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Munitionsaufzug Die Erfindung bezieht sich auf Munitionsaufzüge für
Geschütze, die von einer Kraftmaschine über ein übliches, stufenlos regelbares Flüssigkeitsgetriebe
angetrieben werden, dessen Geschwindigkeit zwischen Null und einem Höchstwert im
einen oder anderen Drehsinne durch Verschwenken einer Regelwelle des Flüssigkeitsgetriebes
aus einer Mittellage im einen oder anderen Sinne geregelt,wird, und bei denen eine
selbsttätige Steuereinrichtung die Regelwelle des Flüssigkeitsgetriebes für den
Förderantrieb so bewegt, daß das Arbeitsspiel des Aufzuges (Beladen, Auffahrt, Entladen,
Abfahrt) sich in möglichst kurzer Zeit vollzieht.
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Bei derartigen Aufzügen geschieht das Dreben der Regelwelle aus der
Mittellage in die Lage für Auffahrt oder Abfahrt durch zwei nahe der Regelwelle
angeordnete Elektromagnete, die durch eine an der Beladestelle und eine an der Entladestelle
angeordnete Kontaktvorrichtung gesteuert werden. Umgekehrt geschieht das Zurückdrehen
der Regelwelle aus der Auf- oder Abfahrtstellung in die dem Stillstand des Aufzuges
entsprechende Mittellage durch zwei auf der Regelwelle ängeordnete Seilscheiben,
die durch Seile_mit je einer Steuerschiene an der Beladestelle und an der Entladestelle
verbunden sind. Die Regelwelle wird also durch von der Förderschale selbst beeinflußte
Steuerglieder bewegt. Diese Steuerglieder können nach Belieben durch rein mechanische,
hydraulische, pneumatische oder elektrische Getriebe die Regelwelle bewegen.
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Sowohl die Einrichtung zum Ingangsetzen des Aufzuges für Auf- oder
Abfahrt als auch die Einrichtungen zum Stillsetzen des Aufzuges sind dabei teils
an der Regelwelle, teils am oberen, teils am unteren Ende des Aufzugsschachtes angeordnet.
Die Steuerorgane sind also weit auseinandergezogen und sind durch lange Seile oder
Gestänge oder Rohrleitungen oder elektrische Leitungen verbunden.. Der Antrieb und
seine Steuervorrichtung lassen sich deshalb nicht von einer
Stelle
aus überwachen. Die Erregerkontakte für die Elektromagnete können leicht verschmutzen
und die Seile, Gestänge, Rohre oder die elektrischen Leitungen durch Schüsse verletzt
«-erden. Weiterhin kann bei den bekannten Aufzügen der Antrieb erst für Abfahrt
eingerückt werden, nachdem die Förderschalen entladen sind.
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Die Erfindung bezweckt ein geschlosseneres Antriebs- und Steueraggregat
zu schaffen und die Entladezeit aus dem Arbeitsspiel herauszunehmen.
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Um ein gedrängteres Antriebs- und Steueraggregat zu erhalten, wird
bei einer zweiten bekannten Art von Munitionsaufzügen die Steuerung der Regelwelle
statt durch die Förderschale selbst durch ein die Förderschale modellmäßig darstellendes
Steuerglied bewirkt. Dieses Steuerglied ist in unmittelbarer Nähe des Antriebes
und der Regelwelle angeordnet und wird vom Aufzugsantriebverliältnisgleich mit der
Förderschale bewegt. Damit das Steuerglied bei seiner Bewegung sich nicht zu weit
von der Regelwelle entfernt, ist seine Bewegung modellmäßig, beispielsweise ini
Verhältnis von i : io, verkleinert. Das die Förderschale versinnbildlichende Steuerglied
wird zweckmäßig als WandE rmutter ausgebildet und- durch eine vorn Aufzugsantrieb
gedrehte Schraubenspindel bewegt. Die Spindel, auf der sich die undrehbare, aber
längs verschiebliche Wandermutter verschiebt, kann wie der Aufzugsschacht senkrecht
stehen; dann kommt zugleich die Förderschale und die Wandermutter am oberen oder
unteren Ende des Aufrugsschachtes bzw. der Schraubenspindel an. Man kann aber auch
die Schraubenspindel beispielsweise waagerecht legen und willkürlich das eine Spindelende
dem unteren und das andere Spindelende dem obiren Ende des Förderschachtes zuordnen.
