DE72187C - Weckapparat für Bettnässer - Google Patents

Weckapparat für Bettnässer

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DE72187C
DE72187C DENDAT72187D DE72187DA DE72187C DE 72187 C DE72187 C DE 72187C DE NDAT72187 D DENDAT72187 D DE NDAT72187D DE 72187D A DE72187D A DE 72187DA DE 72187 C DE72187 C DE 72187C
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DE
Germany
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valve
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72187D
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Original Assignee
Dr. med. THAMM, prakt. Arzt, in Bannewitz bei Dresden
Publication of DE72187C publication Critical patent/DE72187C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/48Devices for preventing wetting or pollution of the bed

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Kindern vom 3. bis zum 12. Lebensjahr, auch bei Erwachsenen, wird nicht selten beobachtet, dafs sie infolge allzutiefen festen Schlafes, Trägheit, Gewohnheit u. dergl. unwillkürlich und unbewufst den Urin ins Bett lassen..
Vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, gegen dieses Uebel durch Anregung der Willenskraft vorbeugend moralisch und auch hygienisch zu wirken. Die Erfindung ist in der Zeichnung im Schnitt (Fig. 1) und in der Ansicht (Fig. 2) dargestellt.
Der Apparat besteht aus einem an der Mündung passend abgeschrägten, rund oder oval geformten, die männlichen bezw. die weiblichen Geschlechtsorgane möglichst dicht und bequem umschliefsenden, trichterartigen Mundstück a, Fig. ι und 2, welches für das weibliche Geschlecht noch besonders die Mundöffnung α nach dem Damm zu verlängert und geschweift enthält (Fig. 5). An dieses Mundstück α schliefst sich der Cylinder b an, welcher in seinem oberen Theil das nach oben schlagende Kugelventil e, Fig. ι und 3, enthält und mit dem durchlöcherten Boden f, Fig. ι und 4, versehen ist.
Der untere Theil des Cylinders b ist mit dem zur Aufnahme von Chemikalien bestimmten Kapselstück d verschraubt und abgeschlossen. Unterhalb des Kugelventilchens e und mit dem Cylinder b seitlich verbunden befindet sich das Rohr c, welches ebenfalls mit einem durch Drahtspirale nach unten drückenden Kugelventil g versehen und über demselben die Rohröffnung c mittelst eines geeigneten glatten oder kleine Borsten enthaltenden Pfropfens h dicht verschlossen ist.
Die vorbeugende Anwendung des Apparates geschieht in der Weise, dafs das Kapselstück d im abgeschraubten Zustande mit Gemischen von leicht Kohlensäuregas entwickelnden Chemikalien x, Fig. i, wie z. B. mit einigen Gramm doppelkohlensaurem Natron und Weinstein u. dergl., gefüllt und dann wiederum mit dem Cylinder b verschraubt wird. Die Rohrmündung c wird mit dem Pfropfen h entsprechend fest verschlossen und die ganze Vorrichtung an die Geschlechtstheile des Kindes mit passendem Riemen oder Bandzeug i, Fig. 2 und 6, welches an dem Apparat befestigt ist, suspensoriumartig um die Hüften oder hosenträgerartig um die Hüften und über die Achseln (Fig. 6) angelegt. Wenn nun das Kind im Schlaf zu harnen beginnt, so laufen die ersten Harntropfen durch die Kugelventilöffnung e und durch den durchlöcherten Boden / in die Kohlensäure enthaltenden Chemikalien χ hinein, wodurch infolge der Einwirkung des Harnes auf die Säure und die kohlensaure Base enthaltende chemische Füllung auch die Entwickelung und Spannung der Kohlensäure sofort beginnt. Die Spannung derselben drückt das Kugelventilchen e abdichtend an, während das Ventil g gehoben wird, so dafs schliefslich der schnell sich steigernde Gasdruck den Pfropfen h, Fig. 2, mit einem mäfsigen Knall gegen die Bauchwand in der Nähe der Blase des Kindes schleudert, wodurch dasselbe geweckt und
zur Unterbrechung des Bettnässens veranlafst wird.
Die Vorrichtung wird aus Hartgummi, Kautschuk, Holz, Metall u. dergl. hergestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Weckapparat für Bettnässer, gekennzeichnet durch das die männlichen bezw. die weiblichen Geschlechtsorgane dicht umschliefsende, am Körper passend befestigte Mundstück α und den mit demselben verbundenen, das Kugelventil e und den durchlöcherten Boden f enthaltenden Cylinder b, welcher an seinem unteren Ende mit dem zur Aufnahme von Kohlensäuregas entwickelnden Chemikalien χ bestimmten Kapselstück d und dem mit dem Cylinder b seitlich verbundenen, das Kugelventil g und den Verschlufspfropfen h enthaltenden Rohr c armirt ist, so dafs beim nächtlichen Bettnässen der Harn in die in der Kapsel d sich befindenden, Kohlensäure entwickelnden Chemikalien gelangt, daselbst bezw. innerhalb des Apparates Kohlensäuregasdruck erzeugt, wodurch das Ventil e verschlossen, dagegen das Ventil g in die Höhe gehoben und der Verschlufspfropfen h durch den Kohlensäuregasdruck gegen die Bauchwand des bettnässenden Patienten geschleudert und wodurch derselbe zum Aufwachen und zur Unterbrechung des Hamens gebracht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72187D Weckapparat für Bettnässer Expired - Lifetime DE72187C (de)

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