DE719306C - Doppelschiebersteuerung fuer schnellaufende Kolbenverdichter - Google Patents

Doppelschiebersteuerung fuer schnellaufende Kolbenverdichter

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DE719306C
DE719306C DEF86246D DEF0086246D DE719306C DE 719306 C DE719306 C DE 719306C DE F86246 D DEF86246 D DE F86246D DE F0086246 D DEF0086246 D DE F0086246D DE 719306 C DE719306 C DE 719306C
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Germany
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Expired
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DEF86246D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Erich Allstaedt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DEMAG DRUCKLUFTTECH
Frankfurter Maschinenbau AG
Original Assignee
DEMAG DRUCKLUFTTECH
Frankfurter Maschinenbau AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/08Actuation of distribution members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

  • Doppelschiebersteuerung für schnellaufende Kolbenverdichter Bei der Doppelschiebersteuerung für schnelllaufende Kolbenverdichter nach dem Hauptpatent 677 149 kommen zwei gegenläufig ineinandergleitende, den Ein- und Auslaßkanal des Arbeitszylinders steuernde Rohrschieber mit j e einem Antriebsexzenter zur Anwendung, bei denen die nur durch schmale Stege getrennten Steueröffnungen in den oberen freien Schieberenden sich in der Offenlage des Doppelschiebers mit dem ringförmigen Ein- und Ausl.aßkanal im Schiebergehäuse völlig überdecken. Durch diese Maßnahme ist dafür gesorgt, daß die Schiehersteuerung die Ein-bzw. Ausla,ßöffnungen des Kolbenverdichters beim Öffnungsvorgang schnell. freigibt und ebenso schnell wieder schließt. Auf diese Weise bleiben die Öffnungen zum Ein- und Austritt des Arb.eitsniittels länger frei, und 'damit wird auch der Kraftaufwand geringer, der nötig ist, um während der an sich kurzen Öffnungsdauer die Säule des zu verdichtenden Gases hinreichend zu beschleunigen. Zur Gestaltung dieser Doppelschiebersteuerung führte die Erkenntnis, d.aß die Verlustarbeit eines Verdichters einzig und allein von der öffnungsgeschwindigkeit der Ein- bzw. Auslaßorgane abhängig ist und aus dieser Erwägung heraus wurden für die Lösung der Aufgabe gegenläufig ineinandergleitende Steuerorgane gewählt, die bei schnellaufenden Verdichtern die zur Verfügung stehenden Zeiten so über. br ücken, daß keine über das notwendige Maß hinausgehenden Staudrücke entstehen. Diese sind aber nur vermeidbar, wenn die Eröffnungszeit und der Eröffnungsquerschnitt der Scbiebersteuerung genau der Adiabate angepaßt ist. .
  • Bei sehr schnellaufenden Kolbenverdichtern für gewisse Sonderzwecke kann nun der Fall eintreten, daß die Eröffnungszeit der Doppelschiebersteuerung nach dem Hauptpatent trotz der Gegenläufigkeit der Rohrschieber nicht kurz. genug ist, um einen hinreichend günstigen Füllungsgrad zu erreichen. Auch sind Fälle denkbar, in denen die Rohrschieber entsprechend der Größenbestimmung der Verdichter solche Abmessungen annehmen, daß die zu bewegenden Massen selbst bei dem durch die Gegenläufigkeit bedingten halben Wege der Schieber unzulässig hohe Beschleunigungskräfte hervorrufen. Solchen Sonderfällen wird durch die vorliegende Erfindung Rechnung getragen, gemäß der die Steueröffnungen der beiden Rohrschieber in an sich bekannter Weise je in eine Schlitzreibe aufgeteiltwerden, deren parallel zueinander liegende Einzelschlitze quer zur Schieberachse verlaufen. Es decken somit in der Schließstellung die zwischen den -einzelnen Schlitzen stehenden Stege des einen Schiebers die Schlitze des anderen Schiebers ab, tvogegen die Schlitze in der öffnungsstellu b zur Deckung kommen. Durch die Gegenläufigkeit der