DE71026C - Selbstthätiger Schaustellungs- und Anzeigen - Apparat - Google Patents
Selbstthätiger Schaustellungs- und Anzeigen - ApparatInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE B4: Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1893 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft solche selbstthätig wirkende Anzeigevorrichtungen, bei
welchen eine Reihe rechteckiger oder anders gestalteter Trommeln oder Walzen dazu dient,
Ankündigungen, Bilder u. dergl. dadurch zur Ansicht zu bringen, dafs die genannten Trommeln
oder Walzen mit Hülfe eines Uhrwerks in regelmäfsigen Zeitabschnitten gedreht werden
und dabei eine Anzahl verschiedener Ankündigungen in derselben Bildfläche dem Beschauer
vorführen.
Im Besonderen bildet den Gegenstand des vorliegenden Patentes eine Vorrichtung, durch
welche mit Hülfe elektrischer Einrichtungen in Abhängigkeit von einer Uhr die Trommeln
oder Walzen, und zwar in beliebiger Anzahl ständig oder ruckweise in Umdrehung versetzt
werden können.
Der Apparat ist auf den beiliegenden Zeichnungen zur Darstellung gebracht, und zwar
durch Fig. 1 in Vorderansicht und Fig. 2 in Hinteransicht nach Fortnahme der Rückwand.
Fig. 3 zeigt in Vorder- und Fig. 4 in Seitenansicht die Einzelheiten des elektrischen Mechanismus,
während Fig. 5, 6 und 7 Ansichten einer Einrichtung geben, welche, mit der Uhr
verbunden, die Zeit zu reguliren gestattet, während welcher der Apparat in Betrieb sein soll.
Wie aus der Zeichnung (Fig. 3) ersichtlich, ist in dem Apparat ein Hebel A an seinem
hinteren Ende mit einem Winkelarm A} gelenkig
verbunden, während das Vorderende mit einem gebogenen Kreuzarm Ä2 versehen
ist, welch letzterer dicht an den Eisenkernen b der Elektromagnete B vorbei in einem Kreisbogen
sich bewegen kann. Die Eisenkerne b sind deshalb der Bahn des Hebels entsprechend
abgeschnitten. An dem gebogenen Kreuzarm eines jeden Hebels A ist eine Eisen- oder Stahlplatte
C als Anker für die Elektromagnete angebracht, welche zur Erhöhung der zwischen
diesen beiden Theilen auftretenden magnetischen Kraft einen der Spitze der Magnetkerne entsprechenden
horizontalen Vorsprung c trägt, der jedoch in der niedrigsten Stellung der
Platte C gerade wie diese mit den Magnetkernen nicht in directe Berührung kommen
darf.
Die Drahtspulen der Elektromagnete sind durch Drähte mit einer Batterie oder anderen
Stromquelle verbunden, doch ist in diesen Stromkreis noch eine durch die Uhr D beeinflufste
Vorrichtung zum Schliefsen und Unterbrechen derselben eingeschaltet. Zu dem Zweck
ist mit der Uhr ein Daumenrad d, Fig. 2, verbunden, dessen Welle mit Schneckengewinde
versehen ist und mit einem geeigneten Rad des Uhrwerks in Eingriff steht. In Verbindung
mit dem Daumenrad d ist eine Reihe von Blattfedern E angeordnet, deren Zahl der
Anzahl der Trommeln oder Walzen im Apparat entspricht und von denen jede durch einen
Draht χ mit dem Bewegungsmechanismus der zugehörigen Trommel in Verbindung steht.
Der positive Pol der Batterie ist mit einer
Metallplatte dl verbunden, welche eine Reihe
von Stiften e trägt, deren Zahl der Anzahl der Blattfedern E entspricht. Das Daumenrad d
bringt bei seiner Drehung der Reihe nach jede Feder E mit ihrem Stift e in Berührung und
schliefst dadurch während der kurzen Zeit des Contactes den Stromkreis, wodurch eine theilweise
Drehung der Trommel oder Walze veranlafst wird. Dies geschieht in der Weise, dafs zunächst die Hebel A im Ruhezustande
durch mit dem Kreuzarm Az verbundene Blattfedern
F in der aus dem oberen Theil der Fig. 3 ersichtlichen höchsten Lage gehalten
werden. Sobald jedoch durch das Daumenrad d in der beschriebenen Weise der Contact
hergestellt ist, zieht der erregte Elektromagnet B den zugehörigen Hebel A unter Ueberwindung
des von der Feder F geleisteten Widerstandes nieder, wobei ein Widerlager f verhindert,
dafs die Ansätze c mit den Magnetkernen b in directe Berührung kommen. In dieser Stellung
beharrt der Hebel A, bis der Contact durch Zurückspringen der Feder E aufgehoben ist,
worauf der Hebel durch die Feder F wieder nach oben in die Ruhelage zurückgedreht wird.
