DE714653C - Sicherheitsvorrichtung gegen das Abstuerzen von Foerderkoerben - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung gegen das Abstuerzen von FoerderkoerbenInfo
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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Description
- Sicherheitsvorrichtung gegen da# Abstürzen von Förderkörben Um eine größere Sicherheit gegen das Ab- stürzen von Förderkörben im Falle eines Seilbruches zu erzielen, hat man bereits Sicherheitsvorrichtungen geschaffen, bei denen außer dem Treibseil ein nicht angetriebenes, über die beweglich verlagerte, gewichtsbelastete Umlenkscheibe geführtes Fangseil vorgesehen ist, welches beim Bruch des Hauptseiles durch eine Bremse selbsttätig abgebremst wird. Man hat zu diesem Zwecke oberhalb der Umlenkscheibe für das Fangseil einen feststehenden Bremsanschlag angeordnet, gegen welchen die Umlenkscheibe beim Bruch des Hauptseiles gezogen wird und welcher auf die Umlenkscheibe, im Sinne einer Bremsung einwirkt. Mittels der be-Icannten Vorrichtung läßt sich nur ein besth-rimter Höchstwert der B-remseinwirkung erzielen. Die Bremskraft ist eindeutig ge- geben durch den Druck, mit welchem die Umlenkscheibe durch die beiden Fangseilstränge an den Breinsanschlag angepreßt wird und durch die jeweiligen Reibungsverhältnisse. Es ist daher damit zu rechnent, daß bei unfTünstigen Umständen der zwischen der Umlenkscheibe und dein Bremsanschlag auftretende Druck nicht ausreicht, um eine ,schnelle Abbremsung der Drehbewegungen der Scheibe zu erzielen. Ein solcher Fall wird beispielsveise dann eintreten müssen, wenn der einestark beladene Förderkorb sich im oberen 'feil des Schachtes, der andere weniger stark beladene ini unteren Teil des Schachtes aufhält. In diesem Fall hat nämlich der oben befin#dliche Förderkorb infolge seines starken Übergewichtes das Bestreben,
,ich suhr #;tark nach zu 1)"#schlütinigun und liierl)#--i Kräfte auf die ebenfalls in 13-1-schleunigte Drehung versetzte Umlenk- -#Cheibe züi übertragen. lutilz,clieil)e auf den Stillstand abzubreinsen; us kommt vielmuhr darauf an, daß däs üBerg ,lie Unilenkscheibe -eführte Fan-seil und die an ihm hängenlen F;ircl,-rlzörbe abgebrernst werlen. Es besteht die Möglichkeit, daß in- fGIgie der erhcl)licli2n kineetischen Energie der aus den Förillerk,--Irben un,1 dem Fangseil be- \fassen (las Seil die Neigung zeigt, stehenden b b über die inzwischen zum Stillstand gc- korninene oder docH' stark abgebreniste Um- 1(:nlz.sche;])e mit -rößerer Geschwindigkeit zu gl#-,te-i. S,) daß lic -Massen der Förderkörbe u11-1 (ler Seh- sich noch immer führerlos weiter bewegen. Wenngleich die Geschwin- --ligkeit d 1 se , ng in den meisten g e r Bewe-ii II Fällen nicht besenlers groß sein dürfte, so #,tellt sie doch eni erhebliches Gefahrenmo- nient dar, welches mit Rücksicht auf die Er- haltung von Men!#chenleben und der wertvol- len maschinellen Einrichtun-en der Förder- anlagen beseitigt werden muß. Die Erfindung ermöglicht es, die Bewegung Je,; Fangseiles und rIes Förderkorbes sicher zu regeln un-1 zu beherrschen und insb,2- sondere ein Gleiten des S.eiles über die Um- lenkscheibe mit Sicherheit züi vermeiden. Dies- wird erreicht, wenn erfindungsgemäß dem I beim Bruch des Treibseiles mit der Umlenk- scheibe des Fanggefles in Wechselwirkung, tretenden, vorzugsweise abgefederten Brenis- anschlag zur Begrenzung der Aufwärtsbe- -,ve-,tin- und der -Drehun- der Unilenkscheib- als Fall- eInu besonderu, Vor-ZU-SV-Cli#IC gewichtsbremse ausgebildete Brernseinrich - tung zugeordnet ist, die durch die Bewegung ,ler Umletrkscheibe gegen den Brernsanschlag, ausgelöst wird und mindestens auf das Fang,-- seil einwirkt. Die neue Vorrichtung sieh, demnach Mittel vor, welche gerade auf die Bewegun- des Seiles einwirken und welche in len besonders ungünstigen Fällen, in denen (las Seil nach dem Festbremsen der Umlenk.