DE720682C - Wahlkartei - Google Patents

Wahlkartei

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DE720682C
DE720682C DEC55724D DEC0055724D DE720682C DE 720682 C DE720682 C DE 720682C DE C55724 D DEC55724 D DE C55724D DE C0055724 D DEC0055724 D DE C0055724D DE 720682 C DE720682 C DE 720682C
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DEC55724D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Eugen Von Carrara
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EUGEN VON CARRARA DIPL ING
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EUGEN VON CARRARA DIPL ING
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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06KGRAPHICAL DATA READING; PRESENTATION OF DATA; RECORD CARRIERS; HANDLING RECORD CARRIERS
    • G06K21/00Information retrieval from punched cards designed for manual use or handling by machine; Apparatus for handling such cards, e.g. marking or correcting
    • G06K21/04Information retrieval from punched cards designed for manual use or handling by machine; Apparatus for handling such cards, e.g. marking or correcting in which coincidence of markings is sensed optically, e.g. peek-a-boo system

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
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Description

  • Wahlkartei Es gibt bereits Wahlkarteien, deren Karteiblätter an gleicher Stelle Löcher besitzen, die bestimmten Auslesemerkmalen zugeordnet sind, so daß man mittels einer durch die Löcher hindurchgesteckten Wählnadel die mit gleichen Auslesemerkmalen versehenen Karteiblätter fallweise zusammenfassen und gemeinsam ausheben kann. Unter diesen Karteien ist jenen mit um eine Achse schwenkbaren Karteiblättern *der Vorzug zu geben, da beim Schwenken die Seitenränder der Blätter weniger abgenützt werden und das Einreihen der Blätter sowie überhaupt die Handhabung der Kartei einfacher und- zuverlässiger ist. -Derartige Wahlkarteien mit schwenkbaren Kartenblättern sind jedoch noch in verschiedener Hinsicht unvollkommen und verbesserungsfähig. So war es z. B. bisher nicht möglich, diese Karteien praktisch für Kartenblätter mit einer großen Anzahl von Auslesemerkmalen zu verwenden; wenn sich die den Merkmalen zugeordneten Löcher nur am Blattrande befinden sollen. Ferner war es ein Nachteil, daß die Karten beim Zurückschwenken in die Ruhelage jedesmal gegen den Karteiboden stoßen, so daß eine Abnützung der betreffenden Blattkante eintritt. Die Bildung und Untersuchung von Untergruppen der Karteiblätter konnte nur mit Verwendung mehrerer Wählnadeln vorgenommen werden, und des war ,auch nicht möglich, einen Ausleserest gesondert nach weiteren Auslesemerkmalen zu untersuchen.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte Wahlkartei der angegebenen Art mit v erschwenkbaren Karteiblättern, welche von diesen und anderen Mängeln frei ist. Bei dieser Kartei sind die Karteiblätter auf der entsprechend hoch angeordneten -Schwenkachse (Karteiachse) aufgehängt, so daß sie beim Verschwenken nicht am Karteiboden anstreifen. Abgesehen von der dadurch erzielten Schonung aller Kartenränder ergibt eine solche Aufhängung der Karteiblätter die in vieler Hinsicht vorteilhafte Möglichkeit, die Karteiblätter aus ihrer lotrechten Hänge- Lage nach beiden Seiten ausschwenkbar anzuordnen und infolgedessen beide Längsseiten der Karteiblätter mit Löchern für die Gruppierung nach Auslesemerkmalen zu versehen. Die Anzahl der Merkmale läßt sich daher bedeutend erhöhen, und sie kann überdies auch noch verdoppelt werden, wenn man gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung in allen Karteiblättern angeordnete Zusatzlöcher vorsieht, um den gesamten Ausleserest verschwenken und auf weitere Merkmale untersuchen zu können.
  • Ein wesentliches Kennzeichen der neuen Wahlkartei in ihrer bevorzugten Ausbildung ist ferner die Anordnung von in die Schwenkhahn der Karteiblätter einfügbaren Karteiblätterlagern, welche für die bereits ausgelesenen Karteiblätter eine Unterlage bilden, die diese Blätter vom Ausleserest getrennt halten und die weitere Auslese nach anderen Merkmalen ermöglichen.