Da die Wandermutter zufolge der stark verkleinerten Nachbildung der Bewegung der
Förderschale sich sehr langsam bewegt, es aber vorteilhaft oder gar notwendig ist,
daß die Schaltvorgänge schnell verlaufen, so werden gemäß der Erfindung mit der
Wandermutter Schlagvorrichtungen, z. B. durch Federn bewegte Schlagbolzen, verbunden,
die auf dem letzten Wegteil vor dem Einlaufen in eine der beiden Endlagen gespannt
und beim vollständigen Erreichen der Endlage ausgelöst werden, so daß der Schaltvorgang
schlagartig durchgeführt wird.
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Zweckmäßig bewegt die als Förderschaleninodell anzusehende Wandermutter
die Regelwelle mit Hilfe von Anschlägen, die an einer Zahnstange angeordnet sind,
in die ein auf der Regelwelle angeordnetes Zahnrad eingreift. Die Anschläge und
Zahnstange werden beim Ingangsetzen des Aufzuges durch die Schlagvorrichtung schlagartig
bewe,-t, hingegen werden sie beim Stillsetzeu des Aufzuges durch die Wandermutter
selbst langsam in die Mittellage zurückbewegt, um ein sanftes Stillsetzen des Aufzuges
zu erreichen.
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Weitere vorteilhafte Einzelheiten des Munitionsaufzuges sind an Hand
der Beschreibung des in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispielgs der
Erfindung erläutert, von dem die Fig. i bis 8 verschiedene Darstellungen im Ausriß,
Grundriß, Seitenriß und Einzelheiten wiedergeben.
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Das Aufzugsgehäuse besteht aus zwei parallelen Aufzugsschächten i.
Die darin angeordneten, die Munition aufnehmenden Förderschalen 2 werden in bekannter
Weise durch über Rollen 3 geführte, die Seiltrommel d. in entgegengesetztem Sinne
umschlingende Förderseile 5, 6 bei wechselndem Drehsinne der Trommel auf und ab
gezogen. Die Seiltrommel erhält ihren Antrieb von-der Abtr iebs- oder Motorseite
eines stufenlos regelbaren Flüssigkeitsgetriebes 7, dessen Antriebs- oder Pumpenseite
von einem mit gleichbleibender Drehzahl und Drehrichtung ständig umlaufenden Motor
8 angetrieben wird.
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Zum Bewegen der Regelwelle 12 dient die deren Verlängerung bildende
und mit ihr fest gekuppelte Steuerwelle 18, deren Zahnrad i9 in eine Verzahnung
einer Zahnstange -2o eingreift, die in einer am Gestell 17 befestigten Längsführung
2i verschiebbar ist und bei Verschiebung aus der Mittellage nach rechts oder links
die Regelwelle 12 und Steuerwelle 18 im einen oder anderen Sinne dreht.
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Die Verschiebung der Zahnstange 2o nach links oder rechts wird durch
eine Wanderinutter 29 bewirkt, die unverdrehbar auf einer am Gestell 17 gelagerten
und vom Abtrieb des Flüssigkeitsgetriebes 7 durch einen Kettenantrieb 30 (Fig. i,
3 und .F) .gedrehten Spindel 31 sitzt und bei Drehung der Spindel längs verschoben
wird. Der Weg der Wandermutter 29 auf der Spindel 31 von der linken in die
rechte Endstellung und umgekehrt ist verhältnisgleich dem Hub der Förderschale 2.
Ihre linke Endlage (Fig. 3 und .4) auf der Spindel 31 entspricht der unteren Endstellung,
ihre rechte Endlage der oberen Endstellung der Förderschale -2.
