DE707474C - Dampfumsteuerungseinrichtung - Google Patents

Dampfumsteuerungseinrichtung

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Publication number
DE707474C
DE707474C DESCH117626D DESC117626D DE707474C DE 707474 C DE707474 C DE 707474C DE SCH117626 D DESCH117626 D DE SCH117626D DE SC117626 D DESC117626 D DE SC117626D DE 707474 C DE707474 C DE 707474C
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DE
Germany
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steam
reversing
piston
reversing device
control
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Expired
Application number
DESCH117626D
Other languages
English (en)
Inventor
Willy Rieger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schmidtsche Heissdampf GmbH
Original Assignee
Schmidtsche Heissdampf GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE707474C publication Critical patent/DE707474C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L29/00Reversing-gear
    • F01L29/04Reversing-gear by links or guide rods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Dampfumsteuerungseinrichtung Bei den bekannten dampfbetätigten UmsteuerungseinrIchtungen, die sowohl. für Lokomotiven als auch für Schiffsdampfmaschinen gebräuchlich sind, wird entweder eine besondere kleine Kolbendampfmaschine für die Umsteuerung vorgesehen oder aber ein Dampfzylinder unmittelbar zur Verstellung der Umsteuerungseinrichtung verwendet. In Verbindung mit dem Dampfzylinder hat man auch eine Ölhemmung angeordnet, um eine genaue Einstellung der Steuerungseinrichtung zu ermöglichen und insbesondere ohne Kraftverbrauch die jeweils eingestellte Steuerungslage festzuhalten. Beide Umsteuerungsarten erfordern verhältnismäßig umfangreiche Einrichtungen und sind für kleinere Maschinen nicht geeignet.
  • Mit der Einführung des hochgespannten Dampfes, insbesondere in der Schiffahrt, ergibt sich die Notwendigkeit, die, Antriebsmaschine von einer entfernt liegenden Stelle, beispielsweise von der Kommandobrücke, aus umzusteuern, um so, wie dies bei Motorschiffen längst üblich ist, einen eigenen B;edienungsinann für die Maschine zu ersparen. Dies setzt aber voraus, da:ß die Umsteuerungseinrichtung leicht geht und der Umsteuervorgang wenig Zeit in Anspruch nimmt. Eine unmittelbare Betätigung der Ums.teuerungseinrichtung ist bei Maschinenleistungein von über 300 PS in der Regel schon nicht mehr zweckmäßig. Es ergibt sich daher die Aufgabe, eine möglichst einfach gebaute Kraftumsteuerungseinrichtung zu schaffen, die leicht bedient werden kann und wenig Energie verbraucht.
  • Die Erfindung geht davon aus, -den Dampfdruck zwar als Kraftquelle zu verwenden, die Kraftübertragung aber durch Kondensat vorzunehmen. Zu diesem Zwecke wird in die zur Um.steuereinrichtung führende Dampfleitung ein Druckbehälter eingeschaltet, in dem der Dampf niedergeschlagen wird. Das Steuerungsgetriebe wird dadurch einfach, und die Verwendung von Druckwasser bringt die bekannten Vorteile mit sich, daß die jeweils eingestellte Steuerungslage beliebig lange genau eingehalten -werden kann und die Bewegung des Steuergetriebes ruhig und gleichmäßig erfolgt. Außerdem treten in dem Steuerapparat nur geringe Temperaturen ,auf, was seine Bauart vereinfacht, vor allem auch die Ausbildung der Stopfbüchsen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, das unter Druck stehende Kesselwasser zum Betrieb der Umsteuerungseinrichtung von Dampfmaschinen zu verwenden. Eine solche Einrichtung hat jedoch den Nachteil, daß das Kesselwasser stets Kesselstein absetzt und durch die Ablagerungen von Kesselstein die Durchtrittsöftnungen der Steuerung verstopft und die