DE717762C - Elektrisch angetriebener Webschuetzen fuer Rundwebstuehle - Google Patents

Elektrisch angetriebener Webschuetzen fuer Rundwebstuehle

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DE717762C
DE717762C DEH156554D DEH0156554D DE717762C DE 717762 C DE717762 C DE 717762C DE H156554 D DEH156554 D DE H156554D DE H0156554 D DEH0156554 D DE H0156554D DE 717762 C DE717762 C DE 717762C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D37/00Circular looms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Elektrisch angetriebener Webschützen für Rundwebstühle Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrisch angetriebenen Webschützen für Ru!adwebstühle zum Herstellen von Hüten und hutförmigen Gebilden mit einem zum Andrücken des eingetragenen Schußfadens an das fertige Gewebe und einem zum Herstellen gleichmäßig dichter Stumpen innerhalb des Faches wirkenden Andrückmittel, das sowohl radial zum Werkstück als auch in der Höhenrichtung beweglich ist. Mit den bekannten Vorrichtungen dieser Art konnte bisher keine Gleichmäßigkeit der Dichte an allen Stellen der Stumpen erzielt werden. Der Grund liegt darin, daß der Druck, mit dem das Andrücken. des . Schußfadens beim Herstellen eines Hutes in den einzelnen Arbeitsabschnitten erfolgt, um ein gleichmäßig dichtes Gewebe zu erhalten, entsprechend verändert werden muß.
  • Zweck der Erfindung ist, diesen Mangel zu beseitigen.
  • Die Erfindung besteht darin, daß das Andrückmittel, vorzugsweise eine drehbare Druckscheibe, in den einzelnen Abschnitteen :des Fortschreitens der Hutherstellung verschieden großem, ,aber im voraus eirnstellb@arem Preßdruck unterworfen ist. Auf den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt die eine Ausführungsform des Schußfadenandrückers an einem :elektrisch ,angetriebenen Webschützen in Draufsicht.
  • Abb.2 ist :ein senkrechter Querschnitt zu Abb. i nach der Schnittlinie A-B.
  • Abb.3 zeigt die zweite Ausführungsforen mit einem Teil des Webschützensebenfalls in Draufsicht, ttnd Abb. q. ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie C-D der Abb. 3.
  • Der zweckmäßig kreisbo:genförrnige Webschützenkörper 3 (Abb. i und 2) ist zwecks Erzielens einer sicheren Führung .auf seiner runden Bahn und zwecks Venneidens jeglicher Berührung mit den Kettenfäden mit unteren Laufrädern 6, schräg gelagerten inneren Führungsrollen i o und äußeren Stützrollen 22 versehen, die ,auf :einer aus einer waagerechten ringförmigen Lauffläche, einer inneren kegelstumpfförmigen Leitfläche und einer äußeren zylinderförmigen Stützfläche bestehenden Bahn hinwegrollen.
  • Die das Andrücken des Schußfadens bewirkende, innerhalb des Faches mit dem Webschützen umlaufende flache Druckscheibe 7 ist zwischen zwei Backen 8 drehbar gelagert, in denen die Zapfen 9 der schwenkbar gelagerten Arme i i und i:! befestigt sind. Die auf dem Zapfen 9 gelagerten Enden der Arme i i und 12 sind ,als ineinandergreifende Zahnsegmente i v1 und i2a ausgebildet. Mit den Armen i i und 12 ist je ein Arm 13 bzw. 14. gelenkig verbunden. In den soentstandenen Gelenken ist je eine Schnurscheibe i5 bzw. 16 .exzentrisch befestigt. Die inneren Enden der Arme 13 und 1..1. sowie die Zahnräder 17 sind ,an Zapfen 18 befestigt. Die Zahnräder 17 stehen mit Zahnstangen i 9 im Eingriff, und zwar in der Weise, d.aß das linke Ende der oberen Zahnstange mit dem linken Zahnrad von außen, das rechte Ende hingegen. mit dem rechten Zahnrad von innen im Eingriff steht. Das linke Ende der unteren Zahnstange greift in das linke Zahnrad von innen und das rechte Ende dieser Zahnstange in dass rechte Zahnrad von außen ein. An den inneren Enden der beiden Zahnstangen sind Haken 2o befestigt. in welche eine Schraubenfeder 21 eingehängt ist. :1uf den Zapfen 18 sind Schnurscheiben 23 drehbar gelagert. Oberhalb der Arme 13 und 14, d. h. in der Ebene der exzentrischen Schnurscheiben 15 und 16, sind .auf- den Zapfen 18 weitere Schnurscheiben 23 drehbar angeordnet. Das eine Ende der Zugschnüre 2.1 oder sonstiger biegsamer Zugmittel ist auf dem Arm i i bzw. 12 befestigt, das andere Ende derselben hingegen ist mit dem :einen bzw. anderen Ende der Schraubenfeder25 verbunden. Die Zapfen 18 sind in einem auf den Böcken 27 und Zapfen 28 schwenkbar gelagerten Bügel 26 untergebracht.