DE71218C - Vorrichtung zur Gemischbildung für Petroleummaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Gemischbildung für PetroleummaschinenInfo
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- F02M2700/4302—Arrangements for supplying air, fuel or auxiliary fluids to a combustion space of mixture compressing engines working with liquid fuel whereby air and fuel are sucked into the mixture conduit
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Entgegen den bisherigen Maschinenarten findet die Ladung, sowie Vergasung in einem
frei geöffnet daliegenden Räume vor geschlossenem Cylinder statt, und erfolgt die Zündung
des Explosionsgemenges in einem der beiden dieses Gemenge nach dem Cylinder führenden
Wege.
Aus Fig. ι ist der Cylinder mit angeschraubtem Deckel, Lade- und Vergasungsapparate nebst
Zündrohre im senkrechten Schnitte ersichtlich. Luft und Erdöl werden gemeinschaftlich durch
eine und dieselbe Oeffhung, mit α bezeichnet, in die Maschine eingeführt, und zwar in solcher
Weise, dafs während des freien Einzuges der Luft zu Zeiten des Saughubes eine von der
Regulatorstellung abhängige Menge Erdöles in den .Ladeapparat eintritt. Die mehr dampfartige
Beschaffenheit des dabei entstehenden Gemisches von Erdöl und Luft geht auf dem schrittweise namentlich durch das von der
Flamme erhitzte Rohr f stärker erwärmten Wege allmälig in eine gasartige über. In
diesem Zustande wird das fertige Mischgas durch das geöffnete Ventil in die Kammer g
hineingeführt, woselbst die Vergasung durch die erhitzte Wand vervollkommnet bezw. dem
Gemische alle noch innewohnende Feuchtigkeit entzogen wird.
Im Falle der Speisung der Maschine mit· Gas wirkt die Wärme im Ladeapparate (namentlich
Rohr f) nur nützlich auf das Ladungsgemisch, d. h. vorwärmend.
Aus der Kammer g tritt das Gasgemisch auf zwei Wegen, nämlich theils unmittelbar,
theils durch den rechteckigen Kanal und das Zündrohr b nach dem Laderaum r des Cylinders
über. Dadurch, dafs das Zündrohr so als ein vom Ladungsgemische beständig mit zu durchfliefsender Kanal auftritt, ist nicht
allein dessen Reinhaltung und Anfüllung mit einem Gasgemenge stets von der' Beschaffenheit
des im Cylinder befindlichen Ladegemisches gesichert, sondern ist auch eine aus beiden
Enden des Rohres b herausschlagende und das zu entzündende Gemisch an drei Stellen
treffende Zündflamme erzielt worden.
Fig. 2 veranschaulicht ein Bruchstück aus dem Cylinderdeckel, welches die Anordnung
des Zündrohres b nach der Pfeilrichtung bei ν in Fig. ι darstellt.
Fig. 3 zeigt den von der Kammer g ausgehenden Kreislaufkanal, in den das eine Ende
des Zündrohres einmündet.
Die Röhre b ist beiderseits im Cylinderdeckel befestigt, und zwar, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, in solcher Weise, dafs die explosibelen Gase zu beiden Seiten, auf der
oberen Seite sogar doppelt (mithin von drei Stellen her) in das Rohr b eintreten können.
Sind sie darin zur Explosion gebracht (am Ende des Compressionshubes), so treffen mithin
auch drei Zündstrahlen die zu entzündende Cylinderladung, ein Umstand, der wesentlich
mit zur zuverlässig wirksamen Zündung beiträgt. Um so mehr dies, als die in das Zündrohr eintretenden Gase dasselbe gewissermafsen
im Kreislauf durchziehen, infolge wovon das Rohr stets mit reinem und brennbarem
Gemische gefüllt erhalten wird, wodurch dem Uebelstande der sonst bekannten Zündhüte,
fast immer von einer Menge unverbrennbarer Gase mit erfüllt zu sein, begegnet ist.
Fig. 4 giebt eine Schnittansicht nach m-n
durch den Lade- bezw. Vergasungsapparat.
Fig. 5 stellt die Eingangsöffnung vom Ladeapparate in einer Schnittansicht dar; die Pfeile
deuten den Weg von Luft und Erdöl (oder Gas) an.
Fig. 6 zeigt den Lade- und Vergasungsapparat in einer baulichen Abänderung, verglichen
mit Fig. i.
Fig. 7 veranschaulicht den Erdöl- bezw.
Gaszuführungsapparat, bestehend aus einer metallenen Düse d, welche rückwärts mit der
Erdöl- oder Gasrohrleitung in Gelenkverbindung steht, um zu ermöglichen, dafs sie (die
Düse) in wagerechter Ebene, d.i. in Fig. 7 in der Bildfläche, hin- und herbewegbar ist.
Der die Düse tragende Hebel xl steht in
Verbindung mit dem Regulatorgestänge G. Durch das Auf- und Abwärtssteigen der Regulatorhülse
wird die Düse der Achse des Gefäfses c, in welches die Luft einströmt, näher gerückt (siehe gestrichelte Lage) oder
davon entfernt (siehe ausgezeichnete Stellung). Die Düse wird dadurch in den einziehenden
Luftstrom mit ihrer Mündung hineingeführt oder daraus entfernt. Im letzteren Falle kann
keine Ladung in den Vergasungsraum gelangen, wohl aber im ersteren. Auf diese Weise ist
eine besondere, bequem von aufsen in ihrer Wirkung zu übersehende Regelung der Maschine
geschaffen, so zwar, dafs der Zuflufs der zu einer Ladung gehörigen Erdöl- oder Gasmenge je nach Bedarf ermöglicht oder abgesperrt
wird.
Je nach dem senkrecht (d. i. auch senkrecht zur Bildfläche in Fig. 7) gemessenen Abstande
der Längsachse der Düse d vom oberen Gefäfsrande ändert sich die Stärke der ansaugenden
Wirkung des Luftstromes auf das Erdöl oder Gas; durch Einstellen dieses Rohres näher dem oberen Rande von c wird die eingezogene
Lademenge gröfser; sie wird geringer, wenn der betreffende Abstand vergröfsert wird.
Dies geschieht durch geeignete Verschiebung des Hebels xl auf seiner Achse e während der
Adjustirung der Maschine.
Claims (2)
- Patent-AnSprüche:ι. Eine Vorrichtung zur Gemischbildung für Erdölmaschinen, gekennzeichnet dadurch, dafs Luft in einen sich ihr weit geöffnet darbietenden Gefäfsraum gesaugt wird und hierbei aus einer vom Regulator bezüglich der Gefäfsachse genau einstellbaren Düse (d) Erdöl in Tropfenform mit sich nimmt, welches weiterhin an erhitzter Oberfläche (Rohr/) vergast wird, um dann, durch das Abschlufsventil in den Verbrennungsraum gelangend, auf dem Wege dahin (im Räume g) noch weiter erhitzt zu werden.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. genannten Vorrichtung, gekennzeichnet durch die Ausbildung des längeren von zwei das Gasgemisch vom Einlafsventile in den Verbrennungsraum überführenden Wegen zum Zündrohre (b), welches die Zündflamme an drei Stellen auf das Explosionsgemisch führt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71218C true DE71218C (de) |
Family
ID=344539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71218D Expired - Lifetime DE71218C (de) | Vorrichtung zur Gemischbildung für Petroleummaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71218C (de) |
-
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- DE DENDAT71218D patent/DE71218C/de not_active Expired - Lifetime
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