DE705753C - Steuerung an selbsttaetigen Kopierfraesmaschinen - Google Patents
Steuerung an selbsttaetigen KopierfraesmaschinenInfo
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- DE705753C DE705753C DEC51119D DEC0051119D DE705753C DE 705753 C DE705753 C DE 705753C DE C51119 D DEC51119 D DE C51119D DE C0051119 D DEC0051119 D DE C0051119D DE 705753 C DE705753 C DE 705753C
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Description
Nach Patent 640 986 ist ein selbsttätiges Abtasten des Musters durch den Taster bei
hydraulischem Betriebe der Vorschübe trotz der durch das relativ große und schwere Vertellerventil
bedingten Schwierigkeiten dadurch ermöglicht, daß zwischen den Taster und das Verteilerventil eine kräftige hydraulische
Verstärkung zwischengeschaltet ist. Diese Verstärkung wird nach, dem Hauptpatent
dadurch erreicht, daß zwischen das vom Taster mit mechanischer Verstärkung gesteuerte Primärventil und das vorerwähnte
Verteilerventil ein besonderes Sekundärventil zwischengeschaltet ist.
Diese Einrichtung arbeitet durchaus befriedigend, ist aber wegen der erwähnten mechanischen
Verstärkung und des Sekundärventils relativ verwickelt.
Die vorliegende Erfindung schafft dadurch Abhilfe, daß das Primärventil unter Vermeidung
des Sekundärventils durch einen zwischen engen Durchlässen spielenden Bund unmittelbar
den Druckmittelzustrom zu den das Verteilerventil bewegenden Leitungen steuert, das seinerseits den Zufluß zu den die Bewegung
zwischen Werkstück und Werkzeug bewirkenden Verschiebungszylindern steuert. Es hat sich gezeigt, daß die mittels des erwähnten
Bundes erzielbare Verstärkung zur Steuerung des Verteilerventils vollständig
ausreicht.
Eine besonders einfache und wirksame Steuerung erhält man erfindungsgemäß dadurch,
daß das Verteilerventil als freier Kolbenschieber ausgebildet ist, in dessen Endkammern
die vom Primärventil gesteuerten Leitungen münden, und in den Abflüssen aus
diesen Endkammern zur. Aufrechterhaltung des Ulmsteuerdruckes Strom widerstände vorgesehen
sind. Sowohl freie Kolbenschieber, die durch in ihren Endkammern herrschende Druckuntersohiede von einer Endlage unmittelbar
in die andere übergeführt werden, als auch feste Drosseln sind an sich bekannt.
Demgegenüber ermöglicht die Erfindung die erwähnte leichte Steuerung ohne besondere
Steuerglieder für die Auslässe aus dem Kolbenschiebergehäuse.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch
dargestellt.
Fig. ι ist ein Aufriß der Maschine,
Fig. 2 ein Schema der hydraulischen Anlage,
Fig. 3 ein Schnitt durch die Tastersteuerung;
Fika
705733
Fig. 4 bis 8 zeigen aufeinanderfolgend Lagen des Verteilerventils während eines
Hubes desselben,
Fig. 9 einen Schnitt nach Linie 13-13 der
Fig. i.
Die Maschine hat drei verschiedene Hauptbewegungen, nämlich Längsvorschub, Ein-
oder Ausfahren und Ouervorschub. Tastereinrichtung und Fräser sind an einer festen
ίο Stütze angebracht; man kann entsprechend
das Werkstück in drei Richtungen bewegen oder umgekehrt oder die Bewegungen auf die
beiden Glieder verteilen.
