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Flache Kulierwirkmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine flache
Kulierwirkmaschine, welche mit eIner einzigen Mustervorrichtung versehen ist, deren
Muster auf die Deckvorrichtung jeder Fontur auf mechanische Weise fehlerlos zu übertragen
ist.
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Auf flachen Kulierwirkmaschinen werden gewöhnlich für die verschiedenen
Deck-vorgänge, mit denen man einer Ware ihre Ge-
stalt und Musterung verleiht,
mehrere Vorrichtungen (Deckmaschine, Kantenrechen, Mustertrommeln für jede Arbeitsstelle
usw.) vorgesehen. Die Nachteile sind die- folgenden: großer Raumbedarf, schweres
-Gewicht der Deckmaschine, umständliche Bauart der Maschine, Zeitverhiste zum Einstellen
der einen oder der anderen Vorrichtung in die Arbeitslage, zur Änderung der Verteilung
der Decknadeln usw.
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Man hat zur Vermeidung dieser Nachteile bereits vorgeschlagen, für
all diese Deckvorgange einen alleinigen Decker anzuwenden, der sich über die ganze
Länge der Fontur erstreckt und dessen Decknadeln in den richtigen Augenblicken durch
eine einzige jacquardvorrichtung und durch den verschiedenen Decknadeln entsprechende
Elektromagnete in die Arbeitslage gebracht werden.
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Gemäß der Erfindung soll das gleiche Ziel erreicht werden, jedoch
auf rein mechanische Weise unter Vermeidung von Elektromagneten. Zu diesem Zweck
wird gemäß der Erfindung folgende Anordnung getroffen. Über der 'Mustervorrichtung
sind Tasten in gleicher Anzahl wie die Nadeln einer jeden Fontur in n-parallelen
Schichten angeordnet, wobei jede
Decknadel einer jeden Fontur jeweils einer
einzigen bestimmten Taste und auch einer bestimmten Teilungsnut der jacquardtrommel
entspricht, derart, daß, wenn ein in dieser Teilungsnut der Jacquardtrommel befindlicher
Steuerknopf nach einer Teildrehung der Trommel die entsprechende Taste trifft, diese
Taste gehoben wird und deren oberes im Bereich der Bewegung eines verschiebbaren
Getriebes befindliches Ende vorspringt. Dieses verschiebbare Getriebe, das mit der
Maschine selbst gleiche Länge hat, trägt eine Gruppe von Fühlern, von denen jeder
durch einen Stahldrahi mit einer der Fonturenzahl gleichenAnzahl von jeweilsgegenüber
jederFontur angeordneten Auslösefedern verbunden
ist, wobei diese
Fühler durch eine am Ende eines jeden Stahldrahtes vorgesehene Feder beständig in
die Ruhelage gezogen werden. Dieses Getriebe wird ferner beim Niedergehen der Decker
längs der Maschine um eine Strecke verschoben, die der Breite einer Fontur gleich
ist, derart, daß, wenn ein Fühler dabei das obere vorspringende Ende einer Taste
trifft, dieser Fühler trotz des Widerstandes der entsprechenden Feder kippt und
auf alle mit ihm verbundenen Auslösefedern einwirkt, welche Steuerhebel und Steuerfinger
für die Decknadeln in die Lage bringen, die der Arbeitslage der Decknadeln entspricht,
worauf die Feder den Fühler und die mit ihm verbundenen Auslösefedern in die Ruhelage
vurückbringt, sobald der Fühler bei der weitergehenden Verschiebung des Getriebes
über die vorspringende Taste der jacquardvorrichtung hinweggegangen ist.
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E s ist zwar bereits eine rein mechanische Lösung der erwähnten
Aufgabe bekannt, wobei ebenfalls von einer einzigen Mustervorrichtung aus die Decknadeln
sämtlicher Fonturen beliebig eingestellt werden können.
