DE72125C - Selbsterregende Drehstromerzeugermaschine - Google Patents
Selbsterregende DrehstromerzeugermaschineInfo
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- DE72125C DE72125C DENDAT72125D DE72125DA DE72125C DE 72125 C DE72125 C DE 72125C DE NDAT72125 D DENDAT72125 D DE NDAT72125D DE 72125D A DE72125D A DE 72125DA DE 72125 C DE72125 C DE 72125C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
- H02K19/26—Synchronous generators characterised by the arrangement of exciting windings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Zur Erzeugung des auch für Wechselstrommaschinen nöthigen, möglichst gleichbleibenden
magnetischen Feldes hat man sich bisher wesentlich zweier verschiedener Methoden bedient,
indem man:
ι. eigene Gleichstrommaschinen verwendete, oder indem man
2. einen Theil des Wechselstromes in einen gleichgerichteten, aber unterbrochenen Strom
verwandelte.
Die erste Art verwickelt stark den Bau der Wechselstrommaschinen, die zweite Art hat den
Nachtheil einer heftigen und zerstörenden Funkenbildung am Stromwender. Sobald nämlich
die Selbstinduction anfängt, eine bedeutende Rolle zu spielen — wie bei der Erregung von
vielfach umwickelten starken Feldmagneten —, zeigt sich ihr Einfiufs, der nach dem bekannten
L en ζ'sehen Gesetz ein nivellirender ist, indem
eintretende Veränderungen verzögert und in ihrem Betrag verringert werden, auch in eigenthümlichen
schädlichen Nebenwirkungen, deren Nachtheile nicht leicht zu beseitigen sind. Nach erfolgter Wendung eines Wechselstromes
wird nämlich die elektromotorische Kraft im allgemeinen die Form einer gleichgerichteten
sinusartigen Curve haben (Fig. 1). W7ährend
nun im ersten Theil der Curve die elektromotorische Kraft einen wachsenden Strom zu
erzeugen sucht, hat die Selbstinduction das Bestreben, die Stromzunahme durch einen entgegengesetzt
gerichteten Strom zu verzögern; ebenso wird im zweiten Theil der Curve durch einen gleichgerichteten Strom ein gänzliches
Abfallen des Stromes verhindert. Die Folge ist also, dafs die Stromwellen sich ebnen und
unter Einwirkung einer sinusartigen, gleichgerichteten
elektromotorischen Kraft eine Gestalt wie in Fig. 2 annehmen, wo die punktirt gezogene Linie die elektromotorische Kraft, die
ausgezogenen Linien die Stromcurven bei vorhandener Selbstinduction darstellen, und zwar
die wellenförmige Linie bei endlichem, die gerade Linie bei unendlich grofsem Selbstinduetionscoefficienten.
Zur Wendung der elektromotorischen Kraft gebraucht man aber nothwendig einen zweitheiligen Stromwender.
Unterbricht man also im Augenblick der Umkehrung einen Strom, so ist die Folge davon
das Auftreten hoher elektromotorischer Kräfte, deren schädlichster Einfiufs in einer heftigen
und zerstörenden Funkenbildung am Stromwender besteht (Oeffnungs- und Schliefsungsfunken).
Um nun diese Nachtheile für gewöhnliche Wechselstrommaschinen zu vermeiden, hat man
bislang sehr verschiedene Mittel in Anwendung gebracht, die hier nicht besonders aufgeführt
werden sollen. Für einen Drehstromerzeuger aber, der mehrere unter sich unabhängige und
in der. Phase gleichmäfsig gegen einander verschobene Wechselströme liefert, kann man sich
einer sehr einfachen Methode bedienen, die an der Fig. 3 erläutert werden soll.
Ein gewöhnlicher Ringanker sei mit sechs Spulen umwickelt, die in der gezeichneten Ausführung
zu drei unabhängigen Leitungen verbunden sind, derart, dafs bei der Drehung zwischen zwei Magnetpolen in ihnen um je
6o° in der Phase gegen einander verschobene Wechselströme inducirt werden (Fig. 4). Nach
Art der Nebenschlufsmaschinen wird nun von
jeder Leitung ein Nebenstrom abgezweigt und durch einen zweitheiligen Stromwender gleichgerichtet,
so dafs die einzelnen Ströme sich in der in Fig. 5 angedeuteten Weise darstellen
lassen. Führt man nun diese derartig gleichgerichteten Ströme von einander isolirt um
die Magnetschenkel, so wird die Gesammtwirkung aller sehr nahe der Wirkung eines
gleichgerichteten ununterbrochenen Stromes gleich kommen, wie auch in Fig. 5 graphisch
dargestellt ist. Für die Wendung eines jeden gewinnt man aber den Vortheil, dafs diese fast
vollständig funkenlos zu ermöglichen ist. Denn .ein Oeffnungs- und ein Schliefsungsfunken kann
nur dann entstehen, wenn mit dem Oeffnen und Schliefsen eines Stromes eine erhebliche
Aenderung in der Zahl der Kraftlinien verbunden ist. Solches ist aber bei der obigen
Anordnung nur in sehr untergeordnetem Mafse der Fall. Während z. B. Strom 1 in O gewendet
wird, fliefsen 2 und 3 ungehindert fort, so dafs die Wendung von 1 nur eine
geringe Aenderung in der Zahl der Kraftlinien zur Folge hat, daher auch bei der Umkehrung
von ι nur eine geringe Funkenbildung auftreten kann. Diese kann, wie man leicht einsieht,
noch mehr beschränkt werden, wenn man die Schenkelmagnete unter der vereinigten Einwirkung der Ströme 2 und 3 stark sättigt,
so dafs die Schwankungen im Strom 1 nur unbedeutende Aenderungen im magnetischen Feld
hervorrufen können.