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An den beiden Enden der Zahnstange 20 befestigte Ansätze 32, 33, welche
durch Längsschlitze der Führung 2 1 der Zahnstange nach unten hindurchragen und
zugleich als Mittel gegen eine Verdrehung der zylindrischen Zahnstange 20 in ihrer
zylindrischen Längsführung 2i dienen, tragen einstellbare gefederte Anschläge34,35,
deren Anschlagflächen
gegeneinander gerichtet sind. Die Anschläge
34, 35 arbeiten mit Schlagnasen 36, 37 der Wandermutter 29 zusammen.-InLagerböcken
38, 39 (Fig.4) der Wandermutter291ängs verschieblichgelagerteSchlagbolzen 40, 4r,
in deren Bunden 40' urld 4z' die Schlagnasen 36, 37 entgegen Federn quer
verschiebbar angeordnet sind, stützen sich unter der Spannung einer zwischen ihren
Bunden angeordneten starken Feder 42 mit ihren Bunden gegen die Lagerböcke
38, 39 ab, solange die Wandermutter 29 weder nahe ihrer linken noch nahe
ihrer rechten Endstellung auf der Spindel 31 sich bewegt. Vor Einlauf der Wandermutter
29 in ihre linke oder rechte Endstellung laufen die Schlagbolzen 40, 41 gegen am
Gestell 17 ausriickbar angeordnete Anschlagriegel 43, 44 an und werden unter
Spannung der Feder 42, deren Widerlager jeweils der Gegenbolzen bildet, nach der
Mitte der Wandermutter 29 zu° um den Weg der Wandermutter vom Beginn des Anschlagens
gegen die Anschlagriegel 43, 4.1 bis zur Endstellung verschoben. In dieser Lage
verharren die Schlagbolzen 40, 41 in der linken bzw. rechten Endstellung der Wander-!nutter
29, bis die Anschlagriegel 43 bzw. 44 ausgerückt werden. Durch Auslösen der Schlagriegel
43 bzw. 44 entspannt sich die Feder 42 und treibt die Schlagbolzen nach außen, wodurch
ihre Schlagnasen 36, 37 schlagartig auf die Anschläge 34, 35 der Zahnstange 2o auftreffen
und diese schlagartig etwas nach links bzw. nach rechts verschiebt.
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Auf der Steuerwelle 18 sind zwei Steuerhebel 22 befestigt, zwischen
welchen eine auf dem Gestell 17 feststehende und zum Mittelpunkt der Steuerwelle
18 kreisbogenförmig geformte Herzscheibe 23 angeordnet ist. Eine in Längsschlitzen
der freien Enden der Steuerhebel 22 auf einem Bolzen gelagerte Rolle 25 wird durch
Federn 26, 27, deren Gehäuse zwischen dem Bolzen 24 und einem auf dem Gestell
17 befestigten Lagerbock 28 verschwenkbar angeordnet sind, in Mittellage
der Steuerhebel 22 und der Regelwelle 12 in die Herzgrube der Herzscheibe 23 gedrückt.
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Wird die Zahnstange 2o etwas nach rechts oder links verschoben und
dabei die Steuerwelle 18 und damit auch die Regelwelle 12 des Flüssigkeitsgetriebes
7 über Zahnrad z9 im einen oder anderen Sinne um einen kleinen Winkelbetrag v erschwenkt,
so werden die Steuerhebel 22 um den gleichen Winkel im einen oder anderen Sinne
verschwenkt, dadurch wird die Rolle 25 aus der Herzgrube der im Gestell 17 feststehenden
Herzscheibe 23 entgegen der Spannung der Federn 26, 27 herausgerissen und auf den
Umfang der Herzscheibe 23 v9rschwenkt, worauf die Federn 26, 27 die weitere Verschwenkung
der Steuerhebel 22 und der Steuerwelle 12 mit wachsendem Hebelarm nach links oder
rechts bewirken. So wird in bekannter Weise das Flüssigkeitsgetriebe ziemlich schnell
unter Vermeidung unzulässig hoher Beschleunigungsdrücke auf die Höchstdrehzahl und
die Förderschale 2 im einen oder anderen Sinne ihrer Bewegungsrichtung in der kürzest
möglichen Zeit auf Höchstgeschwindigkeit gebracht. Die Federn 26, 27 wirken dabei
als Kraftspeicher der bei ruhendem Aufzug und bei in Mittellage befindlicher Regelwelle
i2 und Steuerwelle 18 durch die in der Herzgrube der Herzscheibe 23 liegende Rolle
25 in einer labilem Totpunktlage .verriegelt ist.
