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Selbstverkäufer mit mehreren Reihen von durch eine gemeinsame Münzauslösung
verriegelten Warenentnahmevorrichtungen Zusatz zum Patent 7oz 276
Die Erfindung
bezieht sich auf einen Selbstverkäufer mit mehreren Reihen von durch eine gemeinsame
Münzauslösung verriegelten i'arenentnahmevorrichtungen nach Patent 1
701
276. Gemäß dem Hauptpatent ist jeder Reihe von Warenentnahmevorrichtungen neben
den zum gegenseitigen Verblocken der Entnahmevorrichtung der gleichen Reihe dienenden
Verblockungselementen ein an sich bekanntes, durch sämtliche, Entnahmevorrichtungen
der Reihe mitnehinbares, aber diese nicht mitnehmendes Zwischenglied zugeordnet,
das einerseits mit einem für sämtliche Reihen von Entnahmevorrichtungen gemeinsamen,
durch die Münzauslösung freizugebenden Verriegelungsglied so gekuppelt ist, daß
es dieses Glied mitnehmen kann, vbn ihm aber nicht mitgenommen wird, und andererseits
mit den zum gegenseitigen Verblocken der Reihen von Entnahmevorrichtungen dienenden
Verblockungseleinenten zusammenwirkt.
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Die weitere Ausbildung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die
den Reihen von tVarenentnahmevorr ichtungen zugeordneten Zwischenglieder einerseits
mit den Warenentnahmevorrichtungen und andererseits mit dem durch das Münzwerk freizugebenden
Verriegelungsglied zwangsläufig so gekuppelt sind, daß die Zwischenglieder und das
Verriegelungsglied nicht nur beim Öffnen einer Entnahmevorrichtung, sondern auch
beim Schließen der Entnahmevorrichtung, und zwar dann in umgekehrter Richtung, mitgenoininen
und
so zwangsläufig vollständig in die Ruhestellung zurückgeführt werden, in der die
Rückführkupplung jedoch `nieder unterbrochen ist. Der Rückführv organg hängt also
nicht mehr vom Zustand von Federn ab, die,erlahmen oder zti Bruch gehen könnet,,
wodurch eitle einwandfreie und zuverlässige Arbeitsweise gewährleistet ist, Wenn
die Zwischenglieder finit den beweglichen Teilen der Warenentnahmevorrichtungen
und mit dein Verriegelungsglied durch Winkelhebel gekuppelt sind, kann die Zwangsläufige
Mitliahine in beiden Richtungen dadurch erreicht werden, daß die Winkelhebel, die
an ihrem einen Arm durch Langloch und Stift oder in ähnlicher bekannter Weise mit
dem mitnehmenden Teil (Entnahmevorrichtung oder Zwischenglied) zwangsläufig verbunden
sind, an ihrem anderen Arm einerseits eine finit einem Anschlag des mitzunehmenden
Teiles (Zwischengliedes oder Verriegelungsgliedes) zusammenwirkende, zum Verstellen
dieses Teiles beim Öffnen einer Warenentnahmevorrichtung dienende Mitnellinerkante
und andererseits einen der Mitnehmerkante gegenüberliegenden, mit einem zweiten
Anschlag des mitzunehmenden Teiles zusammenwirkenden und zum Zurückführen dieses
Teiles beim Schließen der \Varenentnahmevorrichtung dienenden Hubnocken aufweisen,
der bei in Ruhestellung befindlichem Winkelliebel außerhalb des Bewegungsbereiches
des damit zusaminen«-irkenden Anschlages liegt.
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Es ist zwar schon bei Warenselbstverkäufern bekannt, die durch das
Münzwerk freizugebende Verriegelungsstange beim Offnen und Schließen der Elitnahmevorrichtungen
zwangsläufig zu verschieben. Bei diesen Selbstverkäufern handelt es sich jedoch
nicht um solche mit mehreren Reihen von durch eine g Y e meinsame -.#,fünzauslösung
gesteuerten Entnahmevorrichtutigen gemäß -Voraussetzung. und außerdem wird die Verriegelungsstange
zwangsläufig nicht völlig, sondern nur, wenn auch größtenteils, teilweise zurückgeführt,
so daß für die völlige Rückführung noch eine Feder vorgesehen sein muß.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
wobei der Einfachheit halber nur die für das Z`erständnis der Erfindung erforderlichen
Teile, und zwar in eine Ebene ausgebreitet, dargestellt sind. Es zeigen: Fig. i
die Ruhestellung und Fig. -a die Stellung, die die Teile einnehmen, wenn eine Wareilentnahnievorrichtung
geöffnet ist.
