DE721982C - Foerderanlage, insbesondere Rohrpostanlage, mit einem im Wendebetrieb arbeitenden Foerderwege - Google Patents

Foerderanlage, insbesondere Rohrpostanlage, mit einem im Wendebetrieb arbeitenden Foerderwege

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DE721982C
DE721982C DEM136061D DEM0136061D DE721982C DE 721982 C DE721982 C DE 721982C DE M136061 D DEM136061 D DE M136061D DE M0136061 D DEM0136061 D DE M0136061D DE 721982 C DE721982 C DE 721982C
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DE
Germany
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conveyor
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DEM136061D
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English (en)
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Dipl-Ing Kurt Muellerheim
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Mix und Genest AG
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Mix und Genest AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G51/00Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
    • B65G51/04Conveying the articles in carriers having a cross-section approximating that of the pipe or tube; Tube mail systems
    • B65G51/34Two-way operation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Conveyors (AREA)

Description

  • Förderanlage, insbesondere. Rohrpostanlage, mit einem im Wendebetrieb arbeitenden Förderwege Die Erfindung betrifft eine Förderanlage, insbesondere Rohrpostanlage, mit einem im Wendebetrieb arbeitenden Förderwege, an dessen beiden Enden Speicherbehälter zur Aufnahme von mehreren auf ihre Beförderung wartenden Sendungen sowie Schalteinrichtungen vorgesehen sind.
  • Es sind Förderanlagen, insbesondere Rohrpostanlagen, bekannt, die einen mit Wendebetrieb arbeitenden Förderweg besitzen. Derartige Anlagen müssen so ausgebildet sein, daß Sendungen in der einen Richtung nicht geschickt werden können, wenn in der anderen Richtung Sendungen unterwegs sind. Um dies zu erreichen, kennzeichnet man den Verkehrszustand des Förderweges an den Endstationen oder gegebenenfalls Zwischenstationen durch Signale oder sieht selbsttätige Sperrungen der Sender vor.
  • Bei solchen Anlagen treten Schwierigkeiten auf, wenn der Verkehr in .der einen Verkehrsrichturig besonders stark ist. Dann kann es nämlich vorkommen, daß längere Zeit hindurch dauernd Behälter in den Förderweg zur Beförderung in der gleichen Verkehrsrichtung eingeführt werden, so .daß eine Beförderung von Behältern in der anderen Verkehrsrichtung längere Zeit hindurch unmöglich ist, und zwar auch dann, wenn auch an diesem Ende eine größere Anzahl von Sendungen vorliegen. .
  • Es ist nun bereits eine Anordnung bekanntgeworden, die dem zur Zeit wartenden Ende eines Förderweges einen Eingriff in den Verkehr desjenigen Endes, von dem aus gerade gefördert wird, ermöglicht, sofern das wartende Ende als solches durch einen Kontakt gekennzeichnet ist. An beiden Enden -des Förderweges sind Speichereinrichtungen vorgesehen; die die wartenden Sendungen aufnehmen. Bei der bekannten Anordnung erfolgt dieser Eingriff in die bestehende Verkehrsrichtung unabhängig davon, wiev iel Sendungen in dieser Richtung noch auf ihre Beförderung warten. Infolgedessen kann es vorkommen, daß@ eine einzige an dem zur Zeit nicht fördernden Ende wartende Sendung den Verkehr in der zur Zeit eingeschalteten Richtung lahmlegt, obwohl in dieser Verkehrsrichtung noch .eine Reihe von Sendungen auf ihre Beförderung warten. Dieser Nachteil wirkt sich um so stärker aus, als die Beförderung der erwähnten einen Büchse nur möglich ist, nachdem vorher der Förder,.veg von den ihm bereits übergebenen Sendungen befreit ist, d. h. es muß zunächst abgewartet werden, bis alle diese Sendungen am anderen Ende des Förderweges angelangt sind. Inzwischen müssen also beide Enden gegen die Aufnahme weiterer Sendungen gesperrt sein, so daß sich in der Zwischenzeit die Anzahl der an dem bisher fördernden Ende wartenden Sendungen noch weiter vermehrt haben kann.
