DE516992C - Verfahren zum Aufschliessen von Chromerzen - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von Chromerzen

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DE516992C
DE516992C DEZ16179D DEZ0016179D DE516992C DE 516992 C DE516992 C DE 516992C DE Z16179 D DEZ16179 D DE Z16179D DE Z0016179 D DEZ0016179 D DE Z0016179D DE 516992 C DE516992 C DE 516992C
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Zahn & Co Bau Chemischer Fabri
LUDWIG WICKOP
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Zahn & Co Bau Chemischer Fabri
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G37/00Compounds of chromium
    • C01G37/14Chromates; Bichromates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufschließen von Chromerzen Nach einem bekannten Verfahren wird Chromeisenstein zunächst mit einer zum Aufscbluß unzureichenden Menge Alkalicarbonat dem Röstprozeß unterworfen und die entstandene Fritte ausgelaugt, worauf der Auslaugerückstand, der noch viel unaufgeschlossenes Chromerz enthält, von neuem mit Alkalicarbonat versetzt und zwecks Aufschließung der restlichen Erzmengen geröstet wird.
  • Man erzielt nach diesem Verfahren trotz eines bedeutenden Überschusses an Sade, nur 8o bis 85'/" Umwandlung des im Erz enthaltenen Chromoxyds in Chromat. Bei dem Röstprozeß wirkt das im Rückstand enthaltene Eisenoxyd als saurer Bestandteil, der große Sodamengen zum N atriumferrit bindet; das Alkali des Natriumferrits wird aber nur teilweise für die Chromatbildung nutzbar. Bei Temperaturen oberhalb ro5o° verdampft das N atriumoxy d aus dem N atriumferrit und geht für den Chroznerzaufschluß verloren. Deshalb «-erden auch nach einem Le kannten Verfahren, bei dem Eisenoxyd in großer Menge als Auflockerungsmittel Verwendung findet, bei Zugabe der theoretisch notwendigen Menge Soda höchstens 300[" des Chromerzes zu Chromat umgesetzt. Infolge der großen Verluste an Erz und Soda sind die Verfahren der beiden Patente verlassen worden.
  • Es hat sich nun in überraschender Weise gezeigt, daß der ungünstige Einfluß des Eisenoxyds in Rückständen, wie sie im Verlauf des bekannten Arbeitsverfahrens erhalten werden, durch Zusatz verhältnismäßig geringer Mengen von Erdalkalien ausgeschaltet werden kann. Verwendet man z. B. auf einen Teil Eisenoxyd im Rückstand z bis 3 Teile gebrannten Kalk oder die äquivalente Menge Erdalkalicarbonat, so setzen diese Bestandteile während des Röstprozesses offenbar stets genügende Mengen Soda zu \: atriumoxyd um, so daß die Chromatbildung bei den allgemein angewandten Temperaturen gut vor sich geht. Eine Natriumferritbildung tritt nicht ein.
  • Berücksichtigt man, daß für den im allgemeinen üblichen Aufschluß von Chrorneisenstein mit Soda und Kalk gleich von vornherein auf ro Teile Erz etwa 14 bis i6 Teile Kalk bzw. 2z bis 23 Teile Kalkstein als Zuschlag verbraucht werden, so ergibt sich, daß bei dem hier beschriebenen Verfahren die Mengen an zu verwendenden Erdalkalien um 75 bis 8o"/, herabgesetzt sind, was eine beträchtliche Ersparnis in Beschaffungs- und Mahlkosten bedeutet.
  • Es ist bekannt, daß Mischungen aus natiirlichem Chromerz, Soda und gebranntem Kalk in dem zuerst angegebenen Mischungsverhältnis sich im Drehofen nicht verarbeiten lassen, da sie zu den sehr gefürchteten Kranzbildungen führen. Das gleiche gilt von Mischungen aus Chromerz, Soda und Kalkstein, weil sie im Drehofen ebenfalls schmieren.
  • Überraschenderweise können die aus dein durch Aufschluß von Chromerz. mit ungenügender Sofiamenge erhaltenen Rückstände, die man mit der zum Aufschluß nötigen Soda und geringeren 1Zengen Kalk vermischt, ohne Schwierigkeiten dem Röstprozeß im Drehofen unterworfen werden. Das gleiche gilt, wenn hierbei an Stelle von Kalk Kalkstein benutzt wird. Die nach diesem Mischungsverhältnis geronnenen Fritten bleiben während des ganzen Röstprozesses locker und pulverig.
  • Beispiel ioo Teile Chromerz mit 50°4 Cr., 03 werden nach Zusatz von 35 bis 45 Teilen Soda dem Röstprozeß unterworfen. Der Auslaugerückstand enthält rund 6o°,lo unaufgeschlossenes Chromerz und 15 bis 2o °/o Fe.,- 0 ;. Zu 7 o Teilen dieses Rückstandes werden a5 bis d.o Teile gebrannter Kalk oder die äquivalente Menge Kalkstein zugegeben und zusammen mit der notwendigen Sodamenge der oxydierenden Flamme im Ofen ausgesetzt. Man erhält eine Ausbeute von 95 bis 97°j" des aufzuschließenden Chromerzes.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufschließen von Chromerzen durch Erhitzen mit einer zum Aufschluß unzureichenden Menge Alkalicarbonat und Auslaugung der Fritten, dadurch gekennzeichnet, daß das ausgelaugte, noch große Mengen unaufgeschlossenes Erz enthaltende Reaktionsgemisch mit etwa 2 bis 3 ,Teilen gebranntem Kalk oder einer äquivalenten Menge von. Kalkstein auf einen Teil Eisenoxyd vermischt und zusammen mit der notwendigen Menge Alkalicarbonat dem Röstprozeß unterworfen wird.
  2. 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch aus Soda, geringen Mengen Kalk und Rückständen, die durch Aufschluß von Chromerz mit ungenügender Solomenge erhalten werden, im Drehofen röstet.
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