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die folgende: Beim Beginn des Webens nimmt die Druckscheihe 7 eine waagerechte Lage !ein (Abe. 2 und stützt sich auf die im Scheitelpunkt des oberen Teiles 5,1 der Hutform eingesteckte Nadel 49, weil die Hutform durch Heben in die gehörige Lage gebracht worden ist. Bei dieser Lage der Druckscheibe 7 sind die Schraubenfedern 2i und 25 nur sehr mäßig gespannt. Dementsprechend wird der in Schneckenlinie eingetragene Schußfaden an. das bereits fertige Gewebe auch nur mit mäßigem Druck airgedrückt, um die gewünschte gleichmäßige Dichte der einzelnen Gänge des eingetragenen Schußfadens zu ,erzielen. Beim Zunehmen des Durchmessers des erzeugten Gewebes wird die Druckscheibe 7 vom Scheitelpunkt der Hutform allmählich entfernt. Hierbei wird die Schraubenfeder 25 durch die Arme i i und 12 mittels der in den Gelenken ,exzentrisch befestigten Schnursch eiben 15 und 16 sowie mittels- der über diese Schnurscheiben geführten Zugschnüre 24. .allmählich gespannt. Gleichzeitig wird .aber auch die Sclir:aubenfeder 2 i allmählich gespannt, indem die Arn,ie i i und 12 die mit ihnen gelenkig verbundenen Arme 13 bzw. 1 4. um die Zapfen i 8 nach außen schwingen, wobei durch die mit ihnen auf diesen. Zapfen 18 verbundenen Zahnräder i; die mit letzteren gekreuzt im Eingriff stehen-' den Zahnstangen i9 mit Bezug aufeinander derart verschoben werden, daß die in die Haken 2o eingehängte Differentialschraubenfeder a 1 gespannt wird. Dies geschieht aber nur so lange, bis die Drucksclicibe ; zti jenem abgerundeten Teil a der Hutform 5 gelangt ist. wo der Deckel in den -zylindrischen Teil b überzugehen beginnt. Beim Weiterweben des Stumpens, d. h. beim Weben des zylindrischen Teiles, hört das Weiterspannen der Differentialschraubenfeder 2 1 auf, weil sich die Spannvorrichtung in diesem Abschnitt der Herstellung des Stumpens in Mittelstellung befindet, bei der die beiden unteren Arme 13 und 1.1 in eine gerade Linie gelangen, die beiden oberen Arme i i und 12 hingegen ihre äußerste Stellung aufnehmen. Bei dieser Mittelstellung wird durch die Druckscheibe,-der größte Druck ausgeübt. Die Herstellung des zylindrischen Teiles des Stumpens mul5 von hier an mit unverändertem Andrücken vor sich gehen, um min gleichmäßig dichtes Gewebe zu gewinnen. Nach Fertigweben des zylindrischen Teiles des Stumpens, d. h. beim Beginn der Herstellung des dem Randteil des Hutes entsprechenden Gewebestückes vom Punkt e bis zum Punkt d, werden die ]leiden unteren Arme 13 und 14. weiter nach innen gedreht, wodurch die beiden oberen Arme i i und 12 zurück-, d. h. nach außen gedreht werden. Dies hat zur Folge, d'aß die Zahnstangen. i9 die Haken 2o aufeinander zu bewegen, wodurch die Differentialscliraubbnfeder 2 i allmählich entspannt wird.
  • Die Schraubenfeder z5 wird durch die iiher 1 die an den unteren Armen 13 bzw. 14. außer Mitte befestigten Schnurscheiben 15 bzw. 16 geführten Zugschnüre 2.1 vom Beginn der Herstellung des Stumpens bis zur Beendigung allmählich gespannt. Im ersten Abschnitt des Webens steigt die gemeinsame Druckwirkung der Schraubenfeder 25 und der Differeiitialschraubenfeder 21 vom Nullwert bis zum Höchstwert, während im zweiten Abschnitt des Webens, d. h. während der Herstellung des Randteiles, der resultierende Druck der beiden Schraubenfedernallmählich abnimmt, -weil die Spannung der Differentialschraubenfeder 21 allmählich abnimmt.
