DE72272C - Luftstromregler für Luftbremsen (Druck- und Vacuum-) - Google Patents
Luftstromregler für Luftbremsen (Druck- und Vacuum-)Info
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- DE72272C DE72272C DENDAT72272D DE72272DA DE72272C DE 72272 C DE72272 C DE 72272C DE NDAT72272 D DENDAT72272 D DE NDAT72272D DE 72272D A DE72272D A DE 72272DA DE 72272 C DE72272 C DE 72272C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/36—Other control devices or valves characterised by definite functions
- B60T15/46—Other control devices or valves characterised by definite functions for retarding braking action to prevent rear vehicles of a vehicle train overtaking the forward ones
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Nach dem Haupt-Patent ist die Einrichtung zum Verändern der Weite des Luftdurchlasses
von der einen Kammer des Reglers zur anderen auf zweierlei Art getroffen, indem entweder an
der mit der elastischen Scheidewand oder dem Kolben verbundenen, in der Mitte des
Reglers angeordneten Stange, und zwar gegenüber einem unbeweglichen Stege, eine muschelartige
Vertiefung angebracht ist (wobei die Verbindung zwischen den beiden Kammern des Reglers durch in der Stange vorgesehene
Durchlafsöffnungen hergestellt wird) oder die Einrichtung in der Weise getroffen ist, dafs
eine cylindrisch geformte Stange von sehr geringem Durchmesser, die ebenfalls mit einer
Vertiefung ausgestattet ist, mit leichter Reibung in einer Ausbohrung geführt wird. Bei letzterer
Anordnung wird die Verbindung zwischen beiden Kammern durch ein äufseres Rohr oder durch innere seitliche Durchlafsöffnungen
hergestellt.
Die den Gegenstand vorliegenden Patentes bildende Erfindung betrifft:
ι. eine in der Ausführung einfachere Anordnung zur Sicherung möglichster Gleichzeitigkeit
der Wirkung beim Bremsen und Entbremsen, wie bei der Einrichtung des Haupt-Patentes,
und
2. die Anwendung des Reglers in Verbindung mit einer Wenger'schen oder anderen
ähnlichen Druckluftbremse.
In den diese Anordnung theils für sich und theils in Verbindung mit einer Wenger'schen
Bremse darstellenden Zeichnungen ist Fig. 1 ein Schnitt des nach vorliegender Erfindung
eingerichteten Reglers, während die Fig. 2 und 3 Einzelheiten der Schieberanordnung
und der mittleren Stange veranschaulichen. Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt einer Wengerschen
Bremse und des mit dieser verbundenen Reglers, während Fig. 5 und 6 Querschnitte
nach K-L bezw. E-F der Fig. 4 darstellen. Fig. 7 bis ι ο betreffen den an der Bremse
und dem Regler angeordneten Absperrhahn. Fig. 11 und 12 zeigen die allgemeine Anordnung
eines an die Hauptleitung angeschlossenen Bremscylinders.
Die insbesondere in den Fig. 2, 5 und 6 veranschaulichte Anordnung unterscheidet sich
von der im Haupt - Patent beschriebenen im wesentlichen dadurch, dafs bei derselben die
muschelartige Vertiefung durch eine Reihe von Löchern mnopq, Fig. 2, ersetzt ist, deren
Durchmesser von der Mitte der Reihe nach deren Enden zu abnehmen. Beim gewöhnlichen
Zustande des Reglers, d. h. wenn der Druck, wie dies während der Fahrt des Eisenbahnzuges
der Fall ist, in beiden Kammern C und D gleich ist, wird die Verbindung zwischen
beiden Kammern durch die ganze Löcherreihe in ihrer Gesammtheit vermittelt, während die Auf- und Abwärtsbewegung der
Stange beim Bremsen bewirkt, dafs ein gröfserer oder geringerer Theil der Löcherreihe verdeckt
und dadurch die Querschnittsfläche des Durchlasses entsprechend verkleinert wird. Es
erhellt, dafs durch diese Einrichtung dieselbe Wirkung erzielt wird wie bei der Einrichtung
des Haupt-Patentes.
Statt die Löcher nach den Enden der Reihe zu kleiner werden zu lassen, kann man denselben
auch sämmtlich den gleichen Durchmesser geben; indessen ist die beschriebene
und in Fig. 5 dargestellte Einrichtung der Löcher deshalb zweckmäfsig, weil sie es ermöglicht,,
bei einem nur geringen Hube der Stange und mit einer nur kurzen Löcherreihe
verhältnifsmäfsig grofse . Aenderungen in der Gröfse der Querschnittsfläche des Durchlasses
zu erzielen.
In Fig. ι ist eine zweckmäfsige Einrichtung der Membran R veranschaulicht. Letztere befindet
sich nach der Zeichnung in derjenigen Stellung, welche der gewöhnlichen oder Mittelstellung
der Schieberstange entspricht, und ist in der Mitte zwischen zwei kleinen Scheiben 5
und T so befestigt, dais die Ränder gut abgedichtet sind. Zwischen diesen Scheiben und
der Membran ist ein gewisser Spielraum gelassen, so dafs die Membran sich unter gewöhnlichen
Druckverhältnissen frei bewegen kann. Wenn die Membran etwa bei einer sehr plötzlich eintretenden Druckverminderung
in der Hauptleitung eine Zeit lang den gesammten, in der oberen Kammer C des
Reglers zur Wirkung kommenden Druck auszuhalten hat, so wirken die Scheiben in der
Weise, dafs sie alsdann die Membran stützen.
