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Tarnungsmatte Die m,o-derne Kriegsführung verlangt, Stellung, Stärke
und Bewaffnung ,eines Truppenteils, Gefechtsstände, Battei;üeständle, Unterkunft,
Läger usw. so, lange wie möglich dem Feind, in.sb,eso@ndene gegen Fliegersicht,
verborgen zu halben bz.-- den Feind über de Art der Stellung, Bewaffnung usw. zu
täuschen;.
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Dia die Landflächen hauptsächlich aus Wiesen, Wald und Fruchtfeldern
bestehen., deren Boden zumleist hell- his dunkelgrün wirkt, werden Webrobjekte mittels
grün zvir= kender Abdeckungen, wie Sträucher, Zweige, Laub, gegebenenfalls auf Trägern,
wie Netzen, getarnt, also der Sicht von oben und von der Seite entzosen,. Dies hat
den Nachteil, daß .das zur Abdeckung dienende natürliche Strauch- und Blätterwerk
nach kurzer Zeit. verwelkt, sich somit durch Veränderung des natürlichen Farbtons
von der jeweiligen Um.-gebung deutlich abhebt und z,. B. sogar ausfällt, so, d:aß
der beabsichtigte Zweck der Tarnung ins Gegenteil verwandelt wird.
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Es sind ferner Tarnungsabdeckungen aus Gewebebahnien von Textil- und
Mischgeweben bekannt, die nach ihrer Verarbeitung zu großen Tarnungsab deckinigen
.auf ihrer Oberfläche ein überall gekräuseltes, gewelltes oder auch gefaltetes und
dadurch für dien Beobachter :ein dem. Gieländeboiden angapaßtes Aussehen' besitzen,.
Diese bekannten Tarnun;gsabdieckungen sind ferner in ihrer Farbtönung den jeweiligen
Geländefarben in aufgelösten Feldern. nach Tiefen- und Kontrast@virkungen angepaßt.
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Um bei Bauwerken äußere Formen, und zwar Wände und Dächer, der feindlichen
Sicht zu .entziehen, hat man unter Vermeidung besonderer Abdeckungen. versucht,
die Bauwerke durch Aufbringen von Geländefarben. in aufgelöster Form in ihrem Äußeren
der Umgebung anzupassen. Es läßt sich aber
auch bei An.tvendting
geeigneter "Tarnfarben dadurch nicht vermeiden, da.ß die -Geradlinigkeit und Ebenflächigkeit,
insbesondere die Konturen des Bauwerkes, ins Auge fallcn.
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Allgemein ist zu sagen, daß Tarnungsabdeckungen ein der natürlichen
Umgebung weitestgehend angepaßtes Ausseli@en besitzen, leicht transportabel, haltbar
und lagerfähig und je nach Anforderung in den gewuii.s.chten Längen und Breiten
anlie;ferbar sein müssen. Das Eigengewicht muß möglichst gering sein, damit Verlegen
und Abmontieren leicht vonstatten ge-hen.
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Diesen Anforderungen entsprechen die Tarnmatten nach der Erfindung.
Sie bestehen, aus mehreren Lagen versichiedüner Gewebe. Die unterste Lage stellt
ein Maschendrahtgeflecht dar, auf welches ein diclite.res Gewebe aus natürlichen
oder künstlichen Stoffen, namentlich Faserstoffen., z. B. Schilf-, Papier-, Stoffmatten
u. d.gl. m., ztifgelegt ist. Dieses dichtere Gewebe wird mit Fasers.tofl;en oder
solche enthaltenden Massen, z.. B. mit natürlicher oder künstlicher `Volle, etiva
Holzwolle, die zuvor feuersicher und dann mit grünen Farbstoffen imprägniert ist,
bedeckt.. Die Wollschicht wird nach oben durch ein Maschendrahtgeflecht begrenzt..
Um den Gesamtverband zu si-hern, werden sämtliche Lagen mittels Bindedraht miteinander
v°rflocht:en (gesteppt).. Die dadurch gepreßtv Holzwolle «-ird durch die Dialitmaschen
herausgezogen, und die Oberfläche der so gebildeten Matte wird noch zusätzlich mit
Tarnfarben gespritzt,.
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Die Matten finden zum Abdecken von Bauwerken, Verkehrsanlagen, Wegen
usw. Verivendung, wo die Absicht besteht, das Objekt gegen Sicht in jeder Forin"
ohne Rücksicht auf Durchlässigkeit für einfallendes licht, zu sclliitzen.
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Eine Tarnmatte nach der Erfindung kann beispielsweise folgendermaßenbeschaffen
sein.. Die unterste Lage stellt e' in Maschendrahtgeflecht dar, dessen Maschemveite
etwa 5 his io cm beträgt. Auf diesen Maschendraht ist
| ein dichteres Gewebe z. B. aus Schilf oder |
| Papier aufgelegt, das m,it Holzwolle, dic zu- |
| vor mit feuerschützenden Salzen und mit |
| grünten Farbstoffen imprägniert ist, bedeckt |
| ist.. über die Holnvolle ist ein z<<:cites |
| Taschendrahtgeflecht, z«-,eckmäßig niit einer |
| Maschlenweite von etwa 5 bis io ein, vcrle#,t. |
| Sämtliche Lagen sind mittels Bindedraht init- |
| einander verflochten.. Die Ho.lzt@-olle ist teil- |
| %t-:eise durch die Drahtmaschen em-a iocin |
| herausgezogen. Die Oberfläche der s# ge- |
| bildeten Matte ist mit gegen lnfrarot im- |
| einpfin.dlichen Tarnfarben in einem dreifachen |
| Schattierverfahren. gespritzt. Durch dicte Be- |
| handlung wird zugleich dem verzinktcn i-)r@illt |
| des Maschenidralitgeflrechtes das glitzcrntle |
| Aussehen genommen.. |
| An den beiden Längsrändern der Matte |
| und bei il-eniger starken Drähten oder |
| Drahtseilen auch in der Mitte der Matte |
| sind mehrere (etwa drei oder vier Drähte |
| ebenfalls in der Längsrichtung durchgetloch- |
| ten, deren Enden an Pi3ti.clkeli oder Netz- |
| haken befestigt werden, die an den Rändern |
| dies Gefechtsstandes oder anderer z:i tar- |
| nender Objekte eingesclilageil sind. |