DE70888C - Verfahren zur Herstellung von Glasflaschen und ähnlichen Gegenständen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasflaschen und ähnlichen Gegenständen

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DE70888C
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glass
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bottle
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DENDAT70888D
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B. A. SPAULL in St. Mary Axe, London, England
Publication of DE70888C publication Critical patent/DE70888C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/13Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
    • C03B9/14Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines
    • C03B9/16Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines in machines with turn-over moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten Apparate zur Herstellung von Glaswaaren auf mechanischem Wege entsprechen ihrem Zweck nicht in dem gewünschten Mafse. Wenngleich man wohl schon vielfach die Ueberzeugung gewonnen hat, dafs das alte Verfahren, die Glaswaaren von Hand herzustellen, das beste ist, so ist doch bisher noch kein Apparat bekannt geworden, in welchem die Glasbläserei in ihren wesentlichen Merkmalen nachgeahmt wird.
. Dies kann nur geschehen, wenn die das Glas aufnehmende Vorform in -annähernd horizontaler Lage in Drehung versetzt und gleichzeitig Luft in die vorzuformende Glasmasse eingetrieben wird. Die auf diese Weise hergestellte Glasbirne kann dann durch Auftreiben innerhalb einer Fertigform in ihre endgültige Gestalt gebracht werden.
Die in den Zeichnungen dargestellte Maschine erfüllt die ihr gestellte Aufgabe vollkommen. Fig. ι ist eine Vorderansicht der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben. Fig. 3 ist ein Längsschnitt in vergrößertem Mafsstabe durch die Vorform und die mit derselben zusammenhängenden Theile. Fig. 4 ist ein Schnitt ähnlich dem der Fig. 3, jedoch nach einer zu dieser rechtwinkligen Ebene. Fig. 5 ist ein Schnitt in demselben Mafsstabe wie Fig. 3 und 4 nach der Linie 5-5 der Fig. 2. Fig. 6 ist ein Schnitt in der Linie 6-6 der Fig. 3. Die Fig. 7 bis 12 zeigen Einzelheiten des Apparates. Fig. 13 zeigt einen Höhenschnitt, nach welchem die Fertigform mit den dazugehörigen Theilen geöffnet dargestellt ist, während die Vorform in der Lage gezeigt ist, welche sie unmittelbar vor ihrer Oeffnung zur Herausnahme des Halbfabrikates einnimmt. Fig. 14 ist eine Ober- und Fig. 15 eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt der Fertigform. Fig. 16 ist eine Einzelheit des Apparates und dient zur Veranschaulichung seiner Wirkungsweise.
Die cylindrische Vorform b ist, wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, in der gröfsten Ausdehnung parallel ausgebohrt und mit einer konischen Verengung behufs Bildung des Halses und Kopfes der Flasche ausgestattet. Diese Vorform besteht aus zwei Längstheilen bl und b'2, von welchen jeder einen vorstehenden Ansatz b3 mit einem Schlitz bl zur Aufnahme eines viereckigen Zapfens b5 besitzt. Diese Anordnung der Theile der Vorform auf ihren Zapfen gestattet die Herstellung derselben in mehreren Gröfsen, welche in Verbindung mit der Maschine ausgewechselt werden können. Die beiden Theile der Vorform sind auf den Zapfen mittelst der Stifte be. befestigt, so dafs sie sich mit denselben beim Oeffhen und Schliefsen der Form drehen können. Die Zapfen b5 sind in einem Gufsstück c gelagert (wie in Fig. 6). Letzteres ist in einem Rahmen d drehbar angeordnet, der auf der Achse c sitzt, welche in den Lagern dl am oberen Ende des Gestelles α gelagert ist. Am unteren Ende des Gufsstückes c befindet sich ein konisches Rad c1, welches in das Rad c2 auf der Achse e eingreift, so dafs, wenn diese Achse gedreht wird, z. B. mittelst des Griffes el, das Gufsstück c und mit ihm die Vorform b drehende Bewegung erhält (Fig. 1).
