DE7125734U - Vorrichtung zum Putzen von Textilfäden-Streckwalzen - Google Patents
Vorrichtung zum Putzen von Textilfäden-StreckwalzenInfo
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Description
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DR. E. WIEGAND DIPL-ING. W. NIEMANN DR. M. KOHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
γ Jt
W. 24 791/71 8/Jä
Ateliers Eoonnais de Constructions Textiles, Euanne (Frankreich)
Vorrichtung zum Fu.tz.en von Textilfäden-Streckwalzen.
Bei der Herstellung von künstlichen und synthetischen Fasern werden Lösungen oder zweckentsprechende geschmolzene
Massen mit Hilfe von Spinndüsen gesponnen, die eine mehr
oder weniger große Anzahl Löcher aufweisen una dazu dienen, Bündel von endlosen Fäden zu bilden, welche dann
koaguliert und/oder fixiert werden. Die so erzeugten endlosen Fäden "bestehen; aus amorphem Material, und es ist
bekannt, sie zwecks Orientierung und Kristallisierung einem Strecken in einer oder mehreren Stufen zu unterv/erden»
Dieses Si recken führt zu einer beträchtlichen Erhöhung der Zähigkeit der Fäden und zu einer Verminderung
ihrer Bruchdehnung»
Für aus infrage kommende Strecken, das je nach der
Art des Materials der Fäden in trockenem oder nassem Zustand
und in oder ohne Gegenwart von Schmälz-, G-eschmsidigmach-
oder anderen Produkten vorgenommen werden kann,
werden mehrere Fadenbündel in dicken Kabeln gruppiert und mehrere dieser Kabel zu einer Fadenbahn ausgebreitet,
die auf einem sinusförmigen Y/eg um mehrere Gruppen von
aufeinanderfolgenden, parallelen, versatzt angeordneten
dicken walzen herangeführt wird, wobei Jede V/alzengruppe
eine größere Drehgeschwindigkeit als die vorangehende Walzengruppe hat, wodurch das Strecken hervorgerufen wird.
Die ausgebreitete Bahn kann drei Millionen und sogar noch
mehr Fäden enthalten«
3s kommt häufig vor, daß Fasern bzw. Fäden beim Strecken reißen oder brechen. Diese gebrochenen Fäden wickeln sich
urn die stromab der Bruchstelle liegende Y/alse und haben
das Bestreben, auf dieser Walze Wicklungen zu bilden. Diese Wicklungen müssen rasch entfernt werden, um Brüche
benachbarter Fäden und mechanische Schwierigkeiten zu vermeiden, die auftreten können, wenn diese Wicklungen zu
dick werden«.
Es ist bereits bekannt, Schaber zu verwenden, die sich an die Walzen längs einer Erzeugenden ar.-Leoen, um die gebrochenen
Fäden zu entfernen, die das Bestreben haben, fsst^cklebt zu bleiben»
Es ist auch bekannt, einen .Abstreicher zu verwenden,
der von einer aus Kunststoff, Filz oder Kautschuk besteher- <ien Putzstange gebildet ist, die an einem Halter angeordnet
ist, der von Federn gegen die Y/alze gedrückt wird, Bei
diesen Vorrichtungen ist die '.Virksamkeit nicht vollkommen,
und zwar aufgrund des Umstandl - daß der Berührungsdruck
zwischen der Stande und der · -ze nicht gleichmäßig ist
und dsß unter diesen Bedingungen Fasern hindurchgehen können
und ".icklun:en bilden, was infolgedessen bei den meisten Vorrichtungen zu einer Beschädigung der Putzstange
zufolge der von der T.'icklung dauernd hinterlassenen Eindrucks
pur führt.
Es 'sind bereite' auch rr.etallene Äbatreichklinjen verwendet
",ordon, jeioch eüsc-jh aufgrund ihrer Härte die von
ihnen auf die Walzen ausgeübten Berührungsdrücke gering sein, damit sie die polierte Oberfläche der Walzen nicht
beschädigen« Ferner muß die Geradheit dieser Klingen vollkommen
und ihre geometrische .Anordnung sehr genau sein· Diese Bedingungen führen dazu, daß die "Wirksamkeit solcher
Metallklingen ebenfalls nicht vollkommen ist.
Gemäß der Erfindung wird zum Putzen von Textilfäden-Streckwalzen eine aus Pilz, insbesondere Boßhaarfilz oder
aus irgendeinem äquivalenten Material wie Kunststoff, Kautschuk od. dgl. bestehende Putzstange benutzt, die von
einem unter Druck stehenden Medium gegen die Walze gedrückt ( wird, was ermöglicht, einen gleichförmigen Druck der Putz
stange längs der von einer Erzeugenden der Y/alze gebildeten
Eerührungslinie zu erzielen.
Im besonderen wird eine Vorrichtung angewendet, die eine Putzstange gemäß vorstehender Definition aufweist,
welche in einem U-förmigen Halter auf einem Kissen abgestützt ist, das von einer Luftkammer gebildet ist, die
über eine Rohrleitung mittels eines unter Druck stehenden Mediums aufblähbar oder ausdehnbar ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist di- mit
der zu putzenden Walze in Berührung tretende Stirnfläche der Putzstange entsprechend der Krümmung der Walze gewölbt.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist über lange
Arbeitsperioden von mehreren Monaten voll wirksam. Die j Putzstange erfährt zwar eine allmähliche Abnutzung, jedoch
j wird diese duruh die Ausdehnung der Luftkammer ausgeglichen,
) deren Druck indessen konstant bleibt. Wenn die Abnutzung
zu groß wird, kann die Putzstange leicht ausgewechselt
werden. Ss genügt, das Medium aus der Luftkammer auszulassen,
wodurch die Abstützung der Stange aufgehoben wird, den ü-förmigen Halter zurückzuziehen, die abgenutzte Stange
herauszunehmen, eine neue Putzstange einzusetzen, den
Halter-wieder in der Arbeitsstellung anzuordnen und die
Luftkammer wieder aufzublähen bzw* auszudehen*
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Pig. 1 zeigt teils in Seitenansicht und teils in QU6?3 Chili tXEIiSicht niilö Vorrichtung gcxuäß ds£
Erfindung in ihrer Arbeitsstellung an einer
Walze.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung teils in Vorderansicht und teils in Längsschnittansieht.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung teils in Vorderansicht und teils in Längsschnittansieht.