  • Diese und andere Merkmale des Gegenstandes der Erfindung sind aus einem Ausführungsbeispiel zu ersehen, das in der Zeichnung dargestellt ist, in welcher Fig. i die Wahlkartei bei ausgelesenen zwei Karten in schaubildlicher Darstellung zeigt, während Fig.2 einen Längsschnitt durch die Kartei im Normalriß und bei entfernten Karteiblättern wiedergibt. Fig.3 stellt ein einzelnes Karteiblatt dar.
  • Auf einer Grundplatte i sind die zweckmäßig aus Stahlblechen gefertigten federnden Träger 2, 3 befestigt. Diese sind erheblich :schmaler als die Karteiblätter q., so daG in der lotrecht hängenden Lage der Karteiblätter die beiden seitlichen Begrenzungskanten 5, 6 derselben über den zwischen den beiden Trägern 2, 3 liegenden Raum seitlich vorragen. Die Träger -2, 3 sind so hoch ausgebildet, daß die auf die Karteiachse 7 mittels des in der Kartenzunge 8 vorgesehenen Aufhängeloches 9 aufgehängten Karten .l bei ihrer Verschwenkung um die Karteiachse 7 mit ihren unteren Ecken io, i i nicht an die Grundplatte i anstreifen. Die beiden Träger 2, 3 sind mit Schlitzen 12, 13 versehen, in die die Karteiachse 7 eingesetzt ist. Auf die beiden Enden der Karteiachse 7, die entsprechend weit über die Träger 2, 3 herausragen, sind mittels eines Ansatzes 14 an die Träger 2, 3 anliegende Klemmuttern 15 aufgeschraubt. Die zugeordneten Gewinde der Karteiachse 7 sind mit 16 bezeichnet. Die beiden Klemmuttern 15 weisen dabei zweckmäßig die Gestalt von Flügelmuttern auf. Um zu vermeiden, daß die Karteiachse 7 bei der Wählarbeit etwa aus den Schlitzen 12, 13 springt, sind an den Trägern 2, 3 im oberen Bereich der Schlitze wulstartige Hindernisse 17 angeordnet, gegen welche -bei in die Schlitze eingesetzter Karteiachse 7 die An sätze 14 der Klemmuttern 15 anliegen.
  • An der Grundplatte i, welche die Breite der verwendeten Karteiblätter 3 aufweist, sind an den Längskanten Scharniere 18, i9 angeordnet, welche die zweckmäßig als pultartige Ruhebretter ausgebildeten Karteiblätterlager 2o, 21 tragen. Diese Lager können mittels der Scharniere 18, i9 fallweise in die Schwenkbahn der Karteiblätter 4 eingefügt werden, in welcher Lage sie durch zweckmäßig federnd ausgebildete Haltemittel feststellbar sind. Die Haltemittel sind dabei durch an den Karteiblätterlagern 2o, 21 vorgesehene wulstartige Erhebungen 22 gegeben, um welche sich entsprechende Krümmungen 23 von Stahlfedern 2:I elastisch anlegen (vgl, rechte Seite der Fig. i). Durch Hinwegbewegen der mit den Krümmungen 23 versehenen Enden der Stahlfedern 24. von den Erhebungen 22 können die Karteiblätterlager 2o, #_, i freigegeben werden, so daß sie nach abwärts fallen (vgl. linke Seite der Fig. i). In dieser Lage gestatten die Lager 20, 21 ein freies Ausschwenken der Karteiblätter 4.. während sie in ihrer aus der rechten Seite der Fig. i ersichtlichen angehobenen Stellung die unausgeschwenkten, lotrecht hängenden Karteiblätter gegen ein seitliches Ausschwenken sichern. Die Pultfläche der Karteiblätterlager 2o, 21 fällt dabei im in die Schwenkbahn der Karteiblätter eingedrehten Zustande der Lager 2o, zi nach außen hin in einem solchen Winkel schräg an, daß die ausgeschwenkten und auf den Lagern 20, 21 aufruhenden Karteiblätter mit ihren seitlichen Begrenzungskanten an die Pultfläche anliegen. Im durch die Stahlfedern 2¢ festgehaltenen, aufwärts geschwenkten Zustand geben die Karteiblätterlager 2o, 21 auch eine praktische Handhabe für den Transport der gesamten Wählkartei ab.