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Eine solche Vorrichtung unterscheidet sich aber wesentlich von derjenigen
gemäß der Erfindung. jede Decknadel muß nämlich durch je eine Schnur in die
Arbeitslage gebracht werden, deren Bewegung durch die Jacquard"karte 'gesteuert
wird,so daß,wenn man wie mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung eine beliebige
Decknadel einer Arbeitsstelle in die Arbeitslage bringen will, ebenso viele Schnüre
vorgesehen -,verden müssen, als Stuhlnadeln vorhanden sind. Eine solche Anordnung
ist aber umfangreich, von umständlicher Bauart und somit auch kostspielig, und die
große Zahl der Schnüre erschwert den Aufbau und die Bedienung der Vorrichtung. Es
besteht ferner die Gefahr eines schlechten Arbeitens infolge einer schlecht geregelten
Spannung oder des Reißens gewisser Schnüre infolge des Verschleißes. Bei der Vorrichtung
gemäß der Erfindung sind dagegen als Übertragungsmittel nur sehr wenige kräftige
Stahlbänder vorgesehen. Diese Vorrichtung ist deshalb von einfacherer Bauart, weniger
umfan-reich und betriebssicherer.
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Für Jacquardflachstrickmaschinen wurden andererseits bereits Vorrichtungen
vorigeschlagen, wobei die Jacquardkarte auf die Stuhlnadeln mit Hilfe von Schubblechen
oder Schienen einwirkt, von denen jede mit einem Anschlag versehen ist, der jeweils
eine Stuhlnadel betätigt. Diese Vorrichtungen unterscheiden sich ebenfalls wesentlich
von der Vorrichtung gemäß der Erfindung. Die Schubbleche oder Schienen verschieben
sich nur genau um das erforderliche Maß, um auf die Stuhlnadeln einzuwirken, und
sie können jeweils nur auf diejenigen Nadeln einwirken, die den auf den Schienen
befiridlichen Anschlägen entsprechen. Die Wahl des Musters ist somit durch die Zahl
der Schienen begrenzt, die auf der Maschine vorgesehen -,verden können, und deshalb
können inii jener #7orrichtung auch nur wenig verschiedene Muster erzeugt werden.
Wollte man mit einer solchen Vorrichtung alle bei der Strumpfherstellung erforderlichen
Deckvorgänge ausfüh-Z, 2n ren, wie Minderungen, Durchbruchkante, Petinetzwickel,
so müßte man derart zahlreiche Schubbleche oder Schienen vorsehen, daß die Vorrichtung
wegen der umständlichen Bauart, des Raumbedarfs, des Herstellungspreises und der
Schwierigkeiten des Unterhaltes und der Bedienung praktisch nicht ausführbar wäre.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung sichert die genaue Wiedergabe
des Deckmusters, wie groß auch die Anazahl der Knöpfe sein mag, die sich auf einer
Mantellinie der Trommel befinden. Wäre nämlich diese Anzahl sehr groß, und wären
demgemäß die Knöpfe einander sehr nahe gerückt, so wäre im Fall eines einzigen Fühlers
und eines einzigen Auslösers für jede Fontur zu befürchten, daß bei einer wesentlichen
Arbeitsgeschwindigke ' it der Maschine und nach dem Bestei gen des Vorsprunges
einer Taste (der dein Einstellen in die Arbeitslage einer Decknadel entspricht),
der Fühler nicht mehr zur rechten Zeit absteigen kann, bevor er auf die nächste,
zu nahe liegendevorspringendeTaste steigt. Es würde sich daraus für jede
Taste ergeben, daß die dieser Taste entsprechende Decknadel nicht in die Arbeitslage
gebracht würde, die aber doch in diese Lage hätte gebracht werden müssen. Man könnte
diesem Übelstand nur dadurch abhelfen, daß man kräftige Rückzugsfedern vorsehen
würde, die das Übertragungsgetriebe überwinden müßte, oder die die Geschwindigkeit
der Übertragung des Musters von der Trommel el auf die verschiedenen Fonturen und
demgemäß auch die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine verhindern würden.
