DE7151A - Maschine zum Schleifen von Hartwalzen - Google Patents
Maschine zum Schleifen von HartwalzenInfo
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Description
1879.
KARL BREITENBACH in SIEGHÜTTE. Maschine zum Schleifen von Hartwalzen.
Pätentirt im Deutschen Reiche vom Ö.März 1879 ab.
Diese Maschine soll hauptsächlich für kleinere Hartgufswalzen angewendet werden, welche
von gröfster Härte hergestellt, beim Nachdrehen bedeutend mehr verlieren, als erforderlich. Beim
Abschleifen hingegen verliert die Walze nicht mehr, als eben zum Richtigwerden erforderlich
ist und geschieht das Abschleifen der zwei Walzen zugleich. Ein Nachschmirgeln ist nicht
mehr erforderlich.
Beiliegende Zeichnung stellt einen Grundrifs und eine Seitenansicht der Maschine dar. Auf
einer Fundamentplatte mit drei abgehobelten Erhöhungen, in welchen nach unten erweiterte
Nuthen für Schrauben eingegossen, stehen zwei hohle gufseiserne Ständer, welche durch Schrauben
mit der Platte fest verbunden sind. Nach der entsprechenden Ballenlänge der Walzen
können die Ständer verschoben werden und nehmen letztere die beiden Walzen auf; die
untere Walze in zwei seitlich verschiebbaren Unterlagern und die obere in zwei geschlossenen,
an die senkrechte Seite der Ständer festgeschraubte geschlossene Lager. Beide Walzen
berühren sich und werden in ihrer Längenrichtung durch seitliches Verschieben der Unterlager
eingerichtet.
Die Verlängerung beider Ständer dient zur Aufnahme des Schleifapparates; derselbe kann
den Walzen beliebig genähert oder entfernt werden vermittelst zweier mit Handrädern versehenen
Schrauben, deren Muttern am äufseren Ende der Ständer festgeschraubt sind.
Das Untergestell des Schleifapparates trägt einen Schlitten, an dessen unteren Seiten eine
Zahnstange festgeschraubt ist; im Untergestell liegt eine Spindel, an deren einem Ende ein
Stellrad und am anderen ein Getriebchen zur Fortbewegung des Schlittens festsitzt. Der
Schlitten trägt in zwei angegossenen Böcken zwei drehbare Hebel; diese nehmen drei Riemenrollen
und das Schmirgelschleifrad auf. Der Riemen erhält seine Führung durch diese drei
Rollen, die vordere treibt das Schmirgelrad und die zwei mittleren laufen lose auf ihren Spindeln.
An einer die hinteren Enden des Hebels verbindenden Traverse befindet sich ein Stellrad
mit Spindel, wodurch das Schleifrad den Walzen entsprechend gerichtet wird.
Beide Walzen sind durch auf die Kuppelzapfen aufgesteckte Zahnräder verbunden und
in dasjenige der unteren Walze greift ein Getriebchen, welches auf seiner Spindel lose läuft.
Das eine Ende der Spindel ist im Ständer festgeschraubt und ist von· dem festen Kopf an
excentrisch gegen das andere Ende gedreht, so dafs durch Drehen der Spindel der Zahneingriff
verändert werden kann. Die auf dem Getriebe festgekeilte Riemscheibe ist mit einer entsprechenden
Riemscheibe auf der Transmissionswelle durch Riemen verbunden. Die Transmissionswelle
trägt noch eine Trommel, welche um die Riemenbreite und die Breite des Schleifrades
länger sein mufs als der Ballen der zu schleifenden Walzen. Diese Trommel ist mit
den Riemenrollen der Schleifmaschine durch einen Riemen verbunden und mufs die Uebersetzung
derart sein, dafs bei circa 1200 bis 1400 Touren des Schleifrades die Walzen circa
30 bis 40 Touren pro Minute machen. An dem einen Ende der Transmissionswelle befindet sich
noch ein verstellbares Excenter, welches mit'
dem auf der Spindel zur Langbewegung des Schlittens angebrachten Hebel mit Sperrhaken
und Sperrrad verbunden ist, wodurch ein regelmäfsiger Selbstgang bewerkstelligt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine, in der zwei zugehörige Walzen mit einem Schmirgelschleifrade geschliffen werden, wie gezeichnet und beschrieben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Family
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