Schieber einerseits und die Anzahl der Schlitze anderseits kann die Eröffnungszeit der Steuerung gegenüber jener nach dem Hauptpatent auf jeden gewünschten Bruchteil herabgesetzt und damit auch den höchstgestellten Forderungen in dieser Richtung nachgekommen werden. Mit der Anwendung von Schlitzreihen mit übereinanderliegenden EinzeIschlitzen geht aber gleichzeitig eine Verkürzung der Schieberwega einher, die wiederum in Abhängigkeit von der Schiebermasse eine Herabsetzung der Beschleunigungskräfte im Gefolge hat. Wenn dagegen die Eröffnungszeit dieselbe sein soll wie bei der Steuerung nach dem Hauptpatent, so kann bei der Steuerung gemäß der Erfindung die Geschwindigkeit für die Bewegung der Schieber um das durch die Anzahl der Schlitze einer Reihe bestimmte Vielfache verringert «-erden. Damit ist die Möglichkeit verbunden, an Stelle der zwangsläufigen Steuerung vermittels Antriebsexzenter eine solche mit Nocken o. dgl. zu wählen, wobei die jeweilige Rückbewegung der Schieber in die Schließstellung durch Federn oder sinngemäß -,virkende Organe erfolgen kann. Die einzelnen Schlitze einer Reihe können unmittelbar übereinandcrliegen, so daß zwischen den einzelnen Sclflitzreihen parallel zur Schieberachse verlaufende Stege stehenbleiben. Die einzelnen Schlitze einer Reihe können aber erfindungsgemäß auch gegeneinander seitlich versetzt sein, wodurch sich eine größere Steifigkeit des Schlitzgitters gegenüber axialen Beanspruchungen ergibt. Schließlich liegt es im Bereiche der Erfindung, den Verlauf der Schlitze in Anpassung an besondere bauliche oder strömungstechnische Erfordernisse schräg zur ScHeberachse zu wählen, wobei die Querschnitte der Schlitze in senkrecht oder schräg zur Schieberachse stehenden Ebenen liegen. Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Steuerung nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i bis 3 die Doppelschiebersteuerung in drei verschiedenen Betriebsstellungen im Längsschnitt, Abb. q. .einen Querschnitt A -B nach Abb. 3, Abb. 5 das obere Ende des äußeren Rohrschiebers mit zueinander versetzten Schlitz-Jagen in Ansicht.
  • In dem am Arbeitszylinder des I%olbenverdichters befindlichen Steuergehäuse i sind die beiden ineinandergleitenden Rohrschieber 2 und 3 gleitbar belagert, die dazu dienen, den in den Arbeitszylinder des Verdichters führenden Ein- oder Auslaßkanal q, im Arbeitstakt der Maschine mit der Atmosphäre bz«-. der Druckrohrleitung zu verbinden. Die Rohrschieber = und 3 sind nahe ihrem oberen freien Ende mit einer Mehrzahl (im vorliegenden Fall vier) Schlitzreihtn 5 und 6 versehen, wobei die Einzelschlitze jeder Reihe nve:ckmäßig in gleichen Abständen untereinander .angeordnet sind. Die zwischen den einzelnen Schlitzen einer Reihe liegenden Stege 7 und S müssen etwas breiter bemessen sein als di-- Schlitze, damit diese in der Schließstellung (Abt. i) von den Stegen völlig überdeckt sind. Die einzelnen Schlitze einer Reihe können, wie die Abb. i bis ,l zeigen, deckungsgleich übereinanderliegen, so daß zwischen ihnen zxial verlaufende Stege 9 und io stehenbleiben; die einzelnen Schlitze einer Reihe können aber auch, wie die Abb. 5 zeigt, seitlich gegeneinander versetzt sein, wodurch sich das Schlitzgitter gegenüber Axialbeanspruchungen widerstandsfähiger gestaltet. Die Anzahl der Schlitze kann, je nach den Forderungen der Betriebsverhältnisse, beliebig vergrößert,oder verringert werden. Während die Schlitze in der dargestellten Ausführung senkrecht zur Schieberachse stehen, liegt es im Bereiche der Erfindung, die Schlitze auch schräg zur Achse des Schiebers verlaufen zu lassen, wobei die Querschnitte der Schlitze in senkrecht oder schräg zur Schieberachse stehenden Ebenen liegen können.