Bewegungen der verstellbaren Teile gehemmt -werden. Dieser Nachteil ist bei der Erfindung vollständig vermieden, da mit der Steuerungseinrichtung nur kesselsteinfreies Kondensat in Berührung kommt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Au3führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • In die vom Kessel kommende Dampfleitung i ist ein Druckbehälter 2 eingeschaltet, der beispielsweise durch eine von Wasser durchflossene Kühlschlange 3 gekühlt wird. In dem Behälter schlägt sich so lange Kondensat nieder, bis er damit angefüllt ist. Den Inhalt des Behälters -wird man so -wählen, daß er et-va für 2o bis 3o Umsteuerungen ausreicht. Von dem Behälter 2 geht eine Leitung 4., die im Betriebszustand ständig mit Kandensat gefüllt ist, zu einem Steuerschieberkasten 5 der Umsteuereinrichtung. Der Kolbenschieber ist mit 6 bezeichnet. Von dem Steuergehäuse führen zwei Kanäle 7, 8 zu dem Arbeitszylinder g, in dem sich der Kolben io mit seiner Kolbenstange i i bewegt. Die Räume unterhalb und oberhalb des Kolbenschiebers 6 sind durch Kanäle 12, 13 mit einem Auslaß 14. verbunden. Mit der Stange i i des Arbeitskolbens i o ist ein auf der Umsteuene-elle i 5 sitzender Hebel 16 in geeigneter Weise verbunden. An der Stange 17 des Steuerschiebers 6 ist ein zweiarmiger Hebel i 8 gelagert. Der eine Arm dieses Hebels ist durch einen Lenker icg mit dem Hebel 16 der Umsteuerwelle 15 verbunden. An dem anderen Arm des Hebels 18 greift eine Verbindungsstange 2o zum Umsteuerhebel 2 i an.
  • Die Wirkungsweise der Steuerungseinrichtung ist folgende: Wenn der Kessel Dampf erzeugt, wird sich in dem Behälter 2 Kondensat bilden und den Behälter allmählich anfüllen. Sobald die Dampfmaschine selbst betriebsbereit ist, stelzt infolgedessen auch genügend unter Druck stehendes Kondensat zur Verfügung, so daß die Umsteuerung der Maschine erfolgen kann. Durch Bewegen des Umsteuerhebels 21 wird mittels des Gestänges 20, 18 der Steuerschieber 17, welcher in der Ruhestellung die Mündungen der Kanäle 7, 8 abdeckt, verschoben. Infolgedessen gelangt Druckwasser auf die entsprechende Kolbenseite des Arbeitskolbens i o, so daß dieser bewegt wird und mittels der Kolbenstange i i und des Hebels 16 die Umsteuerwelle 15 dreht. Durch die Bewegung der Kolbenstange i i und des Hebels 16 wird aber der Hebel i 8 ebenfalls verstellt und der Steuerschieber 6 in seine Ruhelage zurückgeführt. In an sich bekannter Weise wird dadurch eine genaue Übertragung der Bewegung des Steuerhebels 21 auf die Steuerwelle 15 gewährleistet. Ein Kraftverbrauch tritt nur -während des eigentlichen Umsteuervorganges auf. Bei Stillstand schließt der Steuerkolben die zum Arbeitszylinder führenden Kanäle ab, so daß die eingeschlossene Wassermenge den Arbeitskolben jederzeit in seiner jeweiligen Lage festhält.
  • Im übrigen ist die Ausbildung des Steuergetriebes für die Erfindung unwesentlich. Es könnte z. B. vor die eigentliche Steuerungseinrichtung eine sog. Vorsteuerungseinrichtung geschaltet werden, wie dies bei Kraftmaschinenreglern üblich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampfumsteuerungseinrichtung mit in einem Zylinder gleitenden Umsteuerkolben für Kolbendampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Verstellkraft durch den Dampfdruck ausgeübt wird, die Kraftübertragung auf den Umsteuerkolben (io) jedoch durch Kondensat erfolgt, das durch Niederschlagen des ; Dampfes in einem in der Dampfleitung (i) vor der Umsteuereinrirhtung eingeschalteten Druckbehälter(2) erhalten wird.
DESCH117626D 1939-01-29 1939-01-29 Dampfumsteuerungseinrichtung Expired DE707474C (de)

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