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Seeflugzeug mit als Schwimm- und Lufttragkörper dienenden Hilfsflügeln
Die Erfindung bezieht sich auf Seeflugzeuge mit einem oberhalb des Rumpfes angeordnetem
und mit ihm starr verbundenen Tragdeck und mit von den Rumpfseiten sich erstreckenden,
als Schwimm- und Lufttragkörper dienenden Hilfsflügeln, gegen die das Tragdeck abgestützt
ist.
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Erfindungsgemäß sind die zugleich als Schwimmkörper ausgebildeten
Hilfsflügel an eine in Flugrichtung sich erstreckende Achse am Flugzeugrumpf ausschwingbar
angeschlossen und sowohl vermittels gelenkig an ihnen befestigten, im wesentlichen.
vertikalen Streben als auch mittels an sich bekannten diagonalen Stützstreben mit
dem Tragdeck gelenkig verbunden. Die diagonalen Stützstreben sind mit ihrem unteren
Ende gelenkig an einem an der Hilfsflügelausschwingung nicht teilnehmenden Stützkörper
am Rumpf angelenkt. Außerdem haben die in einer Querebene liegenden. Diagonal- und
Vertikalstreben einen gemeinsamen Kreuzungspunkt, an welchem sie gelenkig vereinigt
sind. Die inneren Enden der Hilfsflügel sind zwecks ihrer Verstellbarkeit an senkrecht
verschiebbar an den Seitenwänden des Flugzeugrumpfes angeordneten Stützkörpern gelenkig
befestigt; auch die. unteren Enden der diagonalen Stützstreben sind an diese Stützkörper
gelenkig angeschlossen.
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Die Erfindung bezweckt hierdurch, die Hilfsflügel derartig gegenüber
dem Flugzeugrumpf verstellen zu können, daß ihre äußeren Enden nicht in das Wasser
eintauchen, oder auch um zu verhüten, daß die als Schwimmkörper ausgebildeten Hilfsflügel
aus dem Wasser heraustreten, wenn sie sich durch das Wasser hindurchbewegen. Die
Befestigungsweise
der Hilfsflügel ist derartig, daß keine Biegemomente
dort auftreten, w o - die Hilfsflügel mit dem Flugzeugrumpf verbunden sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Seeflugzeuges gemäß
der Erfindung dargestellt: Abb. i ist eine schaubildliche Darstellung des Seeflugzeuges.
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Abb. 2 zeigt schematisch einen Hilfsflügel nach der Erfindung im Grundriß.
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Abb.3 ist eine Vorderansicht des Hilfsflügels mit den benachbarten
Teilen des Rumpfes und der Streben, die zu dem Tragdeck führen.
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Abb. 4 ist eine Endansicht des Hilfsflügels, betrachtet von der linken
Seite der Abb.2. Abb. 5 ist eine Endansicht des Hilfsflügels, betrachtet von der
rechten Seite der Abb.2, und Abb. 6 und 7 sind Querschnitte nach den Linien VI-VI
und VII-VII der Abb.2 und veranschaulichen die verstellbare. Befestigung des Hilfsflügels
an dem Flugzeugrumpf sowie den Anschluß der Druckstreben, die zum Tragdeck des Flugzeuges
führen.
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Gemäß der Abb. i ist das Tragdeck. 13, an welchem die Luftschraubentriebwerke
15 sitzen, oberhalb des Rumpfes Io angeordnet und mit ihm starr verbunden.
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Die im Zusatz zu der üblichen Befestigung des Tragdeckes 13 an jeder
Seite des Flugzeugrumpfes i o aneordneten Streben werden im folgenden nur' für eine
Seite des Flugzeuges beschrieben.
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Die Streben bestehen aus einer vorderen und hinteren Diagonalstrebe
16 bzw. 17 sowie einer vorderen und hinteren Vertikalstrebe 18 bzw. 19. Die Streben
16 und 18 bzw. 17 und 19 schneiden sich bei 21 bzw. 22 und sind an diesen Schnittpunkten
miteinander gelenkig verbunden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die
vertikalen Streben 18 und 19 je aus zwei unabhängigen Streben, nämlich einem Strebenteil
oberhalb und einem« unterhalb der Kreuzungspunkte 21 bzw. 22. Die Vertikalstreben
16 bzw. 17 erstrecken sich von dem Flugzeugrumpf Io auswärts und aufwärts, und ihre
oberen Enden sind finit dem vorderen bzw. hinteren Holm des Tragdeckes 13 verbunden.
Die unteren Enden der Diagonalstreben 16 und 17 sind gelenkig bei 23 bzw. 2.1 mit
dein Gestell des Flugzeugrumpfes verbunden (Abb. 6 und 7).
