DE720588C - Herstellung von Rostschutzpigmenten aus bei der Reinigung von Hochofengichtgas anfallenden Filterstauben - Google Patents

Herstellung von Rostschutzpigmenten aus bei der Reinigung von Hochofengichtgas anfallenden Filterstauben

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Publication number
DE720588C
DE720588C DER105440D DER0105440D DE720588C DE 720588 C DE720588 C DE 720588C DE R105440 D DER105440 D DE R105440D DE R0105440 D DER0105440 D DE R0105440D DE 720588 C DE720588 C DE 720588C
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DE
Germany
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blast furnace
filter dust
dust
top gas
furnace top
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Expired
Application number
DER105440D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Heinrich Pieper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrstahl AG
Original Assignee
Ruhrstahl AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE720588C publication Critical patent/DE720588C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/22Compounds of iron

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Herstellung von Rostschutzpigmenten aus bei der Reinigung von Hochofengichtgas anfallenden Filterstauben Es ist schon vorgeschlagen worden, Gicht= staub sowie eisenoxydhaltige Ofenstaube als Farbkörper zu verwenden. Auch Verfahren zur besonderen Behandlung des anfallenden Lichtstaubes, um diesen für die Verwendung als Farbpigment besonders geeignet zu machen, sind schon angegeben worden. Diese Verfahren bestanden im wesentlichen darin, unerwünschte Bestandteile des Staubes bei oder nach einem Vermahlen zu entfernen. Durch diese Verfahren sollte aber bisher nicht versucht werden, die Eigenschaften und die Zusammensetzung industrieller Ofenstaube schon bei der Entstehung irgendwie zu beeinflussen. Diese ohne Einflußnahme auf die Ofenstaubbildung zu gewinnenden Staubfarben sind daher uneinheitlich in ihrer Zusammensetzung, von geringer Güte und für hochwertige Anstriche, insbesondere Rostschutzanstriche, meist ungeeignet.
  • Die beim Hochofenbetrieb vom Lichtgas mitgerissenen Staube verdanken ihr entstehen hauptsächlich zwei verschiedenen Vorgängen. Einerseits handelt es sich um ein mechanisches Mitreißen feinster Staubteilchen aus der HochofenbeschIckung, andererseits verdampfen bei den Hochofentemperaturen flüchtige Beschickungsbestandteile, die sich bei niedrigerem Temperaturen, als g während der anschließenden Gasreinigung, wieder verdichten. Durch diesen letzten Verflüchtigungs- und K:)ndensati:)nsvorgang entstehen äußerst feinkörnige Staube, in denen die in einigen Hochofenerzen enthaltenen, verhältnismäßig leicht flüchtigen Bestandteile Zink und Blei angereichert sind.
  • Die heute üblichen zwischengeschalteten Wirblerreiniger in der Hochofengasreinigungsanlage fördern die Trennung der feinsten, hochwertigen, zink- und bleihaltigen Staube von den minderwertigen, gröberen. Durch eine Aufbereitung des anfallenden Gutes durch - Windsichtung, Flgtation @. dgl. lassen sich ebenfalls die feinsten Staubteilchen abtrennen und nutzbar machen. Diese feinsten Filterstaube bestehen größtenteils aus Oxyden und zum Teil aus Metallpartikelchen. Ein Staub mittlerer Güte enthält etwa:
    5i 02 Fe., O ; MnO Ca o llg 0 A1., 0.; Pb 0 Zn 0
    8,87°!0 -'.3,7a.° 2,230,0 8,77°.0 3,81 "#'u 3,250,o 3#04°,o '7,920"
    Erfindungsgemäß kann nun durch geeignete Möllerung, d. h. durch besondere zinkhaltige und bleihaltige Zuschläge, der Zn 0-Gehalt bis über 4o%. der Pb 0-Gehalt bis über io0;'o gesteigert werden.
  • Die Entstehung dieser Staube ist der bei der Zinkpigmentgewinnung nach dem Verblaseverfahren ähnlich. Der zink- und bleihaltige Staub besitzt daher die physikalischen Oberflächen- und die chemischen Stoffeigenschaften, die ihn zur Pigmentverwendung geeignet machen.
  • Nach Verlassen der Filteranlage oxydieren die in feinster Verteilung vorhandenen metallischen Bestandteile an der Luft so stark, daß das Gut unter Umständen ztl glühen anfängt. Diese pyroph.ore Neigung ist aber nach der selbsttätigen Oxydation vollkommen beseitigt, und das Gut ist in dieseln Zustande schon als Pigment verwendbar.
  • Durch geeignete Behandlung kann diese Eigenschaft natürlich noch verbessert werden. So können durch Kochen mit Wasser geringe wasserlösliche Bestandteile beseitigt und die Pigmenteigenschaften verbessert werden. Wird diese Wasserbehandlung bei höheren Temperaturen unter Druck im Aut.oklaven vorgenommen, so wird neben der Beseitigung löslicher Bestandteile eine zusätzliche Verbesserung der Pigmenteigenschaften erreicht.
  • Zur Erzielung weitestgehender Oxydation der einzelnen Staubbestandteile und zwecks Beseitigung etwa vorhandenen Koksoder Graphitgehaltes kann der Staub vor oder nach der Wasserbehandlung einer Glühbehandlung unter Luft- z)der Wasserdampfzufuhr unterworfen werden.
  • Schon ohne und erst recht nach vergütender Weiterbehandlung ist dieses durch geeignete Hochofenmöllerung zink- und bleihaltige Staubgut in hervorragendem Maße als Farbpigment zu verwenden. Es eignet sich als Farbkörper für Zement, Sp.achtelmasse,Gummi. Lacke, Ersatzlacke, öle usw.
  • Insbesondere als ölfarbanstrich verwendet, besitzt es dank seines hohen Zink-, Blei- und Eisenoxvdgehaltes starke rostschützende Eigenschaften. Der meist um 5% schwankende Manganoxydgehalt wirkt infolge Sikkativbildung trockenbeschleunigend.
  • Es sind .also die durch geeignete Hochofenbeschickung erreichten hohen Gehalte an Zink-, Blei- und Manganoxyd, die dem Filterstaub wertvolle filmbildende, rostschützende und tr:)clkenbescbleunigende Pigmenteigenschaften verleihen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Rostschutzpigmenten aus bei der Reinigung von Hochofengichtgas anfallenden Filterstauben, dadurch gekennzeichnet, daß zum üblichen Hochofenmöller zinkhaltige und bleihaltige Zuschläge gegeben und die feinsten Anteile des Filterstaubes mit Wasser behandelt und getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die feinsten Anteile des Filterstaubes mit Wasser bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck behandelt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß die feinsten Anteile des Filterstaubes vor oder nach der Wasserbehandlung geglüht werden unter Zufuhr von Luft oder Wasserdampf.
DER105440D 1939-06-17 1939-06-17 Herstellung von Rostschutzpigmenten aus bei der Reinigung von Hochofengichtgas anfallenden Filterstauben Expired DE720588C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2353620A1 (fr) * 1976-06-05 1977-12-30 Bayer Ag Pigment anti-corrosion a base d'oxyde de fer, sa preparation et son utilisation pour la preparation des vernis et laques

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2353620A1 (fr) * 1976-06-05 1977-12-30 Bayer Ag Pigment anti-corrosion a base d'oxyde de fer, sa preparation et son utilisation pour la preparation des vernis et laques

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