Auf den Zapfen bs, Fig. 2, sind Schneckenräder b1 angebracht, welche im Eingriff mit der zwischen denselben befindlichen Schnecke bs
stehen. Diese Schnecke wird von einer im oberen Theil des Gestelles α gelagerten Achse b* bethätigt, welche mittels Riemscheibe und Riemens von irgend einer geeigneten Antriebskraft gedreht wird. Die Achse b% trägt an ihrem inneren Ende ein Kegelrad b10, welches im Eingriff mit dem Rad bn, Fig. i, steht, das lose auf der Achse e läuft und mit einem dritten Kegelrad b12, Fig. ι und 3, fest verbunden ist. Letztgenanntes Rad ist am Ende einer röhrenförmigen Achse bn angebracht, die an ihrem anderen Ende ein Zahnrad bu trägt. Das Rad bu steht mit dem Trieb 615 im Eingriff, welcher auf der Achse b* der Schnecke b8 lose sitzt. Diese Achse trägt aufserdem zwei lose Kegelräder bie b17, von denen das erstere mit dem Rad bls fest verbunden ist, während das letztere durch das Kegelrad ble mittels des losen Kegelrades bis in Drehung versetzt werden kann.
An den einander zugewendeten Flächen der Räder ble b17 sind Kupplungszähne bw angebracht, vorzugsweise in der Form, wie in den Fig. 3 und 7 dargestellt ist (Fig. 7 ist ein Schnitt in vergröfsertem Mafsstabe des Rades blT). Zwischen diesen Kupplungszähnen sitzt eine Kupplungshälfte b20 verschiebbar, aber nicht drehbar auf der Welle b* der Schnecke bs. Die Zähne b19 können auch auf besonderen Ringen angeordnet und mit dem betreffenden Rade mittels eines Splintes in Verbindung gebracht sein. Der Ring kann mit einer Feder versehen werden, so dafs derselbe, wenn die Kupplungshälfte mit ihm in Eingriff steht, nachgeben kann und ein Bruch der Kupplungszä'hne vermieden wird, im Falle die Vorform vollständig geöffnet oder geschlossen ist, ehe die Kupplungshälfte aufser Eingriff gebracht wird, wie weiter unten näher beschrieben werden soll.
Bei dieser Anordnung ist es ersichtlich, dafs, wenn die Kupplungshälfte mit den Kupplungszähnen 619 des Rades Z>16 in Eingriff steht, die Schnecke in der einen Richtung, und wenn sie mit den Kupplungszähnen b19 des Rades b17 in Eingriff steht, in entgegengesetzter Richtung gedreht wird. Die Verschiebung der Kupplungshälfte wird mittels des Winkelhebels b21, Fig. 2, bewirkt, der in Verbindung mit einer Feder b22 steht (Fig. 8), welche den freien Arm des Hebels b21 für gewöhnlich in einer bestimmten Lage hält. Um während der Zeit, in welcher die Vorform geöffnet wird, den Glasgegenstand so lange zu unterstützen, bis er in die Fertigform übergeführt worden ist, sind zwei Greifer //, Fig. 4, angeordnet, die mit ihren freien Enden den Hals der Flasche im Innern der Vorform erfassen. Diese Greifer f sind im Gufsstück c bei fl gelagert und werden während der Bildung der Flasche von den Theileni»1^2 der Vorform selbst gehalten, wobei geeignete Vertiefungen f2 in der Vorform zur Aufnahme der Enden der Zange, wie in Fig. 4 und 9 dargestellt ist, vorgesehen sind. Fig. 9 stellt einen Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 3 dar. Federn /3, verbunden einerseits mit dem Gufsstück c und andererseits mit den Greifern ff dienen dazu, die Greifer beständig gegen einander zu drücken. Damit die Greifer den zu bildenden Glasgegenstand während der Zeitdauer, in der derselbe frei hängt und von der Fertigform aufgenommen werden soll, festhalten, ist eine Gabel h angeordnet, die in einem geeigneten Schlitz in dem Gufsstück c gleiten kann und mit ihren Gabelenden die beiden Theile der Zange umschliefst (wie in Fig. 6). ■
