DE2515133C3 - Reluktanzmaschinenanordnung - Google Patents
ReluktanzmaschinenanordnungInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02K29/00—Motors or generators having non-mechanical commutating devices, e.g. discharge tubes or semiconductor devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine Reluktanzmaschinenanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine solche Anordnung ist bekannt aus der schwedisehen Patentschrift 2 27 412.
Die bekannte Reluktanzmaschinenanordnung dient der Verwendung als Wechselstromgenerator, wobei als
Vorteil genutzt wird, daß dieser Wechselstromgenerator weder Schleifringe noch Bürsten benötigt.
Aus der FR-PS 20 75 995 ist eine auch als Motor verwendbare Reluktanzmaschine bekannt, die aus
mehreren hintereinander auf einer Welle arbeitenden einzelner! Reluktanzmaschinen besteht. Die Polzahl des
Stators und des Rotors ist gleich groß. Jede Phase der Arbeitswicklung ist an eine individuelle steuerbare
Gleichspannungsquelle angeschlossen. Neben den Arbeitswicklungen trägt der Stator Vormagnetisierungswickluagen.
Dank dieser Vormagnetisierungswicklungen ist der Strom, der in den Arbeitswicklungen beim
Durchlaufen der neutralen Lage auf Null zurückgeführt werden muß, relativ klein. Dies führt zu einem
reduzierten Aufwand für die Gleichrichteranordnungen zur Speisung der einzelnen Arbeitswicklungen. Beim
Betrieb der Maschine muß der Strom in jeder Arbeitswicklungs abwechselnd aufgebaut und wieder zu
Null gemacht werden. Eine Kommutierungseinrichtung, durch die der Strom von einer Phase auf eine andere
Phase übernommen wird, ist bei der bekannten Maschin= nicht vorhanden. Aus diesem Grunde ist für
jede Phase eine besondere Gleichstromspeisequelle erforderlich.
Aus der US-PS 37 14 533 ist es bekannt, bei einer
Reluktanzmaschine die Statorwicklung in Reihe mit einem Kondensator zu schalten und parallel zu dieser
Reihenschaltung ein steuerbares Halbleiterelement zu schalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reluktanzmaschinenanordnung der eingangs genannten
Art zu entwickeln, die wie die Reluktanzmaschinenanordnung nach der FR-PS 20 75 995 als Motor aus
steuerbaren Gleichspannungsquellen gespeist wird, wobei für alle Arbeitswicklungen nur eine einzige
Gleichstromquelle einfachen Aufbaus erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale gelöst.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Speisung sämtlicher Arbeitswicklungen der Reluktanzmaschinenanordnung
durch einen einzigen Stromrichter erfolgen kann. Beim Umschalten von einer Arbeitswicklung auf
die nächste wird der Strom von der zuvor stromführenden Wicklung auf die anschließend stromführende
Wicklung kommutiert. Diese Kommutierung wird durch die Verwendung der genannten zweiten Magnetisierungswicklung
ermöglicht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
genannt.
Anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungs-
Beispiele soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen
Fig.) und 2 eine Reluktanzmaschinenanordnung
gemäß der Erfindung im Schnitt längs der Linien 1 — 1 bzw. H-II in Fig. 3,
Fig.3 die Reluktanzmaschinenanordnung nach den
F i g. 1 und 2, von oben gesehen,
F i g. 4 einen Teil des in Fig. 1 gezeigten Statorkerns in vergrößerter und verbreiterter Darstellung,
Fig. 5 die in Fig.4 angedeuteten Teile der
Statorwicklung in Draufsicht vom Luftspalt her,
Fig.6 und 8 verschiedene Möglichkeiten zur
Anordnung der gemäß der Erfindung vorgesehenen gesteuerten Gleicnrichter,
Fig.9 bis 12 die magnetische Spannung (andere Bezeichnungen: magnetomotorische Kraft oder Felderregerkurve)
als Funktion des abgewickelten Luftspaltes,
F i g. 13 die Form der Rotorpole und die gegenseitige Lage der zu dem Reluktanzmotor der Anordnung
gehörenden beiden Rotoren,
Fig. 14 die Ströme in Arbeitswicklungen als Funktion
der Zeit,
Fig. 15 und 16 die Zusammenschaltungen der verschiedenen Teile der Arbeitswicklung.