Letztere Ausführung ist in der Zeichnung dargestellt, Taster und Fräser sind in zwei
Richtungen beweglich, das Werkstück in einer Richtung. Das Bett 10 (Fig. 1) trägt einen
Werktisch 11 für den Längsvorschub sowie eine Säule 12, auf deren Führungen 13 ein
jo Schlitten 14 für die Zonenverschiebung oder
Schaltung gleitet. Er hat waagerechte Führungen 15, auf denen ein Spindelträger 16 ein-
und ausfahrbar ist. Der Träger 16 trägt auch den Taster 17, der ein vom Tisch getragenes
Muster 18 abtastet und die Relativbewegung zwischen einem Fräser 19 an einer Spindel 20
und einem Werkstück 21 am Tisch 11 steuert.
Ein Elektromotor 135 am Träger dreht die Spindel z. B. durch ein Getriebe 136.
Ein hydraulischer Zylinder 22 mit Kolben 23 bewirkt den Längsvorschub des Tisches 11
durch die Kolbenstange 24. Ein Zylinder 25 mit Kolben 26 und Kolbenstange 27 bewirkt
das Einfahren des Trägers. Eine Leitspindel ss 28 ruht in Lagern 29 und 29' der Säule und
verschiebt den Schlitten quer mittels seiner Mutter 30.
Während das Werkstück und Muster relativ zum Taster und Fräser auf volle Hublänge
verschoben werden, läßt die Bewegung des Tasters durch das Muster den Fräser je nach
Umriß des Musters ein- oder ausfahren. Jede Umkehr der Tasterablenkung bewirkt zunächst
eine Verlangsamung des Fräserschlittens und ein Anlaufen und Beschleunigen des Werkstückträgers, bis der Fräserschlitten
zeitweilig stillsteht und der Werkstückträger mit konstanter voller Geschwindigkeit läuft.
Hieran schließt sich eine Verlangsamung 5" und Stillsetzung des Werkstückträgers und
eine Beschleunigung des Fräserschlittens in entgegengesetzter Richtung an. Am Hubende
wird der Vorschub umgekehrt, und der Schlitten 14 kann für einen zweiten Schnitt
während des Rückhubes des Tisches beigestellt werden.
Bekanntlich kann man beim Austiefen nicht
mit konstantem Werkstücksvorschub arbeiten, besonders nicht bei steilen Wänden, da der
fio Tisch verzögert werden muß, um dem Fräser genügend Zeit für das Einfahren in das Werkstück
bzw. das Ausfahren zu lassen. Man muß daher die Bewegungen in den beiden Richtungen, d. h. den Vorschub des Werkstückes
und das Einfahren des Fräsers und Tasters, die hier waagerecht rechtwinklig zueinander
liegen, aufeinander abstimmen, so daß ein größeres oder kleineres Ein- und Ausfahren
für jeden Vorschubsteil und dadurch ein gleichförmiger Schnitt erzielt werden kann.
Da der Umriß des Musters gewöhnlich unregelmäßig ist, so kann die resultierende Bewegung
des Tasters zum Muster unter verschiedenen Winkeln gerichtet sein bzw. in einer Bahn, die von der des Werkstückträgers
oder Fräserträgers abweicht und die Resultierende der Bewegung in diesen beiden Bahnen
mit verschiedenen Geschwindigkeiten je nach dem Winkel der Bewegung ist. Hier werden diese Bewegungen dadurch erzielt,
daß man den beiden Trägern kleine Bewegungsschrittchen erteilt, deren relative Längen und Geschwindigkeiten die resultierende
Winkelbemessung bestimmen. Bringen z. B. diese Schritte gleiche wirksame Geschwindigkeiten
in den beiden Trägern hervor, so liegt die resultierende Verlagerung unter 45° zur Bahn des Werktisches und
Trägers. Jede Änderung der wirksamen Bewegung des einen Schlittens relativ zu der des
andern muß eine Abweichung von dieser Mittellinie bewirken.
Man muß daher den Druckmittelstrom für die Verschiebungszylinder so verteilen, daß 9S
jeder von ihnen in bestimmter Beziehung zur Bewegung des Tasters bewegt werden kann.