Die Gabel h steht mit einem Hebel h1 in Verbindung, welcher an einem Arm des Gufsstückes c bei h2 gelagert ist und unter dem Einflufs einer Feder h3 steht, welche das Bestreben hat, die Gabel an die Zange anzudrücken. Wie oben beschrieben, wird das Gufsstück vom Rahmen d auf Achse e drehbar getragen. Um die Drehung des Gufsstückes um die Achse e zu bewerkstelligen, so dafs die Vorform in die verschiedenen Stellungen gebracht und in denselben festgelegt werden kann, ist ein Hebelgriff z, Fig. 1 und 3, in i1 am Rahmen d angeordnet, welcher Griff mit einer Federklinke i2 verbunden ist. Die Klinke i2 greift in Einschnitte Jj1J'2 in einem der Lager d] des Gestelles α ein, wobei die Lage der Einschnitte den verschiedenen Stellungen entspricht, in welche die Vorform gebracht werden soll. Der Hebelgriff i ist mit der Federklinke i2 mittels des Stiftes z3 in der Weise verbunden, dafs letzterer in eine am Griff vorgesehene Schlitzführung ζ'4 eingreift, wie in Fig. 10. In dieser Schlitzführung ist eine zum Zapfen z'1 excentrisch angeordnete Fläche z5, Fig. 10, so dafs, wenn der Hebel bewegt wird, zunächst die Federklinke aufser Eingriff mit dem Einschnitt j gebracht wird, in welchem sie sich bisher befand, und dann der Rahmen d in die geeignete Stellung gelangt. Da es schwer halten dürfte, die Vorform, während sie aus der in Fig. 2 mit vollen Linien gezeigten Stellung in die mit punktirten Linien angedeutete mit Hülfe der oben beschriebenen Einrichtung gebracht wird, zu drehen, ist eine besondere Anordnung getroffen, mit Hülfe welcher die Niederlegung der Vorform um die Achse e bewirkt wird.
Dies wird dadurch erreicht, dafs auf dem Kegelrad c'2, Fig. 1 und 3, Sperrzähne k angebracht sind, in welche Klinke Jc1, Fig. 2, eingreift, die am Gestell α vorgesehen ist Sperrrad und Klinke sind so angeordnet, dafs, wenn die Vorform, wie oben erwähnt, herumgeschwungen wird, die Achse e mit Zahnrad c2 festgehalten und der Vorform eine drehende
Bewegung mittels des feststehenden Kegelrades c2 und des mit demselben im Eingriff stehenden Kegelrades c1 ertheilt wird;
Wenn die Vorform in der Stellung ist, wie dies durch punktirte Linien in Fig. 2 angedeutet ist, in welcher Stellung das Gewicht des Glases verlängernd auf dasselbe einwirkt, so wird der Vorform mittels des Handgriffes e1 eine drehende Bewegung, und zwar in derselben Richtung ertheilt, welche die Vorform bis zu diesem Augenblick beim Niederlegen erhielt, wobei die Klinke nunmehr dieser Bewegung keinen Widerstand bietet. Um eine zu grofse Verlängerung der Flasche in der Vorform zu verhindern, ist in dem oberen Theil derselben ein Einsatz e2 angeordnet (Fig. 3 und 4), der das obere Ende der Flasche begrenzt und einstellbar macht, z. B. durch ein Schraubengewinde. Der Einsatz ist ferner mit einer Aushöhlung e3 behufs Einführung des Glases in die Vorform ausgestattet.