In den Figuren bezeichnen 10 und 11 zwei gleiche achtpolige laminierte Statorkerne mit zugehörigen
vierpoligen Rotoren 12 und 13 die mechanisch miteinander gekuppelt sind. Die Statorpole sind mit 8
und die Rotorpole mit 9 bezeichnet. Wenn die beiden Statoren in gleicher Winkellage angeordnet sind so
beträgt die Differenz zwischen den Winkellagen der beiden Rotoren 22,5°. Wie später erläutert wird,
bedeutet dies, daß der eine Rotor sein größtes Drehmoment dann erreicht, wenn der andere sein
kleinstes Drehmoment entwickelt, λ = 22,5° ist ein
theoretischer Optimalwert, und der Winkel λ zwischen
den beiden Rotoren kann ohne nennenswerte schädliche Wirkung relativ stark vom Optimalwert abweichen.
Aufgrund durchgeführter Untersuchungen kann man oft a22,5° ± 7,5° zulassen. Die Statorpolleilung ist mit
tpoistai ur|d die Rotorpolteilung mit τροιΓΟ, bezeichnet.
Die Wicklungen der beiden Statorkerne 10 und 11 sind untereinander gleich. Der in F i g. 1 gezeigte Stator
hat eine Arbeitswicklung, die vier in Umfangsrichtung hintereinander angeordnete Wicklungselemente enthält,
nämlich ein Paar zueinander diametral angeordneter Spulen 1 und ein anderes Paar zueinander diametral
angeordneter Spulen 3. Dies ist in Fig. 15 angedeutet,
wo die Pfeile den Verlauf des magnetischen Flusses bei Erregung der Spulen 3 und/oder 1 andeuten. Unter dem
Begriff »Wicklungselement« wird eine Spule verstanden, deren Windungen in der Art gewickelt sind, daß
jede Windung in tangentialer Richtung zwei unmittelbar nebeneinander liegende Statorpole umschließt, und ein
Stromkreis, beispielsweise aus zwei in zweckmäßiger Weise in Reihe geschaltete Spulen besteht, von denen
jede einen der beiden in tangentialer Richtung unmittelbar nebeneinander liegenden Statorpole umschließt.
Außer seiner individuelle· .\.Seitswicklung, die aus
den Hälften 101 und 103 besteht, trägt der Statorkern 10 zusammen mit dem Statorkern 11 zwei Magnetisierungswicklungen
105,106, von denen die eine 105, die an eine Konstantspannungsquelle 27 angeschlossen wird,
parallel oder in Reihe geschaltete Wicklungselemente 5 enthält. Jedes Wicklungselement 5 ist um eine Polteilung
gegenüber dem entsprechenden Wicklungselement 1 oder 3 der Arbeitswicklung verschoben. Die andere
Magnetisierungswicklung 106 enthält vier parallel oder in Reihe geschaltete Wicklungselemente 6, die in
gleichen Winkellagen angeordnet sind wie die vier Wicklungselemente 5.
F i g. 6 zeigt die Stromrichiungen in einer Reluktanzmotorenanordnung,
die aus den beiden in F i g. 1 und 2 gezeigten Maschinen zusammengesetzt und mit Gleichrichtern
versehen ist, so daß der Strom stets in der durch die Pfeile in F i g. 6 gezeigten Richtung fließt.
Bei der in F i g. 7 gezeigten Anordnung sind die verschiedenen Wicklungen der in den Fig. 1, 2 und 3
gezeigten Maschine nach dem in Fig.6 gezeigten Prinzip angeschlossen, wobei ein gesteuerter Gleichrichter
14 an das Wechselstromnetz 15 angeschlossen ist Die im Stator 10 vorhandene Arbeitswicklung
besteht, wie bereits erwähnt, aus zwei Wicklungshälften 101 und 103, von denen jede mit einer Seite an einer
Mittelanzapfung 7 liegt und über ihren jeweiligen Thyristor 16 bzw. 18 an den Gleichrichter 14
angeschlossen ist. /n ähnlicher Weise liegt jede der Wicklungshälften 102 und 104 der im Stator 11
liegenden Arbeitswicklung mit einem Ende an einer Mittelanzapfung 17 und ist über ihren jeweiligen
Thyristor 19 bzw. 20 an den Gleichrichter 14 angeschlossen.
