DE70829C - Apparat zur Bestimmung der in einem Gasgemisch enthaltenen Volumprocente einer bestimmten Gasart und zur Bestimmung des Gewichts von Gasen - Google Patents

Apparat zur Bestimmung der in einem Gasgemisch enthaltenen Volumprocente einer bestimmten Gasart und zur Bestimmung des Gewichts von Gasen

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DE70829C
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DENDAT70829D
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M. ARNDT in Aachen, Monheims-Allee 81
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N9/00Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity
    • G01N9/02Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity by measuring weight of a known volume
    • G01N9/04Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity by measuring weight of a known volume of fluids
    • G01N9/06Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity by measuring weight of a known volume of fluids with continuous circulation through a pivotally supported member

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
MAX ARNDT in AACHEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. September 1892 ab.
Dieser Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde, bei einer im luftdicht abgeschlossenen Raum stehenden Gaswaage die zu wiegenden Gase so durch den zur Aufnahme derselben dienenden Gasbehälter e strömen zu lassen, dafs hierbei die Gaswaage ohne Widerstand und daher mit gröfster Empfindlichkeit functioniren kann.
Zu diesem Zweck trägt der beliebig gestaltete Waagebalken α den ausbalancirten, beliebig gestalteten, aber unten offenen Gasbehälter e, welcher vortheilhaft noch einen Hals ex erhält.
Unterhalb des Gasbehälters e ist das Gasleitungsrohr /, sowie der Gasleitungsstutzen g so! befestigt, dafs sich der Gasbehälter e bezw. dessen Hals e{ bei den Schwingungen des Waagebalkens α frei auf- und abwärts bewegen kann, ohne die Gasleitungstheile f und g zu berühren. Das Rohr f ragt in den Gasbehälter e hinein.
Die aus den vorgenannten Hauptbestandteilen gebildete Gaswaage steht in einem luftdicht verschlossenen, mit einer oder mehreren Glasscheiben versehenen Kasten n. Derselbe besitzt zwei Schlauchstutzen Z1 und Z2; von diesen wird der Stutzen Z1 durch Schlauch ^1 mit dem Rohr f und der Stutzen Z2 durch Schlauch q2 mit dem Stutzen g in Verbindung gebracht.
Verbindet man nun ferner aufserhalb des Kastens η den Stutzen Z1 mit der Gasquelle und den Stutzen z2 mit einer beliebigen Saugvorrichtung, so wird zunächst ein Theil der in dem Kasten η befindlichen Luft abgesaugt, d. h. diese Luft wird auf ein der Zugstärke bei z2 entsprechendes Vacuum verdünnt. Ist dieses Vacuum erreicht, dann können nur noch die zu wiegenden Gase, und zwar in den Pfeilrichtungen 1, 2, 3, 4 den Apparat durchziehen, indem dieselben durch Stutzen Z1 eingesaugt, durch Schlauch ^1 und Rohr f, aus dem letzteren oben austretend, in den Gasbehälter e gelangen, denselben ausfüllen und durch den Stutzen g, Schlauch q2 und Stutzen Z2 wieder abgesaugt werden.
Die Gase können ebenfalls in umgekehrter Richtung den Apparat durchziehen, also auch, wie Fig. 3 zeigt, durch Stutzen I2 eingesaugt und durch Stutzen Z1 abgesaugt werden. Mit dem Waagebalken α ist der Zeiger b starr verbunden; derselbe folgt demnach den Bewegungen der Gaswaage und schwingt auf einer Scala c, welche sich auswechselbar in einem Führungsrahmen r befinden kann.
Die Scala c erhält entweder eine Theilung, bei welcher die Entfernung von einem Theilstrich zum anderen einer Gewichtseinheit entspricht, oder eine solche, bei welcher der Abstand je zweier Theilstriche sich auf ein Volumprocent einer in dem zu wiegenden Gasgemisch enthaltenen bestimmten Gasart bezieht. So zeigen beispielsweise die in der Zeichnung enthaltenen Scalen c eine Theilung für Volumprocente Kohlensäure, zum Zwecke der procentischen Bestimmung des Kohlensäuregehaltes in Rauchgasen.

