DE70586C - Vereinigter Umlauf- und Zeitzähler - Google Patents

Vereinigter Umlauf- und Zeitzähler

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DE70586C
DE70586C DE189270586D DE70586DD DE70586C DE 70586 C DE70586 C DE 70586C DE 189270586 D DE189270586 D DE 189270586D DE 70586D D DE70586D D DE 70586DD DE 70586 C DE70586 C DE 70586C
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Germany
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shaft
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chronograph
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arm
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DE189270586D
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J. JAQUET in St. Imier, Schweiz
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/02Devices characterised by the use of mechanical means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT^®
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf • die Vereinigung eines Touren- oder Umlaufzä'hlers mit einem Chronograph oder Zeitzähler, d. h. auf einen Apparat, bestehend aus einem Zählwerk, welches von irgend einer rotirenden Welle derart bethätigt wird, dafs es die Zahl der von dieser Welle vollzogenen Umdrehungen angiebt, und aus einem Zeitzähler (Chronograph), welcher die Zeit angiebt, während welcher die rotirende Welle das Umlaufzählwerk bethätigt. Diese Verbindung eines Tourenzählers mit einem Chronographmechanismus ist derart, dafs der Chronograph nur dann wirken kann, wenn der Tourenzähler von der rotirenden Welle bethätigt wird, so dafs ein" vollkommen gleichzeitiges Spiel des Tourenzählers und des Chronogr.aphmechanismus gesichert und die gröfstmögliche Genauigkeit erzielt wird..
Fig. .1 beiliegender Zeichnung stellt den neuen Tourenzähler mit Chronograph in Vorderansicht dar, während Fig. 2 eine Hinteransicht desselben ist.
Fig. 3 zeigt das Zählwerk des Umlaufzählers, nachdem der vordere Deckel vom Apparat entfernt worden ist, und Fig. 4 zeigt den Chronographmechanismus, nachdem das hintere Zifferblatt weggenommen worden ist.
Fig. 5 stellt den Apparat in theilweisem Längsschnitt und theilweiser Ansicht dar und Fig. 6 zeigt eine Innenansicht desselben, nachdem die Zählscheiben des Tourenzählers aus dem Apparat entfernt worden sind.
Der Apparat ist in einem cylindrischen Gehäuse A untergebracht, welches an beiden Enden geschlossen und durch eine unvollständige oder theilweise ausgebrochene Scheidewand α in zwei Abttoeilungen getheilt ist, wovon die eine das Tourenzählwerk und- die andere das Chronographuhrwerk aufnimmt.
An der Vorderseite ist dieses cylindrische Gehäuse A durch einen mit einer gewissen Anzahl Öeffnungen b b . . . versehenen Deckel B verschlossen, durch welche Öeffnungen man je eine Ziffer der verschiedenen numerirten Scheiben (Zifferscheiben) des Zählwerkes bemerkt, und hinten ist dasselbe Gehäuse A durch das Zifferblatt des Chronographs verschlossen. Dieses Zifferblatt C sowie der Deckel B werden je durch einen mit Glas d versehenen Metallring c, der an dem entsprechenden Ende des cylindrischen Gehäuses A angeschraubt ist, in ihrer Stelle gehalten.
Das eigentliche Zählwerk besteht aus einer gewissen Anzahl numerirterScheibenD1D2DBD4^... der Einer, Zehher, Hunderter, Tausender u. s. w., die lose an einer Welle E sitzen, welche das Gehäuse A durchzieht und auf geeigneten Trägern jj1 ruht, die im Innern des Gehäuses befestigt sind. Ein an den Träger, j geschraubtes gabelförmiges Stück j'2 hält die Welle in ihrer Lage, indem es in eine ringförmige Nuth der Welle E greift. Diese Welle wird auf geeignete Weise von der Welle, deren Umdrehungsgeschwindigkeit man kennen will, mitgenommen, und trägt ein Excenter F, das vermittelst eines Stiftes e daran befestigt ist und auf welchem ein Zahnrad H sitzt, dessen aus zehn Zähnen bestehende Zahnung sich zehn seitlichen Einschnitten ti. . . der Scheibe D1 der Einer gegenüber befindet, so dafs bei jeder Umdrehung der Welle E
zwei benachbarte Zähne des Rades H in zwei benachbarte oder auf einander folgende Einschnitte ti. . . der Scheibe D1 eingreifen und letztere um eine Ziffer vorrücken. Damit dies sicher geschieht, ist der Träger p mit zwei Stiften.j3j3 versehen, welche in die seitlichen Einschnitte des Rades H eindringen und somit die Schwingung des letzteren bei jeder Umdrehung der Welle E auf einen Drehungswinkel beschränken, der dem Abstand zweier auf einander folgenden Einschnitte i i. . . der Einerscheibe D1 entspricht.