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Die Erfindung betrifft übrigens nicht nur die Deckvorgänge auf Cottonwirkniaschinen.
Ganz allgemein kann sie dort Anwendung finden, wo es notwendig ist, bei einer Anzahl
gleicher Gruppen von Teilen gleicher Aufgabe versehenen Flachwirkmaschine in einem
gleichen Augenblick in allen Gruppen die gleiche Kombination der Lage der Bestandteile
zu erzielen, wobei die Kombinationen in gewünschter Weise einander folgen und geändert
werden können.
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Es kommen hier in Betracht insbesondere flach - e Kulierwirkmaschinen
für Umlegeplattier- bzw. Stickereimuster, bei denen gewöhnlich
mehrere
Jacquardvorrichtungen vorgesehen sind, von denen jede aus praktischen Gründen nur
eine geringe Anzahl Fonturen bedienen kann. Auch bei derartigen Maschinen gestattet
die Erfindung nur ein solches Übertragungsgetriebe vorzusehen, um alle Umlege- bzw.
Stickfadenführer aller Fonturen zu -steuern.
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Ein Atisführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist auf
der Zeichnung dargestellt: Fig> i ist ein Schnitt durch die Deckvorrichtung einer
Fontur (beweglicher Teil: Decker und die Teile 'zur unmittelbaren Steuerung der
Decknadeln; ortsfester Teil: sche-iiigende Klinge und Wählerfinger, die durch das
Verbindungsgetriebe betätigt werden).
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Fig.:2 ist ein Schnitt durch die Steuervorrichtung (z. B. Trommel)
einschließlich der Tasten, die auf das Verbindungsgetriebe einwirken.
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Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine Lochplatte.
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Fig. 4 ist eine schematische Darstellung des Verbindungsgetriebes
zwischen der Steuervorrichtung (Trommel) und dem feststehenden Teil derDeckvorrichtungen
einer jeden Fontur.
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Die Fig. 5, 6, 7 und 7 a zeigen eine andere Ausführung
der verschiedenen Teile der Vorrichtung.- die Fig. 7 und 7 a sind
zwei Teile einer gleichen Ansicht, wobei der StrichX-X der Fig. 7 sich in
Wirklichkeit auf der linken Seite des Striches Y-Y der Fig. 7 a befinden
muß.
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Die Fig. 8 bis i-- sind Ansichten der in Fig. i dargestellten
Vorrichtung, die auf die Hauptbestandteile in den verschiedenen Stufen des Deckvorganges
beschränkt sind.
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Auf jeder Fontur umfaßt die Vorrichtung gemäß der Erfindung einen
beweglichen und einen feststehenden Teil, was an sich bekannt ist.
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Der bewegliche Teil besteht aus den Dekkern 1-2; ergehört nicht zu
dieser Erfindung. Die Decker 1-:2 befinden sich auf dem Rohr 3, das fest
an den Armen 4 sitzt, welche auf der Welle 5 festgekeilt sind.
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Auf der Achse 6, die fest an den Deckern sitzt" sind Hebel
ai a, gelenkig gelagert, von denen ein - jeder einer Decknadel pl.-p,
entspricht. Der untere Teil dieser Hebel al-a2 steht in Berührung mit den Decknadeln
Pl.-P2, und der obere Teil befindet sich in Berührung mit dem unteren Ende
7 der Kipphebel b,-b" die gelenkig auf der Achse 8 sitzen. Zwischenstücke
9, die auf dem Decker befestigt sind, sichern die seitliche Führung der Hebel
a und der Kipphebel b.-Der- gegenüber einer' jeden Fontur fests ehende Teil besteht
aus einem Längsträger io (Fig. i und 2), der fest auf dem Maschinengestell sitzt
und auf dem so viele Körper ii befestigt sind (Fig. i) als Gruppen benachbarter
Decker 1-2 (Fig. 5), d. h. als Fonturen vorhanden sind.
