DE709255C - Sandsack - Google Patents

Sandsack

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Publication number
DE709255C
DE709255C DEN43520D DEN0043520D DE709255C DE 709255 C DE709255 C DE 709255C DE N43520 D DEN43520 D DE N43520D DE N0043520 D DEN0043520 D DE N0043520D DE 709255 C DE709255 C DE 709255C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sack
cords
brackets
sacks
sandbag
Prior art date
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Expired
Application number
DEN43520D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hermann Niedermayer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HERMANN NIEDERMAYER DR
Original Assignee
HERMANN NIEDERMAYER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HERMANN NIEDERMAYER DR filed Critical HERMANN NIEDERMAYER DR
Priority to DEN43520D priority Critical patent/DE709255C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE709255C publication Critical patent/DE709255C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H5/00Armour; Armour plates
    • F41H5/24Armour; Armour plates for stationary use, e.g. fortifications ; Shelters; Guard Booths

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Revetment (AREA)

Description

  • Sandsack Die Erfindung befaßt sich mit der Verwendung von Sandsäcken für die Errichtung von Mauern, Brustwehren im Schützengraben, für den Einbau von Maschinengewehren, ,als feldmäßige Deckung für alle Truppengattungen im Gefecht und ähnlichem. Um die Verbindung zwischen den einzelnen Sandsäcken möglichst fest zu machen, wird .erfindungs gemäß auf die Formgebung des einzelnen Sackes und auf die Verbindungsart der Säcke miteinander zum Erzielen eines starken Zusammenhaltes besonderes Gewicht gelegt.
  • Die Erfahrungen haben bewiesen, daß derartige Deckungen oft, auch wenn sie nicht getroffen wurden, schon durch den Luftdruck allein auseinanderfliegen und damit ihrem Zweck nicht mehr voll gerecht werden; denn der Sandsack wirkt an sich durch sein Eigengewicht und kann sich daher, je weiter oben er liegt, um so mehr aus seiner Verbindung mit dem Nachbarsack lösen, also gerade dort, wo es am nötigsten ist, besteht am meisten die Gefahr der Lockerung des ganzen Sandsackverbandes.
  • Diesen Nachteil vermeidet die Erfindung, Die Größe der Sandsäcke spielt dabei keine Rolle. Auch lassen sich ungleich große Säcke miteinander verbinden. Zweckmäßig werden ihnen Erfahrungswerte zugrunde gelegt, die auch eine Massenherstellung dieser Säcke als empfehlenswert erscheinen lassen. Durch die Einfügung von Klammern können die Säcke nach Belieben und Bedarf unterteilt werden, ähnlich wie man einen Ziegelstein verkleinert oder halbiert, indem man ein Stück oder die Hälfte von ihm abschlägt. In ähnlicher Weise füllt man den Sandsack zu 1/3 oder zur Hälfte und schließt ihn dann mit den Klammern ab. Der übrigbleibende Teil der Sackleinwand wird umgeschlagen. Mit Hilfe der Klammern hat man es in der Hand, den Sack beliebig zu formen. So stellt man einen Gewölbestein durch Einfügen der Klam-' mern der Länge nach in der Hälfte des Sandsackes her.
  • Man hat schon Säcke in horizontaler Lage aufeinandergeschichtet und sie durch Hanfschnüre und Drahtseile miteinander verbunden, die in vertikaler Richtung außen um die Säcke herumgelegt sind und oben und unten durch Pflöcke zusammengehalten werden. Dabei hat man, um das Gefüge fester zu machen, zwischen je zwei Säcken einen beweglichen Ring aus Hanfseil eingelegt, durch welchen die Halteschnüre hindurchgezogen sind.