Vorzugsweise wird die Luft zum Aufblasen des Glases in die Vorform dann eingeführt, wenn letztere die in punktirten Linien gezeigte Stellung einnimmt (Fig. 2). Die Luft wird aus einem geeigneten Behälter durch Rohr / zugeführt, das in der hohlen Achse £>13 verschiebbar angeordnet ist. Das Rohr Z ist mit einer Düse Z1 versehen, welche, wenn das Rohr bewegt wird, in das Mundstück der Vorform eingreift, behufs Austreibung des überflüssigen Glases von dem Halstheil der Flasche und zu gleicher Zeit zum Einlafs der Luft behufs Bildung der Flasche. Vortheilhaft erscheint es, dieser Düse Z1 einen viereckigen Querschnitt zu geben, wie in den Fig. 11 und 12 dargestellt, welche Figuren eine Seitenansicht bezw. Oberansicht der Düse zeigen. Die obere Fläche der Düse, welche in unmittelbare Berührung mit dem Glase kommt, ist schraubenförmig gestaltet, so dafs, wenn die Vorform sich dreht, in Wirklichkeit nur der höchste Theil der Düse in Berührung mit dem Glase kommt, wodurch ein freier Raum gebildet wird, durch welchen die Luft eintreten kann, wobei das Glas verhindert wird, in die Oeffnungen einzutreten, durch welche die Luft durchdringt. Die Längsbewegung des Rohres Z, welche zur Einführung der Düse in den den Hals bildenden Theil der Vorform erforderlich ist, wird mittels eines Daumens Z2, Fig.. 4, und die rückläufige Bewegung des Rohres mittels Feder /*, Fig. 3, bewerkstelligt. Der Daumen ist an der Hülse Z3 befestigt, welche die Welle e umgiebt, und wird an der drehenden Bewegung mittels eines Stiftes Z* in einem der Lager dl theilzunehmen verhindert. Am unteren Ende des Rohres Z ist ein Knierohr Z5 angeordnet, das einen flachen Längsflantsch hat, gegen welchen der Daumen Z2 wirken kann. Der stehende Schenkel des Knierohres Z5 ist mit einer Stopfbüchse Z6 versehen, in die das Rohr P verschiebbar eingreift. Mit seinem waagrecht abgebogenen Ende steht das Rohr V mit einem hohlen Ring Z8 in Verbindung, der in einer entsprechend geformten Büchse Z9 sich dreht. Diese Büchse Z9 ist an einem der Lager i1 befestigt (Fig. 3) und unmittelbar mit dem Luftzuführungsrohr Z10J Fig. 2, 'verbunden. Zwischen der feststehenden Büchse Z9 und dem hohlen Ring Z8, der sich in derselben dreht, ist durch Anbringung eines Schlitzes oder einer Reihe von Schlitzen Z'1 in einer der Seitenwände des Ringes eine untrennbare Verbindung geschaffen. Durch diese Anordnung ist es ermöglicht, dafs Luft nach der Vorform geführt werden kann, unabhängig von ihrer Stellung, während der Ring Z8 die drehende, sowie die auf- und abgehende Bewegung der Stopfbüchse Z6 auf dem Rohr Z unter der Einwirkung des Daumens bewirkt. In dem Luftrohr Z10 ist ein Hahn oder Ventil Z12, Fig. 1 und 2, angeordnet, welches durch einen Hebel Z13 bethätigt wird, der von dem Arbeiter gehandhabt werden kann. Der Hebel steht unter der Einwirkung einer Feder Z14, die ihn in Schlufsstellung hält.
Die Fertigform (Fig. 13 bis 16) besteht aus zwei Hälften m, welche auf Schlitten ml angeordnet sind, mit welchen sie auf dem Tisch Ot2 mittels Schrauben m* und m5 hin- und herbewegt werden können. Der Tisch ist auf einer Console m3 des Gestelles α angeordnet. Die Schraube m4 wird durch eine Kurbel unmittelbar bethätigt, während die Schraube wz5, die ein entgegengesetztes Gewinde zu dem der Schraube m4 besitzt, ihre Bewegung durch Vermittelung der Zahnräder m7 vis m1 erhält. Das Rad m8 ist in seiner Ausbohrung mit Gewinde versehen und läuft auf der mit äufserem Gewinde versehenen Fufsspindel des Stempels m9, welcher zur Unterstützung der zu bildenden Flasche dient, während der Zeit, in welcher letztere aus der Vorform herausgenommen und in die Fertigform eingebracht wird. Die Steigung des Gewindes an der Fufsspindel ist derart gewählt, dafs zu derselben Zeit, innerhalb welcher die Fertigform mittels der Schrauben m4 m5 geschlossen wird, der Stempel in eine solche Lage gehoben wird, dafs er den Boden der Flasche bilden kann.