An dem Hebel A ist nun eine federnde Klinke α befestigt, welche noch über den
Hebel hinausreicht und seitlich von einer Schaltplatte oder -Scheibe G liegt. Der Umfang
der letzteren ist derartig gestaltet und eingetheilt, dafs in regelmäfsigen Zeitabschnitten
die Trommel oder Walze in ihrer Drehung aufgehalten wird und jede auf derselben befindliche
Ankündigung oder dergleichen in richtiger Reihenfolge zur Ansicht kommt. Jede Trommel oder Walze besitzt deshalb eine derartige
Schaltplatte G, welche auf der Trommelwelle g befestigt ist. Die Ränder der Platte G
sind der Form des Kreuzarmes A- am Hebel A entsprechend ausgebaucht, da sie der
Reihe nach sich gegen den genannten Kreuzarm legen und dadurch die Trommel oder Walze H in ihrer jeweiligen Stellung nach
jeder theilweisen Drehung festhalten sollen. Der Rand der Platten G ist nach der einen
Seite hin mit einem Paar hervorstehender Stifte g1 g1 versehen, so dafs, wenn der Hebel
A in der vorher geschilderten Weise heruntergezogen wird, die federnde Klinke a,
deren der Schaltplatte zugekehrte untere Kante stark abgerundet oder gebrochen ist, durch
den obersten Stift gx nach aufsen gedrückt wird, hinter diesem aber zwischen das Stiftepaar
wieder einspringt, wie der untere Theil der Fig. 3 veranschaulicht. Wird dann der
Hebel A durch die Feder F wieder in seine obere oder normale Stellung zurückgedreht,
so veranlafst die Klinke a, welche an der Unterseite des obersten Stiftes g1 anliegt, eine
Drehung der Platte G und der mit ihr verbundenen Trommel oder Walze H, und zwar
um den einem Randtheil der Platte G entsprechenden Winkel.
Auf der Zeichnung sind Trommeln mit vier Seiten angenommen, doch können natürlich
auch solche mit einer beliebigen anderen Seitenzahl gewählt werden; allerdings ist dann eine
entsprechende Abänderung des Apparates erforderlich.
Um nun die Zeit, während welcher der Apparat selbstthätig arbeiten soll, reguliren zu
können, ist die durch Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Einrichtung mit der Uhr verbunden
und in die Hauptleitung eingeschaltet. Dieselbe besteht aus zwei Scheiben JJ1, von
denen jede am Rande auf zwei Drittel ihres Umfanges ringförmig ausgeschnitten ist. Dieselben
sitzen lose auf der Welle k, welche von der Uhr in der Richtung des Pfeiles
(Fig. 5) so gedreht wird, dafs sie in 24 Stunden genau eine Umdrehung macht. Die Scheiben
können jedoch dadurch mit der Welle gekuppelt werden, dafs der von der Scheibe J1
getragene Stift / in eines der 24 Löcher der auf der Welle befestigten Scheibe m springt,
worauf nicht nur die Scheibe J1 die Drehung der Welle k theilt, sondern auch ihrerseits die
Scheibe J mitnimmt, da die letztere durch eine von dem Stift y gehaltene Spiralfeder s fest
gegen die Scheibe J1 geprefst wird.
Die stehengebliebenen Ränder der beiden Scheiben JJ1 dienen dazu, den Strom in der
Hauptleitung χ geschlossen zu halten, indem sie zwischen der Blattfeder η und der Stellschraube
r der Klemme r1 Contact herstellen. Da nun der Rand jeder Scheibe auf ein Drittel
des Umfanges stehen geblieben ist und die Scheibe in 24 Stunden eine Umdrehung macht,
hält eine Scheibe den Contact 8 Stunden lang geschlossen. Durch Drehung der Scheibe J1
um je Y24 ihres Umfanges wird jedoch auch
die Zeit des Stromschlusses und damit die Betriebsdauer des Apparates um je 1 Stunde erhöht
und kann bis auf das Doppelte, also 16 Stunden gebracht werden. Um die Einstellung
zu erleichtern, ist der Rand der Scheibe J1 mit den entsprechenden Theilzahlen
versehen, derart, dafs die höchste der sichtbaren Zahlen immer die Betriebsdauer in Stunden
angiebt. So ist z. B. in Fig. 5 angenommen, dafs der Apparat 11 Stunden lang in
Thätigkeit sein soll. Die Einstellung selbst erfolgt in der Weise, dafs zunächst die Zeiger
der Uhr auf die Zeit gedreht werden, zu welcher der Apparat in Thätigkeit treten soll.