  • Wie insbesondere aus Fig.3 entnehmbar, sind auf einer Seite der Karteiblätter die Ecken derselben weggeschnitten, so daß der zungenartige Ansatz 8 gebildet ist. Das in dem Ansatz 8 vorgesehene Loch 9 für die Aufhängung der Karteiblätter 4 an der Karteiachse 7 ist zweckmäßig geöst, da die Rand- ; teile der Lochung bei der Verschwenkung der Karteiblätter besonders beansprucht werden. Entlang der seitlichen Begrenzungskanten ,;, 6 der Karteikarten befindet sich je eine in nicht allzu großer Entfernung vom Kartenrande angeordnete Lochreihe 25, 26. Jedes Loch dieser Lochreihen hat ein in die Kartei aufgenommenes Merkmal zu bezeichnen und ist zweckmäßig mit einer Nummer oder einem sonstigen Symbol versehen, «-elche Zeichen neben dem zugeordneten Loch derart eingetragen sind, daß sie bei lotrecht an der Karteiachse 7 hängender Karte ,4 aufrecht zu stehen kommen. Jene Löcher der beiden Lochreihen aber, deren zugeordnete Merkmale in -der durch das Karteiblatf wiederzugebenden Charakterisierung fehlen, werden bei Anlegung der Kartei zerstört, d. h. durch Ausschneiden, Ausstanzen.o.,dgl. entfernt. Daher weisen jene Karteiblätter, denen ein bestimmtes Auslesemerkmal mangelt, an Stelle des diesem Auslesemerkmal entsprechenden Kartenloches einen nach den Kartenrändern offen auslaufenden Ausschnitt 27 (Fig. 3) auf. Zwecks Ausschneidens der offen auslaufenden Ausschnitte 27 sind zweckmäßigerweise die jedem Loch entsprechenden Ausschneidebahnen am Karteiblatt verzeichnet, beispielsweise aufgedruckt. Die Übergänge der Ausschneidebahnen 28, welch letztere übrigens einen noch näher erläuterten bestimmten Verlauf aufweisen müssen, in die seitlichen Begrenzungskanten der Karten sollen entsprechend abgerundet ausgebildet sein, damit ein gegenseitiges Behindern der Karteikarten durch Verklemmen der durch die Ausschnitte 27 gebildeten Randzacken vermieden ist. Die den einzelnen Merkmalen entsprechenden Löcher der beidseitig angeordneten Lochreihen 25, 26 sind in jeder Karte an der gleichen Stelle vorgesehen, so daß sie in den gleiche Lage aufweisenden Karteiblättern 4. durchlaufende Kanäle für die Aufnahme der Wählnadel 29 ergeben. Durch diese Wählnadel29 und die den einzelnen Merkmalen entsprechenden Kartenlöcher sind jene Kupplungsorgane gegeben, welche das fallweise Zusammenfassen und gemeinsame Auslesen und Ausheben von mit gleichen Auslesemerkmalen versehenen Karteiblättern ermöglichen, wie noch beschrieben wird. Um Tu erreichen, daß die in einem bestimmten, durch die hintereinander angeordneten Karteiblätter gebildeten Lochkanal eingeführte Wählnadel 29 bei ihrem seitlichen Ausschwenken tatsächlich nur jene Karteiblätter mitnimmt, in welchen das dem gesuchten Merkmal entsprechende Loch vorgesehen, also nicht durch den erwähnten Ausschnitt zerstört ist, müssen die auf den das bestimmte Merkmal nicht enthaltenden Karteiblättern vorgesehenen entsprechenden Ausschnitte derart geführt sein, daß die mit den anderen Karten ausschwenkende Wählnadel die Ausschnitte 27 ungehindert durchlaufen kann. Es müssen deshalb die Ausschnitte Begrenzungsbahnen aufweisen, welche durch um die Karteiachse 7 geschlagene Kreise gebildet sind, da bei der Auslese auch die Wählnadel einen solchen Kreis durchläuft. Wie schon erwähnt, erscheint aber darüber hinaus eine entsprechend abgerundete Ausbildung der Begrenzungskanten der Ausschnitte 27, insbesondere bei deren Übergang in die Kartenränder, vorteilhaft.