Über einer Walze 1, die in Fig. 1 durch einen Kreisbogen und in Fig. 2 im Teillängsschnitt wiedergegeben ist,
ist ein Halter 2 in Form eines umgekehrten U angeordnet, in dessen kanalartigem Hohlraum eine Putzstange 3 aufgenommen
iet. Die Putzstange 3 besteht aus Filz, insbesondere Roßhaarfilz, oder aus irgendeinem äquivalenten Material
wie Kunststoff, K^i+^chuk od. dgl.. Der U-förmige Halter 2
ist mittels eines «icht dargestellten Gleitstücks an einem
Αν-+(Ι4·™+-Χ^ν« Λ1 ..».V»~aV.4. A*-* «,4·»- A~~. Kn.nU'lv.AVi'ro.'fMii
18 starr verbunden ist.
Die Putzstan^e 3 liegt mit ihrer Innenseite an einer
Luftkammer 7 an, die eich über die gasse Läng© des in dem
U-förmigen Halter 2 ausgebildeten Kanals erstreckt. An den
Enden ist der Kanal durch Platten 5 abgeschlossen, die mittels Schrauben 6 an dem Halter ? befestigt sind·
Die Luftkammer ? ist aus einem Kautschukechlauoh oder
Kunststoffschlauch 7a gebildet, der an seinen beiden Snden
geschlossen ist. ι
Die Luftkammer 7 ist mit einem Loch 9 zum Hiniurohlassen
eines Ventils 10 ver^-sehen, welches durch eint
Bohrung in dem Halter 2 hindurchgeht und einen axialen Durchgang 11 aufweist. Der Schaft des Ventils 10 iet am
Außenende mit Gewinde zur Befestigung eines Bolzene 12 versehen*
Der Halter 2 weist eine rechtwinklig zu dem Ventil 10 verlaufende Bohrung 13 auf, und der axiale Durchgang 11
des Ventils 10 besitzt eine gegen die Bohrung 13 gerichtete
Öffnung 14. Bin mit einem Rohrstück 15 versehener AnschluC-stutzen
16 ist in die Bohrung 13 des Halters 2 eingeschraubt und ermöglicht die Zufuhr von komprimierter Luft aus
einer zweckentsprechenden Quelle in die Luftkammer 7· 'm Ende des imschluiÜsiuOzena 16 künnsn ein Kuhn und üe^öbenenfalls eine Druckreduziereinrichtunj vorgesehen sein.
einer zweckentsprechenden Quelle in die Luftkammer 7· 'm Ende des imschluiÜsiuOzena 16 künnsn ein Kuhn und üe^öbenenfalls eine Druckreduziereinrichtunj vorgesehen sein.
Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung
können zum Putzen von Streekwalzen für Textilfaden angewendet
werden, die aus regenerierter Zellulose, aus Z el.Iulorederivaten,
aus Polyamiden, aus Polyestern, aus
Polyurethanen, aus xolyacrylnitrilen odor aus 1 rag "uv. el-, chen anderen spinnbaren synthctlachon i.*ätorialJ ^n be-
Polyurethanen, aus xolyacrylnitrilen odor aus 1 rag "uv. el-, chen anderen spinnbaren synthctlachon i.*ätorialJ ^n be-
stehen können.
Anstelle von Luft können auch an do ro ;·_:·ι' >]·:·:!·: g oder
flüssige Medien verwendet werden.
712571* -ii η
Claims (5)
- s Orü ehe1β Vorrichtung zum Putzen von Textilfäden-Streckwalzen mit einer Rakel- oder Putzstange aus hartem Material, wie Filz, Kunststoff, Kautschuk od. dgl„, die in einein Halter angebracht ist und dere-a freie Fläche sich gegen den zu putzenden oder abzurakelnden Zylinder legt, dadurch, gekennzeichnet, daß die Putzstange (3) in dem vorzugsweise die Form eines· umgekehrten TJ aufweisenden Halters (2) an einer Kammer (7) änderbaren Volumens abgestützt ist, dief. ihrerseits mit einer Quelle unter Druck stehenden Mediumsverbunden, ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (7) °in Ventil (10) trägt, welches in einer Bohrung des Halters: (2) angeordnet ist und die Kammer (4) mit einem Eohrscück (15) an einem äußeren Anschlußstutzen (16) verbindet»
- 3· Vorrichtung nach .Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Fläche der Put.zste.nge (3) entsprechend der Krümmung der zu putzenden Walze (1) gewuj-bt ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3> da-( , durch gekennzeichnet, daß die Kammer (7) änderbaren Volumens aus einem aufblähbaren Schlauch (7a) aus Kautschuk oder Kunststoff gebildet ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (7) als Gas- oder Luftkammer aungebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7024991 | 1970-07-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7125734U true DE7125734U (de) | 1974-05-09 |
Family
ID=1269744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7125734U Expired DE7125734U (de) | 1970-07-06 | Vorrichtung zum Putzen von Textilfäden-Streckwalzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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