Ein Lagegeber, der zwei magnetische Geber 120 und 121 enthält, ist mit der Antriebswelle des Reluktanzmotors
verbunden und gibt Signale in Abhängigkeit der Lage des Doppelrotors 12 + 13 in der Art, daß ein
Signal nach je einer Drehung von 45° mechanisch auftritt. Der in F i g. 7 gezeigte, mit dem Rotor (12 +13)
mechanisch gekuppelte Lagegeber enthält einen vierpoligen Rotor 21 und eine Logikausrüstung 122. Die
beiden magnetischen Geber 120 und 121 geben je ein Signal, wenn ein Rotorpol unter den Geber läuft oder
denselben verläßt.
Infolge der in Reihe geschalteten Magnetisierungswicklung 106 ist es möglich, die Thyristorkreise mit
Selbstkommutierung arbeiten zu lassen bei einer hinsichtlich der Temperaturentwicklung vollen Belastung.
Wenn z. B. der Thyristor 18 zündet, während durch die Wicklungshälften 101 und 102 Strom fließt,
und in einem Zeitintervall, in dem die in der Wicklung (101 + 1103) induzierte Spannung und damit der im
Kreis (16 + 101 + 18 + 103) fließende Kommutierungskreisstrom hinreichend groß ist, so wird infolge
der Zündung der Thyristor 16 gelöscht und der Strom vom Thyristor 18 übernommen. Der Kommutierungsstrom darf beim Zünden des Thyristors 18 jedoch nicht
zu groß sein. Deshalb wird der Zündimpuls erst bei einer Rotorlage gegeben, bei der der Kommutierungsstrom
auf einen Wert gesunken ist, der kleiner als der halbe Maximalwert ist. Auf ähnliche Weise übernimmt der
Thyristor 20 den Strom vom Thyristor 19, wenn der Thyristor 20 einen Zündimpuls erhält. Der Stromverlauf
in den Wicklungshälften 101, 102, 103 und 104 geht aus Fig. 14 hervor, wo entsprechende Stromkurven mit /1,
/2, /3 und /4 bezeichnet sind. Auf der Ordinate ist die Stromstärke aufgetragen und auf der Abszisse die Zeit.
Die zweite Magnetisierungswicklung 106 soll im Prinzip dieselbe Amperewindungszahl (magnetische
Spannung) in den Pollücken erzeugen, in die sie eingelegt is«, wie die Arbeitswicklung in ihren Pollücken
erzeugt, wenn sie denselben Strom führen. In gewissen Fällen kann ta von Vorteil sein, daß die zweite
Magnetisierungswicklung 106 eine größere Amperewindungszahl erzeugt als die Arbeitswicklung, da die
Überschußamperewindungszahl (z. B. 10—20%) einen
Zuschuß zu der von der Konstantspannungsquclle gespeisten Magnetisierungswicklung darstellt — was im
folgenden Vormagnetisierung genannt wird — wodurch die Ausnutzung der Maschine erhöht werden kann, ohne
daß der Leisti ngsverbrauch für die Vormagnetisierung r>
erhöht zu weiden braucht. In anderen Fällen, wo die Vormagnetisierung im Verhältnis zur Amperewindungszahl
der Arbeitswicklung stark ist, kann eine schwächere zweite Magnetisierungswicklung 106 genügen.
Die Amperewindungszahl der zweiten Magnetisie- m rungswicklung 106 darf jedoch nicht unter einen Wert
sinken, bei welchem die Summe der Amperewindungszahl der zweiten Magnetisierungswicklung 106 und der
Vormagnetisierung genauso groß ist wie die Amperewindungszahl der Arbeitswicklung bei dem höchstmög- ir>
liehen Strom, für den die Maschine dimensioniert ist. Dies bedeutet gewöhnlich, daß die zweite Magnetisierungswicklung
106 eine Amperewindungszahl pro Pollücke haben muß, die 50% der Amperewindungszahl
pro Pollücke der Arbeitswicklung nicht unterschreitet. -'»
In Fig. 9—13 ist der Statorumfang auf der Abszisse
aufgetragen und auf der Ordinate die magnetische Spannung (magnetomotorische Kraft). Die verschiedenen
MMK-Kurven sind mit denselben Ziffern bezeichnet wie die entsprechenden Wicklungen in den übrigen y>
Zeichnungen. In Fig. 9 ist die MMK-Kurve für die Magnetisierungswicklung 106 gestrichelt und die
MMK-Kurve für die Magnetisierungswicklung 105 voll ausgezogen dargestellt.
