DE707220C - Thermischer UEberstromzeitausloeser - Google Patents

Thermischer UEberstromzeitausloeser

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Publication number
DE707220C
DE707220C DEW104012D DEW0104012D DE707220C DE 707220 C DE707220 C DE 707220C DE W104012 D DEW104012 D DE W104012D DE W0104012 D DEW0104012 D DE W0104012D DE 707220 C DE707220 C DE 707220C
Authority
DE
Germany
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expansion rod
thermal overcurrent
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strip
current
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Expired
Application number
DEW104012D
Other languages
English (en)
Inventor
Matthias Zander
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Weyer & Zander GmbH
Original Assignee
Weyer & Zander GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Weyer & Zander GmbH filed Critical Weyer & Zander GmbH
Priority to DEW104012D priority Critical patent/DE707220C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE707220C publication Critical patent/DE707220C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/14Electrothermal mechanisms

Landscapes

  • Breakers (AREA)
  • Thermally Actuated Switches (AREA)

Description

  • Thermischer überstromzeitauslöser Die Erfindung bezieht sich auf einen thermischen überstromzeitauslöser, bei welchem je ein mittelbar und ein unmittelbar durch Stromdurchgang beheiztes, temperaturempfindliches Mittel der Heizwirkung des gleichen Stromes unterworfen und so angeordnet sind, daß ihre Formänderungen auf einen gesneinsamienoder mehrere zusammenarbeitende Kontakte einwirken. Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art hat man zwei Birnetallstreifen nebeneinander angeordnet und, miteinander fest verbunden und lediglich einen von beiden in den Stromkreis des zu Gerätes gelegt, d. h. durch unmittelbaren Wärmedurchgang beheizt, den anderen hingegen durch Wärmeleitung und Strahlung erwärmt. Derartige Vorrichtungen haben aber die für den Betrieb sehr ungünstige Eigenschaft, daß sie nicht kurzschlußfest sind. Bei starkem Anstieg des Stromes werden vielmehr die empfindlichen Bmetallstreifen sofort zerstört. Diesem Mangel könnte nur durch eine besonders große Bemessung dieser Streifen abgeholfen werden; dann aber würde das Gerät einen zu großen Umfang erhalten und aus diesem Grunde nachteilig sein. Die Erfindung vermeidet alle Nachteile der bekannten Vorrichtungen; ihr Wesen besteht darin, daß das mittelbar beheizte Mittel in einem Bünetallstreifen, das stromdurchflossene Mittel in seinem Dehnungsstab besteht.
  • Man kennt ferner Wärmerelais, welche sich durch die Verbindung dreier Auslöseorgane kennzeichnen. Diese drei Organe bestehen in, einem durch eine Wicklung mittels Wärmeübertragung beheizten Deformationskörper, einem unmittelbar stromdurchflossenen Deformationskörper und endlich einem, elektromagnetischenKurzschlußauslöser. DieseW ärmerelais sehen demnach zur Erreichung des gleichen Zweckes drei einzelne Geräte vor, deren Aufwand nach den zu vorliegender Erfindung führenden Erkenntnissen vermieden werden kann.
  • Die Erfindung vermeidet sowohl das Zusammenwirken zweier Bimetallstreifen als auch ;eine Zusammenfügung von dreieinzelnen Geräten. Durch die Verwendung eines sog. Dehnungsstabes ,als stromdurchflossenen Leiter wird der neue überstromzeitauslöser nichtpur in Aufbau und Betrieb sehr einfach und sicher, sondern v=or allen Dingen auch kurzschlußfest Dabei sind unter einem Dehnungsstab im Sinne dieser Erfindung homogene Stäbe zu verstehen, welche einen größeren stromdurchflossenen Querschnitt und auch eine gewisse Masse besitzen und sich dadurch grundlegend von stromdtirchtl@@ssetien Bimetallstreifen unterscheiden. Das neue Relais verbindet den Vorteil der erheblichen Kurzsclilußfestigkeit mit einem schnellen Ansprechen auf Überströme. Dieses schnelle Ansprechen neben ausreichender Kurzschlußfestigkeit wird durch die ei-@entümliche Kombination des Delinungsstabes mit dem Bimetallstreifen erreicht.
  • Dehnungsstäbe an sich sind nicht mehr neu; sie sind bereits ebenso wie Binietallstreifen in Wärmerelais verschiedentlich zur Anwendung gekommen, jedoch nicht in der eigentümlichen Verbindung mit einem Bimetallstreiferi gemäß der Erfindung.
  • Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform des neuen Auslösers kennzeichnet sich durch eine Anordnung und Bemessung des Dehnungsstabes derart, daß letzterer zti der mittell)aren Beheizung des Bimetallstreifens dient. Hierdurch wird eine besondere Heizwicklung für den Bimetallstreifen vermieden. Eine solche mittelbare Beheizung ist an sich bekannt; man hat sie bereits bei Überstromzeitauslösern in folgender Weise zur Anwendung gebracht. Ein durch eine Heizwicklung mittelbar beheizter Bimetallstreifen krümmt sich in bekannter Weise und schiebt infolge seiner Bewegung einen Anker, welcher am Ende einer festgespannten Stahlfeder befestigt ist und ferner eine Kontaktbrücke für das Schließen und Offnen von Kontakten enthält, in den Anziehungsbereich eines Magneten.
  • In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sind die beiden temperaturempfindlichen Mittel derart angeordnet, daß sich die Auslösebewegungen beider an einer gemeinsamen Auslöseleiste summieren. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß selbst bei einem geringen Aufwand an elektrischer Heizenergie ein großer Verschiebeweg der Aus-Iöseleiste erreicht wird.
  • Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Abb. i bis 5 der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i und ;2 Überstromzeitauslöser in Seitenansicht, bei denen der Bimetallstreifen und der Dehnungsstab getrennt für sich auf die Auslöseleiste einwirken, Abb. 3 und 4 Auslöser, bei denen Dehnungsstab und Bitretallstreifen hintereinandergeschaltet sind und auf einen gemeinsamen Mitnehmer an der Auslöseleiste einwirken, Abb. 5 einen senkrechten Querschnitt durch den Rahmen des in Abb. 4 dargestellten Gerätes. Bei dem in Abb. t für eine Phase dargestellten Auslöser fließt der Strom des zu überwachenden Motors von der Klemme i über einen unmittelbar strombeheizten Dehnungsstab 2 und die Heizwicklung 3 eines Bimetallstreifens 4 zur Klemme 6. Der Bimetallstreifen ist bei 5 fest eingespannt, der Dehnungsstab 2 hingegen bei 7. Er drückt mit dem anderen Ende gegen den kurzen Arm eines zweiarmigen Hebels B. Unter dem Einfluß der Stromwärme bewegen sich sowohl der lange Arm des Hebels 8 als auch das freie Ende des Bimetallstreifens 4 in Richtung des Pfeiles 9 und verschieben dabei eine Übertragungsleiste io, wobei der Hilfskontakt i i beim Überschreiten der Auslösegrenze geöffnet wird. An Stelle des Hilfskontaktes i i kann die Bewegung der Übertragungsleiste io auch hur mechanischen Auslösung eines Schalters benetzt werden.
  • In Abb.2 ist eine Ausführung dargestellt, bei der die Wärmestrahlung des stromdurchflossenen Dehnungsstabes 17 gleichzeitig für die Beheizung des Bimetallstreifens 18 benutzt wird. Der "bei i 9 eingespannte Bimetallstreifen ergibt einen Ausschlag in Richtung des Pfeiles @2o. Auch der lange Arm des Hebels 21 führt bei Ausdehnung des Dehnungsstabes 17 zu einem Ausschlag der Leiste 22 in Richtung des Pfeiles 2o. Die Au%schläge werden in bekannter Weise durch die übertragungsleiste 22 für die Öffnung eines Hilfskontaktes 23 oder für die mechanische Auslösung eines Schalters benutzt.
  • Eine bessere Wärmeausnutzung wird jedoch erzielt, wenn der Bimetall streifen 24 mit dem Dehnungsstab 25 gemäß Abb. 3 mechanisch gekuppelt ist: Die Kupplung erfolgt derart, daß der bei 26 gelagerte und von dem Dehnungsstab 25 beeinflußte Hebel 27 mit dein. Bimetallstreifen 24 bei 28 starr miteinander verbunden wird. Die Ausschläge des Dehnungsstabes 25 wie auch des Bimetallstreifens 24 erfolgen beide in der Richtung des Pfeiles 29 und wirken über die Übertragungsleiste 30 auf den Hilfskontakt 3i. Der über die Stromzuführung 32 und 33 unmittelbar beheizte Dehnungsstab 25 dehnt sich aus ;und bewirkt eine Drehung des Hebels 27 in der Weise, daß der als langer Hebelarm wirkende Bi. metallstreifen 27 einen Ausschlag in Richtung des Pfeiles 29 ergibt. Durch die Wärmestrahlung des Dehnungsstabes 25 krümmt sich aber außerdem der Birnetallstreifen 24 in Richtung des Pfeiles 29, so daß eine Addition der Ausschläge stattfindet. Die Einstellung erfolgt derart, daß bei niedrigen Überströmen infolge der längeren Auslösezeit in der Hauptsache die Krümmung des Bimetallstreifens zur Auslösung benutzt wird. Bei hohen Überströmen ist jedoch die Wärmeabstrahlung infolge der kurzen Auslösezeit fast ohne Wirkung auf den Bimetallstreifen, so daß dieser sich bei hohen Überströmen nicht oder nur sehr wenig krümmt. Durch die infolge hoher Überströme eintretende starke Wärmeentwicklung im Dehnungsstab dagegen wird dieser länger und beeinflußt 'den Hebel 7.7 mit dem daran befestigten Bimetallstreifen 24 in der Weise, daß eine Auslösung in kurzer Zeit erfolgt.