- scheibe sich noch weiter zu bewegen bestrebt ist, für die sichere Abbremsung des Seiles sorgen und damit führerlose Bewegungen der (,rheblichen Massen der Förderkörbe und des Fangseiles verhindern. Diese Aufgabe konnte, wi-, oben dargelegt, mittels des an sich be- kannten Bremsanschlages für die Umlenk- scheibe nicht gelöst werden; es bedurfte hier- zu vielmehr der Anordnung, einer besonderen Bremsvorrichtung. Diese besondere Brerns- vorrichtun- läßt sich als regelbare Bremse ausbilden. Das hat den Vorteil, daß man diz Bremseinwirkung auf das sich noch etwa weiter bewegende Seil und die Förderkörbe nicht nur die Weiterbewegung der Umlenk-.,cheibe verhindert, sondern es wird auch die Drehbewegung der Umlenkscheibe abgebremst. In vielen Fällen kommen mit der Umlenkscheibe ii auch das Sicherheitsseil io und die Förderkörbe zum Stillstand. Bei un-Cr - ber das Fang-"ünsti,en Verhältnissen kann a seit unter dem Einfluß-seiner eigenen großen kinetischen Energie und derjenigen der Förderkörbe über die festgebremste Umlenkscheibe hinweggleiten. Um eine solche Menschenleben und wertvolle maschinelle Einrichtungen gefährdende führerlose Weiterbewegung zu vermeiden, ist eine weitere zusätzliche Bremse in Form einer Fallgewichtsbremse 15 vorgesehen. Sie ist beim Ausführungsbeispiel an dem Gehänge angeordnet, mit welchem das Gewicht 13 an die Achse der Umlenkscheibe ii angehängt ist. Die Bremse ist im Übrigen so ausgebildet, daß sie bei Bewegung der Umlenkscheibe gegen den Brems-e, ZD a nsc -hla,' - 14 ausgelöst wird. Eine solche Fallgewichtsbremse hat den Vorteil der Regelbarkeit, und so kann man mit ihrer Hilf(-, die etwaige Weiterbewegung der Förderkörbe nach dem Festbrenisen der- Umlenkscheibe i i so regeln. daß die Förderkörbe an der 11ängebank und Fördersohlen zum Stillstand kommen.Uän , i -v ',j2tiilz un-1 (len Fördersoh 1 en zu in Still- .;tanz! bring#M kann. damit in den Förder- l#i;rl),-n befinIliche Menschen oder Güter rlie F;5i7-1-,rlll-.örbc- verlassen bzw. au# Hinen licrausgenommen -werden und die sogleich beginnen kön11211. D-e zusätzliche Fall--,wichtsbrerns.- kann ratur-emaß ri verschielener Weisc ausge- b'Het un-1 aligc(,-r.Itiet sein. Es hat sch al.z 1)2Sf#ii,lei7-# zweclz#n-iäP-ig herausgestellt, desc Breinse an dein an die Umlenkscheibe ange- Belastungsgewicht bzw. an dem G.2wicht mit der Umlenkscheibe ver- -1 -11 Gehän- aiizi-ic)r#liicii. in der Zeichnung ;st Ier Gegenstancl Acr Erfindung <in einem AuStührung's!)eispiel flar- g#!stellt. Fig. I zeigt schürnatisch lie Vorrichtung ,i sLitunansicht. Fig.2 ist eine Vorderansicht der oberei) Suilscheibc sowie der Vorrichtungen zum Al) brein#,en --.or für Aas Fan,-seil und des Fangseiles selbst. I Die beiden i und 2 Ju-In- 'ICI-1 _t1-11 Förd,rseil - 1 _3. das -,1-om Förder- Ivirbi übc-,- riie Seilscheibe4 zür Treil)- -#Che:b# ; tinl von dort iibür die auf clers,#ll)c-n At21ist#fi -"*t7#211de gleich gro l# ße Seilscheibe7 zum F;#i-clerlzorb 2 läuft. Außerdem sin-, (11## 1)u,*flleii För,-Ilerkörbe durch ein Unterseil 8 ver- handen. (las über eine Scheibe 9 im Schacht- stiiiii)i -,#führt ist. Am Förderkorb i ist v,-tfit#jr uin Sicherbeitsseil olen F7#ii-#zeil io 111 -gt. Ias ül)z-r ein,- los2 auf