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Die Hilfsflügel 25 sind in an sich bekannter Weise so ausgebildet,
daß sie auf oder in dein Wasser -als Schwimmkörper und vom Wasser unberührt .als
Lufttragkörper zu dienen vermögen.
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Jeder Hilfsflügel ist gemäß den Abb.6 und ; -bei 26 und 2; gelenkig
mit dem Flugzeugrumpf verbunden. Ein. Stützkörper dient dazu, das untere Ende der
vorderen Diagonalstrebe 16 und den vorderen Teil des Hilfsflügels 25 mit dem Flugzeugrumpf
Io zu verbinden. Eine ähnliche Stütze 29 dient dazu, den rückwärtigen Teil des Hilfsflügels
und das untere Ende der rückwärtigen Diagonalstrebe 17 mit dem Flugzeugrumpf zu
verbinden.
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Während das innere Ende des Hilfsflügels 25 mit seinem vorderen Teil
in der Nähe seiner Unterfläche mit dem Stützkörper 2>; verbunden ist (Abb. 7), .ist
der hintere Teil des Hilfsflügels in der Nähe seiner Oberseite finit dem Stützkörper
2g verbunden t Abb. 6 , und zwar so, daß die Verbindungsbolzen 26, 2; in axialer
Flucht hintereinanderliegen. Eine Vertiefung 3 t in dem vorderuni "feil des Hilfsflügels
dient dazu, um das untere Ende der Diagonalstrebe 16 aufzunehmen. Die Vertikalstreben
18 und Ig sind mit ihren oberen Enden drehbar in einer Ebene mit dem vorderen bzw.
hinteren Holm des Tragdeckes 13 verbunden, und die unteren Enden dieser Vertikalstreben
18 und 19 sind gelenkig mit dem Gestell des Hilfsflügels 25 verbunden. wie dieses
bei 30 bzw. 40 ( Abb. 2 j angedeutet ist.
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Aus dem Obigen geht hervor, daß die diagonalen Streben 16 und 17 das
Gestell des Flugzeugrumpfes mit dem Tragdeck 13 verbinden, während die vertikalen
Streben 18 und 19 den Hilfsflügel 25 mit dem Tragdeck 13 verbinden. Die Streben
16 und i S bzw. 17 und 19 sind derartig miteinander verbunden, daß sie ,sich an
ihren Kreuzungsteilen 21 bzw. 22 relativ zueinander bewegen können, und stellen
in dieser Weise eine neuartige Unterstützung für den Flugzeugrumpf und den Hilfsflügel
dar. Da der Hilfsflügel gelenkig mit dem Flugzeugrumpf bei 26 und 27 verbunden ist,
so wird irgendeine Üb ertragung von Biegemomenten auf den Flugzeugrumpf vermieden.
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Die Abb.6 und 7 veranschaulichen scheinatisch, wie die Stützkörper
28 und 29 seilkrecht am Flugzeugrumpf verstellt werden können. Die Stützkörper 28
und 29 sind je mit einem in das Rumpfinnere ragenden Ansatz 70 versehen,
durch welchen sich eine Gewindespindel 71 hindurch erstreckt. Die Gewindespindeln
71 sind an ihrem Ende drehbar in Lagern 72 und 73 unterstützt, die an dem Rahmengestell
des Rumpfes 1o befestigt sind. Die oberen Enden der Gewindespindeln 71 sind mit
einem Kegelrad 7.4 versehen. welches mit einem antreibbaren Kegelrad 7 5 kämmt.
Die Kegelräder 75 können entweder von Hand aus oder selbsttätig verstellt werden,
um die Spindeln zu verdrehen, zwecks Aufwärts- und Abwärtsverstellung der - Stützkörper
28
bzw. 29. Es sei jedoch bemerkt, daß auch andere Mittel -verwendet werden können,
um die inneren Enden der Hilfsflügel senkrecht zu verstellen; beispielsweise können
an Stelle der mechanischen Verstellung auch hydraulische Mittel verwendet werden.
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Einer der Vorteile in V-Stellung stehender Flügel besteht darin, daß
damit ausgestattete Seeflugzeuge auf dem Wasser leicht steuert werden können, insbesondere
wenn starke Querwinde vorhanden sind. Die V-Stellung hat zusammen :mit der Schräge
des benachbarten Rumpfbodens die Wirkung, daß das Flugzeug die Neigung hat, sich
in den Wind hinein zu bewegen. Durch die Verstellbarkeit der Hilfsflügel kann das
Flugzeug leicht den verschiedensten Verhältnissen angepaßt werden, welche das Flugzeug
überwinden muß, wenn es sich auf dem Wasser entlangbewegt.