Eine Vorkehrung zur Verhinderung der Drehung des Stempels m9 durch das Rad m8 ist dadurch getroffen, dafs der untere Theil der Schraube, der unterhalb des Rades vorsteht, mit einem Längsschlitz versehen ist, in welchen ein Stift mw eingreift, der durch den Tischfufs mu hindurchgeht. Dieser Fufs ist mit Zähnen mn versehen, in welche die Zähne eines Triebes m13 eingreifen, der an der Console Ot3 gelagert ist. Hierdurch kann der
Tisch gehoben und gesenkt werden. Mittels einer Schraube m14 kann der Tisch in beliebiger Lage festgelegt werden.
Mit einem der Schlitten ηιλ ist ein hoher Sockel n2 verbunden, welcher eine lothrechte Stange nl trägt, die oben mit einem Querarm η versehen ist. Am Ende dieses feststehenden Armes η befindet sich eine Einkerbung n3. An dem die Vorform tragenden Gufsstück c ist in den Führungen n5 verschiebbar eine Schiene n4 angeordnet, die mit einem Nocken rc6 ausgestattet ist, der bei der Längsverschiebung der Schiene gegen den freien Arm des Winkelhebels b21 stöfst. Die Schiene ist an ihrer Unterseite mit schiefen Flächen n1 ns versehen, die gegen die schiefen Flächen ?2° »10 der Führungen Ti5 anzulaufen bestimmt sind.
Federn w11«11 pressen die Schiene gegen ihre Führungen und unterstützen zugleich die Vorform, wenn dieselbe sich in der umgelegten Stellung, wie Fig. 13, befindet. An einem Ende der Schiene κ4 ist ein Daumen n1- angebracht, der. sich in die Einkerbung n3 einlegen kann.
Vor Inbetriebsetzung der Maschine wird eine zur Bildung einer Flasche entsprechende Menge geschmolzenen Glases in die Vorform durch die obere Oeffnung derselben eingeführt, wobei sie sich in der Stellung befinden mufs, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt ist. Das Glas fliefst in den unteren Theil der Vorform, wie in Fig. 3 bei 0. Die Vorform wird hierauf in die Stellung gebracht, die in Fig. 2 in punktirten Linien angedeutet ist, und während dieser Bewegung wird die Düse Z1 des Luftrohres in das Glas eingestofsen, und zwar mittels des Daumens Z2, wie in Fig. 3 in punktirten Linien angedeutet ist. Jetzt wird die Vorform mittels der Handkurbel el in Drehung versetzt und gleichzeitig Luft durch das Rohr Z eingelassen, indem der Hebel Z13 behufs Oeffnung des Lufteinlafshahnes Z12 herabgedrückt wird. Nachdem die Flasche so weit fertiggestellt ist, wird die Vorform in ihre niedrigste Stellung gebracht, so dafs das Glas unmittelbar über dem Stempel m9 hängt (Fig. 13), wobei die Vorform mittels der Kurbel e1 in eine solche Stellung gedreht wird, dafs ihre beiden Theile sich nach aufsen öffnen können, d. h. nach der Richtung, die in rechtem Winkel zu der Bewegungsrichtung der Fertigformhälften steht. Ist diese Stellung erreicht, so werden die Fertigformtheile gegen einander bewegt, wobei die Einkerbung n3 des Armes η mit dem Daumen n12 der Schiene n4 in Eingriff kommt. Hierdurch wird die Schiene n* veranlafst, den Nocken ne gegen den freien Arm des Winkelhebels b-1 zu stofsen und die Kupplungshälfte b20 mit den Kupplungszähnen des Kegelrades bw in Eingriff zu bringen, wodurch die Welle b* der Schnecke b8 in Drehung versetzt wird, so dafs sich die Vorform öffnet. Bei der fortgesetzten Weiterbewegung der Schiene n4 stofsen die schiefen Flächen ri1 gegen die schiefen Flächen n9 der Führungen nb, die Schiene drückt gegen die Federn n11 und löst den Daumen nl- aus der Einkerbung κ3 des Armes η aus. Die Bewegung der Fertigformtheile nach innen wird fortgesetzt, bis das Glas von