Zu einem gegebenen Zeitpunkt entwickelt die i»
Arbeitswicklung entweder eine MMK entsprechend Fig. 10 oder entsprechend Fig. 11. Durch Überlagerung
erhält man entweder die voll ausgezogene oder die gestrichelte Kurve in Fig. 12. Die oberste Reihe der in
Fig. 13 angedeuteten Rotorpole 9 des Rotors 12 steht J>
in Einzugslage im Verhältnis zu der ausgezogenen MMK-Kurve in Fig. 12. Nach einer Motordrehung, die
einer Statorpolteilung entspricht, kommen die Pole des Rotors 12 in eine Lage, die den gestrichelten
Polsymbolen in Fig. 13 entspricht, d. h. in Einzugslage w
im Verhältnis zu der gestrichelten MMK-Kurve in Fig. 12.
Der Stator der Maschine enthält Polgruppen, die durch die Magnetisierungswicklungen 105 und 106 als
Funktion des Ortes in wechselnder Richtung magneti- 4^
siert werden. Jede Gruppe besteht aus zwei Polen. Die MMK der Magnetisierungswicklung 106 wirkt immer in
gleicher Richtung wie die MMK der Magnetisierungswicklung 105. Die Wicklungshälften 101 bzw. 103 der
Arbeitswicklung werden zeitlich abwechselnd stromdurchflossen. Diese Wickiungshäiften sind so ausgeiegi,
daß die Größe der Gesamterregung pro Pollücke der Magnetisierungswicklung 106 bei allen Belastungszuständen
immer gleich oder unbedeutend größer ist als die Erregung der Wicklungshälften 101 bzw. 103 der
Arbeitswicklung.
Da die MMK der Magnetisierungswicklung 106 dem Arbeitsstrom proportional ist, wirkt die resultierende
MMK der Magnetisierungswicklung bzw. Wicklungshälften 106 und 101 oder 106 und 103 nie entmagnetisie- t>o
rend in bezug auf die Magnetisierung durch die Magnetisierungswicklung 105 (siehe Fig. 12). Dementsprechend
wird die magnetische Flußdichte nie geschwächt. Einer der Pole in jeder Polgruppe wird mit
der Differenz, der andere Pol mit der Summe der b5 obenerwähnten MMKe der Wicklungen beaufschlagt
(Fig. 12).
Bei einer gegebenen Rotorstellung wirkt im allgemeinen einer der Pole in jeder Gruppe treibend, während
der andere bremst. Die bremsende Wirkung verschlechtert die Drehmomentqualilät, d. h. sie führt zu einem
ungleichmäßigeren Verlauf des Drehmoments. Die Selbstkommutierung wird dagegen durch höhere
Flußdichte sowohl im treibenden wie im bremsenden Pol gefördert. Durch die erfindungsgemäße Wicklungsanordnung
wird erreicht, daß die Flußdichte auf den Überlappungsflächen der nichttreibenden Pole bei allen
Betriebsbedingungen aufrechterhalten wird. Damit wird eine gute Selbstkommutierung erreicht. Die Kommutierung
kommt dadurch zustande, daß jede Arbeitswicklung infolge der sich periodisch ändernden Polüberdekkung
mit einem sich periodisch ändernden magnetischen Fluß verkettet ist. Dieser Wechselfluß induziert
eine Spannung in die Arbeitswicklung, die beim Zünden des nächstfolgenden Thyristors einen Kommutierungsstrom über den entstehenden Kreis treibt, durch den der
Strom über den bisher stromführenden Thyristor zu Null gemacht wird. Infolge der durch die Wicklungsanordnung
erzielten höheren Flußdichte wird diese Kommutierungsspannung relativ stark. Außerdem wird
die Kommutierung durch die Wirkung der Vormagnetisierung erleichtert, weil beim Kommutieren nur die
magnetische Energie abgebaut zu werden braucht, die durch den Arbeitsstrom erzeugt wird. Da die Vormagnetisierung
vorzugsweise so gewählt wird, daß sie etwa im Sättigungsknick des magnetischen Kreises liegt,
bedeutet dies, daß das Zu-NuII-Werden des Arbeitsstroms in der einen Wicklungshälfte (beispielsweise 103)
und das Aufbauen des Arbeitsstromes in der anderen Wicklungshälfte (z. B. 101) nur eine relativ kleine
Änderung des mit diesen Wicklungshälften verketteten Flusses zur Folge hat. Dies ist gleichbedeutend mit
relativ kleinen Induktivitäten im Kommutierungskreis.