  • Die Verbindung der Säcke untereinander erfolgt erfindungsgemäß durch Kordeln oder Schnüre, die entweder in einfacher Weise an den Ecken der Säcke befestigt oder in besonders eingeschlagenen Ösen angebracht sind. Diese Schnüre oder Kordeln sind die Fortsetzung von Verbindungssträngen, die in Säcke eingenäht sind und die an den vier Ecken des Sackes heraustreten. Diese Verbindungsstränge können aus Metall oder Schnur hergestellt sein. Sie durchlaufen den Sack der Länge nach, zweckmäßig längs seinen Nähten, und sind an diese angenäht. Sie können aber auch in anderer Form auf der Außenwand oder an der Innenwand des Sackes befestigt sein, z. B. in einer Schraubenlinie. Jedenfalls treten sie an den Sackenden, aufgeteilt in mehrere Schnüre, aus dem Sack heraus und dienen als Verbindung zu den Schnüren des Nachbarsackes durch Verknoten oder auf ähnliche Weise.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung wiedergegeben.
  • Fig. i ist die Ansicht eines Sandsackes mit eingesetzten Klammern.
  • In Fig.2 sind die Klammern in anderer Richtung eingesetzt. Dadurch entstehen die Fig.2a und 2b als Schnitte nach den Schnittlinien A-B, C-D der F ig. 2.
  • Die F ig. 3, 3 a und 3 b zeigen die Klammern in den drei Rissen.
  • Fig. q. ist ein Seitenriß des Sackes mit Anordnung der Klammern in der gestrichelten Lage 8 der Fig. 2.
  • Fig.5 zeigt eine Öse mit Schnüren, die in ein Sackende eingeschlagen ist.
  • Der Sack i besteht "aus Leinwand, Jute oder sonst einem Stoff, der haltbar genug ist, um Sand, Kies, Steine; Erde oder anderes Füllmaterial aufzunehmen und den Druck der darüber geschichteten Säcke oder auch anderer Baustoffe auszuhalten. Die Stoffe, aus denen der Sack besteht, können durch Metall oder sonstige Gewebe netzartig verstärkt sein oder ganz aus grobmaschigem Gewebe in Metall oder anderen Stoffen bestehen, wenn gröberes Füllmaterial, wie grobkörniger Schotter, zur Verwendung kommt.
  • _:. -Die Form der Säcke ist meist rechteckig _öquaderförmig, wobei die zwei LängsseWen und eine Schmalseite zur Aufnahme des Füllmaterials offen ist und nach erfolgter Einfüllung mittels einer Leine zugebunden wird. Der Sack kann auch quadratisch begrenzt sein oder oval oder rund.
  • Um die Außenkante des Sackes laufen doppelte Stränge 2, die bei rechteckigen und quadratischen Säcken an den Ecken, bei anderer Sackform an ungefähr gleichen Stellen als kurze Bindestränge 3 heraustreten. Als Ersatz für diese durchlaufenden Stränge dienen Ösen ¢ (Fig. 5), die in die Ecken der Säcke eingepreßt werden und durch welche die Verbindungsstränge oder Kordeln 3 gezogen werden. Den gleichen Zweck erfüllen in Ermangelung von Ösen und durchlaufenden Strängen auch Bindestränge, die mit oder ohne Einfügung eines Steinchens oder eines sonstigen geeigneten Gegenstandes mit einer Knopfwirkung in der Ecke )oder an einer sonstigen passenden Stelle des Sackes an den Sack geknüpft werden; doch wird man zu solch einem Ersatz nur im Ernstfalle greifen, weil naturgemäß der Halt sehr viel größer ist, wenn der Strang 2 durchläuft und an der ganzen Sackumhüllung seinen Halt findet. Der durchlaufende Strang 2 hindert nicht daran, den Sack nur teilweise zu füllen und ihn mittels einer Leine abzubinden. Auch in diesem Fall dienen die heraustretenden Stränge 2 zur Verbindung mit den Nachbarsäcken.