Parallel zur Welle E ist im Gehäuse A eine zweite Welle G0 befestigt, auf welcher Räder I1 I2I3 . . . mit je zehn Zähnen lose sitzen, und an der den Einschnitten ti... entgegengesetzten Seite ist die Einerscheibe D1 mit zwei Stiftchen oder runden Zähnen ο ο versehen, welche bei jeder Umdrehung der Scheibe D1 in die Zahnung des Rades I1 eingreifen. Die übrigen Scheiben -D2 Z)3 ... der Zehner, Hunderter u. s. w. tragen ebenfalls alle, mit Ausnahme der letzten, an einer ihrer Seiten zwei runde Zähne ο ο, während an ihrer anderen Seite eine jede mit einer Zahnung von 20 runden Zähnen nn . . . versehen ist, die in die Zahnung des entsprechenden Rades J2 13 ... greift. Die Folge dieser Anordnung des Zählwerkes ist, dafs jedesmal, wenn die Welle E zehn Drehungen macht, d. h. die Einerscheibe D1 eine vollständige Umdrehung ausgeführt hat, die runden Zähne 0 0 dieser Scheibe mit der Zahnung η des Rades I1 zusammentreffen' und dasselbe um zwei Zähne vorrücken, so dafs dieses in die Zahnung η der Zehnerscheibe D2 eingreifende Rad I1 diese letztere ebenfalls um zwei Zähne vorwärts dreht, d.- h. um eine Ziffer vorrückt. Die Scheibe der Zehner D.2 bethätigt. auf dieselbe Weise durch das Rad I2 die Scheibe D3 der Hunderter, jedesmal wenn sie eine vollständige Rotation vollzogen hat u. s. w.
Unter der theilweise ausgebrochenen Scheidewand α ist das Chronographuhrwerk untergebracht. Dieses Werk kann irgend welcher Art sein mit centralem Rad, welches eine Umdrehung in 60 Secunden vollzieht, damit der Secunden- oder Chronographzeiger L unmittelbar von der Achse des besagten Rades mitgezogen werden kann, und dasselbe ist am geeignetsten mit einem Minutenzähler ausgerüstet. M ist der sich auf einem besonderen Zifferblatt bewegende Zeiger des Minutenzählers.
Zum Zwecke der Nullstellung der Zeiger L und M sind letztere je mit einem Herzstück / und verbunden, welches von der Secunden- oder Minutenwelle mitgezogen wird. Diese zur Nullstellung der Zeiger L M dienenden Herzstücke Im? sind reibend auf die sie tragenden Wellen aufgesteckt und befinden sich an der einen Seite der Platine O, deren andere Seite das Chronographuhrwerk trägt. R ist der gemeinsame Hammer zur Nullstellung beider Zeiger L M; derselbe ist bei r angelenkt und schlägt an die Herzstücke Im0 an, wenn man die Zeiger L M auf Null stellen will. Das äufsere Ende dieses Hammers oder Hebels R tritt aus einer geeigneten Oeffnung des Gehäuses A heraus. T ist ein Knopf, welcher zum Aufziehen des Uhrwerkes dient.
Beim Nichtgebrauch des Tourenzählers geht der Chronographmechanismus nicht, d. h. die Zeiger L M blähen still stehen, weil ein Arm U dann einen Druck auf die Unruhe V des Uhrwerkes ausübt und deren Schwingungen verhindert. · ■ .
Dieser Arm U ist an einem Stängchen X angeordnet, welches mit seinen Enden gelenkartig mit zwei Hebeln ZZ1 verbunden ist, wovon der eine Z seinen Drehpunkt \ über der Welle E, während der andere Z1 seinen Drehpunkt ^1 unter dieser Welle hat, so dafs der Arm U gleichartig verstellt werden kann, wenn man den einen oder den anderen dieser Hebel ZZ1 verstellt. Eine auf einen dieser Hebel ZZ1 wirkende Feder Y hält den Arm U beständig gegen die Unruhe V angedrückt.