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Die Körper i i tragen Querstücke 12 (Fig. i), auf denen in zwei Löchern
zwei Stifte 13 und 14 (Fig. i und 8) sitzen. Am Stift 13 greifen gelenkig
Finger d an, wie z. B. d, d, Am Stift 14 greifen gelenkig Hebel
e an, wie z. B. el, e,; die Arme dieser Hebel, die mit den Fingern
d in Berührung stehen, sind sich alle genau gleich; die anderen Arme besitzen
je
einen Ansatzf, der entsprechend der Reihe der Hebel ei, e, (und
e3, e4, die in Fig. i durch e2 verdeckt sind) eine der vier Lagen
f, f2, f,
f, einnehmen kann.
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Numeriert man die Hebel e und deren Ansätze f von einem Ende
der Fontur ausgehend (ei, e2, e.,C4 USW. für die Hebel), so werden
die Ansätzefl,f5. . . f(1 + 4") der Hebel ei, e.5 ...
(angenommen
alle diese Hebel befänden sich in der der Arbeitslage der Decknadeln entsprechen-den
Lage (Fig. i und 8) oder der der Ruhelage dieser Decknadeln entsprechenden
Lage) sich in der Fig. i und in der Fig. 8 decken; in gleicher Weise werden
die Ansätze f, fl . . . f(2 + 4"), die Ansätze f3,
f7
. . . f(3 + 4n) und die Ansätze f4, f, . - f(4:+ 4") der
Hebel mit gleichen Kennzeichen sich ur4er gleichen Verhältnissen in Fig. i decken.
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Die Hebel e können durch Verschwenken um den Stift 14 in zwei Lagen
ei und e. gebracht werden (Fig. i und 8). Unter der Einwirkung von Federn
5 sind sie bestrebt, in die Lage e, zurückzukehren. Wenn sie sich in der
Lage e, befinden (Fig. 1, 9, 1 o, i i, 12), so halten sie die Finger
d in der Lage d2.
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Drückt man von oben nach unten hin auf den Ansatz f eines der
Hebel, so wird der entsprechende Finger d freigegeben und durch die Federn
16 in die Lage d, gebracht (Fig. i und 8). In der Lage d, greifen
die Finger d
mit ihrem unteren Ende in eine Kerbe der entsprechenden Kipphebel
b ein (Fig. i und 8),
wogegen sie sich in der Lage d, nicht
mit den Kipphebeln in Berührung befinden (Fig. i und 1:2).
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Eine Achse 17, die -in Lagern des Maschinengestells ruht, trägt gegenüber
einer jeden Fontur eine Klinge L. Die Achse 17 kann uni sich selbst zwischen
zwei Grenz ' lagen schwingen, die den Lagen L, und - L, der Klinge
L entsprechen (Fig. i und 8) -. Die Aufgabe der Klinge L wird weiter unten
beschrieben.
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Auf dem Umfang einer einzigen Trommel 18, die sich um die Achse ig
(Fig. 2) drehen kann" sind Stäbe 2o befestigt, auf denen man in Nuten in bekannter
Weise Knöpfe 21 befestigen kann. Der Abstand zwischen den
Achsen
zweier benachbarter -.Nuten eines Stabes ist gleich dem Abstand zweier benachbarter
Nadeln einer Fotitur." Über der Trommel ist auf dem Maschinengestell ein Kasten
-7?, (Fig. 2) befestigt, der zwei Lochplatten23 trägt, in welchen Stifte (Tasten)
i-, r#, ., r, r4 (Fig. ?- und 3) geführt sind. Die Löcher dieser Platten
23, deren Anzahl gleich ist derjenigen der Nadeln einer Fontar, sind in vier
Schichten A, B, C, D
(Fig. 3) derart verteilt,
daß zwischen der Achse von r, und der Projektion der Achse von r. auf der Linie
A ein Abstand e besteht, der gieich ist demjenigen zwischen zwei benachbarten
Nadeln einer Fontur; das gleiche trifft für die Projektionen der Achsen von
r.
und rs, von r, und r, usw. zu.