Hierzu dient ein Verteilerventil 31 mit einem Einlaß 32 und Verteilkanälen 33, 34. Drucköl
wird dem Ventil von einer Pumpe 35 von konstanter Förderung und konstanter Drehzahl
geliefert. Die Pumpe hat einen Einlaß 36 und Auslaß 37 mit einer Zweigleitung 38 zu
einem Entlastungsventil 39 und zum Sumpf.
Eine Steuerung für den Vorschub ist zwisehen die Pumpe 35 und das Verteilerventil 31
ingeschaltet. Da der Vorschub nur durch Änderung der ölzufuhr zu den Zylindern verändert
werden kann, ist eine Einrichtung vorgesehen, um je nach dem gewünschten Vorschub
einen Teil des Öls zum Sumpf abzuleiten. Hierzu wird der Strom vom Kanal 37 auf zwei Zweige 40 und 41 verteilt, deren
jeder durch veränderliche Widerstände 42, 43 mit Kanälen 44, 45 verbunden ist. Da das
Volumen im Kanal 37 konstant ist, solange das Ventil 39 geschlossen bleibt, so muß die
gesamte Lieferung der Pumpe durch die Leitungen 44, 45 fließen, und der Druck in der
eitung 2>7 sowohl wie 40, 41 muß gleich sein. iao
Sind mithin die Widerstände 42, 43 und die Drücke in den Leitungen 40, 41 gleich, so
werden gleiche ölmengen durch 42 und 43 getrieben. Werden aber diese Widerstände verändert,
so werden die (durch die Zweigleitungen fließenden Teilmengen umgekehrt wie die S Widerstände schwanken, d. h. eine Zunahme
in einem Widerstände wird eine Abnahme im andern bewirken, und die Strömungen werden
sich stets ergänzen. Ein Ausgleichsventil 46 hält die durch die Widerstände eingestellten
<o Stromverhältnisse aufrecht. Sein Ende 47 ist
mit dem Kanal 44, das andere Ende 48 mit dem Kanal 45 verbunden. Das Ende 48 des
Kolbenschiebers 46' kann kegelig sein, um den Kanal 49 teilweise abzudrosseln. Ein Kanal
So führt vom Kanal 49 den abgelenkten Teil des Stromes zum Sumpf. So wird also eine
Stromverteilung zwischen den Kanälen 44 und 45 gemäß der Einstellung der Widerstände
42 und 43 bewirkt. Somit kann der Vorschub durch den zum Kanal 44 gelieferten Hauptstromanteil bestimmt werden. Das
Ausgleichsventil hält diese Verteilung unabhängig von Schwankungen im Werkstückswiderstande
aufrecht.
»5 Das Verteilerventil hat einen Kolben 51 mit
drei Bunden 52, 53, 54, welche bestimmen, welchem der Motorkanäle 55, 56 das öl vom
Kanal 44 zuzuteilen ist. Bei Linkslage des Kolbenschieber<s 51 (Fig. 2 und 4) schließt
der Bund 54 den Kanal 34. Der Bund 53 ist schmal genug, um eine relativ freie Strömung
vom Kanal 32 zum Kanal 33 zu gestatten, der jetzt vom Bund 52 freigegeben wird. Diese
Stellung bewirkt Einfahrt des Fräserschlittens und keine Bewegung· des Werkstückes. Es
sei nun angenommen, daß der Gesamthub des Kolbens 51 gleich der Strecket ist. Läuft
er nach rechts, so bewirkt er nach einem
Wege gleich — eine Teilöffnung des Kanals 4
34 und einen Teilschluß des Kanals 33 (Fig. 5). Dann wird der durch Kanal 32 ankommende
Strom gleichmäßig· .auf die Kanäle 33>
34 verteilt, und beide Schlitten laufen im wesentlichen gleich rasch. Dieser Zustand
wird durch Verlangsamung des Fräserschlittens sowie Anlauf und Beschleunigung des
Werkstückschlittens erzielt.
