DE738056C - Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke - Google Patents
Verfahren zur Verwertung von SodaschlackeInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zür Verwertung von Sodaschlacke Bei der Entschwefelung von Roheisen mittels Soda entfallen, große Mengen von Schlacke, sogenannte Sodaschlacke, die größtenteils nicht mehr verwendet werden, sondern auf die Halden wandern, da ihrer Verwendung, z. B. als Bestandteil des Hochofenmöllers, vor allem der hohe Alkaligehalt sowie der hohe Schwefelgehalt entgegensteht. Die in der Sodaschlacke enthaltenen Alkalien und anderen wertvollen Stoffe, z. B. Mangan, Phosphor, Eisen, 'gehen dabei verloren. Es sind zwar schon Verwertungsmöglichkeiten für die Sodaschlacke vorgeschlagen worden, jedoch haben -diese Vorschläge bisher nicht in nennenswertem Umfange zu einer tatsächli.chen Verwertung der Schlacke geführt.
- Nach der Erfindung wird nun die Sodaschlacke bei der Gewinnung von Metallen verwertet; indem man die Sodaschlacke zusammen mit Stoffen, z. B. anderen Schlacken, die ein oder mehrere Metalle enthalten, deren Oxyde mit Alkalien wasserlösliche Verbindungen bilden, z. B. Chrom, Molybdän, Vanadin, Wolfram, röstet und auslaugt. Die genannten Metalle sind solche, die einen Säurerest bilden. Die in der Sodaschlacke enthaltenen Alkalien werden also nach der Erfindung für die Bildung von wasserlöslichen Metallverbindungen ausgenutzt. Aus der diese Metallverbindungen in Lösung enthaltenden Lauge können dann die Metalle in an sich bekannter Weise gewonnen werden. Die ausgelaugte Schlacke, die beim Rösten von ihrem Schwefelgehalt weitgehend befreit worden ist, kann z. B. im Hochofen einer Reduktion unterworfen werden, wobei insbesondere Mangan, Phosphor und Eisen sowohl aus der Sodaschlacke als- auch den anderen verwendeten Schlacken zurückgewonnen werden.
- Das Rösten kann in den üblichen Röstöfen, z. B. im hrählofen, erfolgen. Es kann aber auch auf Saugzugrosten, z. B. nach dem Dwight-Lloyd- oder dem Greenawalt-Verfahren, durchgeführt werden. Dabei ist es zweckmäßig, eine innige Mischung der Schlacken durch Feinmahlen herbeizuführen und zwecks Erzielung einer guten und gleichmäßigen Röstung das Feinmehl in geeigneten Geräten durch rasches Rühren oder Schlagen bei gleichzeitigem Besprühen mit Wasser aufzulockern.
- Beispielsweise wurde i Gewichtsteil einer Sodaschlacke, die für eine Wiederverwendung im Hochofen zu arm an Eisen und Mangan war, mit 2 Teilen einer Vanadinschlacke mit hohem Eisen- und Mangangehalt vermengt und bei etwa 700° geröstet, mit Wasser abgeschreckt und dann ausgelaugt. Aus i t Sodaschlacke und 2 t Vanadinschlacke wurden unter Verflüchtigung von Schwefel, Alkalien und Kohlensäure 2,89o t Röstgut erhalten, aus dem 0,55o t lösliche Bestandteile ausgelaugt wurden. Über den Gehalt und die Ausbeute an wesentlichen Bestandteilen gibt die nachfolgende Zahlentafel Auskunft
Es ist hieraus ersichtlich, daß in dem Rückstand eine wesentliche Anreicherung an Eisen, Mangan und Phosphor stattgefunden hat, während die für den Hochofeneinsatz unerwünschten Alkalien und Schwefel eine beträchtliche Verminderung erfahren haben. Der Rückstand ist daher für den Hochofeneinsatz gut geeignet. Für die Vanadingewinnung ist von Bedeutung, daß der Phosphor größtenteils im Rückstand verblichen ist und daher das Vanadin nicht verunreinigen kann.Sodaschlacke Vanadin- In der ohne Granalien schlacke Rückstand Lösung Ausbeute 0 1 0 0 / 0 0/0 °Yo Fe . . .. . .. .. 5,40 24,6 23,3 Spur iooo/o im Rückstand Mn ........ 6,69 18,06 18,3 - i00°/0 - - P .......... 2,70 7,39 7,5 0155 98,3%- - V . . . . . . . . . . - 6,95 o,68 22,4 87,20/0 in der Lösung Alkalien .... 28,9o - 1,97 38,9 82,6o/0 - - - S .......... 3,80 0,08 0,17 4,4 io% im Rückstand
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke, die bei der Entschwefelung von Roheisen mittels Soda entstanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sodaschlacke zusammen mit Stoffen, insbesondere anderen Schlacken, die ein oder mehrere Metalle, wie z. B. Chrom, Molybdän, Vanadin, Wolfram, enthalten, deren Oxyde mit Alkalien wasserlösliche Verbindungen bilden, geröstet und dann ausgelaugt wird, worauf die erhaltene Lösung und gegebenenfalls durch Reduktionsbehandlung, z. B. im Hochofen, auch die ausgelaugten Schlacken aufgearbeitet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Röstung auf einem Saugrost durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlacken vor der Röstung fein gemahlen und z. B. durch rasches Rühren oder Schlagen und Besprühen mit Wasser aufgelockert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK158863D DE738056C (de) | 1940-10-04 | 1940-10-04 | Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEK158863D DE738056C (de) | 1940-10-04 | 1940-10-04 | Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE738056C true DE738056C (de) | 1943-08-03 |
Family
ID=7253956
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK158863D Expired DE738056C (de) | 1940-10-04 | 1940-10-04 | Verfahren zur Verwertung von Sodaschlacke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE738056C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE813676C (de) * | 1948-10-02 | 1951-09-17 | Administration Sequestre Des R | Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine |
-
1940
- 1940-10-04 DE DEK158863D patent/DE738056C/de not_active Expired
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