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Es ergibt sich,daraus,daß der Abstand der Mitten zweier Löcher einer
gleichen Schicht (z. B. A) gleich ist viermal dem Abstand zwischen
zwei benachbarten Nadeln einer Fontur.
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Der untere Teil einer jeden Taste r ist flachgedrückt und läuft in
einen Haken aus (Fig. 2). Diese Haken greifen in die Haken von Hebeln ein, welche
die vier Formen sl, s.-, sq, s4, gemäß Fig. 2 haben und gelenkig auf einer
Achse 24 gelagert sind, seitlich durch die Ouerstücke:25 gehalten werden und durch
Fe(Tern 26 derart beeinflußt werden, daß sie sich gegen einen gemeinsamen
Anschlag 27 legen.
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Unter der Einwirkung einer nicht dargestellten Antriebsvorrichtung
bringt die Tronimel 18 nacheinanderfolgend die Stäbe 20 vor die unteren Ansätze
der Hebel sl, s., ss, s4.
Für jeden Stab wird jeder Hebel
s, unter dem ein Knopf 21 hinweggeht, angehoben und bewirkt dann selbst das
Hochgehen der entsprechenden Taste r, so daß die alleinige Reihe der Knöpfe eines
Stabes das Vorspringen in den vier Schichten A, B, C, D gewisser Tasten
r über der oberen gelochten Platte 23
bewirkt.
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Die Knöpfe 21 sind auf jeden Stab der Trommel 18 in der Weise verteilt,
wie die in die Arbeitslage zu bringenden Decknadeln auf denDeckern allerFonturen
für denDeckvorgang in einer Maschenreihe der Ware verteilt sein müssen.
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Eine Verbindungsvorrichtung gestattet es, die Anordnung der Knöpfe
21 eines Stabes, mit Hilfe der von diesen über die Lochplatte 23 gehobenen
Tasten r, zu übertragen, um dadurch bestimmte Decknadeln auf den Dek-1.:ern einer
jeden Fontur in die Arbeitslage zu bringen.
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Diese Verbindungsvorrichtung besteht aus einer Längsschiene
28, die im Längsträger io (Fig. i und :2) bei jedem Deckvorgang eine Längsverschiebung,
abwechselnd in dem einen und in dem anderen Sinne ', erfährt, deren Größe
gleich ist der Breite einer Fontur, und zwar geschieht dies durch die Einwirkung
eines Hebels 29 (Fig. 4), der durch die Dreh-, )ewegung der Exzenterwelie
der Maschin2 mit Hilfe eines nicht dargestellten Getriebes gesteuert (x wird.
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Auf dieser Längsschiene28 befinden sieh Gleitkörper, die durch feststehende
Führungen 30 geführt sind, und zwar: a) ein Gleitkörper 3 1 (Fig,
2, und 4) an einem Ende der Schiene:28, gegenüber den Tasten r, b) ein Gleitkörper
32 (Fig. 4) am anderen Ende der Schiene 28
c) zwischen diesen beiden
ein Gleitkörper 33 (Fig. i und 4), gegenüber einer jeden Fontur.
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Der Gleitkörper 31 trägt zwei Achsen 34 und 35 (Fig.
4). Auf der Achse 34 sitzen gelenkig vier Hebel ni" 111., 1113, 11t4, die
in ihrem oberen Teile jeweils eine Nut besitzen, durch welche jeweils Stahldrähte
lil, h, h3, h4 hindurchgeführt sind. Der untere Teil der Hebel in
stützt sich gegen das Ende der vier Hebel 1111111-, JZSI J141 die, gelenkig auf
der Achse 35 sitzen und die jeweils die Rollen o, o..
o2,
o. tragen.
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Der Gleitkörper 32 (Fig. 4) trägt eine Achse 36, auf
der gelenkig vier Hebel ql, qqll q4 sitzen, die in ihrer oberen Nut die Stahldrähte
hl, It, lis, h4 aufnehmen und von denen jeder getr#mit von einer Feder37 zurückgeführt
wird.