Nach Bewegung des Ventils um eine weitere
Strecke gleich — erreicht es eine Lage nach
Fig. 6. Hier ist der Kanal 33 geschlossen und dadurch der Fräserschlitten stillgesetzt.
Die Bunde 53 und 54 halten die Kanäle 32 und 34 gleich weit offen. Diese Lage
ist die einzige, die Höchststrom zum Tischvorschubzylinder gestattet. Jede Bewegung
des Kolbens aus dieser Lage schließt durch Bund 54 oder 53 den entsprechenden Kanal.
So bewirkte der Kolben bei Bewegung aus der Lage nach Fig. 5 zur Lage nach Fig. 6
eine Verlangsamung des Fräserschlittens und Beschleunigung des Tischschlittens, bis bei
der Lage nach Fig. 6 der Fräserschlitten stillgesetzt und der Tisch mit Höchstgeschwin- 6g
digkeit verschoben wird.
Weitere Bewegung des Kolbens um —
bringt ihn zur Lage nach Fig. 7. Hier ist der Kanal 33 teilweise zum Auslaß offen, und der
Bund 53 hat teilweise den Strom zum Kanal 34 gedrosselt. Die Bewegung des Kolbens 51
durch diese Strecke verlangsamt so den Werkschlitten und öffnet den Fräserschlittenzylinder
zum Auslaß, so daß der Fräserschlitten in der entgegengesetzten Richtung beschleunigt
werden kann, was Ausfahrt bedeutet.
Eine letzte Bewegung des Ventils zur Lage nach Fig. 8 setzt den Tisch still und ermöglicht
Ausfahrt des Fräsers mit Höchstgeschwindigkeit.
Zur Verstellung des Kolbenschiebers 51 dient ein vom Muster gesteuerter Taster.
Dieser steuert ein Primärventil 58 (Fig. 3) mit einem Kolben 59 und einer ihn auswärts
drückenden Feder 60. Ein Kniehebel 139 verbindet den Kolben mit der Gleitschiene
140 des Gehäuses 64, deren Scheibe 138 einen Kopf 63 berührt, dessen Tasterarm 17 eine
ballige Spitze 62 zum Eingriff mit dem Muster i8- hat. Die Fläche 61 des Kopfes 63
hat einen Kegelflansch 63', der mit ihr einen Winkel bildet, dessen Scheitel die V-förmige
Ringkante 140' des Flansches 65' des Teils 65
aufnimmt. Ist der Tastknopf 62 vom Muster frei, so drückt die Feder 60 die Scheibe 138
gegen das Glied 63 und dieses auf die Kante 140', wodurch das Glied 63 gestützt und relativ
zum Flansch 65' zentriert wird. Dadurch wirdder Arm 17 waagerecht gehalten. Kommt '00
der Taster in Berührung mit einer Oberfläche wie 66 am Muster (Fig. 9), so wird der Tasterarm
axial und der Ventilkolben 59 gegen die Feder 60 bewegt. Entsprechend wird beim
Auftreffen des Taetknopfes auf eine Schrägfläche67
des Musters der Arm winklig abgelenkt, was den Kopf 63 um Punkt 68 schwingt und wiederum eine axiale Bewegung
des Kolbens 59 gegen die Feder 60 bewirkt.
Das Ventil 58 hat eine Hülse 69' mit einer Ringnut 70, die etwas breiter als der Kolbenbund
71 ist, so daß bei Mittellage des Bundes ein sehr hoher Widerstand gegen Strömung
auf jeder seiner Seiten, auftritt. Je kleiner der Spalt ist, um so stärker ist der Widerstand
und um so empfindlicher das Ventil. Zusätzliche Kanäle J2., 73 sind in dem Ventil
beiderseits des Mittelkanals 74 vorgesehen, der durch Kanal 75 mit einer Pumpe 76 verbunden
ist, die konstante Lieferung haben kann. Die Kanäle 72, 73 sind durch Kanäle
J, y den Enden des Verteilerventils 31
verbunden, um Kolbenteile yy und 78' an den Enden des Kolbens 51 unter Druck zu setzen.
