DE71484C - Elektrizitätszähler mit durch Uhrwerk eingeleiteter absatzweiser Zählung - Google Patents

Elektrizitätszähler mit durch Uhrwerk eingeleiteter absatzweiser Zählung

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DE71484C
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DENDAT71484D
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Firma HARTMANN & BRAUN in Bockenheim-Frankfurt a. M
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der im Folgenden beschriebene Elektricitätszähler besteht aus einem Strom- oder Kraftmesser, bei welchem der Weg, um den eine Feder gedreht oder ausgedehnt werden mufs, bis dieselbe der im Strom- oder Kraftmesser herrschenden Kraft das Gleichgewicht hält, auf ein Zählwerk vermittelst eines Elektromagneten, dessen Stromkreis ein Uhrwerk in bestimmten Zeitabschnitten schliefst, übertragen wird.
Bedient man sich für die Elektricitätsmessung eines, Instrumentes, bei welchem die relative Lage des festen Theiles zum beweglichen dieselbe bleiben mufs, wie z. B. beim Elektrodynamometer oder Torsionsgalvanometer, so ist hierbei der Winkel, um welchen die Feder gedreht oder, falls entsprechend angeordnet, ausgedehnt werden mufs, um Gleichgewicht herzustellen, die der jeweiligen Gröfse ' des Mefsobjects entsprechende Bewegung. Ueberträgt man diese Bewegung in bestimmten Zeitabschnitten auf ein Zählwerk, so summirt letzteres die Kraftmenge (Wattzähler) oder Strommenge (Coulombzähler), welche durch die Vorrichtung gegangen ist.
Zur Erreichung dieses Zweckes ist folgende Anordnung getroffen:
Der bewegliche Theil k eines Elektricitätsmessers M ist mit einer Zunge \ versehen, welche zwischen zwei Anschlagstücken c C1 spielt, so dafs die Bewegung desselben nach beiden Seiten eng begrenzt ist. Das eine Anschlagstück c ist als Stromschlufsstück ausgebildet und ist die Schaltung so getroffen, dafs der Stromkreis eines Elektromagneten E so lange geschlossen bleibt, als die Zunge ■{ auf c aufliegt. Der bewegliche Theil k mit der Zunge \ des Elektricitätsmessers M wird durch eine Feder F in stromlosem Zustande in der Ruhelage zwischen den beiden Anschlagstücken c C1 gehalten.
Diese Feder F ist andererseits mit einer Walze W verbunden. An letztere greift gleichzeitig der Anker α des Elektromagneten S, dessen Stromkreis durch ein Uhrwerk U in bestimmten Zeitabschnitten geschlossen wird, derartig an, dafs bei der Bewegung des Ankers a die Walze W gedreht und hierdurch die Feder F gespannt wird.
Die Stromrichtung in M ist so gewählt, dafs die Kraft dieses Messers der Federkraft entgegenwirkt. Der Elektromagnet 5 ist so ausgebildet, dafs derselbe die Stromwirkung in M bei dem gröfsten Stromdurchgang überwinden kann, so dafs also F stets bis zu demselben Punkt gespannt und die Walze W stets um denselben Winkel gedreht wird. Kreist. nun in M Strom, so wird bei der jedesmaligen Stromschliefsung von S die Zunge \ um so länger auf c liegen bleiben, je gröfser die Elektricitätsmenge, welche durch M fliefst, ist, ebenso wird der Elektromagnet E entsprechend der Stromwirkung in M längere oder kürzere Zeit erregt bleiben. Damit nur derjenige Weg von W, welcher der jedesmaligen Gröfse des Mefsobjects entspricht, auf das Zählwerk übertragen wird, ist letzteres um den Punkt ρ drehbar angeordnet und wird durch den Elektromagneten E, so lange in diesem Strom kreist, mit dem ersten Zählrad R gegen die Walze W geprefst, so dafs R (entweder durch Reibung oder mittelst Zahnrades) während der Dauer der Erregung von E ge-
zwungen wird, an der Bewegung von W theilzunehmen, wodurch erreicht ist, dafs die Umdrehungen von R der Elektricitätsmenge in M proportional sind.
Fig. ι zeigt die Anordnung, bei der die Feder F eine geradlinige Bewegung erfährt, während in Fig. 2 die Feder auf Drehung beansprucht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei elektrischen Mefsinstrumenten die Aufhängung des beweglichen Theiles dieses Messers an dem einen Ende einer Feder, deren anderes Ende mittelst einer um ein Uebertragungsrad gewickelten Schnur mit einer die Feder in bestimmten Zeiträumen anspannenden Vorrichtung verbunden ist, in Verbindung mit einem Elektromagneten, welcher beim Durchgang des zu messenden Stromes durch den festen Theil der Mefsvorrichtung infolge der dadurch veranlafsten Veränderung der Lage des beweglichen Theiles dieses Messers erregt wird und dessen Anker beim Anzug ein Zählwerk mit dem genannten Uebertragungsrad kuppelt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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