  • Die Erfindung vermeidet nun diese `achteile und besteht darin, daß jeder. Speichereinrichtung Schalteinrichtungen zugeordnet sind, die jeweils in Abhängigkeit der Stapelhöhe der an beiden Enden wartenden Sendungen derart zusammenwirken, daß beim Erreichen einer bestimmten (z. B. maximalen) Stapelhöhe des einen Endes Schalteinrichtungen des anderen Endes wirksam werden und das andere Ende gegen Eintreten neuer Sendungen in den Förderweg sperren und daß dann der Förderweg von den in ihm befindlichen Sendungen in Abhängigkeit einer Einrichtung geleert wird, so daß dann Schalteinrichtungen des einen Endes den Förderweg für Sendungen in entgegengesetzter Richtung frei geben so lange, bis gegebenenfalls durch Erreichen einer bestimmten Stapelhöhe des anderen Endes das Eintreten neuer Sendungen des einen Endes in den Förderweg verhindert wird und der Verkehr wieder in der ursprünglichen Richtung stattfindet. Es wird also eine Prüfung des Verkehrsanfalls an beiden Enden des Förderweges vorgenommen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei im folgenden an Hand der Abbildung erläutert, und zwar stellt Abb. i das Rohrschema und Abb.2 die Schaltung der Anlage dar. Ein Teil der in Abb. 2 vorkommenden Schalteinrichtungen ist in Abb. i an den Stellen des Rohrgebildes, an denen sie in Wirklichkeit sitzen, mit denselben Bezugszeichen angegeben. Die Abb. i zeigt eine mit Wendebetrieb arbeitende Rohrpostleitung R, die an beiden Enden je einen Sender Si und S2 und einen Empfänger E i und E 2 hat. Zwischen jeden Sender und seine Einmündung in das Rohr R ist an beiden Enden ein Warterohr li7R i bzw. lFR2 geschaltet. Der Auslaß dieser Warterohre kann durch Verriegelungseinrichtungen Sp i bzw. Fr 2 blockiert werden, und zwar ist die Einrichtung so getroffen, daß .die Verriegelungseinrichtung auf Station 1 als Sperrvorrichtung und die auf Station I1 als Freigabevorrichtung ausgebildet ist, d. h. auf Station I ist der Auslaß des Warterohres normalerweise offen, auf Station II normalerweise geschlossen. ' Der Rohrpostbetrieb wickelt sich mit Hilfe eines umsteuerbaren Gebläses G ab. In der Verkehrsrichtung 1 bis II erzeugt das Gebläse Druckluft, in umgekehrter Richtung Saugluft.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß sich der Hauptverkehr in der Richtung von I nach II abspielt, so daß diese Verkehrsrichtung bevorzugt wird. Der Einfachheit halber ist daher im folgenden die Verkehrsrichtung I, 1I als gewöhnliche Verkehrsrichtung, die Verkehrsrichtung 11-I als Hilfsverkehrsrichtung bezeichnet. Die Einschaltung des Gebläses G für die gewöhnliche Verkehrsrichtung erfolgt mittels des Gebläserelais GRg und für die Hilfsrichtung durch das Gebläserelais GRh.
  • Wie aus Abb.2 hervorgeht, sind ferner zwei Paare von Zählschaltwerken vorgesehen, und zwar für die gewöhnliche Verkehrsrichtung das Eingangszählwerk DZge, gesteuert von dem Fahrrohrkontakt fge, und das Ausgangszählwerk DZga, gesteuert von dem Fahrkontakt fga, sowie für die Hilfsverkehrsrichtung das Eingangszählwerk DZhe, gesteuert von dem Fahrkontakt fite, und das Ausgangszählwerk DZha., gesteuert von dem Fahr,#ohrkontakt fha. Die Lage dieser Fahrrohrkontakte ist aus Abb. i ersichtlich. Die Kontaktreihen dieser Zählschalt-,verke sind, wie sich aus der Abb. 2 ergibt, derart paarweise miteinander verdrahtet, daß nur bei Gleichstellung der zusammengehörigen Schaltwerke das Büchsenrelais ZRg bzw. ZRh, kurzgeschlossen wird. Das Relais ZRg wird daher erregt, sobald die erste Büchse in der gewöhnlichen Verkehrrichtung in das Rohr R einfährt, und wieder aberregt, wenn die letzte in dieser Verkehrsrichtung unterwegs befindliche Büchse das Rohr am anderen Ende wieder verläßt. Das Relais ZRIr, wird zum Ansprechen gebracht, sobald die erste Büchse in der Hilfsrichtung in das Rohr R eintritt, und wieder zum Abfall gebracht, wenn die letzte Büchse in dieser Verkehrsrichtung das Rohr wieder verläßt.