Zwei feste gleiche Stromwiderstände 79 und 80 führen das Öl von den Enden des Verteilerventils
zum Sumpf und halten die Drücke in den Kanälen yy, 78 aufrecht, um ein rasches Verschieben des Verteilerventils
zu bewirken, wie noch zu erläutern. Die ίο Tastereinrichtung arbeitet wie folgt:
Gewöhnlich steht bei Berührung zwischen Taster und Muster der Bund 71 im wesentlichen
auf Mitte der Ringnut 70, so daß beiderseits des Bundes Öl durch die Kanäle 72, y^ strömen kann. Die Spalte 81, 82 für
diesen Uldurchgang bilden veränderliche Widerstände, die nebenbei einen hohen Druck
in der Leitung 75 verursachen, da die Gesamtlieferung der Pumpe 76 gewöhnlich hindurchao
gehen muß. Diese Spalte sind nur wenige hundertstel Millimeter weit, so daß nur eine
kleine Tasterbewegung zur Änderung ihres Wertes nötig ist. Diese kleine Bewegung des
Tasters sollte die verhältnismäßig große Bewegung des Verteilerventils bewirken. Hierzu
muß in kurzer Zeitspanne eine genügende Ölmenge verfügbar sein. Durch eine Pumpe
von genügender Lieferung und durch Stromwiderstände solcher Ausbildung, daß schon
eine kleine Tasterbewegung ihren Wert stark verändert, kann man die kleine Tasterbewegung
in eine große und relativ schnelle Bewegung des Verteilerventils übersetzen.
Der Druckunterschied an den Enden des Verteilerventils wird wie folgt erzeugt:
Könnte man den Bund 71 genau auf Mitte der Nut 70 halten, so wären die Widerstände
81 und 82 gleich. Sind dann auch noch die
festen Widerstände 79, 80 einander gleich, so wird er Strom vom Kanal 75 auf die Leitungen
yy, y% gleichmäßig verteilt, und daher sind die Drücke auf die Kolben 77' und yS'
gleich. Wird nun der Bund 71 auch nur um das kleinste Maß aus der Mittellage bewegt,
so werden die Widerstände 81 und 82 ungleich. Dadurch wird der Strom auf die Leitungen
yy und 78 ungleich verteilt, und die Drücke auf die Kolben Jj' und 78' werden
verschieden. Wird z. B. der Bund 71 etwas über die Mittellage gehoben (Fig. 3), so wird
der Stromwiderstand 81 größer als 82, die in Leitung 78 fließende Ölmenge wird größer als
die in Leitung yy, und der Druck auf die Kolbenfläche 78' wird größer als der auf die
Kolbenfläche yy', wodurch der Kolben 51 zur Lage nach Fig. 2 bewegt wird. LTmgekehrt
wird bei Bewegung des Bundes yi etwas unter hervorruft und den Kolben 51 zur Lage nach
Fig. 8 schiebt.