  • Die Anordnung einer drehbaren Druckscheibe 7 hat den Vorteil, daß die Reibung an den Kettenfäden wesentlich verringert wird, aber es wird am Wesen der Erfindung nichts geändert, wenn man an Stelle der Druckscheibe 7 ein gleitendes Druckglied entsprechender Form anordnet.
  • Bei der in Abb.3 und ¢ veranschaulichten Ausführungsform des Schußfadenandrückers wird durch die Druckscheibe 7 dieselbe Wirkung wie bei der oben geschilderten doppelarmigen Schußfadenandrückvorrichtung hervorgerufen ' nur mit dem Unterschiede, daß bei der geänderten Ausführungsform hierzu lediglich eine Schraubenfeder verwendet wird.
  • Die Druckscheibe 7 ist am freien geschlitzten Ende des gebogenen Druckarmes 29, der eigentlich zu eisern doppelarmigen Hebel ausgebildet ist, drehbar gelagert. Durch den kurzen Ansatz 3o dieses Hebels wird die Schraubenfeder 3 r mit Hilfe der Zugstange 32 und des Schraubenfederhalters 33 zusam@mengepreßt. Gleichzeitig wird aber die Schraubenfeder 3 i infolge Abrollens der Rolle 3 ¢ auf dem ansteigenden Teil der auf dem Druckarm 29 befestigten Kurvenbahn 35 mit Hilfe des Schraubenfederhalters 36 gegenüber dem .anderen Schraubenfederb;alter 33 noch weiter zusammengedrückt. Der Druckarm 29 ist um den Zapfen 37 schwenkbar. Dieser Zapfen 37 dient gleichzeitig zur Aufnahmie der länglichen Schlitze der beiden Schraubenfederhalter 33 und 36, die daher um ein bestimmtes Maß verschoben werden können. Die beiden Schraubenfederhalter 33 und 36 sind ferner in einem Kreuzstück 38 um waagemechte Zapfen 39 und 40 schwingbar gelagert. Das Kreuzstück selbst ist am Boden des Webschützens befestigt.
  • Der .durch die Druck scheibe 7 gegen das Gewebe entfaltbare Druck wird bei dieser Ausführungsform mit Hilfe einer einzigen Schraubenfeder in den verschiedenen Abschnitten der Herstellung des Stumpens. den jeweiligen Anforderungen entsprechend lediglich durch die verschiedene Neigung der auf dem Druckarm 29 befestigten und eine Druckrolle 3¢ beeinflussenden Kurvenbahn 35 verändert, so daß auch mit Hilfe dieser Ausführungsform ein gleichmäßig dichtes Gewebe hergestellt werden kann. #-

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Elektrisch ,angetriebener Webschützen für Rundwebstühle zum Herstellen von Hüten und hutförmigen Gebilden mit eisern zum Andrücken des eingetragenen Schußfadens an das fertige Gewebe sowie zum Herstellen gleichmäßig dichter Stumpen innerhalb des Faches wirkenden Andrückmittel, insbesondere einer drehbaren Druckscheibe, die radial zum Werkstück und in der Höhenrichtung beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckscheibe (7) in den :einzelnen Abschnitten des Fortschreitens der Hutherstellung verschieden großem, :aber im voraus @einstellbarem Preßdruck unterworfen ist.
  2. 2. Webschützen für Rundwebstühle nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckscheibe (7) durch miteinander gelenkig verbundene Armpaare (I I, 13 und 12, 14) getragen ist, welche unter Wirkung zweier Schraubenfedern (2i und 25) stehen, deren Spannung durch die radial nach innen oder nach ;außen bewegte Druckscheibe selbst über Zug- und ZahnstangengetrIebe (24, i7, 19) geändert wird.
  3. 3. Webschützen für Rundwebstühle nach den Ansprüchen r und 2, dadurch gekennzeichnet, d.aß die Druckscheibe (7) voll einem nach allen Richtungen hin drehbaren Druckarm (29) getragen ist, der einen Ansatz (30) aufweist, mittels dessen eine die Druckscheibe an das fertige Gewebe pressende Schraubenfeder (31) beei:nflußt wird, während zum Verändern der Druckwirkung in den verschiedenen Abschnitten der Hutherstellung eine verschiedene Neigungen aufweisende Kurvenbalizi (35) am Druckarm (29) .aalgeordnet ist.
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