Gleichzeitig wird durch die erfindungsgemäße Anordnung die unerwünschte bremsende Wirkung der
nichttreibenden Pole so klein wie möglich gehalten. Dies entspricht einer bestmöglichen Drehmomentenqualität.
Wenn eine Reluktanzmaschinenanordnung gemäß der Erfindung mit zwei Rotoren ausgeführt wird. z. B.
wie in Fig. 7 gezeigt, so erhält man einen sehr gleichmäßigen Gang und ein überraschend niedriges
Geräuschniveau. Selbst wenn nur ein Rotor und ein Stator vorhanden sind, ist eine Anordnung gemäß der
Erfindung in vieler Hinsicht vorteilhaft. Beispielsweise kann man ohne Nachteil für den Wirkungsgrad und die
Regeleigenschaften eine verhältnismäßig einfache Regelanordnung verwenden. Die Vorteile sind zum großen
Teil auf die Anwendung der mit der Arbeitswick'üng in
Reihe geschalteten Magnetisierungswicklung und deren spezielle Anschlußart zurückzuführen, wodurch deren
magnetische Spannung stets dieselbe Polarität hat. obwohl die MMK der Arbeitswicklung zwischen Plus
und Minus pendelt.
Bei der Anwendung einer Reluktanzmaschine mit nur einem Rotor und einer Spule kann man eine Anordnung
gemäß der Erfindung dadurch erhalten, daß man die Komponenten 102,104,19 und 20 in F i g. 7 fortläßt und
das eine Ende der Magnetisierungswicklung 106 direkt an eine Gleichstromquelle anschließt. Die Wirklungselemente
5 und 6 werden axial so dimensioniert, daß sie der Länge des Statorkerns entsprechen.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann der Reluktanzmotor mit einer Arbeitswicklung
ausgeführt werden, die nicht mit einer Mittelanzapfung versehen ist. Man verwendet dann eine Anordnung
nach F i g. 8, wo die Arbeitswicklung der Reluktanzmaschine mit 22 bezeichnet ist und wo 23, 24, 25, 26
Thyristoren bezeichnen, während die Wicklungen 105 und 106 die gleiche Bedeutung wie in F-' i g. 7 haben.
Statt der in Fig. 15 gezeigten Anordnung der Arbeitswicklung bei einem Statorkorn gemäß Fig. 1
kann die Arbeitswicklung auch in der in Fig. 16 gezeigten Weise angeordnet werden. In Fig. 16 sind
nur die Arbeitswicklungen gezeigt. Wenn der Thyristor 16 leitend ist, fließt der Strom durch die Wicklungselemente
Ii, die miteinander derart in Reihe oder parallel geschaltet sind, daß die Polarität der Pole mit der in der
Figur gezeigten Nordpol(N)- und Südpol(S)-Markierung übereinstimmt. Bei der Kommutierung des
Stromes vom Thyristor 16 zum Thyristor 18 verschwindet
der Strom in dem Wicklungselement Is und fließt stattdessen in den untereinander zusammengeschalteten
Wicklungselementen 3s, wobei sämtliche Spulen die Polarität wechseln.
Die Wicklungselemente Is und 3s können vorzugsweise permanent in Reihe geschaltet sein, um die
Arbeitswicklungshälften 101 bzw. 103 zu bilden, und zwei Endpunkte der beiden Reihengruppen 101 und 103
können vorzugsweise permanent miteinander verbunden sein, wobei die Verbindungspunkte eine Mittelanzapfung
der Arbeitswicklung bilden.