denselben vollständig umschlossen ist. Jetzt wird wieder Luft durch das Rohr in die Flasche geblasen und diese somit endgültig fertiggestellt, wie in Fig. 16. Der Arbeiter dreht nunmehr die Kurbel we, so dafs die Fertigform genügend geöffnet wird, um die Flasche freizulegen, welche dann, von der Zange oder den Greifern ff noch so lange gehalten wird, bis sie von irgend einem geeigneten Werkzeug ergriffen werden kann. Dann wird der Hebel hl mittels des Vorsprunges h* zurückgedrückt und hierdurch die Gabel h von den Greifern entfernt. Die Flasche kann jetzt von letzteren abgenommen werden, wobei die Federn f3 genügende Nachgiebigkeit besitzen, um die Flasche freizuhängen. Der Arbeiter führt dann die Fertigform noch weiter zurück, bis die Einkerbung n3 wieder in Eingriff mit dem Daumen n12 kommt, die Schiene n* den Nocken ne gegen den Winkelhebel i>21 drückt und den Eingriff der Kupplungshälfte mit den Zähnen des Rades b17 bewirkt, wodurch die Vorform wieder geschlossen wird. Eine weitere Rückwärtsbewegung der Fertigform bringt die schiefen Flächen ns der Schiene w4 gegen die schiefen Flächen nm der Führungen, wobei die Schiene die Auslösung des Daumens aus der Einkerbung na bewirkt. Ist dieser Vorgang beendet, so ergreift der Arbeiter den Handgriff i, löst durch Drehen desselben die Federklinke z2 aus dem Einschnitt j2 aus und schwingt die Vorform in ihre aufrechte Stellung zurück, so dafs dieselbe nunmehr von neuem beschickt werden kann.
Um die schwingende Bewegung der Vorform und ihrer angeschlossenen Theile zu erleichtern, sind an dem Rahmen d Arme ρ ρ vorgesehen, welche mit Gegengewichten q ausgerüstet sind.
Um zu verhindern, dafs während des Betriebes der Maschine deren einzelne Theile zu heifs werden, ist der die Vorform tragende Körper c in zwei Theilen hergestellt, welche durch eine schlecht leitende Platte r aus Isolirmaterial, wie z. B. Asbest, von einander getrennt sind, so dafs die Wärme so viel als möglich nur auf die Theile beschränkt wird, die unmittelbar mit der Vorform in Berührung stehen.
In Obigem ist die Vorform in Verbindung mit einer Fertigform beschrieben. Gewünschtenfalls kann auch letztere weggelassen und die Flasche unmittelbar in der Vorform allein geblasen werden. In diesem Falle ist die Oeff-
nung der Vorform entweder ganz oder theilweise geschlossen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Apparat zur Herstellung von Glasfiaschen und ähnlichen Gegenständen, gekennzeichnet durch die Verbindung einer Fertigform und einer um ihre Längsachse drehbaren Vorform, in welcher während deren ununterbrochenen Drehung das Glas durch Eintreiben von Luft aufgeblasen wird, während in der Fertigform das aufgeblasene Glas seine endgültige Gestalt erhält.
    Eine Ausführungsart des durch Anspruch ι. geschützten Apparates, bei welcher die Vorform aus zwei am Apparat gelenkig angeschlossenen Theilen besteht, welche bei Annäherung der Fertigform selbstthätig behufs Freigabe des Halbfabrikates geöffnet werden.
    An einem Apparat der unter i. gekennzeichneten Art ein aus zwei Zangenhälften ff) bestehender Greifer, welcher, ohne selbst einen wesentlichen Bestandtheil der Form zu bilden, das Halbfabrikat während der Ueberführung in die Fertigform festhält.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT70888D Verfahren zur Herstellung von Glasflaschen und ähnlichen Gegenständen Expired - Lifetime DE70888C (de)

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