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Dein Beispiel ist ein Selbstverkäufer finit mehreren -waagerechten
Reihen von Entnahinevorrichtungen zugrunde gelegt. Es sind dabei nur die Teile dargestellt,
die zu jezwei laitliahnievorrichtungen in zwei Reihen gehören. Mit den Entnahmevorrichtungen.
z. B. Schubladen, sind geradlinig verschiebbare Stangen 53 verbunden, die je ein
Keil--tück r 1 tragen. Diese Keilstücke wirken finit den zur gegeilseitigen Verblockung
der in der gleichen Reihe liegenden Schubladen dienenden Verblockungselementen 55
zusarninen, die wie in den Beispielen nach dem Hauptpatent aus in einer Reihe hintereinander
angeordneten, an den Enden abgeschrägten Stangen bestehen. Jede ein Keilstück i
i tragende Stange 53 ist durch einen Winkelliebe, ;4. mit einem Zwischenglied in
Form einer parallel zu den Verblockungselementen 5 5 verschiebbar geführten Stange
5a verbunden. Für jede Reihe von Entnahii.ei-orriciitungen ist wie im Hauptpatent
eine solche Stange vorgesehen. Die Zwischenstangen sind an ihrem einen (in der Zeichnung
linken) Ende keilförmig angeschärft (oder auch finit einem besonderen Keilstück
versehen) und wirken mit diesem Ende mit den zur gegenseitigen Verblockung der Reihen
von `Varenentnahmevorrichtungen dienenden Verblokkungselementen 56 zusammen. Diese
bestehen ebenfalls aus an den Enden abgeschrägten Stangen. die in einer zu den Reihen
\-on Verblockungseleinenten 5; senkrechten Reihe hintereinander angeordnet sind.
Gleichzeitig sind die Zwischenstangen 52 durch Winkelliebel58 mit einer parallel
zu den Verblockungselementen 56 geführten Verriegelungsstange 4.3 gekuppelt, die
gewöhnlich durch eine Feder 45 in der in Fig. i gezeigten Ruhelage gehalten und
gegen Verschiebung entgegen der Feder verriegelt ist. Diese Stange kann durch die
übliche Münzauslösung zur Verschiebung freigegeben werden. worauf sie die Bewegung
einer beliebigen Zwischenstange 52 und damit die Öffnung einer beliebigen Warenentnahmevorriclitung
gestattet.
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Die zur Kupplung der an den N\-arenentnahmevorricbtungen vorgesehenen
Stangen 5 3 nlit den Zwischenstangen 52 dienenden Winkelhebel 54 sind an ihrem einen
Arin finit den Stangen 53 durch in ihnen ausgesparte Langlöcher und an den Stangen
53 sitzende Zapfen 61 in beiden Richtungen zwangsläufig und ohne Spiel verbunden.
Die entgegengesetzten Arme der Winkelhebel weisen einerseits eine NZitnehmerkante
62 auf, die mit einem an der Zwischenstange 5-2 vorgesehenen Stift oder Anschlag
63 zusammenwirken, um die Stange 52 beim Öffnen einer Entnahmevorrichtung
nach links zu verschieben. Andererseits sind sie auf der der Iitnehmerkante
62 gegenüberliegenden Seite mit einem Hubnocken 64 versehen, der mit einem
zweiten an der Zivischenstallhe 5 2 vorgesehenen
Anschlag
oder Stift 65 zusammenwirkt. jeder Hubnocken 64 weist einen schräg oder exzentrisch
verlaufenden, als Hubfläche dienenden Rücken und eine etwa rechtwinklig zum Hebelarm
stehende Brustkante auf. Der Hubnocken liegt, wie aus Fig. i ersichtlich, in der
Ruhestellung der Stangen 53 und 5-2 mit der Brustkante etwa parallel zur Bewegungsrichtung
der Zwischenstange 52, wobei der Nocken 64 sich außerhalb des Bewegungsbereiches
des Anschlages 65 befindet, so daß dieser bei einer Verschiebung der Zwischenstange
52 an dem Hubnocken des in Ruhe verbleibenden Winkelhebels 54 vorbeigehen kann.
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Die die Zwischenstangen 52 mit der Verriegelungsstange 43 kuppelnden
Winkelhebel 5<g haben im wesentlichen die gleiche Ausbildung. Sie sind mit den
mitnehmenden Teilen, nämlich den Stangen 52, dadurch in beiden Richtungen zwangsläufig
und ohne Spiel gekuppelt, daß an ihren einen Armen vorgesehene kreisscheibenförmige
Köpfe zwischen Paare von an den Zwischenstangen 52 vorgesehenen Anschläge oder Zapfen
61' eingreifen. (Natürlich könnten hier auch ähnlich wie bei den Winkelhebeln-54
Langlöcher und darin eingreifende Stifte vorgesehen sein, wie umgekehrt bei den
zuletzt genannten Winkelhebeln 54 auch die bei den Winkel liebeln 58 gezeigte
Vebindungsart angewendet werden kann.) Die anderen Arme der Winkelhebel SS weisen
eine Mitnehmerkante 62 auf, die mit einem Stift oder Anschlag 63 an der Verriegelungsstange
43 zusammenwirkt. Sie sind auf der dieser Kante gegenüberliegenden Seite mit einem
Hubnocken 64 versehen, der mit einem zweiten Anschlag oder Zapfen 65 der Veriegelungsstange
43 zusammenwirkt. Auch hier ist die Anordnung so, daß der Zapfen 65 bei einer Verschiebung
der Verriegelungsstgnge 43 an dem Nocken 64 des in Ruhestellung verbleibenden Winkelhebels
58 vorbeigehen kann.
