DE71689C - Vorrichtung zum Abdichten von Kugellagern an Fahrrädern gegen Staub - Google Patents
Vorrichtung zum Abdichten von Kugellagern an Fahrrädern gegen StaubInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60B—VEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
- B60B27/00—Hubs
- B60B27/02—Hubs adapted to be rotatably arranged on axle
- B60B27/023—Hubs adapted to be rotatably arranged on axle specially adapted for bicycles
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Rolling Contact Bearings (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1893 ab.
Kugellager sind dem Uebelstand ausgesetzt, dafs durch Eindringen von Verunreinigungen
ein Abschleifen der in einer Kreislinie auf einander reibenden Kugeln und infolge der dadurch
möglichen Formänderung der letzteren schliefslich auch ein Abschleifen der Lagerwandungen
selbst erfolgt. Insbesondere sind diesem Uebelstand Kugellager für Gefährte irgend welcher Art, beispielsweise für Fahrradachsen
und Fahrradkurbeln unterworfen, zu welchen . der sandhaltige Strafsenstaub Zutritt
hat, der infolge seiner grofsen Härte erfahrungsgemäfs in kurzer Zeit eine Deformation
der Lagertheile herbeizuführen pflegt. Diesen Nachtheil hat man bisher durch möglichst
dichten Abschlufs der die Kugeln umgebenden Lagerhälften zu vermeiden gesucht; indessen
ist der erstrebte Zweck auf diesem Wege nur unvollkommen zu erreichen, da eine reibungsfreie
Bewegung der Lagerhälften gegen einander immer das Vorhandensein eines dem Staub
Eintritt gewährenden Spaltes voraussetzt.
Die Abdichtung der Kugellager für Fahrräder soll nun dadurch möglich gemacht werden,
dafs die Lager mit einem consistenten Fett ausgefüllt werden, dessen Schmelzpunkt über
der höchsten, unter normalen Umständen (also auch unter Berücksichtigung der höchsten
Sommertemperatur) in den Kugellagern möglichen Temperatur liegt. Das Fett erhält sich
alsdann während der Benutzung der Fahrräder dauernd in einem zähen, breiförmigen Zustand
und bleibt durch seine blofse Adhäsion an dem Metall in dem Hohlraum des Kugellagers
(und event, der Hohlachse) zurück. Eine Verflüssigung des Fettes, die zu einer theilweisen
oder gänzlichen Entleerung jener Hohlräume und somit zu einem Eindringen von Luft und
Staub führen könnte, tritt daher nicht ein.
Die Ausübung dieses Verfahrens geschieht in der Weise, dafs die Lager, welche nicht an
freien Enden der Achsen gelegen sind (wie beispielsweise die äufsersten Tretkurbellager)
durch einen losen Blechring (m, Fig. 1) geschlossen
werden. Das Fett wird bei den Radachsen durch ein in der Mitte der Lagerbüchse
angesetztes Rohr E eingeführt, welches in leichter Krümmung bis zu den Radspeichen
herangeführt werden kann und für gewöhnlich durch eine Verschlufskappe α geschlossen gehalten
wird. An Stelle dieser Kappe α kann man eine Staufferbüchse auf das Rohr E aufschrauben
und Fett einpressen. Auf diese Weise erreicht man, dafs das Fett, dem Druck der Staufferbüchse folgend, stets von innen
nach aufsen durch die eigentlichen Lager hindurchgeprefst wird. Die Verschlufsringe m
werden durch das Fett selbst gegen den Rand der Lagermutter angedrückt und bilden einen
Widerstand, der genügt, um das Abschleudern des Fettes durch die Schwungkraft zu verhindern.
Wird nach einigem Gebrauch von aufsen angesetzter Staub zwischen die Fugen des Lagers hineingemahlen, so genügen einige
Umdrehungen der Staufferbüchse, um denselben nebst einem Theil des das Lager erfüllenden
Fettes herauszupressen.
Ein mit dieser Vorrichtung versehenes Fahrradlager bedarf daher niemals der Schmierung
und Reinigung. Vielmehr genügt es, in sehr langen Zeitabständen die Staufferbüchsen von
neuem mit Fett zu füllen.
Bei der in der Fig. 2 dargestellten Tretkurbelachse ist es nicht erforderlich, das Fett von
der Mitte der Lagerbüchse aus durch beide Lager von innen herauszupressen. Da die Tretkurbelachse
dieser beispielsweise gewählten Construction ein freies Ende hat, welches also luftdicht abgeschlossen werden kann, so genügt
es, das eine innere Lager durch einen Widerstandsring zu schliefsen, während das Fett von
dem freien Ende hereingeprefst wird. Ist das Lager gefüllt, so wird die Oeffnung, durch die
das Fett eingeprefst worden ist, durch eine Schraube dicht abgeschlossen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Vorrichtung zum Abdichten von Kugellagern an Fahrrädern gegen Staub, darin bestehend, dafs der ganze Hohlraum des Lagers mit consistentem Fett ausgefüllt wird, welches durch ein im mittleren Theil der Hohlachse einmündendes Rohr (E) von innen nach aufsen durch die Lager hindurchgeprefst wird, in Verbindung mit einer den Austritt des Fettes aus dem Kugellager hinderndenVerschlufsvorrichtung. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung an Tretkurbelachsen, bestehend in einer zum Ansetzen einer Staufferbüchse oder einer Verschlufsschraube geeigneten Ausbildung (0) des am Aufsenlager befindlichen Verschlusses, in Verbindung mit einem die Abdichtung vermittelnden Ring (m) auf der dem Kurbelarm zugewendeten Seite der Achse.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71689C true DE71689C (de) |
Family
ID=344974
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71689D Expired - Lifetime DE71689C (de) | Vorrichtung zum Abdichten von Kugellagern an Fahrrädern gegen Staub |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71689C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098218B (de) * | 1955-06-27 | 1961-01-26 | William M Reese | Vorrichtung zur UEbertragung einer Drehbewegung in Form einer Durchfuehrung einer gelagerten Welle durch eine Wand |
-
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- DE DENDAT71689D patent/DE71689C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098218B (de) * | 1955-06-27 | 1961-01-26 | William M Reese | Vorrichtung zur UEbertragung einer Drehbewegung in Form einer Durchfuehrung einer gelagerten Welle durch eine Wand |
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