DE714178C - Verfahren zur fortlaufenden Aufarbeitung staerkehaltiger Suspensionen - Google Patents
Verfahren zur fortlaufenden Aufarbeitung staerkehaltiger SuspensionenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
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Description
- Verfahren zur fortlaufenden Aufarbeitung stärkehaltiger Suspensionen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur fortlaufenden Aufarbeitung stärkehaltiger Suspensionen zur Bildung eines Schaumes mit Hilfe von Gasen. Die. neue Arbeitsweise besteht darin, daß der gebildete Schaum abgeführt, auf einem Filter oder Sieb aufgefangen wird, wobei die mitgerissene Flüssigkeit und die sich verflüssigenden Schaummengen der Ausgangsflüssigkeit zur Zerschäumung von neuem zugeführt werden.
- In der Technik hat man bisher Stärke aus stärkehaltigen Rohstoffen meist dadurch gewonnen, daß die Ausgangsstoffe fein zerteilt, mit Wasser aufg geschlämmt und die Stärke von den übrigen Bestandteilen-durch Schleudern, mehrfaches Dekantieren, . Flauen und ähnliche mechanische -Maßnahmen .abgetrennt wurde. Die neue Arbeitsweise erlaubt :es, erheblich rascher .und. einfacher zu einer Zerlegung der Rohstoffe in Stärke- und Nichtstärkestoff zu gelangen-.
- Eine Trennung von Stärke und Kleber nach den Grundsätzen der. Flotation ist an sich bekannt. Hierbei wird diskontinuierlich gearbeitet; Kleber, Eiweißstoffe und sonstige Verunreinigungen gehen in die Schaumphase, die Stärke bleibt in, der Flüssigkeit zurück. Diese Trennungsmethode erreicht dann ihr praktisches Ende, sobald das Adsarptionsgleichgewicht zwischen der Flüssigkeit und Schaumphase erreicht ist. Es ist daher beispielsweise die Trennung der Proteine von der Stärke nur beschränkt möglich.
- Anders bei der neuen Arbeitsweise, welche im Gegensatz zu der bekannten kQntinuierlich ,arbeitet. Damit kann sich ein Gleichgewicht zwischen der Schaumphase und der Flüssigkeit nicht ausbilden, denn es wird fortlaufend durch die umlaufende Flüssigkeit gestört. Daraus ist ohne weiteres einzusehen, daß eine Trennung der im Schaum sich anreichernden Stoffe von den in der Flüssigkeit befindliichen viel weitergetrieben werden kann. Auf diese Art ist es nämlich möglich, zu einer quantitativen Enteiweißung von- Stärkesuspensionen zu ;gelangen, während sich bei der Flotation als Nachteil ergibt, daß ein gegebenes Volumen sich mit dieser Apparatur nicht vollständig in Schaum verwandeln läßt, weil unterhalb der Luftzuführung und des Propellers immer noch ein toter Raum bleibt. Dementsprechend entziehen sich stets gewisse Anteile von Rohfaser und Stärke der Zerschäumung, und zwar etwa in gleichen Mengen. Während des Weges auf der schiefen Ablaufebene setzen sich beträchtliche Mengen Rohfaser zu Boden, die entweder mit in die Stärkefalle gehen oder aber den Ablaufschlitz versetzen, falls man ihn enger macht,, Der nach dieser Arbeitsweise gebildete Schaum ist sehr grobblasig und daher weniger tragfähig als ein feinblasiger.
- Die Folge dieser Tatsache ist, daß die Trennung von Stärke und Rohfaser nur eine begrenzte ist. Praktisch durchgeführte Versuche ergaben, daß in der ,anfallenden 'Stärke noch ein Gehalt von 8,80:o Rohfasermengen vorliegt. Die Bestimmung wurde in der Weise durchgeführt, daß eine eingewogene Menge Stärke mit einer Diastaselösung versetzt und bei 6o bis 7o" C verzuckert wurde. Die ungelöste Rohfaser wurde abfiltriert und nach dem Trocknen gewogen.
- Mit den gleichen Kartoffeln wurde bei dem Kreislaufzerschäumungsverfa.hreneine Reinheitsverbesserung der Stärke um mehr als rooolo erzielt. Die Stärke enthielt nur noch 3,75% Rohfaseranteile. Nun kann man diesen Reinheitsquotienten noch weiterhin verbessern (bei beiden Verfahren), indem man in hintereinandergeschalteten Kolonnen die Zerschäumungsprozedur der ,anfallenden Stärke mehrmals durchführt. Man erhält hierbei beim Kreislaufzerschäumungsverfahren pülpefreie Stärke, d. h. auch noch der zunächst gering vorhandene Rohfaseranteil wird hierbei durch Zerschäumung vollständig herausgewonnen. Es ergibt sich jedoch bereits auf Grund der Anfangszerschäumung bei dem Verfahren gemäß der Erfindung eine erheblich bessere Wirkung .als bei dem Verfahren nach der britischen Patentschrift 159838, so daß bis zu dem gewünschten Reinheitseffekt eine wesentlich geringere Zahl von Zerschäumungskolonnen sich ,als notwendig erweist.