  • Ferner sind in bestimmter Höhe der Warterohre Wartekontakte wk i., wk i", Ulk 20, ü'7, 2" angebracht. (Bei der Schaltung nach Abb. 2 wird der Kontakt zuk 2u nicht gebraucht.) Damit die von diesen Kontakten auszulösenden Signale nicht bereits bei Vorbeifahren einer Büchse an den Kontakten ausgelöst werden, sondern nur wenn die Kontakte von einem Büchsenstapel dauernd betätigt werden, arbeiten diese Kontakte entweder mit ansprechverzögerten Relais zusammen, oder sie sind mechanisch so ausgebildet, daß sie nur bei längerer Betätigung einen Kontaktfedersatz beeinflussen. In Abb. 2 ist .das letztere angenommen, um das Schaltbild zu vereinfachen.
  • Es seien nunmehr die einzelnen Betriebsfälle der Anlage beschrieben.
  • A. Es wird in der gewöhnlichen Verkehrsrichtung gefördert, in der entgegengesetzten Richtung fällt kein wesentlicher Verkehr an Die erste Büchse wird in den Sender S i eingeführt und fällt durch das Warterohrl-T% R i hindurch sofort in das gemeinsame Förderrohr R, @da die Sperrvorrichtung Sp i im Ruhezustand ist. Durch Schließen, des Fahrkontaktes fge -wird mit Hilfe des Zählwerks das Relais ZRg erregt, so daß über den Stromgreis Batterie, zrg, GIZg, grh, Erde das- Gedläserelais GRg zumAnsprechen gebracht und dadurch das Gebläse G zur Erzeugung von Druckluft angelassen wird. Der Kontakt grh verhindert in dem verfolgten Stromkreis das Anlassen des Gebläses, sofern noch in der anderen Richtung gearbeitet wird. Verläßt diese Büchse bzw. sämtliche inzwischen eingeführten Büchsen das Rohr R am anderen Ende, so kommt das Zählrelais Mg in Abhängigkeit von dem Zählschalt-verk wieder zum Abfallen, so daß auch das Gebläse stillgesetzt wird. Während dieser Zeit können von, dem Beamten in Station 1I beliebig Büchsen in den Sender S2 eingeworfen werden. Ist die Zahl dieser eingeworfenen Büchsen gering, d. h. erreicht der sich anhäufende Büchsenstapel nicht die Höhe von zuk 20, so ereignet sich zunächst nichts weiter, da ein Austritt der Büchsen aus dem Warterohr WR 2 durch die Vorrichtung Fr 2 verhindert ist. Auch wenn sämtliche Büchsen in der gewöhnlichen Verkehrsrichtung das Rohr R -wieder verlassen haben, bleibt die Vorrichtung Fr 2 im Sperrzustand, weil bei der beispielsweise beschriebenen Schaltung die Forderung gestellt sein möge, daß das Rohr R für diegewöhnlicheVerkehrsrichtung jederzeit freigehalten bleiben soll, es sei denn, daß der Büchsenstapel an der Station II eine bestimmte größere Höhe (die von wk 20) überschreitet.
  • B. Es wird in derHilfsrichtunggefördert, in der entgegengesetzten Richtung fällt kein wesentlicher Verkehr . an Erreicht also der Stapel in Station II die Höhe von wk 20, so wird dieser Kontakt .geschlossen, und .es kommt für den Sperrmagneten der Station I folgender Stromkreis zustande: Erde, wk2o, zrg', wk i", Sp i, Batterie.
  • In diesem Stromkreise verhindert der Kontakt wk io, daß die gewöhnliche Verkehrsrichtung gesperrt werden kann, wenn bereits eine große Anzahl von Büchsen an diesem Ende warten. Dieser Fall wird weiter unten näher behandelt. Am Kontakt sp i' des Sperrmagneten wird der Freigabemagnet Fr 2 auf Station I1 über folgenden Stromkreis erregt: Batterie, zrg, zerk i; , grg, sp i', Fr2, Erde.
  • zrg ist in Ruhe, weil, wie angenommen, in der gewöhnlichen Richtung z. Z. nicht gefördert wird, wkio, weil in I kein größerer Büchsenstapel wartet; grg aus demselben Grunde wie zrg.