Die Fig. 1,3,4 un<^ 7 ^s I2 beziehen sich
auf die Anwendung des Reglers in Verbindung mit einer Druckluftbremse nach Art der
Wenger'schen Bremse und auf einen in besonderer
Weise eingerichteten Absperrhahn. Da in diesem Falle der Regler mit der Bremse ein zusammenhängendes Ganzes bildet, so sind
besondere Verbindungsrohre bei dieser Anordnung entbehrlich. Der mit Lederbelag versehene Kolben der Wenger'schen Bremse
ist bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung durch eine Membran aus Kautschuk oder
anderem gleichwerthigen Stoff ersetzt, so dafs jede Reibung vermieden und eine regelmäfsigere
und zuverlässigere Wirkung gesichert ist. Ein weiterer Vortheil der Anwendung einer Membran
besteht darin, dafs dadurch die Verwendung eines Schmiermittels entbehrlich gemacht
wird.
Der in Fig. 7 u. s. w. veranschaulichte Absperrhahn ist einer dreifachen Wirkung fähig.
Erstens sperrt er, und zwar in der Stellung Nr. 2, Fig. 6 und 10, einen Bremscylinder von
der Hauptleitung ab, zweitens verbindet er in der Stellung Nr. 3 die untere Kammer D des
Reglers mit der Hauptleitung für die Luft, so dafs der Regler alsdann in der im Haupt-Patent
beschriebenen Weise wirkt, und drittens ermöglicht er in der Stellung Nr. 1 die gleichzeitige
Inverbindungsetzung beider Kammern C und D des Reglers mit der Hauptleitung.
Diese dritte Stellung findet nur bei Eisenbahnzügen mit sehr grofser Wagenzahl Anwendung
und ermöglicht eine schnellere Bremswirkung aus dem Grunde, weil die in den Hohlräumen
des Reglers und des Bremsapparates befindliche Luft alsdann statt durch eine, durch zwei
Oeffnungen austreten kann und der Schieber des Bremscylinders sich infolge dessen schneller
öffnet, so dafs Luft in denselben eintreten kann. Eine grofse Geschwindigkeit der Bremswirkung
läfst sich auch, ohne dafs dadurch irgend welche Unbequemlichkeiten verursacht
werden, bei Zügen mit geringer Wagenzahl und verhältnifsmäfsig kurzen Rohrleitungen
erzielen, da alsdann die Druckverminderungen in der Hauptleitung am vorderen und am hinteren Ende des Zuges fast
gleichzeitig zur Wirkung gelangen, was bei Leitungen von grofser Länge nicht der Fall ist.
Mittels dieser besonderen Hahneinrichtung hat man es also in der Hand, die Geschwindigkeit
der zu erzielenden Bremswirkung für kürzere, sehr schnell fahrende Züge beliebig
hoch einzurichten und diese Geschwindigkeit für lange Züge zu vermindern, so dafs die
Bremsen sämmtlicher Wagen gleichzeitig zur Wirkung gelangen.
In seinen beiden äufsersten oder Endstellungen wird der Kegel des Hahnes durch
Anschläge aufgehalten, welche an dessen Büchse angebracht sind. In der Mittelstellung tritt ein
durch Feder beeinflufster Zapfen Z, Fig. 7, in eine am Hahnkörper vorgesehene Vertiefung
ein.
Fig. 11 und 12 zeigen im allgemeinen die
Anordnung eines mit Vertheiler ausgestatteten und mit einem Regler der beschriebenen Art
verbundenen Bremscylinders, der sich an die Hauptluftleitung angeschlossen befindet.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Ausführungsform des durch das Patent Nr. 67310 geschützten Luftstromreglers für Luftbremsen (Druck- und Vacuum-), bei welcher die Muschel ersetzt ist durch einen Schieber, welcher sich gegenüber einer Reihe Luftaustrittsöffnungen (mnopjj von ungleichem oder gleichem Durchmesser bewegt.
- 2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Reglers, bei welcher ein Hahn (Fig. 7) angebracht ist, welcher eine Absperrung des Apparates von der Hauptleitung oder die Herstellung einer Verbindung der einen Kammer oder beider Kammern mit der Hauptleitung ermöglicht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE72272T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72272C true DE72272C (de) |
Family
ID=5636086
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67310D Expired - Lifetime DE67310C (de) | Luftstromregler für Luftbremsen (Druck und Vacuum) | ||
| DENDAT72272D Expired - Lifetime DE72272C (de) | Luftstromregler für Luftbremsen (Druck- und Vacuum-) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67310D Expired - Lifetime DE67310C (de) | Luftstromregler für Luftbremsen (Druck und Vacuum) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE72272C (de) |
-
0
- DE DENDAT67310D patent/DE67310C/de not_active Expired - Lifetime
- DE DENDAT72272D patent/DE72272C/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE67310C (de) |
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