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Durch die Drehung der Regelwelle 18 und des Zahnrades z9 wird die
Zahnstange 2o verschoben, bis die Anschläge 34, 35 der Zahnstange 20 gegen einstellbare
Anschläge 45, 46 (Fig. 3) an der festen Längsführung 2r, die einen festen Teil des
Maschinengestelles bildet, anlaufen und den Hub der Zahnstange 20 und damit die
Verschwenkung der Regelwelle 18 nach rechts bzw. links begrenzen. Dadurch ist der
größte Winkelausschlag der Regelwelle 12 und Steuerwelle 18 nach rechts bzw. links
festgelegt.
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Bei der Entriegelung und Verschiebung der Schlagbolzen 40, 41 nach
außen durch Entspannung der Feder 42 werden im letzten Teil des Schlagweges die
in den Bunden gelagerten Schlagnasen 36, 37 durch die Schrägleisten 47' und 47"
eines an der Wandermutter befestigten Bügels 47, gegen welche die Schlagnasen mit
Führungsstiften 48, -19 anlaufen, entgegen ihren Federn nach innen in die Bunde
hinein verschoben, in welcher Lage sie verharren, bis die Schlagbolzen 4o, 41 wieder
gegen die ausrückbaren Anschlagriegel 43 bzw. 44 anlaufen und in Bereitschaftslage
nach innen verschoben werden.
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Die Rückführung der Zahnstange 2o und damit der Steuerhebel22 und
der Regelwelle 12 in ihrer Mittellage vor beendeter Auffahrt bzw. Abfahrt der Färderschale
2 erfolgt tl;irch Anschlagflächen 5o, 51 (Fig. 3 und 6 bis 8) eines an der Wandermutter
29 befestigten Halters 52, welcher bei Wanderung der Mutter 29 in die rechte oder
linke Endlage auf der Spindel 31 vor der Endstellung gegen Anschläge 53,
54 der Ansätze 32, 33 der Zahnstange 2o anlaufen und die Zahnstange bis in ihre
der rechten bzw. linken Endstellung der Wandermutter 29 entsprechende Mittellage
mitnimmt.
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Die Regelwefle 12 des Flüssigkeitsgetriebes 7, durch deren Verschwenkung
aus der Mittellage im Uhrzeigersinne der Abtrieb des Flüssigkeitsgetriebes 7 in
bekannter Weise
mit höchster Geschwindigkeit im Sinne der Auffahrt
und umgekehrt entgegen dem Uhrzeigersinne im Sinne der Abfahrt der Förderschale
2 läuft, weist eine Nase 13 auf, welche mit einem gleichachsig zur Regelwelle 12
am Gehäuse des Flüssigkeitsgetriebes angeordneten, zwei einstellbare Anschläge 14.,
13 . (Fig. 5) aufweisenden Hilfssteuerorgan 16 des Flüssigkeitsgetriebes zusammenarbeitet,
das die Regelwelle 12 als Hohlwelle umschließt. Im letzten Teile des Schwenkweges
der Regelwelle 12 nach rechts bzw. links trifft die Nase 13 gegen Anschlag 14 oder
15 und verschwenkt das Hilfssteuerorgan um einen kleinen Winkelbetrag nach rechts
oder links, wodurch der Pumpenhub des Flüssigkeitsgetriebes und damit die Geschwindigkeit
des Abtriebes um einen kleinen Betrag zusätzlich vergrößert wird über den Geschwindigkeitswert
hinaus, der ihm durch die Verschwenkung der Regelwelle 12 bis zum Auftreffen der
gase 13 auf Anschlag 14 oder 15 erteilt wurde. Die Verdrehung der Regelwelle, die
auf das Hauptsteuerorgan des Flüssigkeitsgetriebes wirkt, bewirkt auf dem mit dem
Hilfssteuerorga,n 16 gemeinsamen Teil des Schwenkweges keine Vergrößerung des Pumpenhubes,
also Vergrößerung der Abtriebsgeschwindigkeit mehr.