  • Die auf Station II wartenden Büchsen werden also jetzt freigegeben, und durch die erste in das Rohr R eintretende Büchse wird der Fahrkontakt fhe umgelegt, so -daß .mit Hilfe des Eingangszählwerks DZhe das Relais ZRlt@ zum Ansprechen gebracht -wird. An seinem Kontakt zrlt hält .dieses Relais den Stromkreis des Relais GRIa aufrecht, das schon vorher über seine Wicklung I zum Ansprechen gebracht -worden war. Das Gebläserelai.s GRIt kann erst dann zum Abfall gebracht werden, wenn die letzte in der Hilfsrichtung beförderte Büchse das Rohr R wieder verlassen und dadurch das Relais ZRla zum Abfall gebracht hat. Erst dann kehrt der Kontakt grlt in die Ruhelage zurück, so daß auch dann erst der Sperrmagnet Sp i, .der sich über seinen Kontakt sp i in einen Haltestromkreis gelegt hatte, -wieder freigegeben -wird. Es ist also unter keinen Umständen möglich, daß. das Rohr R von der Station I aus in Benutzung genommen wird, solange noch Büchsen in der entgegengesetzten Richtung gefördert werden. C. Es wird in der Hilfsrichtung gefördert, in der gewöhnlichen Richtung fällt größerer Verkehr an Es sei jetzt angenommen, daß Büchsen in der soeben beschriebenen Weise in der Hilfsrichtung unterwegs sind und daß sich während dieser Zeit in dem Warterohr WR i auf Station I Büchsen angesammelt haben. Erreicht der Büchsenstapel in dem Warterohr nun die dem Kontakt wk i, entsprechende Höhe, so wird an dem Ruhekontakt zuk i; der Erregungsstromkreis für Fr 2 und GRIt aufgetrennt; die Freigabevorrichtung Fr 2 kehrt also in ihre Ruhelage zurück, so daß ein weiteres Eintreten von Büchsen in das Rohr R seitens der Station II verhindert wird. Nach Maßgabe des Austretens der unterwegs befindlichen Büchsen an der Station I leert sich also das Förderrohr R, bis sich schließlich keine Büchse mehr in dem Rohr befindet und die, Relais ZRla und GRla zum Abfall kommen. Dabei wird am Kontakt grda der Sperrmagnet Sp i freigegeben, so daß jetzt die in dem Warterohr WR i aufgespeicherten Büchsen in der gewöhnlichen Verkehrsrichtung in das Rohr R eintreten können. Dabei wird die Büchsenzählung wieder durch die Schaltwerke DZge und DZga, gesteuert. An den Kontakten zrg wird eine neue Erregung der Freigabevorrichtung Fr2 einstweilen unmöglich gemacht und gleichzeitig das Gebläserelais GRg für die .gewöhnliche Verkehrsrichtung angeworfen.
  • D. Es wird in der gewöhnlichen Ver-Icehrsrichtunggefördert, in derHilfsrichtung fällt größerer Verkehr an Der am Schluß des vorigen Abschnittes erreichte Zustand (Freigabedes Rohres in der gewöhnlichen, Sperrung des Rohres in der Hilfsrichtung) kann nun erst wieder dann aufgehoben werden, wenn sich in der Station II ein Büchsenstapel anhäuft, der die Höhe wk 2o erreicht. In diesem Ausnahmefall kann der in Station II anfallende Verkehr in den bestehenden Verkehr der Station I eingreifen. Denn es kommt jetzt folgender Stromkreis zustande: Erde, wk 2o, ,zrg', wk i,l, Sp i, Batterie.
  • Durch Sp i wird also ein weiteres Einführen von Büchsen in das Rohr seitens der Station I zunächst verhindert und dadurch die Leerung des Rohres herbeigeführt. Es können jetzt zwei Fälle eintreten.
