AT115497B - Selektivrelais. - Google Patents

Selektivrelais.

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  • Thermally Actuated Switches (AREA)

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    1'It'lektivrelais.   



   Es ist bekannt, Relais zu bauen, deren   Auslosezeit   proportional mit der   Impedanz,     gemessen   von der Fehlerstelle bis zur nächsten Einbaustelle des Relais, zunimmt. Diese Relais haben vor ändern den   grossen Vorzug,   dass sie sieh selbsttätig den Netzverhältnissen anpassen. 



   Ferner ist es bekannt, diese Relais mit einem einstellbaren   Spannungsglied. einem thermiselh ver-   zögerten Stromglied und einem Energierichtungsrelais in einer solchen Kombination   auszurüsten,   dass das Öffnen und   Schliessen   des Relaiskontaktes durch mechanische Zwischenglieder bewirkt wird, auf welche das Stromglied und das Spannungsglied einwirken.   Das Energierichtungsrelais verriegelt hiebei   auf rein elektrischem Wege das Selektivrelais bei Energiefluss zum Knotenpunkt. 



   Die Erfindung stellt eine weitere Ausgestaltung des Selektivrelais mit diesen drei bekannten 
 EMI1.1 
 derart gekuppelt sind, dass sie bei gleichzeitiger mechanischer Einwirkung auf ein   Schaltschloss   einen im Relais befindlichen Schaltkontakt betätigen. 



   Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, dass der einzige im Relais vorhandene Kontakt, der Auslösekontakt, nicht direkt betätigt, sondern von Hand geschlossen bzw. gespannt und durch das Relais ledig-   lieh   eine Verklinkung gelöst wird, die dann den Kontakt freigibt. Der Kontakt stellt somit eine Art   Schaltapparat   dar. Der   Zwischenmechanismus   ist als Schaltsellloss anzusehen, und das eigentliche Relais, bestehend aus den vorhin geschilderten drei Systemen, bildet das Überwachungsorgan. Es ist zweckmässig, das ganze Stromsystem des Relais   durch einen zusätzlichen Schalter,   der von einem vom Strom durchflossenen Magneten gesteuert wird, im normalen Betriebszustand zu überbrücken.

   Die   Überbrückung   wird aufgehoben, sowie der Strom einen das zulässige Mass überschreitenden Wert annimmt. 



   Da im Kurzschlussfall die Spannung sich erniedrigt, ist es vorteilhaft, dem   Spannungssystem   (Voltmeter) eine möglichst grosse Empfindlichkeit im Bereich kleinerer Spannungen zu geben. Dies lässt sich bei   Weieheiseninstrumenten   beispielsweise durch entsprechende Formgebung des Eisenkerns erreichen. Als Stromsystem kann vorteilhaft ein vom Strom durchflossener Bimetallstreifen verwendet werden.   Um eine Überlastung   desselben zu vermeiden, kann er in an sich bekannter Weise über einen kleinen Zwischenwandler gespeist werden, dessen   SättigungsverhÅaltnisse   so gewählt werden, dass der
Sekundärstrom von einem bestimmten Wert an langsamer als der Primärstrom   zunimmt.   Wird als Stromsystem ein Bimetallstreifen verwendet, so kann die Temperaturkompensation z.

   B. dadurch erreicht werden, dass ein zweiter, dem ersten geometrisch gleicher, jedoch nicht vom Strom durchflossener Bimetallstreifen mit dem beheizten Streifen zusammen auf ein drehbares System gesetzt wird. wobei der Kompensationsstreifen an seinem äusseren Ende festgehalten wird. Solange die   Aussentemperatur   konstant ist, ist die Stellung des drehbaren Systems gegeben durch die Form des   Kompensationsstreifens.   Ändert sich nun die Raumtemperatur, so verbiegt sich der Kompensationsstreifen. Da aber sein äusseres Ende fest- gehalten ist, muss sich das drehbare System um seine Achse verdrehen. Gleichzeitig weist der vom Strom durchflossene Streifen infolge der Erhöhung der Raumtemperatur ebenfalls eine zusätzliche Verbiegung auf.

   Die Anordnung ist nun so getroffen, dass   durch den Kompensationsstreifen   das System gerade um so viel zurückgedreht wird, als der Arbeitsstreifen infolge Erhöhung der Raumtemperatur voreilt. Sind beide Streifen stromlos und ändert sich lediglich die   Raumtemperatur,   so wird durch den Kompensationsstreifen das System um so viel zurückgedreht, als sich der   Arbeitss1reifen   bei festgehaltenem System vorwärts bewegen würde. Dadurch wird erreicht, dass die Nullstellung des ganzen Systems unabhängig von der Raumtemperatur wird. Mit Hilfe an sich bekannter Mittel kann auch das   Stromsystem   eine 

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 Kurvenscheibe in Bewegung setzen, deren Formgebung eine beliebige Gestaltung der Charakteristik des Relais erlaubt. 