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Die Rücksteuerung des Hilfssteuerorganes 16 erfolgt durch Anschlagflächen
55, 56 (Fig. 3 und 6 bis 8) des die Anschlagflächen So, 51 tragenden Halters 52
der Wandermutter -29. Kurz vor der linken bzw. rechten Endstellung der Wandermutter
29 auf der Spindel 31 laufen die Anschlagflächen 55, 56 gegen einstellbare Anschläge
57, 58 (Fig, i und 3) von am Gestell 17 drehbar gelagerten doppelarmigen Hebeln
59,6o an, deren andere Arme durch Zugstangen 61, 62 mit dem Hilfssteuerorgan 16
gelenkig verbunden sind, und drehen das Hilfssteuerorgan 16 in seine :Mittellage
zurück.
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Der durch die Rückschwenkung der Regelwelle 12 in ihre Mittellage
nicht ganz auf Null verminderte Pumpenhub, also die nicht ganz auf Null 'verminderte
Abtriebsgeschwindigkeit wird durch Rückdrehung des Hilfssteuerorgans 16 voll auf
Null gebracht, wodurch der Stillstand des Abtriebes des Flüssigkeitshetriebes und
damit des gesamten Aufzuges bewirkt wird. Die Regelvorrichtung des Flüssigkeitsgetriebes
7 ist so eingerichtet, da.ß die Regelwelle 12 vor Erreichung ihrer Mittellage den
Abtrieb allmählich arf Kleinstgeschwindigkeit einstellt; die weitere Verminderung
der Geschwindigkeit auf 1u11 erfolgt durch Rückstellung des Hilfssteuerorgans 16.
Man hat es dadurch in der Hand, das Getriebe auf einem beliebig langen Wege bis
zur hleinstgeschwindigkeit abzubremsen und den Einlauf der Förderschale 2 in die
Endstellung sehr sanft zu regeln.
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Die Auslösung der Stcuervorrichtung in der linken Endlage der Wandermutter
29, welche Stellung der unteren Endstellung der Förderschale entspricht, erfolgt
von Hand, indem der am Gestell 17 entgegen einer Feder ausrückbar angeordnete Anschlagriegel
q3, gegen welchen der Schlagbolzen 4o bei gespannter Feder 42 in der linken Endstellung
der Wandermutter anliegt, durch einen Handhebel 63 quer verschoben wird und den
Schlagbolzen d.o freigibt, der unter Entspannung der Feder 42 2 nach
außen verschoben wird und über Zahnstange 2o und Zahntrieb 19 die Regelwelle 12
und Steuerwelle 18 nach rechts verschwenkt, wodurch das Flüssigkeitsgetriebe eingeschaltet
und die Förderschale nach aufwärts befördert wird.
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Die Umsteuerung in der rechten Endstellung der Wandermutter 29, welche
Stellung der oberen Endstellung der Förderschale entspricht, erfolgt selbsttätig
durch die Steuervorrichtung. Ein an der Wandermutter 29 angeordneter, einstellbarer
Anschlag 6-1 läuft kurz vor der rechten Endstellung der Wandermutter gegen den Arm
65 eines im Gestell 17 drehbar gelagerten Doppelhebels 66 an und v erschwenkt den
Hebel, dessen zweiter Arm 67 den Anschlagriegel .L4, gegen welchen der Anschlagbolzen
.1 .1 bei gespannter Feder 4,2 in der rechten Endstellung der Wandermutter anliegt,
quer verschiebt, so daß der Schlagbolzen .I1 entriegelt und unter Entspannung der
Feder 42 nach außen verschoben wird. Im gleichen Ablauf wie vor wird die Regelwelle
12 nach links aus ihrer Mittellage verdreht, das Flüssigkeitsgetriebe umgeschaltet
und die Förderschale nach abwärts befördert.