  • i. Nach Rohrleerung hat der Büchsenstapel im Warterohr WRi die obere Grenze (wkio) nicht erreicht In diesem Falle wird die Freigabe der Hilfsrichtung zugelassen. 'lach Leerung des Rohres nämlich ist der Kontakt srg' in die Ruhelage zurückgekehrt, so daß für die Freigabe von Sp i nicht mehr der Kontakt wk i", sondern der Kontakt wk i' maßgebend ist. Außerdem kommt nach dem Abfall von Relais Zrg, also nach erfolgter Rohrleerung über -rg, zuk i.' , grg (das Gebläse ist inzwischen stillgesetzt worden), spi', der Stromkreis für Fr 2 und GRh I zustande, so daß jetzt der auf der Station II wartende Büchsenstapel, der den Eingriff in die gewöhnliche Verkehrsrichtung eingeleitet hatte, durch die Freigabevorrichtutig Fr 2° abgelassen wird, und zwar wird die Freigabe der Hilfsrichtung so lange aufrechterhalten, bis entweder sämtliche in der Hilfsrichtung ausgesandten Büchsen das Rohr am anderen Ende wieder verlassen haben oder bis in Station I die obere Wartegrenze zek i. erreicht wird. 2. '?ach Roh rleerunghat der Büchsenstapel im Warterohr IVRr die obere Grenze (wk io) erreicht Der Fall liegt also jetzt so, daß auf beiden Seiten des Rohres die oberen Wartekontakte umgelegt sind, also eine erhebliche Büchsenzahl wartet. In diesem Falle wird der gewöhnlichen Verkehrsrichtung der Vorzug gegeben. Obwohl nämlich der Kontakt zvk 20 umgelegt -ist, kann doch der Stromkreis für die Sperrvorrichtung Sp i nach Rückkehr des Kontaktes Nrg' in die Ruhelage (,Rohrleerung ist erfolgt) nicht weiter aufrechterhalten werden, weil der Kontakt wk i, offen ist. Der Sperrmagnet Sp i kommt also zum Abfall, so daß die Beförderung von Büchsen in der gewöhnlichen Verkehrsrichtung wieder aufgenommen wird.
  • Der Stapel in Station II muß jetzt so lange warten, bis der Büchsenstapel in Station I die Höhe von wk i" unterschreitet. Sobald dies nämlich der Fall ist, kommt über folgenden Stromkreis der Sperrmagnet Sp i ,zum Anziehen: Erde, zruk2o, Nrg', wk i., Sp i, Batterie.
  • Dadurch wird in der beschriebenen Weisedie weitere Einführung von Büchsen in das Rohr R seitens der Station I erneut unterbunden und wiederum die Leerung dieses Rohres herbeigeführt. Ist das Rohr wieder frei, so wird in der beschriebenen Weise von neuem geprüft, welche Größe der Verkehrsanfall am linken und rechten Ende z. Z. hat, und das weitere Verfahren davon abhängig gemacht und so fort.
  • Es ist selbstverständlich, daß an dem Ausführungsbeispiel eine Reihe von Abwandlungen vorgenommen werden können. So ist es z. B. ohne weiteres möglich, an beiden Enden des Rohres nicht nur eire Station, sondern mehrere Stationen vorzusehen. Diese Stationen können entweder gewöhnliche Abzweigstellen des gemeinsamen Förderrohres R sein, oder es kann sich auch um eine größere Anlage, z. B. eine Stadtrohrpostanlage, mit einer größeren Anzahl weit entfernt liegender Stationen handeln, wobei sich der Verkehr zwischen zwei bestimmten oder zwischen allen Stationen der Anlage in der beschriebenen Art abwickelt. Im letzteren Falle würde also an dem Empfänger E i bzw. E 2 eine '\Veiche angebracht sein, die darüber entscheidet, ob die Büchse an Ort und Stelle ausgeschleust oder einem weiteren abgehenden Rohr übergeben wird. Die Weichensteuerung kann dabei rein selbsttätig erfolgen, und zwar entweder in Abhängigkeit von Zielkennzeichen, die die Büchsen selbst tragen, oder aber von solchen, die in ortsfesten, vorzugsweise elektrischen Schalteinrichtungen gespeichert werden. Man wird insbesondere in solchen Fällen die Sperr- bzw. Freigabevorrichtungen so ausbilden, daß ein bestimmter Büchsenabstand gewahrt bleibt.