   Das wesentliche der Relais soll an Hand der Abbildungen erläutert werden. 



   Fig. 1 stellt das Prinzip der   Zusammenwirkung   von Relais,   Sehaltschloss   und Schaltkontakt dar.
Fig. 2.3 und 4 zeigen einige   Lösungsmöglichkeiten   des   Sehaltschlosses.   Fig.   o   zeigt die Temperaturkompensation bei Verwendung von Bimetallstreifen. 



   In Fig. 1 bedeutet a das Voltmeter mit der Spule   1,   dem Eisenkern      und der Kurvenscheibe. 3, die sich auf der Führung 4   bewegt, b das thermische, verzögerte Stromsystem   mit dem Hitzdraht   5,   der 
 EMI2.1 
 und bei Entklinkung sich unter dem Einfluss der Feder 16 schliesst. Aus Fig. 1 sind also die   Grundbestand-   teile des Relais klar ersichtlich.   a   und b stellen das eigentliche Distanzrelais dar.c das   Energierichtungs-   relais, welches die Relais a und b nur zur Wirkung kommen lässt, falls die Energie aus einer   Schaltstation   
 EMI2.2 
 
Die Wirkungsweise der Relais ist folgende :
Bei Auftreten einer   t'oberlastung   senkt sich im allgemeinen die Spannung.

   Die Kurvenscheibe. 3 begibt sieh in eine der veränderten Spannung entsprechende Lage. Unter dem Einfluss des   anwachsenden   Stromes erwärmt sich der Hitzdraht und dehnt sich somit aus. Die Feder 8 dreht die   Kurvenscheibe   7 
 EMI2.3 
 Spannungsystems. Bei Berührung des Dreiecks mit der Kurvenscheibe wird beispielsweise seine Grundlinie verkürzt. Dadurch wird, wie weiter unten zu Fig. 2 erläutert, die   Verklinkung, M   um die Achse   1. 5   im Gegenzeigersinn gedreht, wodurch bei Energiefluss aus der Station die Verklinkung des Schalters e aufgehoben wird und der Kontakt unter Einfluss der Feder 16 sich schliesst. Fliesst hin- 
 EMI2.4 
 



  Es tritt dann lediglich eine Deformation des   Schaltsehlosses   ein, ohne dass aber eine Auslösung zustande   kommt.   



   Die Wirkungsweise der in Fig. 1 angedeuteten   Ausbildungsform   des   Sehaltschlosses   ist in Fig. 2 näher erläutert. Das Sehaltschloss besteht aus einem Gelenkdreieck mit den Seiten   1,   2, 3. Die Seite ist in der Mitte aufgeteilt. Die Enden werden durch eine Feder 4   auseinandergepresst.   Das ganze Dreieck wird durch die Führungen 5 in einer bestimmten Lage gegen senkrechte Verschiebungen festge- 
 EMI2.5 
 so   verschiebtsieh zunächst   das ganze Dreieck waagrecht, bis die linke Ecke auf den durch die Kurvenscheibe des Spannungssystems gegebenen Widerstand 7 auftrifft.

   Von diesem Moment ab tritt eine Deformation des Dreiecks auf, indem sich eine   Grundlinie.) verkÜrzt.   Die Feder 4 wird etwas gespannt, und der Punkt 8 verschiebt sich nach oben, wodurch, wie aus Fig. 1 ersichtlich, die Klinke 14 der Fig. 1 im Gegenzeigersinn gedreht wird. 



   In Fig. 3 ist eine weitere   Ausführungsform   des Schaltschlosses aufgezeichnet. Es bedeutet 1 einen doppelarmigen Hebel, der sich um den Punkt 2 dreht. An seinem linken Ende 6 wirkt das Stromsystem ein, während an dem rechten Ende   y die Kurvenscheibe   des Spannungssystems einen Widerstand bietet. Der Drehpunkt 2 befindet sich am Ende einer senkrecht verschiebbaren   Klinke 5,   die sich in der Lagerung 4 bewegen kann. 



   Der Vorgang ist nun folgender : Solange zwischen 7 und 8 ein Zwischenraum besteht, dreht sich der Hebel 1 um den Punkt 2. Bei Berührung an 8 verwandelt sich der zweiarmige Hebel in einen einarmigen, der sich um einen Berührungspunkt auf der Kurvenscheibe 8 dreht. Dadurch wird die Klinke. 3 in der   Führung   4 nach unten bewegt und der Kontakt freigegeben, so dass er sich schliessen kann. 