  • Außer den den einzelnen Auslesemerkmalen entsprechenden Kartenlöchern sind noch weitere, zweckmäßig durch Ösen o. dgl. eingefaßte Zusatzlöcher 30, 31 vorgesehen, die bei gleicher Lage der Karten 4 ein oder mehrere durchlaufende Kanäle bilden. Diese zusätzlichen Löcher sind an jeder Karte vorgesehen und dienen dazu, um den gesamten Ausleserest einer bestimmten Kartenauslese mit der Wählnadel29 zu erfassen und nach anderen Auslesemerkmalen weiter zu untersuchen. Die Zusatzlöcher 30, 31 sind an den beiden unteren Ecken io, ii der Karteiblätter -. angeordnet.
  • Um auch bei einer geringeren Anzahl von Karteiblättern einer Längsverschiebbarkeit derselben auf der Karteiachse 7 vorzubeugen und gegebenenfalls ein gegenseitiges Festklemmen der. Blätter zwischen den federnden Trägern 2, 3 zu erreichen, sind auf die Karteiachse aufsetzbare Füllkörper 32 vorgesehen, die als Distanzringe ausgebildet sind.
  • Der auf die einzelnen Karteiblätter aufgezeichnete Merkmaltext ist derart aufgetragen, daß die bezüglichen Schriftzeichen in der aus Fig. 3 ersichtlichen Lage des Karteiblattes verkehrt zu stehen kommen, da die Ablesung. des Textes bei einer Stellung des Karteiblattes stattfindet, welche gegen die dargestellte Lage um i8o° verdreht ist (vgl. das strichpunktiert eingetragene Karteiblatt 33 der Fig.i).
  • Die Handhabung der erfindungsgemäßen Wählkartei ist folgende: Nachdem von der Karteiachse 7 die vordere Flügelmutter 15 entfernt wurde, wird mit dem Aufreihen der Karteiblätter 4 begonnen. Zwecks völliger Besetzung der Karteiachse 7 werden im Bedarfsfalle einige der Distanzringe 32 eingesetzt. Die angefüllte Achse 7 wird nun in die Träger 2, 3 eingehängt und die vordere Flügelmutter 15 so lange an die Außenseite des Trägers 2 angedreht, bis alle Karteiblätter leicht aneinandergedrückt sind. Nun kann mit der Auswahl begonnen werden. Die pultförmigen Karteiblätterlager 2o, 21, die beim Einhängen der Karten zweckmäßig heräbgeklappt waren, werden in ihre angehobene Stellung gebracht, in welcher sie die Karteiblätter in genau ausgerichteter Lage halten, so daß sich die Lochreihen der einzelnen Karten durch alle Karten, in denen die Löcher nicht zerstört sind, fortsetzen.