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jeder der Gleitkörper 33 (Fig. i und 4) trägt eine Achse
38, auf welcher vier Hebel g, - , g3, g4 lose
sitzen, durch deren obere d :b2 le Stahldrähtehl, li., h3, h4 hindurchgehen
und deren unterer Ansatz gegebenenfalls ein Ende der Auslösefedern kl,
k2, k3, k4
verdrängt, die ihnen jeweils entsprechen. Das andere
Ende der Auslösefedern k wird in einem Körper 39 festgehalten, der
fest an dem Gleitkörper 33 sitzt.
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Die vorstehend durch Buchstaben bezeichneten Teile befinden sich in
einer gleichen Längsebene, soweit sie ein gleiches Kennzeichen besitzen (jeweils
1-2-3-,4), und zwar: die Hebelin, it und die Rollen o, die Hebel g,
'q und die Federn k, und ein gleicher Stahldraht It geht durch die Nuten
der Hebel in, g und q, soweit deren Kennzeichen die gleichen sind.
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Gegen Büchsen 40, 44 4:2 (Fig. 4), die fest auf den Stahldrähten It"
h., ha, h4 sitzen, stützen sich, wie dies die h9. 4 zeigt, die Hebel
in, g und q.
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Bei einer Verschiebung der Schiene 28 und der Gesamtheit der
Gleitkörper stoßen die Rollen o, o, 0., 04 jeweils und nacheinander
gegen die oberen Enden nur derjenigen Tasten
r der Schichten 2
(für ol), B (für 02), G (für os) und D (für o4), die
von den Knöpfen 21 eines Stabes 2o angehoben werden (Fig.:z und 4).
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Die gegenseitige Lage der Gleitkörper 31
und 33 ist derart
gewählt, daß, wenn sich die Mitte der Rolle ol auf der Verlängerung der Achse der
Taste rj. befindet, der am tiefsten liegende Teil der Feder k, sich gerade
über dem Ansatz f, des Hebels el (Fig. i) befindet, und zwar für alle Fonturen.
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Wenn z. B. (Fig. 4) die Rolle ol gegen die Taste ri stößt, die von
einem Knopf angehoben gedacht ist, so wird sie selbst angehoben und wirkt auf den
Hebelin:, ein, der mit Hilfe der Büchse 4o den Stahldrahth, in Richtung des Pfeiles
F -zieht; die Büchse 41 verschwenkt dann den Hebel g, der das Ende der Feder
k, niederdrückt. Die Feder ki wirkt auf den Ansatz f:, des Hebels el. ein
(Fig. i), und der entsprechende Finger d geht in die Lage d, über.
Zugleich wird durch die Büchse 42 mit Hilfe des Hebels q, die Feder 37 gespannt.
Wenn die Rolle o, die Taste ri überschritten hat, fällt sie wieder herab, und die
Feder 37 bringt dann das Ganze in entgegengesetzter Richtung zurück, bis
der Schweif des Hebels ni durch den Anschlag 43 aufgehalten wird; die freigegebene
Feder ki geht wieder hoch und drückt sich gegen die Büchse des Hebels
g,
Die oben beschriebenen Bewegungen wiederholen sich für die Rolle o:t jedesmal,
wenn sie in der Schicht A, die ihr entspricht, gegen eine angehobene Taste
r., stößt (z. B. rl, dann r, in Fig. 4). Das gleiche ist der Fall für die Rollen
o, 01, 04 in den Tastenschichten B, C, D, die ihnen
jeweils entsprechen (Fig- 3).
