DE71267C - Verfahren, den Federhalmen mit Haarflaum Glanzstellen zu geben - Google Patents

Verfahren, den Federhalmen mit Haarflaum Glanzstellen zu geben

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DE71267C
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Germany
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Application number
DENDAT71267D
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Firma E. LEWINSOHN in Berlin O., Köpnickerstr. 75
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41GARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
    • A41G9/00Adornments of natural feathers; Working natural feathers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Putzfedern mit Glanzstellen an den einzelnen glatten Halmen wurden bisher in der Weise hergestellt, dafs auf die Halme an den gewünschten Stellen kleine Blättchen aus irgend einem Material aufgeklebt wurden. Dieses Verfahren ist zeitraubend und nur von geschickten Händen auszuführen.
Bei vorliegender Erfindung handelt es sich um ein fabrikmäfsig auszuführendes Verfahren, diese eigenthümlichen Effecte auf den Federn zu erzielen. Die Schwanzfeder des Pfaues besitzt Halme, welche einen feinen, kurzen und metallisch glänzenden Haarflaum Zeigen. Wenn man nun diesen Haarflaum von den Halmen entfernt, an einzelnen Stellen aber sitzen lä'fst, so entsteht eine Putzfeder, welche die oben erwähnten aufgeklebten Glanzstellen täuschend wiedergiebt, dabei aber von höchster Haltbarkeit ist, sowie von gröfserer Dauer, wie die beklebte Putzfeder. Das benutzte Verfahren zur Herstellung der Federhalme mit Glanzsteilen ist folgendes:
Die Halme α der einzelnen Pfaufeder A, Fig. ι in beifolgender Zeichnung, oder einer gröfseren Zahl von Federn werden ihrem natürtichen Zustande entgegen an den Kiel herangedrückt und stellenweise (bei c) mit Gummibändern, Bleistreifen b u. s. w. bewickelt, wie Fig. 2 veranschaulicht. Statt der vollen Feder kann man auch einzelne Halme, nach ihrer Abtrennung vom Kiel, verwenden, indem man diese zu Bündeln zusammenlegt und an einzelnen Stellen c1, Fig. 3, mit einer schützenden Hülle bl versieht. In diesem Zustande kommen die Federn oder die Halme in .eine Beize, welche den weichen Haarflaum der Halme an den ungeschützten Stellen verzehrt, während derselbe an den geschützten Stellen stehen bleibt. Als Beize dient ein Chlorbad mit Soda (auf ι Theil Chlorkalk Y2 Theil Soda). Dieses Bad frifst allmälig den Flaum der Feder auf. Es giebt keinen bestimmten Mafsstab für die Stärke des Bades, sondern es ist Aufgabe des betreffenden Färbers, die Feder in dem Bade so lange zu beobachten und in dem richtigen Augenblick herauszunehmen, in dem der ungeschützte Flaum der Federn richtig verzehrt ist. Ebenso läfst sich ein bestimmter Wärmegrad für das Chlorbad nicht angeben, ungefähr genügt eine Temperatur von 30 bis 400 C, um bei dem vorliegenden Verfahren den gewünschten Zweck zu erreichen. Einer bestimmten Dauer unterliegt dieser Procefs aus den gleichen Gründen auch nicht, und ist eben abzuwarten und der Moment zu erfassen, wo das zerstörende Chlorbad genügend gewirkt hat. Nach dem Chlorbade wird die Feder gewässert, bis das restliche Chlor vollständig aus der Feder entwichen ist. Alsdann wird die theilweise enthaarte Feder dem bekannten Bleichprocefs unterworfen. Die Feder wird hierzu in ein Bad von Wasserstoffsuperoxyd und Salmiak von etwa 30 bis 400C. gethan und dort ebenfalls so lange gelassen, bis die Naturfarbe allmälig bleicht und man auf die Feder jede beliebige Farbe bringen kann. Falls das erste Bad hierzu nicht genügt, wird ein zweites und drittes genommen und so lange fortgefahren, bis der gewünschte Zweck erzielt ist.
Vor oder nach dem Bleichen und Färben werden die Hüllen b bezw. bl entfernt, je nachdem man den ursprünglichen Naturglanz oder denselben verändert auf den Halmen haben will. Die fertige Feder (Fig. 4) oder der fertige Halm (Fig. 5) zeigt unter allen Umständen die Glanzstellen α1, herrührend von dem zurückgebliebenen Haarflaum an diesen Stellen. Je. nach Bedarf werden die ganzen Federn oder deren Halme zu den verschiedenartigsten Putzfederarbeiten verwendet.
In gleicher Weise, wie dies für die Pfaufeder beschrieben ist, kann man auch andere Federn, deren Halme einen Haarflaum besitzen (z. B. Elster-, Hahnenschwanzfedern u. s. w.), behandeln und verarbeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, den einen Haarflaum besitzenden Federhalmen Glanzstellen zu geben, darin bestehend, dafs die Halme stellenweise durch Bewickelung oder dergleichen gegen äufsere Einflüsse geschützt und dann gebeizt werden, wodurch der Haarflaum der Halme an -den freien Stellen verzehrt wird, an den geschützten Stellen aber stehen bleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT71267D Verfahren, den Federhalmen mit Haarflaum Glanzstellen zu geben Expired - Lifetime DE71267C (de)

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