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Der Teller 9 der Förderschale, welcher die Munition stehend aufnimmt,
weist Aasnehmungen io (Fig. 2) auf, durch welche im oberen Ende des Aufzugsgehäuses
i angeordnete, durch Federn nach innen vürschwenkte und entgegen den Federn nach
außen verschwenkbare Halteglieder il ,-)eim Cberfahren der Förderschale 2 hindurchtret2ti
können. Bei der Auffahrt der Förderschale werden die Halteglieder i i durch die
1lutiition nach außen v erschwenkt und schwenken durch Federkraft hinter den Boden
der Munition nach innen, so daß die Munition bei Abfahrt der Förderschale -2 auf
die Halteglieder aufsetzt und von ihnen zurückgehalten wird.
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Bei der Beschreibung der Wirkungsweise der Aufzugssteuerung sei von
der unteren Ruhelage der Förderschale -2 ausgegangen. .
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Bei dieser Labe der Förderschale ulit der Abtrieb des Flüssigkeitsgetriebes,
da seine Regelwelle 12 und die deren Verlängerung bildende
Steuerwelle
i8 mit den Steuerhebeln 22 und ebenso das Hilfssteuerorgan 16 -in der Mittellage
stehen. Die Wandermutter 29 steht in ihrer linken Endlage mit durch den Anschlagriegel43
verriegeltem und entgegen der Feder 42 von der voraufgegangenen Abfahrt her nach
innen verschobenem Schlagbolzen 40, dessen Schlagnase 36 in Bereitschaftsstellung
durch seine Feder nach außen aus ihrem Gehäuse verschoben ist. Die Zahnstange 2o
mit ihren Anschlägen 34, 35 und 53, 54 steht in der Mittellage, in welcher der Anschlag
5o des Halters 52 der Wandermutter 29 gegen den Anschlag 53 der Zahnstange 2o von
der voraufgegangenen Abfahrt her anliegt. Der Anschlag 57 des Hebels 59 der Hilfssteuervorrichtung
liegt gegen die Anschlagleiste 55 des Halters 52 an von der Toraufgegangenen Abfahrt
her, wobei das Hilfssteuerglied 16 in Mittellage steht.
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Durch Verschwenken des Handhebels 63 wird der Anschlagriegel 43 vor
dem Schlagbolzen 40 weggezogen und der Schlagbolzen 4o entriegelt. Die Feder 42
der Wandermutter 29 entspannt sich und treibt die Schlagnase 36 des Schlagbolzens
gegen den Anschlag 34 der Zahnstange :2o, so daß diese schlagartig nach links verschoben
wird. Dadurch wird über Zahnrad 1g die Steuerwelle 18 mit den Steuerhebeln 22 und
der Regelwelle 12 nach rechts verdreht und die Rolle 25 entgegen den Federn
26,:27 aus der Herzgrube der Herzscheibe 23 herausgerissen und auf den Umfang
der Herzscheibe verschwenkt. Die Federn 26, 27 übernehmen dadurch die weitere Verschwenkung
der Steuerhebel 22 mit wachsendem Hebelarm nach rechts, wobei die Zahnstange 2o
durch Zahnrad ig in der Führung 21 weiter nach rechts verschoben wird, bis ihr Anschlag
35 gegen den festen Anschlag 46 der Führung 21 anläuft und eine weitere Verdrehung
der Regelwelle 12 nach rechts begrenzt. Die Abtriebsseite des Flüssigkeitsgetriebes
7 beginnt die Seiltromme14 mit langsam steigender Geschwindigkeit zu drehen im Sinne
der Auffahrt der Förderschale 2. Gleichzeitig wird die Spindel 31 durch den Kettenantrieb
3o in Drehung versetzt, so daß ihre Wandermutter 29 sich von der linken nach der
rechten Endstellung auf der Spindel 31 hin bewegt. Die Abtriebsseite des Flüssigkeitsgetriebes
7 hat in der äußersten Rechtsdrehlage der Regelwelle ihre Höchstdrehzahl erreicht
im Sinne der Auffahrt der Förderschale 2. Auf dem letzten Teile der Rechtsdrehung
der Regelwelle 12 trifft ihre Nase 13 auf den Anschlag 14 des Hilfssteuerorgans
16 auf und dreht dieses um einen kleinen Winkelbetrag nach rechts, wodurch dem Flüssigkeitsgetriebe
7 eine kleine zusätzliche Drehgeschwindigkeit erteilt-wird über das Maß der Drehgeschwindigkeit
hinaus, welches ihm durch die Verdrehung der Regelwelle 12 bis zum Auftreffen der
Vase 13 auf Anschlag 14 erteilt wurde. Die Wandermutter 29 wandert nach der rechten
Endstellung zu, und die Förderschale wird mit der Höchstgeschwindigkeit aufwärts
befördert.
