DE708485C - Vorrichtung zum Pruefen von Bohrungen in Waffenlaeufen mittels Messkugeln - Google Patents

Vorrichtung zum Pruefen von Bohrungen in Waffenlaeufen mittels Messkugeln

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Publication number
DE708485C
DE708485C DER98841D DER0098841D DE708485C DE 708485 C DE708485 C DE 708485C DE R98841 D DER98841 D DE R98841D DE R0098841 D DER0098841 D DE R0098841D DE 708485 C DE708485 C DE 708485C
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DE
Germany
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push rod
bore
bores
gun barrels
measuring
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Expired
Application number
DER98841D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johannes Meineck
Georg Welsch
Helmut Weltmeyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall AG
Original Assignee
Rheinmetall Borsig AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE708485C publication Critical patent/DE708485C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/08Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring diameters
    • G01B5/12Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring diameters internal diameters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Prüfen von Bohrungen in Waffenläufen mittels Meßkugeln Es ist bekannt, durch kleinere Bohrungen bis etwa IO mm mit Hilfe eines Stößels kugeln durchzudrücken und so gefühlsmäßig festzustellen, an welchen Stellen die Bleikugel leichter oder schwerer durch die Bohrung geht. Der dabei aufzuwendende größere oder geringere Kraftbedarf läßt dann, wenn die Bohrung über die ganze Länge von gleichmäßiger Beschaffenheit ist, die im Verlauf der Bohrung vorhandenen Abweichungen, insbesondere in ihren unteren Abmaßen vom Nenndurchmesser, erkennen. Dieses Verfahren ist aber nur für kleine Bohrungen geeignet, da die bei größeren Bohrungen benötigten Druckkräfte so groß werden, daß sie nicht mehr von Hand aufgebracht oder die Unterschiede unter sich noch mit genügender Genauigkeit gefühlsmäßig erfaßt werden können.
  • Nach der Erfindung wird der diesem Meßverfahren anhaftende Nachteil, daß man auf das Gefühl angewiesen ist und daß nach dem Meßgang nicht mehr genau festliegt, in welchen Bohrungstiefen die einzelnen Abweichungen vom Durchmesser festgestellt wurden, durch eine Vorrichtung behoben, die es ermöglicht, statt der bloßen gefühlsmäßigen Feststellung den Bohrungsverlauf auch bei Bohrungen größeren Durchmessers genau zu bestimmen und durch Aufzeichnung kenntlich zu machen. Erfindungsgemäß wird dazu die über den Verlauf der Bohrung auftretende federnde Längsbewegung einer gegen die Wirkung einer geeichten Feder verschieblich gelagerten Druckstange für eine durch die Bohrung zu drückende Kugel über ein Differential als Ausschlag für den Schreibstift auf die Schreibtrommel eines Indikators übertragen.
  • Für die Messung werden am besten Hartbleikugeln verwendet, die etwas elastisch sind, so daß auch bei oberen Abmaßen der Bohrung bis etwa 0,05 mm die Bleikugeln immer noch die Bohrungswandung preßt und einen druckanzeigenden Schreibstiftausschlag am Indikator hervorruft. Durch eine zur Abszissenweglinie des Diagramms gezogene Parallele im Abstand des für das Bohrungsnennmaß erforderlichen Verformungsdrucks für die Meßkugeln lassen sich dann neben Unterschreitungen auch kleinere lNberschreituZen vom Bohrungsdurchmesser feststellen.
  • Um die Reibungsverluste des Schlittens oder Wagens sowie der Antriebsvorrichtung für die Längsbewegung des Rohres gegenüber der Meßkugel nicht mitzumessen, ist die Druckstange für die Kugel für sich allein unmittelbar gegen eine geeichte Druckfeder abgestützt. Die durch geringere oder größere Reibung der Kugel über den Meßweg der Bohrung erhaltene federnde Verschiebung der Druckstange wird durch ein Differentialgetriebe als Ausschlag für den Schreibstift der Indikatortrommel übertragen. Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. I schematiscll ein Ausführungsbeispiel einer Meßvorrichtung nach der Erfindung, Fig. 2 gibt ein damit erhaltenes Weg-D ruckschaubild wieder.