Genau so wie mit der Wendung von Strom ι verhält es sich auch mit der Wendung
der Ströme 2 und 3. Der letzte Rest der Funkenbildung kann durch die Einschaltung
eines Condensators beseitigt werden.
Eine Art der Ausführung für Dreiphasenstrom ist in Fig. 6 und 7 schematisch dargestellt.
Der mit sechs Spulen bewickelte Anker ist, wie aus Fig. 6 ersichtlich, mit einer Grundplatte
fest verbunden. Die Enden der Spulen I und IV, II und V, III und VI sind mit einander
leitend verbunden, während die Anfänge der Spulen I bis VI mit den auf der Grundplatte
isolirt befestigten Klemmschrauben I bis VI in Verbindung stehen. Von diesen Klemmschrauben, welche die drei Aufsenleitungen
aufnehmen, zweigen sich Nebenleitungen nach den Bürstenhaltern α bis f ab
(Fig. 7), so dafs die aufgenommenen Ströme durch Bürsten auf die drei Stromwender, von
denen jeder aus zwei Ringhälften besteht, übergeleitet werden können. Die Stromwender sind
von der Betriebswelle und unter sich isolirt. Die Isolationsschichten der Ringhälften je zweier
Stromwender sind um 60 ° gegen einander versetzt. Die Ströme von den Bürstenhaltern abc
führen auf die Stromwenderringhälften 1, 2, 3 und die Ströme von den Bürstenhaltern de/ auf
die Stromwenderringhälften 4, 5, 6.. Mit den Ringhälften 1, 2, 3 ist je ein Draht verbunden.
Diese drei Drähte umwickeln isolirt von einander die vier Schenkel des mit der Antriebswelle
verbundenen Feldmagneten hinter einander so, dafs zwei auf einander folgende
Schenkel einen Nordpol und die beiden anderen Schenkel einen Südpol bilden, wodurch ein
zweipoliges magnetisches Feld hergestellt wird. Die Schenkelwickelungsdrähte führen zu den
Ringhälften. 4, 5, 6 zurück. Die Bürsten liegen derartig an dem Stromwender an, dafs sie in
dem Augenblick über die Trennungsstelle zwischen zwei Ringhälften schleifen, wenn die
elektromotorischen Kräfte und damit auch sehr annähernd die Stromstärken der betreffenden
Ströme den Werth Null annehmen.
Nach dem Vorhergehenden besteht also die Neuerung an dem Drehstromerzeuger in der
eigentümlichen Art der Erregung des magnetischen Feldes. Es werden von jeder der
äufseren Leitungen Nebenströme abgezweigt, durch einen Stromwender gleichgerichtet und
dann unabhängig und isolirt von einander um die Feldmagnete geführt. Der Zweck der
ganzen Anordnung ist möglichste Beschränkung der Funkenbildung am Stromwender und Herstellung
eines möglichst gleichbleibenden magnetischen Feldes, als es durch die Wendung eines einfachen Wechselstromes möglich wäre.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Erzeugermaschine für unter sich unabhängige und in der Phase gleichmäfsig gegen einander verschobene Wechselströme (Drehstrom), bei welcher das magnetische Feld dadurch erzeugt wird, dafs von jeder der äufseren Leitungen Nebenströme abgezweigt, durch einen zweitheiligen Stromwender gleichgerichtet und unabhängig und isolirt von einander um die Feldmagnete geführt werden, so dafs sie bei gleicher Phasenverschiebung gegen einander in ihrer Gesammtheit eine ähnliche Wirkung ausüben, wie ein dauernd gleichbleibender Strom.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72125C true DE72125C (de) |
Family
ID=345367
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72125D Expired - Lifetime DE72125C (de) | Selbsterregende Drehstromerzeugermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72125C (de) |
-
0
- DE DENDAT72125D patent/DE72125C/de not_active Expired - Lifetime
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