  • Mittels der Wählnadel 2 j wird nunmehr die erste, ein bestimmtes Merkmal betreffende Auswahl vorgenommen, indem die Nadel 29 in jenen Lochkanal- eingeführt wird, der dem bestimmten Merkmal zugeordnet ist. Sodann wird das pultartige Kartenlager 21, welches auf derselben Seite liegt, an welcher sich das dem gesuchten Merkmal zugeordnete Kartenloch befindet, herabgeklappt und mittels der Wählnadel 29 alle Karteiblätter, welche das gewünschte Merkmal tragen, auf die andere Seite der Kartei geschwenkt, wo sie auf das zweite pultartige Kartenlager 2o zu liegen kommen. Sollen nun aus dieser ersten Auslese von Karten wieder jene herausgesucht werden, die ein zweites bestimmtes Merkmal aufweisen, das wieder durch ein entsprechendes Loch in den Karteiblättern vertreten ist, so ist die Wählnadel neuerlich in den entsprechenden Lochkanal einzuführen, worauf die mitgenommenen Karteiblätter wieder auf das auf der Ausgangsseite befindliche Ruhe-Brett 2i zu liegen kommen, welches inzwischen wieder aufgeklappt wurde. Bei beabsichtigter Durchführung der soeben geschilderten zweiten Auslese kann sich ergeben, daß der Lochkanal, in den die Wählnadel 29 bei der zweiten Auswahl einzuführen ist, im Bereiche der auf dein Ruhebrett 2o aufliegenden Kartenkante ausmündet und daher durch den diesen Kartenteil abdeckenden Träger 2 nicht zugänglich ist. In einem solchen Falle ist die Wählnadel 29 gleich in dem Lochkanal, in dein sie bei der ersten Auswahl eingeführt wurde, zu belassen und die ganze erste Auslese auf das inzwischen wieder herabgeklappte erste Ruhebrett 21 zu lagern, wobei die Karten dann eine derartige Stellung einnehmen, daß der entsprechende zuerst unzugängliche Lochkanal nunmehr zugänglich geworden ist. Nunmehr kann auch in diesem Falle die zweite Auslese vollführt werden. Den Ausleserest läßt man dann durch Lüften des Ruhebrettes, auf welchem sich dieser befindet, in die lotrecht hängende Lage zurückkehren. Der Wählvorgang kann im Grenzfalle so lange wiederholt werden, als verschiedene Löcher in den Lochrändern vorgesehen sind. Es ist damit ermöglicht, von vornherein auf rein mechanische Weise eine äußerst weitgehende Auslese zu treffen, die sonst unbedingt zeitraubender wäre und nur von verschiedensten Fehlern gefährdet durchgeführt werden könnte. Auf einem Karteiblatt der gebräuchlichen DIN-Formate können leicht 6o Löcher angebracht werden, welche ebenso vielen Merkmalen des Karteninhalts entsprechen. Da jedes Loch als Vertreter eines bestimmten Merkmals mit jedem beliebigen anderen Merkmalvertreter kombiniert werden kann, so ergibt dies bereits i8oo mögliche Nlerkmalkombinationen.
  • Durch die Anbringttng der durchgehend auf allen Karteiblättern vorgesehenen zusätzlichen Löcher 3o, 3 i (Negativ-Tabs) wird die Zahl der möglichen Kombinationen, durch die hierdurch ermöglichte Berücksichtigung des Fehlens eines Merkmals bei der Auslese, sogar auf 3600 verdoppelt. Denn durch die .zl.nbringung der zusätzlichen Kartenlöcher 30, 3 1 ist es ermöglicht, eine Karte auch dann auszulesen, wenn sie ein durch ein Kartenloch vertretenes Merkmal nicht enthält. Mit Hilfe der beiden Nebativ-Tabs 30, 31, die, wie bereits erwähnt, zweckmäßig an den unteren Ecken io, ii der Karteiblätter angeordnet sind, ist es nämlich ermöglicht, den ilusleserest einer Auslese, also jene Karten, die das vorher gesuchte Merkreal nicht enthalten, mit der Wählnadel 29 zu erfassen und weiter auslesend zu behandeln, während die letzte.Auslese in den hängenden Grundrest der Karteiblätter fallen gelassen wird.
  • Diese Negativauslese kann beliebig oft wiederholt werden, d. h. so oft, als verschiedene Lochungen vorhanden sind. Der beliebig häufige Wechsel von Positiv- und Negativauslese macht dabei keine Schwierigkeiten.