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Die Mitnehmerkanten 62 an den Winkelliebeln 54 und 58 dienen in allen
Fällen dazu, beim Öffnen einer Warenentnahmevorrichtung die Zwischenstange 52 der
zugehörigen Reihe in Richtung auf die Verblockungselemente 56 und die Verriegelungsstange
43 entgegen der Wirkung der Feder :4; zu bewegen. Die Hubnocken 64 haben dagegen
die Aufgabe, beim Schließen einer geöffneten Entnahmevorrichtung die verstellte
Zwischenstange 52 und die Verriegelungsstange 43 in die Ausgangs- oder Ruhestellung
zurückzuführen. Dies geschieht, wie ersichtlich, durch das Zusammenwirken der exzentrischen
Rücken der Nocken 64 mit den Stiften 65 ebenso zwangsläufig wie die Verstellung
der Stangen 52 und 43 beim Öffnen einer Warenentnahmevorrichtung. Die verstellten
Stangen 52 und 43 werden also jedesmal beim Schließen der Entnahmevorrichtung zwangsläufig
und vollständig in die Ruhestellung zurückgeführt. Da die mit den Hubnocken 64 zusammenwirkenden
Stifte 65 in der Ruhestellung der \ \"inkelliebel 54 und 58 an den Nocken
64 vorbeigehen können, so ist trotz der in beiden Richtungen zwangsläufigen Bewegung
der Stangen 52 und 43 die Bedingung erfüllt, daß einerseits beim Öffnen einer Warenentnahmevorrichtung
die zu der Reihe von Entnahme-,-orrichtungen gehörige Zwischenstange 52 mitgenommen
wird, ohne daß diese aber die Stangen 53 der anderen Entnahmevorrichtungen mitnimmt,
und daß andererseits die Verriegelungsstange 43 von der jeweils verstellten Zwischenstange
52 mitgenommen wird, ohne daß die Verriegelungsstange 43 ihrerseits andere Zwischenstangen
mitnimmt.
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Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte
Beispiel, vielmehr sind Abänderungen desselben sowie andere Ausführungen möglich.
So könnte die gezeichnete Einrichtung ohne weiteres bei einem Selbstverkäufer mit
senkrechten Reihen von Warenentnahmevorrichtungen angewendet werden t Fig. a und
5 des Hauptpatents. Ferner könnte sie bei dein beispielsweise in Fig.6 und ; des
Hauptpatents gezeigten Selbstverkäufer mit senkrechten und waagerechten Reihen von
Warenentnahmevorrichtungen benutzt werden. Dabei sind sowohl die in den genannten
Figuren gezeigten Winkelhebel4i und 54 als auch die Winkelhebel 57 und 58 in der
oben beschriebenen Weise einzurichten. Die verschiebbare Verriegelungsstaiige 43
kann auch durch eine drehbare Welle entsprechend der Fig. 3 des Hauptpatents ersetzt
werden. Zn diesem Falle werden an den auf der V erriegelungswelle i9 befestigten
Sektoren 18 je zwei Anschläge oder Stifte angebracht, mit denen die eine Mitnehmerkante
und einen Hubnocken aufweisenden Arme von andererseits mit den Zwischenstangen verbundenen
Winkelhebeln zusaminenwirken. Der Selbstverkäufer kann neben oder an Stelle von
Fächern mit aufklappbaren Türen und/oder von Schubladen auch andere Warenentnahme-
oder -ausgabevorrichtungen aufweisen: z. B. können Verkaufsgegenstände in Form von
rechteckigen Packungen in senkrechten Stapeln angeordnet sein, wobei bei jedem Stapel
ein Auswerfer für den jeweils untersten Gegenstand des Stapels vorgesehen ist. Es
können dabei mehrere Reihen von Stapeln übereinander angeordnet sein. Die in waagerechten
Reihen angeordneten Auswerfer werden mit einer jeder Reihe zugeordneten Zwischenstange
entsprechend der Stange 52 im gezeichneten Beispiel verbunden.