  • Auch in pneumatischer Beziehung sind natürlich viele Abänderungen möglich. So kann z. B. ein weiteres Gebläse auf der Station II vorgesehen sein, derart, daß in der gewöhnlichen Verkehrsrichtung das Gebläse auf Station I drückt und das Gebläse auf Station II saugt und in der Hilfsrichtung umgekehrt. Auch eine pneumatische Unterteilung des Fahrrohres ist in bekannter Weise möglich. In diesem Falle wird zunächst nur die eine Hälfte .des Rohres unter Druck- bzw. Saugluft gesetzt und die andere Hälfte des Rohres erst dann, wenn die Büchse oder die Büchsen in die Nähe der Trennstelle gelangt sind. In diesem Falle müssen allerdings besondere Relais vorgesehen werden, um die Sperrung bzw. Freigabe der Warterohre an dem j eweils anderen Ende der Leitung zu steuern. Überhaupt wird es in der Praxis zweckmäßiger sein, nicht alle Kontakte grla bzw. grg in der in Abb. 2 .dargestellten Schaltung von dem Gebläseeinschaltrelais steuern zu lassen, sondern diese Kontakte in an sich bekannter Weise von sog. Richtungsanzeigern abhängig zu :machen, derart, .daß z. B. die Hilfsrichtung erst :dann freigegeben werden kann, wenn der selbsttätige Richtungsanzeiger festgestellt hat, daß in der Hauptverkehrsrichtung kein Luftstrom in dem Rohre R mehr vorhanden ist. Auf -die Darstellung dieser Einzelheiten wurde verzichtet, um das Wesen der Erfindung möglichst klar erkennen zu lassen.
  • Ferner wird es sich empfehlen, neben den selbsttätigen Sperr- und Freigabevorrichtungen noch Signaleinrichtungen vorzusehen. Zum Beispiel kann, wenn ein Eingriff in den bestehenden Verkehr seitens des entgegengesetzten Endes der Leitung bevorsteht, ein Warnungssignal (Vorsignal) gegeben werden. Die Signaleinrichtungen können aber z. B. auch so arbeiten, daß auf den Stationen das Ausmaß des Verkehrsanfalls auf der gegenüberliegenden Station-oder besser noch das Verhältnis der Verkehrsstauungen an beiden Enden dauernd erkennbar ist, damit sich die Bedienungsperson der Anlage ein Bild von den voraussichtlichen Wartezeiten machen kann. Statt .eines Lampentableaus kann auch eine unmittelbar in Wartezeiten geeichte Anzeigevorrichtung verwendet werden, von der direkt abgelesen werden kann, wie lange es z. Z. voraussichtlich dauern wird, bis eine in den zugehörigen Sender eingeführte Büchse am anderen Ende des Rohres ankommt. Bei besonders starken Verkehrsstauungen an einem oder beiden Enden. kann z. B. auch eine Blockierung der oder bestimmter Sender vorgenommen werden.
  • Für dringende Sendungen kann man auch die Möglichkeit eines zwangsweisen Eingriffs in den entgegengesetzten Verkehr, z. B. mit Hilfe einer plombierten Taste vorsehen. Wird z. B. eine solche Taste auf Station II .gedrückt, so wird die Einführung weiterer Büchsen in das Rohr R seitens der Station I mittels der Sperrvorrichtung Sp z unterbunden und die Rohrleerung herbeigeführt, so daß jetzt zunächst :die Station II Gelegenheit hat, ihre dringende Sendung abzusetzen. Eine derartige Bevorzugung einzelner Sendungen kann auch selbsttätig erfolgen. Zum Beispiel kann man den einzelnen Büchsen bei der Absendung ein mechanisches oder elektrisches Kriterium aufdrücken, das sie als besonders bevorzugt kennzeichnet. Diese Büchsen lösen dann bei der Ankunft beispielsweise in der Station Il einen Schaltvorgang aus, der den soeben beschriebenen zwangsweisen Eingriff in den von der Station I ankommenden Verkehr einleitet und somit die bevorzugte Beförderung der besonderen Büchse von der Station II nach der Station I ermöglicht. Ein solches Kriterium kann (bei anderen Weichensteuersystemen) statt der Büchse selbst den Speichereinrichtungen aufgedrückt wenden, die das Zielkennzeichen der Büchse festhalten. Die Speicher haben in diesem Falle nicht nur die Aufgabe, das Zielkennzeichen, sondern auch die Verkehrsberechtigung (bevorzugt oder nicht) der zugehörigen Büchse zu bestimmen.
  • Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel war angenommen worden, :daß die Station I gegenüber der Station II bevorzugt ist, so daß die Verkehrsrichtung I, II als gewöhnliche und die Verkehrsrichtung II, I als Hilfsrichtung bezeichnet wunde. Man kann die Anordnung aber auch so einrichten, daß grundsätzlich beide Verkehrsrichtungen gleichberechtigt sind. Dementsprechend wird man auch die Prüfungen auf den entgegengesetzten Verkehrsanfall und die Auswirkungen dieser Prüfungen einrichten. So kann man z. B. entweder in beiden Verkehrsrichtungen während der Leerung des Förderweges dauernd prüfen, welches Ausmaß der Verkehrsstauungen an dem anderen oder beiden Enden z. Z. vorliegt, oder man kann eine derartige Prüfung nur zu bestimmten Zeiten während der Leerung des Förderweges vornehmen, z. B. dann, wenn alle Büchsen eine oder mehrere bestimmte Teilstrecken des Rohres verlassen haben. Ferner kann man die Anzahl,der Büchsen, die mari nach Rohrleerung in der von dem Ergebnis der Prüfung abhängigen Verkehrsrichtung zu.läßt, von diesem Ergebnis selbst abhängig machen, z. B. derart, daß die Anzahl dieser freigegebenen Büchsen unmittelbar von dem O_uoti-enten der hüben und drüben wartenden Büchsen, abhängig ist. Statt dessen kann von dem Ergebnis der Prüfung der beiden Seiten auch die Zeit abhängig gemacht werden, während der die Büchsen in der ausgewählten Verkehrsrichtung (Zeitschaltvorrichtung) zugelassen werden, oder die Freigabe wird so lange aufrechterhalten, bis nur noch eine bestimmte, von dem Ergebnis der Prüfung abhängige Zahl von Büchsen auf ihre Beförderung in der ausgewählten Verkehrsrichtung wartet.
  • Schließlich sei noch bemerkt, daß die in den Abb. i und 2 mit wk bezeichneten Wartekontakte in ihrer Höhe verstellbar angeordnet werden können oder aber daß eine größere Anzahl derartiger Kontakte vorgesehen ist, von denen einer oder mehrere bestimmte entsprechend dem Verkehrsanfall .entweder von Hand oder selbsttätig eingeschaltet werden. Auf diese Weise läßt sich die Betriebsweise einer erfindungsgemäßen Anlage den vorliegenden Verkehrsverhältnissen anpassen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Förderanlage, insbesondere Rohrpostanlage, mit einem im Wendebetrieb arbeitenden Förderwege, an dessen beiden Enden Speicherbehälter zur Aufnahme von mehreren auf ihre Beförderung wartenden Sendungen sowie Schalteinrichtungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Speichereinrichtung (lt'R) Schalteinrichtungen (wk) zugeordnet sind, die jeweils in Abhängigkeit der Stapelhöhe der an beiden Enden wartenden Sendungen derart zusammenwirken, daß beim Erreichen einer bestimmten (z. B. maximalen) Stapelhöhe des einen Endes (SenderS2) Schalteinrichtungen (Sp i) des anderen Endes (Sender Si) wirksam werden und das andere Ende gegen Eintreten neuer Sendungen in den Förderweg sperren und daß dann der Förderweg von den in ihm befindlichen Sendungen in Abhängigkeit einet Einrichtung (z. B. eines .die ein- und austretenden Sendungen zählenden Zählwerkes DZge, DZga b-zw. DZIie und DZha) geleert wird, so daß dann Schalteinrichtungen (FR2) des einen Endes (.S2) den Förderweg für Sendungen in entgegengesetzter Richtung frei geben so lange, bis gegebenenfalls durch Erreichen einer bestimmten Stapelhöhe des anderen Endes (S i) das Eintreten neuer Sendungen des einen Endes (S2) in den Förderweg verhindert wird und, der Verkehr wieder in der ursprünglichen Richtung stattfindet.
  2. 2. Förderanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickung eines Endes des Förderweges mit Sendungen vom anderen Ende aus durch Einschalten der Sperrvorrichtung an diesem Ende verhindert werden kann, z. B. durch Drücken einer plombierten Taste oder durch einen, vorzugsweise mit elektrischen Mitteln ausgestatteten Förderbehälter, der dadurch als bevorzugt gekennzeichnet wird, daß das die Bevorzugung bestimmende Kennzeichen den Speichereinrichtungen aufgedrückt wird, die das Zählkennzeichen des Behälters festhalten.
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