  • Die gleiche Wirkung wird bei der Anordnung gemäß Abb. 4 jerzielt. Hierbei wird der Dehnungsstab 34 auf Zug beansprucht. Der bei 35 gelagerte, als Hebel ausgebildete Rahmen 36 erhält durch die Druckfeder 37 sein Drehmoment in Richtung des Pfeiles 38. Hierdurch wird ,der in einem unveränderlichen Befestigungspunkt 39 einerseits und dem Hebelende 40 anderseits eingespannte Dehnungsstab 34 gespannt. An der Befestigungsstelle 4i ist der Biinetallstreifen 42 m@echa-'nisch-mit dem, als Rahmen ausgebildeten Hebel 36 starr verbunden. Der Delmungsstab 34 wird über dielStromzuführungen 43 und 44 unmittelbar vom, elektrischen Strom durchflossen und dehnt sich aus, so, daß der als Rahmen ausgebildete Hebel 36 Leinen Ausschlag in Richtung des Pfeiles 38 ergibt. Durch Wärmestrahlungen wird der Bimetallstreifen 42 von dem elektrisch beheizten Dehnungsstab 34 erwärmt und krümmt sich derart, daß ein zusätzlicher `Ausschlag in Richtung des Pfeiles 38 erfolgt.
  • In Abb. 5 ist der als Rahmen ausgebildete Hebe136 im senkrechten Querschnitt dargestellt. Der U-förmige Rahmen 36 umfaßt :den Dehnungsstab- 34 und zum Teil auch den Bimetallstreifen 42, so daß eine weitere Wärmeausnutzung infolge der Rückstrahlungen des Rahmens 36 gegeben ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Thermischer überstromzeitauslöser, bei welchem je :ein mittelbar und ein unmittelbar durch Stromdurchgang beheiztes, temperaturempfindliches Mittel der Heizwirkung des gleichen Stromes unterworfen und sb angeordnet sind, daß ihre Formänderungen auf leinen gemein,-samen oder mehrere zusammenarbeitende Kontakte einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß das mittelbar beheizte Mittel in einem Bim-etallstreifen, das stromdurchflossene Mittel in einem Dehnungsstab besteht.
  2. 2. Thermischer überstromzeitauslöser nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Anordnung -und Bemessung des Dehnungsstabes, derart, daß .er zur an sich bekannten mittelbaren Beheizung des Bimetallstreifens dient.
  3. 3. Thermischer überstromzeitauslöser nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Bimetallstreifen und Dehnungsstab unabhängig voneinander auf eine gemeinsame Auslöseleiste im gleichen Sinne einwirken.
  4. 4. Thermischer überstromzeitauslöser nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch eine Anordnung beider temperatur-,empfindlicher Mittel, derart, daß sich die Auslösebewegungen beider an einer gemeinsamen Auslöseleiste summieren.
  5. 5. Thermischer überstromzeitauslöser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das ausdehnbare Ende des Dehnungsstabes auf den einen Arm Beines doppelarmigen ortsfest gelagerten Drehhebels einwirkt, an dessen ,anderem Ende der Bimetallstreifen befestigt ist, welcher bei zweckmäßig paralleler Anordnung zum Dehnungsstab mit seinem freien Ende auf die Auslöseleiste einwirkt (Fig.3).
  6. 6. Thermischer überstromzeitauslöser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden temperaturempfindlichen Mittel zwischen zwei drehbar aufgehängten, durch einen mittleren Rückensteg zusammengehaltenen parallelen Laschen derart angeordnet sind, daß ,die unter dem Einfluß des außerhalb des Rahmens drehbar gelagerten Dehnungsstabes erfolgenden Ausschläge des Rahmens in gleicher Richtungerfolgen wie die Ausschläge des im Rahmen fest gelagerten Bimetallstreifens (Fig. 4 und 5).
DEW104012D 1938-07-29 1938-07-29 Thermischer UEberstromzeitausloeser Expired DE707220C (de)

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DE707220C true DE707220C (de) 1941-06-16

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ID=7616086

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DEW104012D Expired DE707220C (de) 1938-07-29 1938-07-29 Thermischer UEberstromzeitausloeser

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DE (1) DE707220C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008007356A1 (de) * 2008-01-29 2009-07-30 Siemens Aktiengesellschaft Auslöseeinrichtung für einen Leistungsschalter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102008007356A1 (de) * 2008-01-29 2009-07-30 Siemens Aktiengesellschaft Auslöseeinrichtung für einen Leistungsschalter

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