Die Endlagen des Verteilerventils bewirken also Bewegung des Fräserschlittens in der
einen oder andern Richtung, und daher wird der Taster konstant ausgeschwungen, um eine
konstante relative Veränderung der Widerstände zu bewirken. Ist der Taster frei vom
Muster, so sollte der Bund 71 über der Mitte der Ringnut 70 sein, so daß der Druck am
Kolbenteil jS' des Verteilerventils größer als
der Druck am andern Ende ist und das Verteilerventil somit in der Lage ist, ein Einfahren
des Trägers und eine Berührung des Tasters mit dem Muster zu bewirken. Bei diesem Zustande muß eine kleine Axialbewegung
des Tasterarmes oder eine kleine Ablenkung desselben bei Berührung des Musters eine Senkung (Fig. 3) des Primärventils und 8«
eine Verschiebung des Verteilerventils nach rechts bzw. zur Lage nach Fig. 8 bewirken,
um dadurch das Einfahren zu beenden und eine Längsschrittbewegung des Werktisches
hervorzurufen. Dadurch wird ein neuer Teil des Musters unter den Tasterknopf gestellt,
und wenn dieser Teil in derselben Ebene 66 wie der vorhergehende Teil oder in einer Ebene
links davon wie 67 liegt, was eine weitere Ablenkung des Tasters bewirkt, so wird der
Fräserträger ausfahren, bis die Tasterablenkung auf den vorbestimmten Mindestwert verringert
ist, der eine Verstellung des Verteilerventils bewirkt. Liegt aber der neue Teil in
einer Ebene zur Rechten, so wird die Tasterablenkung unmittelbar auf ihren vorbestimmten
Mindestwert verringert, was eine Verstellung des Verteilerventils bewirkt, die wiederum
den Träger einfahren läßt, bis eine Höchstablenkung erneut eine Umsteuerung des Ver- m<>
tellerventils bewirkt. Im ersten Falle wird das' Verteilerventil nicht verstellt und erlaubt
dadurch eine Fortdauer des Ausfahrens, während im zweiten Falle das Verteilerventil verstellt
wird und ein Einfahren des Fräsers 10s verursacht. Diese nachfolgende Verstellung
des Verteilerventils bewirkt eine weitere Vorschubbewegung des Werkstückes. Mithin erhält
für jede Verstellung des Verteilerventils der Tisch einen Vorschübschritt. Praktisch
geschehen alle diese verschiedenen Verstellungen sehr rasch, da die eigentlichen Bewegungen
nur wenige hundertstel Millimeter betragen. Die Druckpumpe 76 der Tasterventilsteuerung
kann auch als Zubringer für die Pumpe 35 dienen.
Ein Ausgleichsventil 83 ist in die Motorkanäle 55 und 56 eingeschaltet, um die Strom-
die Mittellage der Widerstand 82 größer als verteilung zwischen diesen aufrechtzuerhal-
Widerstand 81, was einen stärkeren Strom in der Leitung yy als in 78 und einen stärkeren
Druck auf die Kolbenfläche yy' als auf 78' ten, wie sie durch das Verhältnis der Stromwiderstände
der Kanäle 33 und 34 unabhängig vom Arbeitswiderstand der Motoren 22 und
25 eingestellt wurde. Dieses Ventil hat einen
Kolbenschieber 84 mit Kegeleniden 85 und 85',
der gewöhnlich, in rechter Endlage steht, in der er den Kanal 86 schließt und den Kanal 87
öffnet. Sobald öl zur Leitung 56 durch Kanal 34 geliefert wird, schiebt der Druck im
rechten Ende des Ventils 83 den Kolben 84 nach links, wodurch der Kanal 87 geschlossen
und Kanal 86 geöffnet wird, so daß ein voller
to Strom zum Tischzylinder 22 fließen kann. Während dieser Lage hat der Kolben 5 r des
Verteilerventils seine Bewegung beendet, wodurch der Motorkanal 55 mit der Rückführleitung
57 verbunden wird, was einen Druckabfall in der Kurzschlußleitung 88 bewirkt, so
daß der Druck im Zylinder 25 das Rückschlagventil 89 öffnen und einen Austritt von Öl
daraus unter der Einwirkung eines Gewichtes
90 gestatten kann, das ein Ausfahren des Trägers bewirkt. Das Gewicht übt durch Kette
91 eine konstante Auswärtskraft am Schlitten 16 aus, so daß das Öl im Zylinder stets unter
Druck ist. Um am Hubende den Werktisch umzusteuern, ist ein Umsteuerventil 92 zwisehen
das Ende des Kanals 56 und den Zylinder 22 eingeschaltet. Es bat einen Druckkanal
93, der mit Kanal 56 verbunden ist, und Kanäle 94, 95, die mit Kanälen 96, 97 verbunden
sind, welche zu den Enden des Zylinders 22 führen. Bei der Lage des Kolbens 98 des
Ventils nach Fig. 2 wind Druck zum rechten Ende des Zylinders 22 geliefert, und der Tisch
wandert nach links. Bei Umsteuerung des Kolbens wird der Kanal 93 mit dem Kanal 94
und der Kanal 95 mit dem Auslaßkanal 99 verbunden, so daß Druck an das linke Ende
des Zylinders angestellt und das öl vom rechten
Ende zum Sumpf entlassen wird. Das Ventil 92 ist durch einen Handhebel 102 oder
selbsttätig durch Daumen verstellbar.