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Vor E.inl.auf der Förderschale 2 in ihre obere Endstellung, also der
Wandermutter 29, in die rechte Endstellung auf der Spindel 31, trifft der Anschlag
51 des Halters 52 der Wandermutter 29 auf den Anschlag 54 der Zahnstange 2o auf
und verschiebt die Zahnstange 2o nach rechts, wodurch über Zahnrad ig die Regelwelle
12 und die Steuerwelle 18 mit den Steuerhebeln 22 aus der rechten Endstellung auf
ihre Mittellage zu nach links verdreht werden und die Rolle 25 auf den Umfang der
Herzscheibe 23 auf die Herzgrube zu verschwenkt wird, so daß die Drehzahl der Abtriebsseite
des Flüssigkeitsgetriebes 7 und damit die Geschwin=igkeit der Förderschale allmählich
auf den Kleinstwert vermindert wird, welcher vor Eintritt der Rolle 25 in die Herzgrube
der Herzscheibe 23 erreicht wird. Das Hilfssteuerglied 16 steht in dieser Drehlage
der Regelwelle 12 noch in seiner rechten Endstellung. Kurz vor der rechten Endstellung
der Wandermutter 29 auf der Spindel 31 trifft die Anschlagleiste 56 der Wandermutter
29 auf den Anschlag 58 des Hebels 59 der Hilfssteuervorrichtung auf und verschwenkt
das Hilfssteuerglied 16 mittels Hebel 6o und Stange 62 nach links in seine Mittellage,
während gleichzeitig die Regelwelle 12 und Steuerwelle 18 durch die Wandermutter
29 (Anschlag 51, 54) in ihre Mittellage verschwenkt werden und die Rolle 25 in die
Herzgrube 23 gerastet wird. Damit ist die Abtriebsseite des Flüssigkeitsgetriebes
7 auf die Drehgeschwindigkeit Null geschaltet, und die Förderschale :2 kommt in
ihrer oberen Endlage zur Ruhe. Da der Abschaltweg bis zur Kleinstgeschwindigkeit
regelbar ist und der Abschaltweg von der Kleinstgeschwindigkeit bis zum Werte Null
einen regelbaren größeren Wert hat und nicht schlagartig durchlaufen wird, erfolgt
der Einlauf in die Endstellung sehr sanft; die Endstellungen sind aber infolge des
Schlupfes nicht starr festgelegt; die Förderschale 2 wird mehr oder weniger über
die theoretische Endstellung hinausgehen. Die Förderschale 2 überfährt dabei die
Halter i i am oberen Ende des Förderschachtes i, hinter welchem die Munition bei
Abfahrt der Förderschale zurückgehalten wird. Die durch den Schlupf bedingte Ungenauigkeit
der Endstellung der Förderschale 2 wird dadurch bezüglich der Abladestellutig
wirkungslos.
In der unteren Endstellung wird der Schlupf durch Pufferfedern ausgeglichen.
