Hebel 611 gleichzeitig geöffnet worden sind, bewirkt die Drehung des Gewirkes in der Richtung des Pfeiles a (Fig. 4), dass der ausgerückte Faden über die Kante der Kappe 5 streift und über dieser und unter der Klemme 7 hindurchgeht, also in die Öffnung tritt, welche durch die Klemme 7, und die Oberfläche der Kappe 5 gebildet wird. Der Faden wird durch einen Zapfen 2J (Fig. l) der Kappe 5 zum Abschneider geleitet, über dessen Klinge 15 er bei oder kurz vor Vollendung der ersten halben Umdrehung des Nadelzylinders läuft. Der Abschneider und die Klemme werden dann betätigt, der Faden wird abgeschnitten und das abgeschnittene Ende festgeklemmt.
Dies vollzieht sich während einer der Vorwärtsbewegungen der von der Mustertrommel angetriebenen Schubstangen 460. Das abgeschnittene Ende ist verhältnismässig kurz und kann an dem Gewirk hängenbleiben. Der Faden wird von der Klemme 7 gehalten, bis der Abwärtshub des Fadenführers den Faden quer über die Nadelreihe n einführt (Fig. 1 und 2).
Gemäss Fig. 4 werden für gewöhnliches Stricken die Nadeln n von den Dreiecken 360, 361, 357 gesteuert. Das Dreieck 357 ist bei 26 abgeschrägt, so dass die Nadeln an jenem Ende der Fadenführerreihe, dem sich die Nadeln bei der Bewegung in der Richtung a zuerst nähern, höher stehen als am anderen Ende. Die Folge hievon ist, dass der vom Fadenführer 7 geführte Faden, welcher von der Klemme 7 her in der für den Fadeneintritt ungünstigsten Richtung liegt, in den Raum zwischen den Nadeln durch eine zwangläufige Bewegung eintritt, die früher beginnt als diejenige eines in günstigerer Lage liegenden Fadens. Hiedurch wird jede Schwierigkeit überwunden, die sich dem Fadeneintritt darbietet.
Um den Verstärkungsfaden x an die erste Nadel zu legen, bleibt zunächst sein inneres Ende untäi1g in der Klemme 7. Der Fadenführer FI wird aus der Lage. s (Fig. 2) durch Auslösung seiner Schubstange 460 in die Arbeitslage gesenkt, worauf der Verstärkungsfaden quer über die Nadeln an die vorher bestimmte Stelle schlägt. Gemäss Fig. 4 wird der Eintritt des Fadens in die Nadeln an der bestimmten Stelle dadurch herbeigeführt, dass alle langfüssigen Nadeln n2, welche den Verstärkungsfaden nicht aufnehmen sollen, vorher gesenkt werden.
Hiezu dient der weniger dicke Schlossteil 25 (Fig. 4 und 6), welcher an dem Drei-
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(Fig. 5 und 6) mit langen Füssen, während die übliche Reihe von kurzfüssigen Nadeln n\ die Ferse und Zehenteil stricken, und allenfalls vorgesehene mittelfüssige Nadeln n3 an dem Schlossteil 25 vorbeigehen und erst durch das Dreieck 360 gesenkt werden. Gemäss Fig. 4 stehen die mittelfüssigen Nadeln n3 und die
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kehrt wird durch den Daumen des Platinenbettes 295 bestimmt, der solche Abmessungen besitzt, dass diese Bewegungen mit dem Vorbeigang der Nadelstufen n3 zusammenfallen.
Wenn der Verstärkungsfaden x ausgerückt ist, um den Nadelabschnitt n2 vorbeigehen zu lassen, der ihn nicht aufnehmen soll, muss das freie Schweben des Fadens x über den Zylindernadeln verhindert werden. Hiezu dient der in der Patentschrift Nr. 99 511 beschriebene Drücker P. Dieser Drücker besteht
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aus Federstahl und ist bei p an dem Träger des Offenhalterringes 550 drehbar befestigt. Sein abwärts gebogenes Ende p2 wird über die gesenkten Nadeln n und die Platinen und unter die Scheibe 4 bewegt, wenn er um seinen Zapfen pI schwingt. Zum Antrieb des Drückers dient eine Stange pa, die mit einem Hakenende an ihm angreift. Das andere Ende der Stange p3 ist in dem senkrechten Arm p5 eines um den Zapfen 472 schwingenden Armes p6 gelagert. Eine Druckfeder p4 umgibt die Stange pa.
Der Schwing-
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des Drückers P auf den ausgerückten Faden und führt ihn so, dass er an dem Rande der Scheibe 4 und unter ihr vorbeistreicht. Er kann daher nicht über die Kappe 5 treten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rundstrickmaschine mit innerhalb des Nadelzylinders liegender Laufmaschenhalterscheibe und mehreren zum Fadenwechsel dienenden Fadenführern, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenklemme (7) auf der Laufmaschenhalterkappe (5) so angeordnet ist, dass die Klemmstelle den Fadenführern F bis F ) nahe gelegen ist, so dass die ausgerückten Fäden unter einem verhältnismässig kleinen Winkel zu den Nadeln liegen.