DE738056C - Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke - Google Patents

Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke

Info

Publication number
DE738056C
DE738056C DEK158863D DEK0158863D DE738056C DE 738056 C DE738056 C DE 738056C DE K158863 D DEK158863 D DE K158863D DE K0158863 D DEK0158863 D DE K0158863D DE 738056 C DE738056 C DE 738056C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soda ash
soda
slag
recovery
leached
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK158863D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz Hagedorn
Dr Phil Kurt Moehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Krupp Stahl AG
Original Assignee
Krupp Stahl AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krupp Stahl AG filed Critical Krupp Stahl AG
Priority to DEK158863D priority Critical patent/DE738056C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE738056C publication Critical patent/DE738056C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/008Composition or distribution of the charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zür Verwertung von Sodaschlacke Bei der Entschwefelung von Roheisen mittels Soda entfallen, große Mengen von Schlacke, sogenannte Sodaschlacke, die größtenteils nicht mehr verwendet werden, sondern auf die Halden wandern, da ihrer Verwendung, z. B. als Bestandteil des Hochofenmöllers, vor allem der hohe Alkaligehalt sowie der hohe Schwefelgehalt entgegensteht. Die in der Sodaschlacke enthaltenen Alkalien und anderen wertvollen Stoffe, z. B. Mangan, Phosphor, Eisen, 'gehen dabei verloren. Es sind zwar schon Verwertungsmöglichkeiten für die Sodaschlacke vorgeschlagen worden, jedoch haben -diese Vorschläge bisher nicht in nennenswertem Umfange zu einer tatsächli.chen Verwertung der Schlacke geführt.
  • Nach der Erfindung wird nun die Sodaschlacke bei der Gewinnung von Metallen verwertet; indem man die Sodaschlacke zusammen mit Stoffen, z. B. anderen Schlacken, die ein oder mehrere Metalle enthalten, deren Oxyde mit Alkalien wasserlösliche Verbindungen bilden, z. B. Chrom, Molybdän, Vanadin, Wolfram, röstet und auslaugt. Die genannten Metalle sind solche, die einen Säurerest bilden. Die in der Sodaschlacke enthaltenen Alkalien werden also nach der Erfindung für die Bildung von wasserlöslichen Metallverbindungen ausgenutzt. Aus der diese Metallverbindungen in Lösung enthaltenden Lauge können dann die Metalle in an sich bekannter Weise gewonnen werden. Die ausgelaugte Schlacke, die beim Rösten von ihrem Schwefelgehalt weitgehend befreit worden ist, kann z. B. im Hochofen einer Reduktion unterworfen werden, wobei insbesondere Mangan, Phosphor und Eisen sowohl aus der Sodaschlacke als- auch den anderen verwendeten Schlacken zurückgewonnen werden.
  • Das Rösten kann in den üblichen Röstöfen, z. B. im hrählofen, erfolgen. Es kann aber auch auf Saugzugrosten, z. B. nach dem Dwight-Lloyd- oder dem Greenawalt-Verfahren, durchgeführt werden. Dabei ist es zweckmäßig, eine innige Mischung der Schlacken durch Feinmahlen herbeizuführen und zwecks Erzielung einer guten und gleichmäßigen Röstung das Feinmehl in geeigneten Geräten durch rasches Rühren oder Schlagen bei gleichzeitigem Besprühen mit Wasser aufzulockern.
  • Beispielsweise wurde i Gewichtsteil einer Sodaschlacke, die für eine Wiederverwendung im Hochofen zu arm an Eisen und Mangan war, mit 2 Teilen einer Vanadinschlacke mit hohem Eisen- und Mangangehalt vermengt und bei etwa 700° geröstet, mit Wasser abgeschreckt und dann ausgelaugt. Aus i t Sodaschlacke und 2 t Vanadinschlacke wurden unter Verflüchtigung von Schwefel, Alkalien und Kohlensäure 2,89o t Röstgut erhalten, aus dem 0,55o t lösliche Bestandteile ausgelaugt wurden. Über den Gehalt und die Ausbeute an wesentlichen Bestandteilen gibt die nachfolgende Zahlentafel Auskunft
    Sodaschlacke Vanadin- In der
    ohne Granalien schlacke Rückstand Lösung Ausbeute
    0 1 0 0 / 0 0/0 °Yo
    Fe . . .. . .. .. 5,40 24,6 23,3 Spur iooo/o im Rückstand
    Mn ........ 6,69 18,06 18,3 - i00°/0 - -
    P .......... 2,70 7,39 7,5 0155 98,3%- -
    V . . . . . . . . . . - 6,95 o,68 22,4 87,20/0 in der Lösung
    Alkalien .... 28,9o - 1,97 38,9 82,6o/0 - - -
    S .......... 3,80 0,08 0,17 4,4 io% im Rückstand
    Es ist hieraus ersichtlich, daß in dem Rückstand eine wesentliche Anreicherung an Eisen, Mangan und Phosphor stattgefunden hat, während die für den Hochofeneinsatz unerwünschten Alkalien und Schwefel eine beträchtliche Verminderung erfahren haben. Der Rückstand ist daher für den Hochofeneinsatz gut geeignet. Für die Vanadingewinnung ist von Bedeutung, daß der Phosphor größtenteils im Rückstand verblichen ist und daher das Vanadin nicht verunreinigen kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke, die bei der Entschwefelung von Roheisen mittels Soda entstanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sodaschlacke zusammen mit Stoffen, insbesondere anderen Schlacken, die ein oder mehrere Metalle, wie z. B. Chrom, Molybdän, Vanadin, Wolfram, enthalten, deren Oxyde mit Alkalien wasserlösliche Verbindungen bilden, geröstet und dann ausgelaugt wird, worauf die erhaltene Lösung und gegebenenfalls durch Reduktionsbehandlung, z. B. im Hochofen, auch die ausgelaugten Schlacken aufgearbeitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Röstung auf einem Saugrost durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlacken vor der Röstung fein gemahlen und z. B. durch rasches Rühren oder Schlagen und Besprühen mit Wasser aufgelockert werden.
DEK158863D 1940-10-04 1940-10-04 Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke Expired DE738056C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK158863D DE738056C (de) 1940-10-04 1940-10-04 Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK158863D DE738056C (de) 1940-10-04 1940-10-04 Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE738056C true DE738056C (de) 1943-08-03

