DE71279C - Verfahren zur Darstellung von Stickstoffoxydul - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Stickstoffoxydul

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DE71279C
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Germany
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heated
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Expired - Lifetime
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DENDAT71279D
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English (en)
Original Assignee
W. smith, Professor, und W. elmore in London
Publication of DE71279C publication Critical patent/DE71279C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/22Nitrous oxide (N2O)

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Emergency Medicine (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

PATENTA
Gegenstand dieser Erfindung bildet ein Verfahren zur Darstellung von unter dem Namen »Lachgas« bekannten Stickstoffoxydul, welches dieser Erfindung gemä'fs in einer vorteilhafteren Weise gewonnen wird, als es bisher aus dem verhältnifsmäfsig kostspieligen Ammoniumnitrat möglich war.
Zur Erreichung dieses Zweckes werden etwa 17 Gewichtstheile Natronsalpeter oder etwa 20 Theile Kalisalpeter mit 13 bis 14 Theilen schwefelsaurem Ammonium in trockenem Zustande gemischt und diese Mischung in einer Retorte oder einem anderen geeigneten Gefäfs erhitzt, und zwar anfänglich bis zu einer Temperatur von 230 bis 2400 C, bei welcher die Gasentwickelung beginnt; keinenfalls sollte aber diese Temperatur in der ersten Zeit 2500 C. überschreiten. Gegen das Ende des Erhitzungsprocesses mag dann unbeschadet eine Steigerung der Temperatur bis zu etwa 300° C. stattfinden.
Sowohl das Erhitzungsgefäfs, als auch die Leitung, durch welche das Gas aus demselben abgeführt wird, sollten so angeordnet sein, dafs zufällig aus dem Gas niedergeschlagene Feuchtigkeit nicht wieder mit den erhitzten Salzen in Berührung kommen kann. Anstatt das Nitrat und das Sulfat unmittelbar mit einander zu mischen, pflegt man auch ersteres zu schmelzen und dann das Sulfat nach und nach in kleineren Mengen zuzusetzen; indessen verdient die zuerst beschriebene Behandlung den Vorzug und ist besonders dann vortheilhaft, wenn die Stoffe vor ihrer Mischung sorgfältig getrocknet worden sind.
Das aus dem Erhitzungsgefäfs strömende Gas kann gekühlt und durch einen Skrubber geleitet oder auf irgend eine andere Weise gereinigt werden. Auch empfiehlt es sich, das abgekühlte Gas durch schwache Säuren und alkalische Lösungen streichen zu lassen, um etwa mit übergegangene alkalische oder saure Bestandtheile aus demselben auszuscheiden.
Die technischen Vortheile, welche das vorliegende Verfahren gegenüber dem gewöhnlichen Verfahren, bei welchem Ammoniumnitrat gebraucht wird, und dem Grouvelle'schen Verfahren, bei welchem ein Gemenge von Kalisalpeter und Chlorammonium erhitzt wird, bietet, bestehen in der weit gröfseren Billigkeit bei fast gleichem Gewinn an Stickstoffoxydul; die Entwickelung des Gases geht glatt vor sich; Explosionen, wie sie bei dem Verfahren mit Ammoniumnitrat vorkommen können, sind gänzlich ausgeschlossen. Ammoniumsulfat ist, auch bedeutend billiger als Chlorammonium; aufserdem ist ersteres ein viel beständigeres Salz und bewirkt, wenn die Reactionstemperatur erreicht ist, eine viel bessere Entwickelung von Stickstoffoxydul, wohingegen das Chlorammonium zum Theil selbst verflüchtigt und sich zersetzt, so dafs Chlorgas und höhere Oxyde von Stickstoff gebildet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Stickstoffoxydul, darin bestehend, dafs man trockenen Natron- oder Kalisalpeter mit trockenem schwefelsauren Ammonium erhitzt.
DENDAT71279D Verfahren zur Darstellung von Stickstoffoxydul Expired - Lifetime DE71279C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3360336A (en) * 1964-02-04 1967-12-26 Gulf Oil Corp Manufacture of nitrous oxide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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