DE718735C - Tarnung von Festungsbauwerken - Google Patents

Tarnung von Festungsbauwerken

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DE718735C
DE718735C DEB188847D DEB0188847D DE718735C DE 718735 C DE718735 C DE 718735C DE B188847 D DEB188847 D DE B188847D DE B0188847 D DEB0188847 D DE B0188847D DE 718735 C DE718735 C DE 718735C
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DE
Germany
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camouflage
fortress
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natural
rough
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Expired
Application number
DEB188847D
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English (en)
Inventor
Theo Klug
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BAU CHEMIE UNTERNEHMEN fur BA
Original Assignee
BAU CHEMIE UNTERNEHMEN fur BA
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H3/00Camouflage, i.e. means or methods for concealment or disguise

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Tarnung von Festungsbauwerken Um sichtbare Flächen von Festungsbauwerken, insbesondere auch von Bunkern, der grünen Urngebu.ng, wie Feld, Wald oder Wiese, anzupassen, hat man diese mit einer grünen Farbschicht versehen. Diese Grüntarnung weist aber verschiedene Nachteile auf. So bleibt z. B. Idas Geradlinige und Ebenflächige des Bauwerkes erhalten; derartige Flächen heben sich unvermittelt von der Umgebung ab, sind somit der feindlichen Beobachtung und Sicht verhältnismäßig leicht zugänglich und deuten- auf das Vorhandensein von militärischen Bauwerken hin.
  • Ein modernes Festungsbauwerk, das einen hohen Kampfwert besitzen .soll, muß aber so beschaffen sein, daß @es dem Feind bis zum letzten Augenblick verb:argerl bleibt. Diese Bedingung des modernen Festungskrieges kann nur durch weitestgehende Anpassung der Verteidigungswerke an. die unmittelbare Umgebung erzielt werden, damit der Anb eifer, besonders in der Hitze des Gefechts, durch eine gute Tarnung getäuscht wird und damit in den Wirkungskreis der Verteidigungswaffe gelangt.
  • Bisher bildete die Ebenflächigkeit und Geradlinigkeit der Bauwerke, insbesondere auch die Vertiefung der Schießschartenseite, d. h. der dem Feind zugewandten Seite, und. hier wiederum besonders die Panzerpla.tten.-abdeckung selbst, einen Nachteil für die Verteidigung hinsichtlich Tarnfähigkeit. Diesem Mangel soll durch vorliegende Erfindung abgeholfen werden. Die Bunker sind än sich in verschiedenen. Ausführungen aus Beton hergestellt; in die Schießschartenseite wird eine Panzerplatte mit einer Schießscharte in einer Vertiefung einbetoniert. Die bisher ausgeführten Farbanstriche ergaben n:ui eine mangelhafte Tärnung des Bauwerkes, da die Ecken und die senkrechten und waagerechten Kanten und die Spitzen, ferner die Panzerplatte selbst dadurch nicht der Sicht entzogen. werden konnten.
  • Es wurde nun gefunden, daß :es durch Beseitigung von vorspringenden Teilen, wie Kanten, Ecken und Spitzen, und durch Auswölbung derselben mittels Ausspritzens bzw. Auftragens eines Bewurfes beispielsweise von etwa i bis 1,5 cm, der unter Beachtung der erforderlichen technischen Maßnahmen eine innige Verbindung mit Beton und Panzerplatte eingeht und damit zugleich einen Korrosionsschutz für die Panzerplatte darstellt, möglich ist, die Grundlagen für eine den modernen kriegstechnischen Erfahrungen entsprechende Tarnung zu schaffen. Der griffige und rauhe Bewurf, z. B. To@rkxetputz, stellt eine Zwischenlage zwischen Beton bzw. Panzerplatte und der nachfolgend vorzunehmenden Tarnung dar. Die Tarnung nach der Erfindung, z. B. als Nachahmung eines Heide-, Wald- oder Wiesengeländes, wird in der Weise ausgeführt, daß auf den Torkretbewnxrf mit gegebenenfalls gefärbtem Zement gebundene pflanzliche, tierische oder mineralische Faserstoffe oder Kunstfaserstoffe, beispielsweise Wollstoffe, Baumwolle, Holzwolle, Kunstwolle, Bastfasern, die mit gegen Infrarot unempfindlichen Farben imprägniert sind, in Gestalt einer Rauhtarnung aufgeschleudert tverden. Der erste Bewurf, z. B. aus Torkretputz, verleiht der zur Rauhtarnung aufgetragenen Masse de notwendige Haftfestigkeit. Solche mit Faserstoffen bedeckte, an ihren vorspringenden Teilen, wie Ecken, Kanten, Spitzen, mittels Abspritzen und bzw. oder eine zusätzlichen Bewurfes abgerundete oder ausgeglichene Flächen bieten sich finit der anliegenden Erdanschüttung für den Beobachter als eine rauhe Ebene mit einem dein natürlicher Bewuchs sehr ähnlichen Anblick dar.
  • Die betreffenden Flächen. besitzen eine rauhe Oberfläche, welche die Aufnahme von Nährböden für pflanzlichen Bewuchs gestattet, so daß man an Stelle der Izünstlichen eine natürliche Tarnung vornehmen kann.
  • Dadurch, daß schließlich dem Farbenspiel der Umgebung noch durch ein sog. ;fachen Schattierverfahnen durch Aufspritzen veischiedener Farbtöne Rechnung getragen wird, wird auch zugleich eine fast vollständige Anpassung an die Umgebung -erzielt und damit das Bauwerk bis zum letzten Augenblick der Sicht des Feindes und damit einem wertausgeholten Angriff entzogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tarnung von Festungsbauwerken, dadurch gekennzeichnet, daß die vorspringenden Teile, wie Kanten, Ecken und Spitzen, des Festungsbauwerkes abgespi:tzt und bzw. oder durch Auftragen oder Aufspritzen von gefärbtem Zementmörtel, etwa. Torkretputz, abgerundet bzw. ausgewölbt sind und der Bewurf mit einer Auflage von zweckmäßig mit gegen Infrarot unempfindlichen Farben imprägnierten Natur- oder Kunstfaserstoffen oder solche enthaltenden Massen, die an gegebenenfalls gefärbtem Zement gebunden sind, versehen ist. a. Tarnung von Festungsbau@verkeii nach Anspruch i, dadurch gekemizeichnet, daß in die Hohlstellen der rauhen Tarnungsmasse Nährböden für pflanzlichen Bewuchs eingebracht sind.
DEB188847D 1939-10-18 1939-10-18 Tarnung von Festungsbauwerken Expired DE718735C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1053976B (de) * 1955-12-19 1959-03-26 Goecke & Sohn Ag Verfahren zur Herstellung von Tarnmustern, vorzugsweise auf Gewebebahnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1053976B (de) * 1955-12-19 1959-03-26 Goecke & Sohn Ag Verfahren zur Herstellung von Tarnmustern, vorzugsweise auf Gewebebahnen

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