Sodann werden die Scheiben JJ1 gegen die Feder s so weit zurückgeschoben, dafs der
Stift / nicht mehr in die Löcher der festen Scheibe m greifen kann. Die Scheibe J1 wird
nun in dem der Pfeilrichtung (Fig: 5) entgegengesetzten Sinne so weit gedreht, bis die
der gewünschten Betriebsdauer entsprechende
Zahl sichtbar geworden ist, worauf beide Scheiben zusammen so eingestellt werden, dafs
der Rand der Scheibe J gerade eben den Contact zwischen der Feder η und der Stellschraube
r herstellt, dafs also die ganze Vorrichtung unter Annahme einer elfstündigen
,Betriebsdauer die aus Fig. 5 ersichtliche Stellung hat. Hierbei steht der Stift I gerade
einem Loch der Scheibe m gegenüber, in welches er nach Freigabe der beiden Scheiben JJ1
unter dem Druck der Feder s einspringt, dadurch die Scheiben JJ1 mit der Welle k kuppelnd.
Zum Schlufs werden die Uhrzeiger wieder auf die richtige Zeit zurückgestellt und
das Ganze wird nach Ingangsetzen der Uhr sich selbst überlassen.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche.·i. Ein selbsttätiger Schaustellungs- und Anzeigen* Apparat, dadurch gekennzeichnet, dafs je ein den Anker eines Elektromagneten (B) bildender Hebel (A) bei der durch ein gemeinsames Uhrwerk geregelten Erregung des Elektromagneten von diesem abwärts gedreht wird, wodurch eine mit dem Hebel (A) federnd verbundene Klinke (a) zwischen ein Stiftepäar (g1) einer Schaltscheibe (G) einspringt, dafs aber der Hebel (A) nach Unterbrechung des inducirenden Stromes durch die Kraft einer Feder (F) wieder in seine normale Lage zurückgedreht wird und hierbei vermittelst der Klinke (a) eine theilweise Drehung der Schaltscheibe und der mit letzterer fest verbundenen, die Ankündigungen u. dergl. tragenden Trommel oder Walze (H) veranlafst, worauf er mittelst seines Kreuzarmes (A2) Schaltrad und Walze wieder feststellt.
- 2. In Verbindung mit dem unter 1. genannten Apparat eine Vorrichtung zum Oeffnen und Schliefsen der Elektromagnetenstromkreise, gekennzeichnet durch ein von einer Uhr getriebenes Daumenrad, welches nach einander eine Reihe von Blattfedern, deren Zahl von den den Apparat zusammensetzenden gleichartigen Einrichtungen abhängt, mit festen Metallstiften in zeitweise Berührung bringt und dadurch jedesmal den Erregerstrom je eines Elektromagneten schliefst.
- 3. In Verbindung mit dem unter 1. genannten Apparat eine Vorrichtung zur Regulirung der Zeit, zu und während welcher der Apparat in Thätigkeit treten soll, gekennzeichnet durch zwei mit einander durch Friction gekuppelte und mit einer durch die Uhr in 24 Stunden einmal um 3600 gedrehten Welle (k) durch eine leicht lösliche Kupplung verbundene Scheiben (JJ1), deren Ränder zum Theil ausgeschnitten sind, so weit sie aber noch stehen, dazu dienen, eine Contactfeder (n) gegen eine Contactschraube (r) zu drücken und dadurch die Hauptleitung (x) zu schliefsen, wobei durch Verstellung der beiden Scheiben gegen einander der von den Rändern derselben gebildete Weg und dadurch die Zeit des Stromschlusses, d. h. die Betriebsdauer des Apparates verändert wird, während durch entsprechende Einstellung des ganzen Scheibensatzes auf der Welle (k) zu dem Stande des Stundenzeigers der Beginn des Betriebes bestimmt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE865252C (de) * | 1951-06-15 | 1953-02-02 | Hellmuth Weinrich Dr | Reklameapparat |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE865252C (de) * | 1951-06-15 | 1953-02-02 | Hellmuth Weinrich Dr | Reklameapparat |
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