EineReluktanzmaschinenanordnung gemäß der Erfindung dient hauptsächlich als Antriebsanordnung und
kann mit Vorteil angewendet werden, wenn die erforderliche Motorleistung größer als C,5 kW ist.
Besonders vorteilhaft ist sie bei einer Motorleistung über 5 kW, z. B. wenn die Leistung in der Größenordnung
von 300 kW liegt.
Anstelle der in F i g. 7 gezeigten Geberanordnung können beliebige andere geeignete Geberanordnungen
verwendet werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Reluktanzmaschinenanordnung mit mindestens einem Stator mit ausgeprägten Polen und mindestens einem Rotor mit ausgeprägten Polen, wobei die Statorpolzahl doppelt so groß wie die Rotorpolzahl ist und der Stator eine Arbeitswicklung und eine an eine Konstantspannungsquelle angeschlossene erste Magnetisierungswicklung hat, wobei jede dieser Wicklungen aus mehreren Wicklungselementen besteht, von denen jedes je zwei in Umfangrichtung benachbarte Statorpole gleichartig magnetisiert, wobei die zur ersten Magnetisierungswicklung gehörenden Wicklungselemente gegenüber den zur Arbeitswicklung gehörenden Wicklungselementen um eine Statorpolteilung gegeneinander versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Magnetisierungswicklung (106) vorhanden ist, die einen Fluß über dieselben magnetischen Pfade und mit im wesentlichen derselben Verteilung auf die verschiedenen magnetischen Pfade treibt wie die erste Magnetisierungswicklung (105), daß die Arbeitswicklung (101, 103; 101 bis 104; 22) an eine gesteuerte Gleichstromquelle (14) mittels zweier 2". wechselweise arbeitender, von einem Rotorlagegeber (21) gesteuerter Gleichrichter (16, 18) oder Gleichrichtergruppen (16, 19 und 18, 20; 24, 25 und 23, 26) derart anschaltbar ist, daß sie abwechselnd eine magnetomotorische Kraft in der einen und der «> anderen Richtung in den magnetischen Pfaden erzeugt, und daß die zweite Magnetisierungswicklung (106) derart mit der Arbeitswicklung in Reihe geschaltet ist, daß die Polarität der zweiten Magnetisierungswicklung unabhängig von der va- r> riierenden Polarität der Arbeitswicklung stets die gleiche bleibt.2. Reluktanzmaschinenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswicklung (22) im Brückenzweig einer aus den gesteuerten Gleichrichtern (23 bis 26) gebildeten Brücke geschaltet ist, deren einer Speisepunkt unmittelbar mit dem ersten Anschluß der Gleichspannungsquelle (14) und deren anderer Speisepunkt über die zweite Magnetisierungswicklung (106) an den zweiten Anschluß der Gleichspannungsquelle (14) geschaltet ist, wobei die gesteuerten Gleichrichter (23 bis 26) einheitlich in Richtung der zweiten Magnetisierungswicklung (106) gepolt sind.3. Reluktanzmaschinenanordnung nach Anspruch V) 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden Enden der Arbeitswicklung (101, 103; 102, 104) über je einen der gesteuerten Gleichrichter (16,18; 19,20) an den einen Pol der Gleichspannungsquelle (14) angeschlossen ist und daß die Arbeitswicklung eine Mittelanzapfung (7; 17) hat, welche direkt an die zweite Magnetisierungswicklung (106) angeschlossen ist.4. Reluktanzmaschinenanordnung nach Anspruch3 mit axial hintereinander angeordneten Statoren, die eine gemeinsame erste Magnetisierungswicklung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Statoren (10,11) hintereinander angeordnet sind und daß auch die zweite Magnetisierungswicklung (106) für beide Statoren gemeinsam ist. ιδ. Reluktanzmaschinenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Magnetisierungswicklung (6) zwischen die beiden Mittelan-zapfungen (7,17) geschaltet ist-6. Reluktanzmaschinenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Stator im wesentlichen die Gestalt eines Quadrates aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetisierungswicklungen (5, 6) in in der Diagonale des Quadrates liegenden Pollücken des Stators untergebracht sind.
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