Der Fräserschlitten kann fortgeschaltet werden, so daß bei einem nachfolgenden Hube
des Tisches ein neuer Teil des Musters unter dem Taster hinweggeht und ein weiterer
Schnitt am Werkstück ausgeführt werden kann.
Beim Schneiden tiefer Gesenke o. dgl. ist es unmöglich, den Fräser auf die nötige Tiefe
mit einem Male einzufahren und so allen Werkstoff aus einer Gesenkvertiefung während
eines einzigen Tastervorganges zu entfernen. Man muß daher schichtenweise arbeiten.
Hierfür müßte man eine Mehrzahl von Mustern von verschiedenen Tiefen entsprechend
der Zahl von Schichten haben, in welche der Werkstoff zu unterteilen ist. Zur
Vermeidung dieses Zwanges ist erfindungsgemäß eine Hilf seinri'chtung mit einem Tiefenbegrenzungsventil
116 vorgesehen, die ein Abarbeiten des Werkstoffes in Schichten ohne
mehrere Modelle ermöglicht. Dieses Ventil (Fig. 2) hat einen Kolben 117 mit einem
Spulenteil 118, der in der äußeren Lage des Ventils den Kanal 119 mit dem Kanal 120
verbindet, um eine Strömung in der Leitung 55 zu gestatten. Eine Ringnut 121 an der
einen Seite des Bundes erlaubt Strömung im Kanal 56. Eine Feder 122 hält gewöhnlich
das Ventil in äußerer oder normaler Lage. Eine Anschlagsschraube 123 (Fig. 1) wird
am Träger 16 so eingestellt, daß der Fräser bis zu einer bestimmten größten Tiefe schneidet,
worauf der Werktisch 11 relativ zum Fräser ohne Rücksicht auf die Tasterwirkung
verschoben wird. Mit andern Worten, wenn der Träger sich bis zu solcher Tiefe bewegt,
daß der Kolben 117 gegen die Kraft der Feder 122 zurückbewegt wird, so wandert der Bund
118 nach links (Fig. 2), trennt den Kanal 119
vom Kanal 120 und kuppelt den Kanal 119 mit dem Kanal 56. In diesem Falle wird der
Schlitten 16 in einer im wesentlichen festen Lage gehalten, während der Werkschlitten zu
solcher Lage verschoben wird, daß der Taster erneut das Muster berührt und der Träger
sich von Berührung mit dem Tiefenbegrenzungsventil zurückzieht. Nach Abtastung
der ganzen Oberfläche des Musters mit dem Taster in dieser Art wird der Tiefenbegrenzungsanschlag
123 verstellt und das Muster erneut abgetastet, um mehrere Schichten nacheinander
formgerecht wegzuarbeiten, bis bei der letzten Schicht der Taster den Boden des Musters selbst abtastet.