Claims (1)

  1. Die infolge der Auf- und Abwärtsbewegungen des Gasbehälters e um das feststehende Rohr_/ eintretenden Differenzen des Gasvolumens im Gasbehälter e werden bei der Eintheilung der Scala c berücksichtigt.
    Der Gasbehälter e und der Waagebalken a werden entweder, wie Fig. ι und 2 zeigen, durch ein ebenfalls unverschlossenes, in seinem Auftriebsvermögen demjenigen des Gasbehälters e gleichwertiges Compensationsgefäfs e.2 und aufserdem noch durch Gewichtskörperchen d oder aber, wie Fig. 3 zeigt, lediglich durch die letzteren so ausbalancirt, dafs der Zeiger b des Waagebalkens α dann auf den Nullstrich der Scala c einspielt, wenn man atmosphärische Luft durch den Apparat saugt.
    Um dieses Ausbalanciren schnell und bequem vornehmen zu können, befindet sich seitwärts im Kasten η ein Verschlufs v, nach dessen Entfernung je nach Bedarf Gewichtskörper d zugefügt oder fortgenommen werden.
    Ferner ist an der obersten Stelle des Kastens η ein zweiter Verschlufs iv zu dem Zwecke angeordnet, dafs man zeitweise in den Kasten η atmosphärische Luft einsaugen kann.
    Dadurch, dafs der Gasbehälter e unten offen, somit der Druck innerhalb desselben stets derselbe ist wie aufserhalb, kommen Druckschwankungen und Barometerstand bei diesem Apparat nicht in Betracht. Ebenfalls sind bei demselben Temperatureinflüsse ausgeschlossen, weil die den Apparat langsam durchströmenden Gase die in demselben vorwaltende Temperatur in den engen Gasleitungen sofort annehmen.
    Fig. ι und 2 zeigen zwei verschiedene Ausführungsarten des Apparates und Fig. 3 zeigt die Ausführung dergestalt, dafs der luftdichte Abschlufs des Kastens η durch Eintauchen in eine Sperrflüssigkeit / erfolgt.
    Pate νt-AnSPRUch:
    Ein Apparat zur Bestimmung der in einem Gasgemisch enthaltenen Volumprocente einer bestimmten Gasart und zur Bestimmung des Gewichtes von Gasen, bestehend aus einer in einem luftdicht verschlossenen Kasten η angeordneten Gaswaage, welche besonders dadurch gekennzeichnet ist, dafs der beliebig gestaltete Waagebalken α einen beliebig gestalteten ausbalancirten offenen Gasbehälter e trägt, und die Gas-Zu- und -Ableitung in bezw. aus diesem Gasbehälter e durch das in denselben hineinragende Rohr f und den Stutzen g bewirkt wird, so dafs, wenn die in dem Kasten η eingeschlossene Luft infolge theilweisen Absaugens durch Stutzen z2, Schlauch q2 und Stutzen g auf ein der Zugstärke entsprechendes Vacuum verdünnt ist, nur noch die durch den mit der Gasquelle in Verbindung gebrachten Stutzen z,, Schlauch ^1 und Rohry eingesaugten, den Gasbehälter e durchströmenden Gase in den Pfeilrichtungen 1 und 2 in den letzteren gelangen und, durch Stutzen g, Schlauch q und Stutzen i.2 abgesaugt, in den Pfeilrichtungen 3 und 4 wieder aus dem Gasbehälter e austreten, wie auch die Gase den Apparat in umgekehrter Richtung durchziehen können und sodann durch Stutzen I2 eingesaugt und durch Stutzen,z, abgesaugt werden, wobei in jedem Falle der Waagebalken α mitsammt dem Gasbehälter e ohne Widerstand spielen kann, da das Rohr_/ und der Stutzen g dem letzteren bezw. dessen Hals ßj bei den Auf- und Abwärtsbewegungen genügend freien Raum lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70829D Apparat zur Bestimmung der in einem Gasgemisch enthaltenen Volumprocente einer bestimmten Gasart und zur Bestimmung des Gewichts von Gasen Expired - Lifetime DE70829C (de)

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