  • Zur Formgebung und zum Abteilen der Säcke finden die Klammern 5 nach Fig. 2, 2a und 2 b Verwendung. Sie bestehen am einfachsten aus Weißblech oder einem anderen weichen geglühten Blech, das leicht biegsam und womöglich mit einem Rostüberzug versehen ist. An den Rändern sind diese Klammern mit Zähnen 6 versehen. Diese Zähne werden rechtwinklig umgebogen und durch die beiden Wände des Sackes, die mitein-. ander verklammert werden sollen, hindurchgeschlagen. Das gleiche geschieht von der anderen Seite her, so daß die beiden Sackwände zwischen den Klammerplatten 7 eingeklemmt sind, die selbst durch ihre umgeschlagenen Zähnespitzen, die sich gegenseitig umfassen, zusammengehalten werden. Die Klammern können in verschiedener Weise in die Säcke eingesetzt werden und diese unterteilen. Gibt man ihnen die Lage nach Fig. 2, so entstehen verschiedene Querschnittsformen durch den Sack. So ist die Fig. 2a ein Schnitt nach der Linie A-B und hat die Eiform. Die Fig.2b aber ist ein Schnitt nach der Linie C-D und läßt eine 8-Form entstehen, in deren Mitte die Einschnürung durch die Anordnung der Klammern 5 entstanden ist.
  • Ordnet man in Fig. 2 die Klammern nicht in der Mitte, sondern nahe am Rand des Sackes an, wie die Strichelung 8erkennen läßt, so entsteht ein SeitenriB der Form des Sackes nach Fig. q..
  • So sind in Fig. i die Klammern 5 parallel zum Boden des Sackes angeordnet, so da.ß die rechteckige Form 9, i o, i I, 12 entsteht, welche die Füllung .aufzunehmen hat, während der nichtgefüllte Teil 13 durch einen Knoten i ¢ an geeigneter Stelle abgebunden wird. Die Stränge 2 laufen durch diesen Teil ebenfalls hindurch und treten als lose Schnüre 3 jenseits des Knotens 14- ins Freie.
  • Jedenfalls hat man in den Klammern ein Mittel, um den Sack je nach der Anzahl der verwendeten Klammern und ihrer Lage eine bestimmte gewünschte Form zu geben, weil die gegenüberliegenden Nahtseiten zwischen zwei Klammern immer stark zusammengepreßt und zusammengehalten werden. Jedenfalls ersetzen die Klammern das Abnähen oder Absteppen der Säcke, das nur dort stattfinden kann, wo Zeit und Gelegenheit dazugegeben ist.
  • Die Herstellung von splittersicheren Matten durch Aneinanderreihen von Sandsäcken, die entweder ganz oder unter Verwendung von Klammern nur teilweise mit Erdreich gefüllt sind, ist ebenfalls möglich und von Vorteil. So bieten sich diesem Sackviele Anwendungsmöglichkeiten. Es muß auch nicht unbedingt Sand oder Erdreich zur Füllung genommen werden, es kann z. B. auch Pulverschnee sein, den man auf diese Weise zu Schutzbauten aller Art verwenden kann.
  • Ein besonders umfangreiches Anwendungsgebiet eröffnet sich dem Sandsack bei Wasserbauten. Man hängt eine Anzahl Sandsäcke, die in der geschilderten Weise miteinander verbunden sind, traubenförmig an ein - Seil und versenkt dieses mitsamt den daranhängenden Säcken, um das Wasser zu stauen. An dieses Seil knüpft man die nächste Traube. Dazwischen wirft man irgendwelches Füllmaterial.
  • Es wird noch bemerkt, daß ein solcher Sandsackbau durch Einfügen von weiteren Drähten oder Rundeisen über größere Flächen noch besonders bewehrt werden kann.

Claims (3)

  1. PATGNTANSPRÜCIIR: r. Sandsack, dadurch gekennzeichnet, daß er von Strängen oder Schnüren (2) auf seinem ganzen Umfang durchzogen ist, die an den Enden als Schnüre (3) zur Verbindung mit dem Nachbarsack ins Freie treten.
  2. 2. Sack nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Unterteilung mittels Klammern (5), die von beiden Seiten her auf die Sackwände aufgelegt und mit ihren umgebogenen und durch die Sackwände hindurchgetriebenen Zähmen (6) miteinander befestigt sind.
  3. 3. Sack nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der durchlaufenden Schnüre (2) in die Sackenden Ösen (q.) zur Aufnahme der Bindeschnüre (3) gesetzt und dort befestigt sind.
DEN43520D 1939-08-17 1939-08-17 Sandsack Expired DE709255C (de)

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DEN43520D DE709255C (de) 1939-08-17 1939-08-17 Sandsack

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