Family

ID=7253956

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK158863D Expired DE738056C (de) 1940-10-04 1940-10-04 Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE738056C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE813676C (de) * 1948-10-02 1951-09-17 Administration Sequestre Des R Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE813676C (de) * 1948-10-02 1951-09-17 Administration Sequestre Des R Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE738056C (de) Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke
DE2062656B2 (de) Verfahren zum anreichern von niob und tantal
DE3536495C2 (de)
DE749475C (de) Foerderung des Pflanzenwachstums
DE651462C (de) Verfahren zur restlosen Entfernung der organischen Schwefelverbindungen aus Kohlenoxyd und Wasserstoff enthaltenden Gasen
DE724643C (de) Verfahren zur Herstellung von Thomasschlacke mit hohem Gehalt an ammoncitratloeslicher Phosphorsaeure
DE747981C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zink und anderen destillierbaren Metallen
DE589738C (de) Verfahren zur Gewinnung von Blei, Antimon oder Wismut
DE437891C (de) Verfahren zur Scheidung Zink und Eisen enthaltender Pyrite in ihre Bestandteile
DE881954C (de) Verfahren zur Entphosphorung von Roheisen und phosphorhaltigen Eisenlegierungen durch Gluehfrischen
DE897328C (de) Verfahren zur Gewinnung von Vanadiumverbindungen
DE122663C (de)
DE516992C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Chromerzen
DE624648C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus sulfidischen Erzen
DE3339778A1 (de) Verfahren zum aufarbeiten von metallstaeuben oder -spaenen und/oder metalloxydstaeuben oder -spaenen, insbesondere schleifstaeuben
DE111042C (de)
DE559322C (de) Verfahren zur Reinigung von natuerlichem Schwerspat
DE908073C (de) Entphosphorung von Vanadin, Mangan und Chrom enthaltenden Erzen und Schlacken
DE2258918C3 (de) Verfahren zur Verarbeitung von bei der Bleigewinnung anfallendem Staub
AT160129B (de) Verfahren zur Gewinnung des Vanadiums aus Vanadium und Erdalkaliverbindungen enthaltendem Material.
DE879545C (de) Herstellung von Tantal- und Niobcarbiden
DE823349C (de) Verfahren zur Verguetung von chromhaltigen Erzen
DE1184088B (de) Verfahren zur Gewinnung von Nichteisen-Schwermetallen
DE887050C (de) Verfahren zur Gewinnung von Eisen, Mangan, Vanadin und Chrom aus huettenmaennischen Schlacken, insbesondere Stahlwerksschlacken
DE358611C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kupfervitriol aus Abfaellen und Rueckstaenden