  • Die Rohrschieber 2 und 3 sind in der dargestellten Ausführung durch je einen Exzenter i i und 12 unter Zwischenschaltung von Stangen 13 und 14 von einer im Arbeitstakt des Verdichters umlaufenden Welle, z. B. der Kurbelwelle 15 o. dgl., antreibbar. Die beiden Exzenter i i und 12 sind auf der Welle 15 um i 8o- zueinander versetzt angeordnet, so daß bei der Drehung dieser Welle beide Rohrschieber zueinander gegenläufige Bewegungen ausführen müssen. Der Drehsinn der Welle 15 kann beliebig gewählt werden. Da angesichts der kurzen Steuerwege der Rohrschieber die Geschwindigkeit nicht immer groß zu sein braucht, kann bei der Steuerung gemäß der Erfindung in manchen Fällen von einer starren Verbindung zwischen den Rohrschiebern und ihren B.etätigungs,organen abgesehen werden. Es können daher an Stelle der Exzenter auch andere Antriebsmittel, wie Nocken o. dgl., treten, mit denen auf die Rohrschieber wirkende Federn zusammenarbeiten. Durch diese Maßnahme ist es auch möglich, den Verlauf der Eröffnungszeiten durch entsprechende Wahl der Nockenform in jeder gewünschten Art willkürlich zu bestimmen.
  • In der in Abb. 1 gezeigten Schließstellung sind die beiden Rohrschieber 2 und 3 derart gegeneinander verstellt, daß die Stege 7 des äußeren Schiebers 2 die Schlitze 6 des inneren Schiebers. 3 und dessen Stege 8 die Schlitze 5 des äußeren Schiebers überdecken, so daß der Kanal q. verschlossen ist. Werden im Verlauf des Betriebes die Rohrschieber durch ihre Antriebsorgane, z. B. die Exzenter I 1 und 12, gegenläufig verschoben, indem sich nach der Abb. 1 der äußere Schieber 2 nach oben und der innere nach unten bewegt, so ist nach einer Exzenterdrehung von 9o° die Betriebsstellung . nach Abb. 2 und nach einem Weg von 18o° die öffnungsstellung nach Abb.3 erreicht, in der sich die Schlitze 5 des äußeren mit den Schlitzen 6 des inneren Schiebers decken und damit den Kanal q. freilegen. Eine Drehung der Exzenter um weitere 18o° bringt die Schieber wieder in ihre Schließstellung, und das Spiel wiederholt sich im Arbeitstakt der Maschine.
  • Bei der Steuerung nach der Erfindung spielt sich das Freigeben und Schließen des Kanals ¢ für das Arbeitsmittel infolge der gegenläufigen Bewegung der Rohrschieber und des Umstandes, daß eine Reihe aus vier Einzelschlitzen besteht, achtmal so rasch ab wie bei Verwendung nur eines einzigen Schiebers mit nur einem Steuerschlitz, d. h. die Öffnungsgeschwindigkeiten sind achtmal größer. Zudem kann man natürlich in Abhängigkeit von den gestellten Anforderungen die Anzahl der Schlitze einer Reihe beliebig wählen, wobei aber in jedem Falle der Vorteil erzielt wird, daß die Schieber nur sehr geringe Webe zurückzulegen haben.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Doppelschiebersteuerung für schnelllaufende Kolbenverdichter mit zwei gegenläufig ineinandergleitenden, mit Steueröffnungen versehenen Rohrschiebern, die den Einlaß- oder den Auslaßkanal steuern, gemäß dein Patent 6771q.9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueröffnungen der beiden Rohrschieber in an sich bekannter Weise je in eine Schlitzreihe aufgeteilt sind, deren parallel zueinander liegende Einzelschlitze quer zur Schieberachse verlaufen.
  2. 2. Doppelschiebersteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze einer Schlitzreihe gegeneinander seitlich versetzt sind (Abb.5).
  3. 3. Doppelschieberäteuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (5, 6) schräg zur Achse der Schieber (2, 3) verlaufen, wobei die Querschnitte der Schlitze in senkrecht oder schräg zur Schieberachse stehenden Ebenen liegen. q.. Doppelschiebersteuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schieber (2, 3) durch nicht zwangsläufig gesteuerte übertragungsmittel, -wie Nocken, erfolgt.
DEF86246D 1939-01-26 1939-01-26 Doppelschiebersteuerung fuer schnellaufende Kolbenverdichter Expired DE719306C (de)

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