- Das der neuen Arbeitsweise zugrunde liegende Prinzip der Zerschäumung, in der Technik kurz Kreislaufzerschäumung genannt, ist Gegenstand des Patents 66o992. Sie beruht darauf, daß kolloide Stoffe quantitativ in den an den Grenzflächen von Schaum Vermahlenen angereichert werden, wenn man durch Einleiten geeigneter Gase, beispielsweise Kohlendioxyd, in einer schaumbildenden wäßrigen Suspension Schaum erzeugt, diesen auf einem Filter, Sieb u. d,-,1. auffängt und den sich verflüssigenden Anteil des Schaums dem Ausgangssystem von neuem zuführt, wobei der sich hierbei bildende Schaum für sich getrocknet wird.
- Stärkehaltige Materialien, wie z. B. Kartoffeln, werden in bekannter Weise zu einem feinen Schlamm (Reibset) zerteilt. Verdünnt man einen solchen Schlamm mit Wasser beispielsweise im Verhältnis t : 9 und unterwirft 'die,ses Gemisch der technischen Zerschäu-Irh, r; so erhält man zwei Anteile: mit dem ##t'nm überführt wird vor\%-iegend das Kar-'Eöffeleiweiß, die Rohfaser i Pülpe) und ähnliche nicht echt gelöste Stoffe. Im Rückstand verbleibt eine wäßrige Lösung echt gelöster Stoffe und vorwiegend Stärke in suspendierter Form, die sich schnell absetzt. Die abgesetzte Stärke erweist sich als praktisch eiweißfrei und enthält auch nur noch geringe Mengen nicht mehr innig vermischter Rohfaser.
- Das im Schaum überführte Eiweiß und Rohfaser enthaltende Material kann spontan oder unter Zuführung von Wärme getrocknet und für sich oder unter Zusatz anderer Materialien als Futtermittel verwendet werden.
- Dieser Grundsatz, auf die Aufarbeitung stärkehaltiger Suspensionen angewandt, ergibt, daß stärkehaltiges Rohmaterial, für deutsche Verhältnisse praktisch gesprochen Kartoffeln, fein zu zermahlen ist. Während bei den bisherigen Arbeitsweisen, bei denen aus Suspensionen stärkehaltiger Stoffe ein Schaum erzeugt wurde, diskontinuierlich gearbeitet wurde, wobei in erster Linie der Kleber in den Schaum überging, die Stärke in der Flüssigkeit zurückblieb, besteht die neue Arbeitsweise darin, daß man die stärkehaltigen Rohstoffe fein zerteilt und in diesem Zustand aufschlemmt. Hierzu kommt weiter, daß diese so schon auf besondere Art gewonnene Trübe vollständig zerschäumt wird, der dabei sich bildende Schaum abgetrennt und die aus dem Schaum abtropfende Flüssigkeit einer erneuten Zerschäumung im Kreislauf zugeführt, die Zerschäumung also kontinuierlich durchgeführt wird.
- Dadurch wird ein Mehrfaches erreicht: Alle schaumbildenden Stoffe gehen in den Schaum über, da sie ja das Schaumgerüst bilden; ferner gehen Rohfaser und sonstige Trübstoffe in den Schaum über und werden so mit dem Schaum mechanisch ausgebracht. Zurück bleibt hingegen die Stärkesuspension.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Aufarbeitung stärkehaltiger Suspensionen durch Bildung eines Schaumes mit Hilfe von Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß der gebildete Schaum abgeführt, auf einem Filter oder Sieb aufgefangen wird, wobei die mitgerissene Flüssigkeit und die sich verflüssigenden Schaummengen der Ausgangsflüssigkeit zur Zerschäumung von neuem zugeführt werden.
Priority Applications (1)
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| DEO23377D DE714178C (de) | 1938-01-18 | 1938-01-18 | Verfahren zur fortlaufenden Aufarbeitung staerkehaltiger Suspensionen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE714178C true DE714178C (de) | 1941-11-22 |
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|---|---|---|---|
| DEO23377D Expired DE714178C (de) | 1938-01-18 | 1938-01-18 | Verfahren zur fortlaufenden Aufarbeitung staerkehaltiger Suspensionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE714178C (de) |
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1938
- 1938-01-18 DE DEO23377D patent/DE714178C/de not_active Expired
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