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Im Abstand des Federhubes der Feder q.2 vor der rechten Endstellung
der Wanderinutter 29 läuft der Schlagbolzen 41 der Wandermutter gegen den Anschlagriegel
.; I. an und wird unter Spannung der Feder 42 nach innen verschoben, wobei seine
Schlagnase 37 von der Steuerkante 47" des Bügels 47 abrückt und durch die Feder
der Schlagnase 37 nach außen aus ihrem Gehäuse heraus in Bereitschaftslage verschoben
wird. Hat die Wandermutter 29 ihre rechte Endstellung erreicht, also die Abtriebsseite
des Flüssigkeitsgetriebes 7 unter Beihilfe der Hilfssteuervorrichtung auf die Drehgeschwindigkeit
Null geschaltet, so ist der Schlagbolzen 41 unter voller Spannung der Feder 42 durch
Anschlagriegel .I4. verriegelt.
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In der rechten Endstellung der Wandermutter 29 läuft der Anschlag
64 der Wandermutter 29 gegen den Umschalthebel 65 an, dessen Arm 67 den Anschlagriegel
44 entgegen seiner Feder nach außen schiebt und den Schlagbolzen 41 entriegelt,
wodurch die Drehrichtung der Abtriebsseite des Flüssigkeitsgetriebes 7 umgeschaltet
wird, und die Förderschale 2 mit steigender Geschwindigkeit nach abwärts befördert
wird. Die Feder 42 entspannt sich und treibt die Schlagnase 37 des Schlagbolzens
41 gegen den Anschlag 35 der Zahnstange 2o und verschiebt die Zahnstange schlagartig
nach rechts, wodurch die Rolle 25 aus der Herzgrube der Herzscheibe 23 herausgerissen
und die Regelwelle 12 nebst Steuerwelle i8 mit Steuerhebel 22 an der Mittellage
aus nach links verschwenkt werden, bis der Anschlag 34 der Zalinstatige 20 gegen
den festen Anschlag 56 der Führung 21 anläuft und die Schwenkbe-,vegung begrenzt.
Auf dem letztem Teile des Drehweges der Regelwelle 12 nach links schlägt die Nase
13 der Regelwelle auf Anschlag 15 des Hilfssteuerorgans 16 auf und verdreht das
Hilfssteuerorgan in seine linke Endstellung. Die Förderschale .2 bewegt sich mit
Höchstgeschwindigkeit nach abwärts, und die Wandermutter 29 verschiebt sich auf
ihre linke Endstellung zu. Vor dieser trifft der Anschlag 5o des Halters 52 der
Wandermutter 29 auf den Anschlag 53 der Zahnstange 2o und verschiebt die Zahnstange
2o nach links bis in ihre Mittellage unter Verminderung der Geschwindigkeit 'der
Förderschale 2, wobei wieder auf dein letzten Teile des Schwenkweges das Hilfssteuerorgan
durch Auftreffen der Anschlagleiste 55 des Halters 52 der Wandermutter 29 auf den
Anschlag 57 des Hebels 59 über Hebel 6o und Zahnstange 61 das Hilfssteuerorgan in
Mittellage verdreht wird, so daß die Förderschale zum Stillstand kommt. Im Abstand
des Federweges der Feder 42 vor der linken Endstellung der Wandermutter29 trifft
Schlagbolzen-lo auf Anschlagriegel 43 und wird entgegen Feder 42 nach innen verschoben,
wobei seine Schlagnase 36 durch Abrücken ihres Bolzens 48 von der Steuerkante 47'
des Bügels 47 durch ihre Feder nach außen in Bereitschaftslage v<:rschoben wird.
Damit ist die Ausgangslage wieder erreicht.
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Die Umsteuerung der Förderschale in der oberen Endstellung erfolgt
also ohne Verzug und selbsttätig durch die Steuerung, die Umsteuerung in der unteren
Endstellung der Förderschale nur durch Betätigung cl-.s Handliebels 63 nach Beladen
der Förderschale.