  • In dem Wagen a ist das die zu messende Bohrung aufweisende Rohr b fest eingespannt und auf Schienen c1, c beweglich geführt.
  • Über einen Ausgleichshebel d wird der Wagen a beim Niießvorgang durch zwei Seilzüge dl, d einer Trommel e vorgezogen, die über die Supplungf mit der Antriebsscheibe g in Verbindung steht.
  • In einem feststehenden Zylinder h der Meßvorrichtung ist ein Kolben i zweckmäßig unter Cildämpfung beweglich. Er unterliegt der Wirkung einer Feder m und besitzt auf der Gegenseite eine als Druckstange k für die Kugel I ausgebildete, in Achsrichtung der zu messenden Rohrbohrung gelegene Kolbenstange. Auf dieser und einer parallel dazu verlaufenden festen Schiene n sind Verzahnungen Oi, °2 vorgesehen, in denen Laufräder Pl, P2 eines Indikators q laufen, dessen Gehäuse mit dem Wagen a fest verbunden ist.
  • Die Bewegungen der Laufräder Pi P2 des Indikators q auf den Zahnstangen ot, °2 werden beim Verschieben des Wagens a mit dem Rohr b gegen die Druckstange k einerseits über die Räder, r2, rB, r4 und r5 auf eine von einem Differential gesteuerte Gehäusetrommeln, und andererseits über die Zahnräder r6, r" r8 auf die Schreibtrommel w des Indikators übertragen.
  • Um die Differentialtrommel s ist über geeignete Umlenkrollen ein endloses Band t geschlungen. das den Schreibstift ii in der Führung z an der Schreibtrommel zez entlang führt und das bei Bewegungsunterschieden zwischen den Trommellaufrädern p1, P2, wie sie sich durch Bewegungen derDruckstangek ergeben, den Schreibstift u entsprechend verstellt. Das endlose biegsame Band t für die von der Bewegung der Druckstange k abhängige Sohreibstiftverstellung wird durch den Hebel r und die Feder y gespannt gehalten, womit etwaige Längungen des Bandes t ausgeglichen werden.
  • Zum Messen der Rohrbohrung wird der Wagena mit dem Indikatorq und dem Rohrb so weit zurückgefahren, daß die Kugel 1 von der Druckstange k gerade in die Mündung des Rohres vorgedrückt wird. Wird jetzt durch Kupplung der Seiltrommel e mit dem Antrieb g der Wagen a vorgezogen, so wird über die Räder p1, r6, r7, r8 die Schreibtrommel w des Indikators in verhältnisgleichem Hub zum Kugeldurchtritt im Rohr h gedreht, während der durch die auftretende Verschiebung der Druckstange k gegen die Feder m sich äußernde Druck durch die unterschiedliche Abrollbewegung des Zahnrades p, gegenüber dem Rad P2 durch die Räder rl, r2 auf die durch das Differentialgetriebe bewegte Gehäusetrommel s übertragen wird.
  • Es ergibt sich also durch Zurückbleiben der Drehung des Rades p, gegenüber dem auf der festen Zahnstange o2 laufenden Rad P2 eine entsprechende Verstellung des Schreibstiftes u entlang der Schreibtrommel w.
  • Ist dafür gesorgt, daß die Hartbleikugel 1 etwas größer ist als der Nenndurchmesser der Bohrung und mit einem gewissen Kraftbedarf für die elastische Verformung der Kugel l durchgedrückt werden muß, so kann der bekannte Kraftbedarf für diese Verformung nachträglich in das aufgezeichnete Diagramm eingetragen werden, wie es in Fig. 2 durch die strichpunktierte Linie gezeichnet ist. Die Schwankungen der vom Schreibstift beim Meßvorgang aufgezeichneten Linie z um die strichpunktierte Gerade geben dann eine unmittelbare Anzeige über die Abweichungen der Bohrung vom Nenndurchmesser an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Prüfen von Bohrungen in Waffenläufen mittels Meßkugeln, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Verlauf der Bohrung auftretende federnde Längsbewegung einer gegen die Wirkung einer geeichten Feder (m) verschieblich gelagerten Druckstange (k) für eine durch die Bohrung zu drückende Kugel (1) über ein Differential als Ausschlag für den Schreibstift (u) auf die Schreibtrommel (w) eines Indikators (q) übertragen wird.
DER98841D 1937-03-13 1937-03-13 Vorrichtung zum Pruefen von Bohrungen in Waffenlaeufen mittels Messkugeln Expired DE708485C (de)

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DE708485C true DE708485C (de) 1941-07-22

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ID=7420058

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