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Durch die nacheinanderfolgenden Verschiebungen, die gleich sind dem
Abstand oc zweier benachbarter Fonturnadeln, können die Rollen o, 0-, 031
04 jeweils nacheinanderfolgend auf r, r., r., r4 treffen und mit Hilfe der
Hebel e und der Finger d auf 'vier benachbarte Decknadeln aller Decker 1-2,
einwirken. Eine gleiche Rolle, z. B. ol, muß.sich wenigstens von r, nach r5 bewegen,
um zwei benachbarte gehobene Tasten der SehichtA zu treffen; sie bringt somit auf
den Deckern 1-:2 nur Decknadeln in die Arbeitslage, die wenigstens um vier Nadelabstände
voneinander entfernt sind (4 n 2 oder It X 4 2).
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Die Vorrichtung arbeitet in der nachfolgend beschriebenen Weise, wobei
als Beispiel von den folgenden Anfangsverhältnissen ausgegangen wird: a) Die Decker
1-:2 befinden sich in der oberen Lage, diejenige gemäß Fig. i; b) gewisse
Decknadeln dieser Decker sind bereits in die Arbeitslage gebracht worden; c) die
Decker sind im Begriff niederzugehen, um die Decknadeln für einen Deckvorgang zu
benutzen.
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Sobald die Decker 1, 2 beginnen niederzugehen, dreht sich die durch
eine nicht beschriebene Vorrichtung betätigte Welle 17
(Fig. i und
8) in solcher Weise, daß die Klinge L (Fig. 8) in die Lage Li (Fig.
9)
übergeht. Die obere Kante der Klinge drückt gegen die Finger
d und nötigt sie, in die Lage d, (Fig. i und 9) überzugehen.
Unter der Einwirkung der Federn 15 nehmen dann alle Hebel e die Lage e. ein und
halten die Finger d in der in den Fig. i und 9 angedendeten Weise
fest. Die Klinge L geht dann wieder in die Lage gemäß den Fig. i und io über.
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Während dieser Zeit hat sich die Trommel 18 gedreht und hat dem Hebels,
(Fig.:2) einen neuen Stab 2o mit neu verteilten Knöpfen -,i angeboten. Gewisse Tasten
r werden durch diese Knöpfe angehoben. Sofort verschiebt sich die Schiene 28, und
mit ihr verschieben sich auch dieGleitkörper 31, 33 und 32, die auf
dieser Schiene festsitzen, und zwar erfolgt die Verschiebung z. B. in Richtung des
Pfeiles F (Fig. 4).
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Die Rollen o, o, os, 04 treffen - vorübergehend jeweils
in den Schichten A, B, C, D
die Enden der angehobenen
Tasten r; die Federn k, k, k, k, betätigen beim Vorbeigehen in der
oben beschriebenen Weise die Ans-ätze f
der Hebel e, die den angehobenen Tasten
r entsprechen, und die entsprechenden Finger d
gehen in die Lage d, über (Fig.
i und 8) oder behalten die rage d2 bei (Fig. i und i:z).
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Die Verschiebung der Schiene:28 hört dann auf, wenn die Rollen o die
letzte Taste r etwas überschritten haben. Die Anordnung der Finger d auf
jeder Fontur gibt dann das Muster wieder, das mit Hilfe der Knöpfe 2 1 auf den-i.Trommelstab
vorbereitet wurde.
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Im Verlauf dieser Vorgänge sind die Dekker 1-2 niedergegangen, haben
die Maschen von den Fonturnadeln abgenommen und sind wieder etwas hochgegangen,
wie auf den üb-
lichen Maschinen. Die Decker 1, 2 nehmen die gewählte Lage
für das Übertragen der Maschen ein, gehen erneut nieddr, tragen die Maschen über
und gehen dann wieder hoch, während deren nicht dargestelltes Steuergetriebe in
die Lage gebracht wird, die sich für die Maschenabnahme beim nächsten Deckvorgang
eignen wird (Mindern, Erweitern, Petinetzwickel usw.).