An den Stellen, wo die Welle aus dem Gehäuse heraustritt, trägt sie Muffen GG1, die sich mit ihrem inneren Ende gegen das freie Ende des entsprechenden Hebels Z oder Z1 anlehnen. Diese Muffen G G1 werden gehalten durch Zungen κ«1, welche auswendig am Gehäuse A befestigt sind und in einen Einschnitt χ der genannten Muffen eindringen, so dafs, wenn man auf irgend eine der Muffen G oder G1 einen Druck ausübt, um sie nach innen in das Gehäuse A zu stofsen, diese Muffe den entsprechenden Hebel Z oder Zx und folglich das Stäbchen X im Sinne des Pfeiles jr, Fig. 5 und 6, verstellt, und somit den Arm U von der Unruhe V des Uhrwerkes entfernt, so dafs der Chronographmechanismus in Gang treten kann. Sobald aber dieser Druck aufhört, führt die Feder Y die Hebel ZZ1 und folglich die Muffen GG1 in ihre Normalstellung zurück und drückt wieder den Arm U gegen die Unruhe V des Chronographurwerkes an.
Im Innern einer jeden Muffe G G1 trägt die Welle E einen Wulst ν mit mehreren seitlichen Vorsprüngen oder Klauen V1V1, und eine unabhängige Muffe t, die einerseits in eine kantige Spitze tl ausendigt, trägt am anderen Ende eine gleiche Anzahl entsprechender Einschnitte f21-. Die Vorsprünge V1V1 ragen fast' bis zum Ende der entsprechenden Muffe G bezw. G1.
Um den bereits beschriebenen Apparat zu gebrauchen, bringt man auf irgend eines der vorspringenden dünneren Enden m in1 der Welle E die Muffe t, deren Spitze t1 man
gegen das Centrum der Welle drückt, deren Umdrehungsgeschwindigkeit man kennen will, so dafs, indem die Muffe t die entsprechende Muffe G oder G1 etwas nach innen drückt, die Einschnitte t~ t2 dieser Muffe t sich auf die Vorsprünge vl v1 der Welle E setzen und sofort die Mitnahme dieser letzteren durch die drehende Welle, deren Geschwindigkeit man festsetzen will, d. h. den Betrieb des Tourenzählwerkes hervorbringen und zu gleicher Zeit die Muffe G oder G1 den entsprechenden Hebel Z oder Z1 betha'tigt und den Arm U von der Unruhe V entfernt, d. h. dem Chronographuhrwerk gestattet, sich in Gang zu setzen.
Man, sieht, dafs durch die Anbringung der Vorsprünge v1 v1 in der Nähe des Endes, der Muffen G oder G' der Tourenzählmechanismus und der Chronographmechanismus gleichzeitig in Gang gebracht werden, so dafs dieser letztere mit der gröfsten Genauigkeit die Zeit angiebt, während welcher die Welle, deren Geschwindigkeit man kennen will, die Zahl der vom Zählwerkmechanismus angegebenen Umdrehungen vollführt hat.
Damit die Welle E sicher nicht mitgedreht wird, bevor deren Kupplung mit der Muffe G oder G1 vollzogen ist, kann im Innern einer jeden Muffe G oder G1 ein Vorsprung angebracht werden, der die Drehung der Welle E verhindert, so lange diese Muffe G oder G1
nicht hinlänglich verstellt ist, um die Entfernung des Armes U von der Unruhe F hervorzubringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein vereinigter Umlauf- und Zeitzähler, bei welchem ein mit einem oder zwei Hebeln Z Z1 verbundener, 'unter dem Einflufs einer Feder Y gegen die Unruhe V des Chronographuhrwerkes hemmend wirkender Arm U in Verbindung mit einer oder zwei an den Hebeln ZZ1 anliegenden Muffen G G1 steht, welche auf der Antriebswelle E des Umlaufzählers verschiebbar sind, die ferner eine auf ihr vorstehendes Ende aufgesteckte Muffe trägt, die einerseits in eine kantige Spitze t1 ausendigt und andererseits mit einem Wulst der Welle E derart verkuppelt werden kann, dafs diese Kupplung nur dann stattfindet, wenn die Muffe t die auf der Welle E sitzende Muffe G oder G1 hinlänglich in das Gehäuse zurückgedrängt hat, um den Arm U von der Unruhe V zu entfernen, d. h. den Gang des Chronographuhrwerkes zu gestatten, so dafs beim Andrücken der Spitze f1 gegen das Centrum der Welle, deren Geschwindigkeit man kennen will, das Chronographuhrwerk gleichzeitig mit dem Tourenzähler in Thätigkeit tritt und mit ihm bei Beendigung des Andrückens gleichzeitig wieder aufhört zu wirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE189270586D 1892-12-10 1892-12-10 Vereinigter Umlauf- und Zeitzähler Expired DE70586C (de)

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