  • Die zuletzt ausgelesenen, also bereits die gesamte gesuchte Merkmalkombination enthaltenden Karteiblätter werden schließlich mit der Wählnadel bis zur gegen die Ruhelage um i8o° verdrehten Senkrechtlage hinaufgeführt (vgl. die gestrichelt angedeutete Karte 33 in Fig. i). In dieser Stellung der fertig ausgewählten Karten wird dann die vordere Flügelschraube 1:,5 noch etwas stärker angezogen, so daß die Karteiblätter, die mit ihren Zungen 8 eingeklemmt sind, nunmehr frei stehen und ihre Beschriftung aufrecht zeigen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wahlkartei mit um eine Achse (Karteiachse) schwenkbaren Karteiblättern, welche am Blattrand an gleicher Stelle den einzelnen <'lusleseinerkmalen entsprechende Löcher besitzen, so daß mittels einer durch die Löcher hindurchgesteckten Wählnadel alle einem bestimmten Auslesemerkmal zugehörigen Karteiblätter gleichzeitig ausgeschwenkt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Karteiblätter (-#) auf der entsprechend hoch angeordneten Karteiachse (7) aufgehängt sind, so daß sie beim 'Verschweiiken nicht an den Karteiboden anstreifen.
  2. 2. Wahlkartei nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Karteiblätter aus ihrer lotrechten Hängelage nach beiden Seiten ausschwenkbar sind.
  3. 3. - Wahlkartei nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß, vorzugsweise auf jeder Seite der Kartei, ein in die Schwenkbahn der Karteiblätter einfügbares, zweckmäßig als pultartiges Ruhebrett ausgebildetes Lager (20, 21) zur Stützung der ausgeschwenkten Karteiblätter vorgesehen ist, welches vorzugsweise derart an die Grundplatte (i) der Kartei angelenkt ist, daß es gleichzeitig als Halteorgan für die Karteiblätter in denen lotrechter Hängelage dient.
  4. 4. Wahlkartei nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Karteiblätterlager (2o, 21) durch zweckmäßig federnd ausgebildete Haltemittel (22, 23, z4) in ihrer in die Schwenkbahn der Karteiblätter ragenden Stellung geh-alten werden.
  5. 5. Wahlkartei nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die pultartigen Ruhebretter (2o, 21) als Handhaben für den Transport der Wahlkartei ausgebildet sind.
  6. 6. Wahlkartei nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die Karteiblätter in der Normallage verkehrt .beschriftet sind, derart, daß die Schrift erst in der ausgeschwenkten Gebrauchslage leserichtig steht, dadurch gekennzeichnet, daß Klemmittel vorgesehen sind, um die um ungefähr i8o° in die Ablesestelle verschwenkten Blätter in dieser Stellung frei stehend zu halten.
  7. 7. Wahlkartei nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Karteiachse (7) in auf der Grundplatte (i) angeordneten federnden Trägern (2, 3) eingesetzt oder einsetzbar ist, zwischen welchen die Karteiblätter (4) angeordnet und fallweise gegenseitig festklemmbar sind.
  8. 8. Wahlkartei nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Karteiachse (7) mit aufgeschraubten, an den federnden Trägern (2, 3) anliegenden Klemmuttern (15) versehen ist, um ein fallweises Festklemmen der Karteiblätter zwischen den Trägern zu ermöglichen.
  9. 9. Wahlkartei nach Anspruch 7 oder 8; gekennzeichnet durch auf die Karteiachse aufsetzbare Füllkörper (32), zu dem Zweck, das Aneinanderreihen und fallweise Festklemmen einer verminderten Anzahl von Karteiblättern zwischen den Trägern (2, 3) zu ermöglichen. io. Karteiblätter für eine Wahlkartei nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Blatt in seinem untersten Teil, der zweckmäßig als Zunge (8) ausgebildet ist, in der Mitte ein zum Aufhängen des Blattes auf der Karteiachse bestimmtes, zweckmäßig geöltes Loch (g) besitzt. i i. Karteiblätter nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Karteiblatt (4) außer den Löchern (25, 26), die den einzelnen Auslesemerkmalen entsprechen, noch ein oder mehrere, zweckmäßig durch Ösen o. dgl. verstärkte, vorzugsweise an den oberen Blattecken (io, i i) angeordnete Zusatzlöcher (Negativ-Tabs 30, 31) vorgesehen sind, welche in den aneinandergereihten Blättern ein oder mehrere durchlaufende Zusatzkanäle bilden und dazu dienen, den gesamten Ausleserest einer Karteiblätterauslese mit der Wählnadel zu erfassen und zu verschwenken, um ihn nach weiteren Auslesemerkmalen zu untersuchen.
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