DE708933C - Verfahren zur Entfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Gasen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Gasen

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DE708933C
DE708933C DEI55510D DEI0055510D DE708933C DE 708933 C DE708933 C DE 708933C DE I55510 D DEI55510 D DE I55510D DE I0055510 D DEI0055510 D DE I0055510D DE 708933 C DE708933 C DE 708933C
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DE
Germany
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gases
organically bound
sulfur
coal
bound sulfur
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Expired
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DEI55510D
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Giller
Dr Fritz Winkler
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/32Purifying combustible gases containing carbon monoxide with selectively adsorptive solids, e.g. active carbon

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Gasen Es ist bekannt, durch Kohlenoxysulfid verunreinigtes Wasserstoffgas dadurch zu entschwefeln, daß man es zusammen mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen über alkalisch gemachte aktive Kohle leitet. Zu diesem Zweck ist insbesondere Holzkohle vorgeschlagen worden, die durch Erhitzen von Holz mit Chlorwasserstoff abspaltenden Metallchloriden gewonnen ist. In dieser Weise gelang es, Wasserstoff, der in i cbm etwa i mg Schwefel in Form von Kohlenoxysulfi-d u. dgl. enthält, praktisch schwefelfrei zu machen. Das Verfahren hat indessen keinen Eingang in die Technik gefunden.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich für die Entfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Gasen in der erwähnten Weise ganz besonders vorzüglich eine aktive Kohle eignet, welche nach dem Patent 463 772 aus Steinkohle in der Weise hergestellt ist, daß man das auf einer Schicht feuerfesten Materials lagernde stückige oder fein gekörnte zu aktivierende Material mit Hilfe der heißen aktivierenden Gase ständig durchrührt. Mit dieser Kohle gelingt es, selbst solche Gase praktisch vollständig von Schwefel zu be-freien, die einen Gehalt an i 5o mg und mehr organisch gebundenem Schwefel in i cbm aufweisen. Die Überlegenheit dieser Kohle be- ruht insbesondere auch auf ihrer erheblich größeren Wirksamkeit gegenüber solchen Schwefelverbindungen, wie Schwefelkohlenstoff und Thiophen, deren Zerstörung wesentlich schwieriger ist als die des Kohlenoxysulfids.
  • Besonders vorteilhaft erweist sich die Eigenschaft dieser aktiven Kohle, ihre Wirksamkeit auch bei stark schwankendem Feuchtigkeitsgehalt des zu reinigenden.Gases praktisch unvermindert beizubehalten.
  • Die große Überlegenheit der aus Steinkohle 23 gemäß Patent 463 772 hergestellten aktiven Kohle über andere aktive Kohlen erwies sich in Vergleichsversuchen, deren Ergebnisse hier angeführt seien: Das zu reinigende Wassergas enthielt 13o bis 15Orng organisch gebundenen Schwefel in i cbm. Die Entschwefelung wurde mittels Sauerstoffs und Anirnoniaks jeweils unter gleichen Bedingungen durchgeführt. Uln den Einfluß von Feuchtigkeit auf dieWirksamkeit der aktiven Kohlen festzustellen, wurde derWassergehalt
    jeder Kohle (mit Ausnahme der Holzkohle)
    verändert:
    Orga-
    Wasser- nischer
    #"elialt Sch%%,efel
    imEndgas
    Aktivierte Steinkohle (ge- 6 o,67
    mäß Patent 4()3 772 akti- 10 0,40
    viert) 15 0,50
    20 o,ig
    Aktivierter Braunkrililen- 4 25,80
    koks (,gemäß Patent 10 90,6o
    463 772 aktiviert) is i2140
    Aktivierte Torfkolile (mit 3 5,0
    Chlorzink aktiviert.) 7 5,91
    14 28,0
    Aktivierte Holzkohle (mit 3 -3,3, o
    Chlorzink aktiviert)
    Für die Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen durch Behandlung mit aktiver Kohle in Gegenwart von Luft oder Sauerstoti ist bereits eine durch Aktivierung v011 Steinkohle mit Chlorzink hergestellte K-ohle vorgeschlagen worden. Eine d erartig e Kohle ist zur Entfernung von organisch g#-'-bundenein Schwefel aus Gasen ungeeignet. Versuche, die praktisch unter den gleichen Bedin-un-en wie die oben angeführten Versuche ausgeführt wurden, ergaben, daß M'assergas, welches 163,2 nlg/C1)111 organisch gebundenen Schwefel enthielt, nach der Behandlung mit der genannten Kohle noch einen Gehalt an organisch gebundenem Schwefel voll 135,5 ing/cbin aufwies, während die entsprechenden Zahlen für Leuchtgas io6,4 nigiebin und ;7o.o ing/cbm betrugen.
  • el Beispiel In einen Turin mit einem Querschnitt von #37-, cin' werden #_5 kg einer gemäß Patent 463 ;772 ans Steinkohle hergestellten aktiven Kohle eingefüllt. Durch diese Vorrichtung wird Wassergas mit einem Gehalt an i4o bis j(-)o nig organisch gebundenen-, Schwefel in i cbm bei gewönlicher Temperatur hindurchgeleitet. Dein Wassergas werden zuvor je cbm i Liter Luft und 2oo ccm Ammoniakgas beigeinischt. Die Strömungsgeschwindigkeit des #\I'assergases im Turm beträgt 21,4 cbm pro Stunde. Das die Vorrichtung verlassende Gas enthält nur 0,38 1-ng organisch ge-bundenen Schwefel in I cbm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zurEntfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Gasen mittels aktiver Kohle in Gegenwart v011 Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen und alkalischen Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß eine gemäß Patent 463 772 aus Steinkohle hergestellte aktive Kohle ver-\%-endet wird.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945088C (de) * 1944-09-27 1956-06-28 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle
DE1124180B (de) * 1959-04-20 1962-02-22 Lab Fuer Adsorptionstechnik G Verfahren zur Entfernung organischer Schwefelverbindungen aus Kohledestillationsgasen
DE1144692B (de) * 1956-03-29 1963-03-07 Gelsenberg Benzin Ag Verfahren zur Entfernung von Merkaptanen aus Abgasen
DE1185762B (de) * 1959-12-29 1965-01-21 Basf Ag Verfahren zur Abtrennung schwefelhaltiger Verunreinigungen aus Gasen

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DE945088C (de) * 1944-09-27 1956-06-28 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle
DE1144692B (de) * 1956-03-29 1963-03-07 Gelsenberg Benzin Ag Verfahren zur Entfernung von Merkaptanen aus Abgasen
DE1124180B (de) * 1959-04-20 1962-02-22 Lab Fuer Adsorptionstechnik G Verfahren zur Entfernung organischer Schwefelverbindungen aus Kohledestillationsgasen
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