   Eine gegenüber Fig. 3 etwas umgeänderte Ausführungsform des Schaltschlosses ist in Fig. 4 dargestellt. Dieses Schloss besteht im wesentlichen aus einem Hebel 1, der um den Punkt 2 drehbar ist. Der Punkt 2 ist seinerseits über einen Hebel3 mit dem feststehenden Drehpunkt 4 verbunden. Der Hebel 3 trägt die Klinke, welche den Kontakt sperrt. Bei Auftreten eines Überstromes dreht sich zunächst der Hebel 1 unter der Einwirkung der Kraft 6 des Stromgliedes im Gegenzeigersinn, bis sein rechts liegendes Ende 7 auf den Widerstand 8 auftrifft. Von diesem Moment ab wird das System 1, 3 um die Achse   4   gedreht, die Klinke rutscht vom Kontakt weg, worauf er sich schliesst. 



   In Fig. 5 ist die Temperaturkompensation für Bimetallstreifen dargestellt. Es bedeutet 1 den vom Strom durchflossenen Streifen, 2 den Kompensationsstreifen, der an seinem rechten, äusseren Ende festgelegt wird. Das ganze System ist drehbar um den Punkt. 3 angeordnet. Tritt nun z. B. eine Erhöhung der Aussentemperatur auf, so verbiegt sich der Kompensationsstreifen 2 in die punktiert gezeichnete Lage. Da er an seinem rechten Ende festgehalten wird, wird infolge seiner Verbiegung das ganze System um den Punkt 3 im Gegenzeigersinn zurückgedreht. Der Streifen 1, der geometrisch genau gleich dem 

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 EMI3.1 
 Uhrzeigersinn bewegen. d h. sein oberes Ende würde nach rechts wandern.

   Genau   um   diesen Betrag wird nun das ganze System, das, wie bereits erläutert, durch den Kompensationsstreifen im Gegenzeigersinn gedreht wird, wieder zurückgedreht, so dass das äussere Ende des Streifens   1,   dessen Bewegung in dem Relais ausgenutzt wird, trotz der Deformation des Streifens 2 genau in die ursprüngliche Lage zurückkommt. Daraus geht hervor, dass das obere Ende des Streifens 1, unabhängig von der Aussentemperatur, immer an der gleichen Stelle verbleibt, so lange kein Strom in der Leitung fliesst. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selektivrelais mit einstellbarem   Spannungsglied,   thermisch verzögertem Stromglied und Energierichtungsrelais, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Systeme mechanisch so miteinander gekuppelt 
 EMI3.2 
 lichen Schaltkontakt betätigen.

Claims (1)

  1. 2. Selektivrelais nach Anspruch 1, dessen Spannungssystem eine Kurvenscheibe betätigt, dadurch gekennzeichnet, dass auch das Stromsystem auf eine Kurvenscheibe wirkt und die beiden Kurven so geformt sind, dass die gewünschte Impedanzeharakteristik des Relais entsteht.
    3. Selektivrelais nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische System EMI3.3 sich quadratische Charakteristik des thermischen Relais in eine lineare verwandelt wird.
    4. Selektivrelais nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische System in an sich bekannter Weise eine Temperaturkompensation enthält.
    5. Selektivrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltschloss (d) in Form eines Gelenkdreiecks ausgebildet ist, dessen eine Seite aufgeschnitten und durch ein elastisches Glied wieder geschlossen ist, derart, dass bei Einwirkung von Kräften in Richtung dieser aufgeschnittenen Dreieckseite eine Deformation des Dreiecks zustande kommt, die zur Auslösung des Kontaktes (r) EMI3.4
    6. Selektivrelais nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hebel (1) zunächst als zwei- armiger Hebel um den Punkt ( : 2) und, nachdem er bei Anlage (7) an der Kurvenscheibe gefunden hat, um diese als Drehpunkt weitersehwingt und dabei die Klinke löst (Fig. 3).
    7. Selektivrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltschloss einen Hebel (1) enthält, der bei (2) gelenkig am Ende des Hebels (3), der seinerseits bei (4) seinen Drehpunkt hat und EMI3.5 dieser zunächst um ( : 2) schwingt, his das Ende F) zur Anlage kommt, worauf eine Drehung des ganzen Systems um den Punkt (4) erfolgt und dadurch die Klinke (,) freikommt (Fig. 4).
    8. Selektivrelais nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Stromsystem zwei Bimetallstreifen verwendet werden, die auf einem drehbaren System befestigt sind, von denen der eine (1) von dem zu überwachenden Strom gespeist wird, während der andere (. fi) an seinem Endpunkt festgehalten wird, wobei die Streifen so auf dem System befestigt werden, dass ihre Deformation, gesehen vom Drehpunkt aus, im gleichen Sinn erfolgt (Fig. 5).
AT115497D 1926-08-06 1926-08-06 Selektivrelais. AT115497B (de)

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