der Achse(, sitzeil,le Scilscheibe io' 1111-1 über eine _u11-- lenk##heibu- ii züi einer ebenfalls lose auf der Achse 6 sitzenden Scheibe 12 geführt und mit lem an-" Ert,le am Förrlerkorb:2 befesti-t L' -#II d'##r -VI der UnlIenkscheibe ii eD -reift II GeWicht 13 an. Die Umlenkscheibe i r kann a1),ji- auch durch Federn oder durch mit uInem Druckmittel beaufschlagte Hubzylin- #ier bela#stet sein. Durch die Gewichtsbe- 1-astung wird das Seil io in Spannung ge- halten. Zweckmäßi ' - ist das Gewicht 13 s0 hernussun, daß das Seil io einen Teil der am l#-Örcl,01-sc#l 3 hängenden Last ständig mit- trägt. Rcillt rias Förderseil 3, dann geht die Ge- a111 ClaS SiCI1C17h--iiS-z-,il 10 Übei-. L-- folgedessen wird die Umlenkscheibeii samt dem Gewicht 13, das in (nicht dargestellten) Führungen gelagert sein kann, verschoben. Am Ende des Verschiebinigsweges ist eine Bremseinrichtung vorgesehen, die aus einem fest oder auch federnd verla-erten Brems- -#- i#. besteht. Durch Anlegen der anschl-, Umjenkscheibe i i am Bremsanschlag 14 wird - Von besonderem Vorteil ist der Umstand, (laß die Fangvorrichtung nach der Erfindung keinerlei Wartung bedarf, weil die Teile, die ,in Falle des Seilbruches zur Wirkung zli icomnien, ständig mitbewegt werden, also sich nicht festsetzen oder einrosten können und zu ihrer Inbetriebsetzung keiner äußeren Kraft bedürfen. Selbstverständlich kann man statt eines Fan,-Seiles auch zwei parallel geschaltete Fangseile verwenden.
- Das Fangseil Imnn ferner die gleiche Stärke wie das Förderseil oder eine kleinere oder vorzugsweise größere Stärke erhalten.
- ki
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Sicherheitsvorrichtung gegen das Ab- stürzen von Förderkörben, insbesondere in Bergwerken, bei welcher außer dem Treibseil ein nicht angetriebenes, über die beweglich verlagerte, -,ew;chtsl--elastete Umkehrscheibe geführtes Fangseil vorgesehen ist, das im Bruchfall des Hauptseiles durch eine Bremse selbsttätig abgebremst wird, dadurch gekennzeichnet daß dem beim Bruch des Treibseiles (3) mit der Umkehrscheibe (i i) des Fangseiles (io) in Wechselwirkung tretenden, vorzugsweise abgefederten Bremsanschlag (14) zur Begrenzung der Aufwärtsbewe-, gung ' und Drehung der Umlenkscheibe (i i) noch eine besondere, vorzugsweise als Fallgewichtsbremse ausgebildete Brernseinrichtung (15) zugeordnet ist, die durch die Bewegung der Umlenkscheibe gegen die Bremsbacke (14) ausgelöst wird und mindestens auf das Fangseil (io) einwirkt.
- 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Fallgewichtsbrenise an dem an die Umlenkscheibe angehängten Gewicht (13) bzw. dem dieses Gewicht mit de,. Scheibe (ii) verbindenden Gehänge angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED75317D DE714653C (de) | 1937-05-15 | 1937-05-15 | Sicherheitsvorrichtung gegen das Abstuerzen von Foerderkoerben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED75317D DE714653C (de) | 1937-05-15 | 1937-05-15 | Sicherheitsvorrichtung gegen das Abstuerzen von Foerderkoerben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE714653C true DE714653C (de) | 1941-12-04 |
Family
ID=7061909
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED75317D Expired DE714653C (de) | 1937-05-15 | 1937-05-15 | Sicherheitsvorrichtung gegen das Abstuerzen von Foerderkoerben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE714653C (de) |
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1937
- 1937-05-15 DE DED75317D patent/DE714653C/de not_active Expired
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