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Zu Beginn des Hochgehens der Decker 1-2 hat die Klinge L die Lage
L. durch Drehung der Achse 17 eingenommen (Fig. i i). Die Enden, z.
B. 52 der Kipphebel b, treffen gegen die untere Kante der Klinge L,
die sie in die Lage b, zurückbringt (Ruhelage der
Decktiadeln),
und sofort, durch eine Drehbewegung der Achse 17, geht die Klinge t> ZD von
L, nach L über und hört auf, auf die Enden 52 der Kipphebel
b einzuwirken (Fig. 12).
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Die Decker 1-2 gehen weiter hoch; das Ende der Finger d, die
sich in der Lage d,
befinden, "greift in die Kerben der entsprecheiden Kipphebel
b. ein. Diese Kipphebel schwingen um die Achse 8 und verschwenken
die Hebel s, welche die Deck-nadeln in die Arbeitslage bringen.
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Die Decker sind dann für den nächsten Deckvorgang vorbereitet.
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Beim nächsten Vorgang werden sich die Gleitkörper in Richtung des
Pfeiles F verschieben, jedoch ist die Richtung dieser Verschiebung natürlich ohne
Einwirkung auf die Übereinstimmung der angehobenen Tasten r und der Finger
d, die in die Lage d, gebracht sind.
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Bei der vorbeschriebenen Ausführung wurde vorausgesetzt, daß die Verteilung
der Knöpfe .21 eines gleichen Stabes der Trommel auf jeden Decker mit Hilfe von
vier Tastenschichten r übertragen wurde. Es versteht sich von selbst,
d ' aß diese Zahl nur als Beispiel gewählt wurde und in ganz beliebiger Weise
geändert werden kann.
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Weiter oben wurde auch der Vorteil erwähnt, den die Mehrheit der Tastenschichten
bietet, und der darin besteht, daß die Kräfte vermindert werden, die auf die Stahldrähte
lt und auf die Teile der dazu gehörigen Verbindungsvorrichtung einwirken, -wodurch
auch eine Verminderung der Gesch#vindigkeit der # erschiebung dieser Getriebe,
also der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine, vermieden wird.
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Man kann diese Vorteile noch durch Anwendung einer anderen Ausführung
erhöhen, die durch äie Fig. 7 und 7a dargestellt ist, bei welcher die Tasten
r, die auch hier in vier Schichten A, B, C, D verteilt
sind, in Z Gruppen, beispielsweise im vorliegenden Falle in zwei Gruppen
EI (rechts) und E. (links) geteilt sind. Der Gleitkörper
53, der hier den Gleitkörper 31 der vorstehenden Beschreibung ersetzt, trägt
zwei GruppenF und G
von vier Hebeln mit Rollen n. Die Gruppe F arbeitet in
den vier Schichten des Teiles EI,
die Gruppe G in den vier Schichten
des Teiles E.. Der Hub der Gleitkörper wird dadurcfi auf i/Z, im gegenwärtigen
Beispiel um die Hälfte, verkleinert im Vergleich zu dein oben beschriebenen Beispiel.
jeder Fontur, anstatt des alleinigen Gleitkörpers 33 des obigen Beispiels,
entsprechen jetzt zwei Gleitkörper 54 und 55, welche die Federn H und
J
tragen, von denen die eine, H, auf die Teile f,
e, d
einwirkt, die einer Hälfte 2, des Dekkers 1-2 entsprechen und durch die Hebelz,
gruppe F t) gesteuert wird; die Feder J gehört zur anderen Hälfte, i, des Deckers
1-2 und wird durch die Hebelgruppe G gesteuert.
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el Z>
Die -Hebel in der Gruppe G (Fig. 6) und
die Hebel g der Gruppe J (Fig. 5) haben ihre oberen -Nuten
gegeneinander versetzt, und durch die Abstände zwischen zwei benachbarten Hebeln,
nt oder g, gehen die Stahldrähte h durch, welche die Gruppen F und H miteinander
verbinden. Die Hebel in der Gruppe F und die Hebel ig der Gruppe H sind zueinander
symmetrisch, bezüglich der verel setzten Lage ihrer oberen Nut.