Bei Verschiebung des Verteilerventils nach rechts (Fig. 8) wird der Druckkanal 32 von
den Kanälen 33 und 34 getrennt. Dann besteht kein Auslaß für das durch Kanal 44 zufließende
Öl, und das Entlastungsventil 39 wird aufgedrückt, um öl zum Sumpf durch
die Leitung 50 entweichen zu lassen. Um die beim Durchlauf durch ein Entlastungsventil
unvermeidliche Erhitzung des Öls zu vermeiden, kann das Verteilerventil ensprechend verlängert
und so ausgebildet werden, daß es in Verbindung mit einem Ausgleichsventil den Pumpendruck zum Sumpf nebenleitet, solange
das Verteilerventil ungestört in seiner Endlage bleibt. Das auf diese Weise ermöglichte
freiere Abströmen des Öls zum Sumpf vermeidet unnötige Erhitzung.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Steuerung an selbsttätigen Kopierfräsmaschinen mit einem Taster, dessen ' Verstellungen durch hydraulische Übersetzung verstärkt, von einem Primärventil auf ein Sekundärventil übertragen werden, welche die Bewegung zwischen Werkzeug und Werkstück steuert, nach Patent 640 986, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärventil (58) unter Vermeidung desSekundärventils durch einen zwischen engen Durchlässen (81,82) spielenden Bund (71) unmittelbar den Druckmittelzustrom zu den das Verteilerventil bewegenden Leitungen (77, 78) steuert, das seinerseits den Zufluß zu den die Bewegung zwischen Werkstück und Werkzeug bewirkenden Verschiebungszylindern (22, 25) steuert.
- 2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilerventil als freier Kolbenschieber (51) ausgebildet ist, in dessen Endkammern die vom Primärventil (58) gesteuerten Leitungen (77, 7$) münden und in den Abflüssen aus diesen Endkammern zur Aufrechterhaltung des Umsteuerdruckes Stromwiderstände (79, 80) vorgesehen sind.
- 3. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilerventil (51) bei der Bewegung aus einer Endlage in die andere den Werkstück und Muster bewegenden Verschiebungszylinder (22) umsteuert und beim Vorübergehen dem Verschiebungszylinder (25) für das Einfahren von Werkzeug und Taster im Werkstück und Muster einen Augenblicksdruckstoß zukommen läßt.
- 4. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Vorschubsgesclnvindigkeit ein wechselnder Teil der von der Vorschubspumpe (35) gelieferten Flüssigkeit zum Sumpf nebengeleitet wird, indem in die zu den Verschiebungszylindern (22, 25) bzw. zum Sumpf führenden Zweige (40, 44 bzw. 41, 45) der Druckleitung (37) einstellbare Widerstände (42, 43) eingeschaltet sind.
- 5· Steuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das durch die Widerstände (42, 43) eingestellte Druckverhält- «o nis durch ein Ausgleichsventil (46) selbsttätig aufrechterhalten wird.
- 6. Steuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von Erhitzung des Öls durch Ableiten größerer ölmengen durch ein Sicherheitsventil (39) das \rerteilerventil (31) auch zum Xebenleiten des bei Abschluß der Vorschubleitung (44) überschüssigen Öls benutzt wird.
- 7. Steuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck für die Verstellung des Verteilerventils (31) von einer gleichzeitig als Zubringer für die Vorschubspumpe (35) dienenden Hilfspumpe (76) geliefert wird.
- 8. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschubsverhältnis der Vorschubszylinder (22, 25) durch Stromwiderstände der Zuflußkanäle (33, 34) bestimmt und durch ein Ausgleichsventil (83) selbsttätig aufrechterhalten wird.
- 9. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tiefenbegrenzungsventil (116) derart mit einem verstellbaren Anschlag (123) zusammenarbeitet, daß bei eingestellter Eindringtiefe von Werkzeug (19) und Taster (17) im Werkstück (21) und Muster (18) die Druck- ν leitung zu dem dieses Einfahren bewirkenden Verschiebezylinder (25) abgeschlossen und mit dem andern Verschiebungszylinder (22) verbunden wird.Hierzu ι Blatt ZeichnungenBerichtiffungsblatt zur Patentschrift 705 753 Klasse 49b Gruppe 5/05In der Patentsehrift ist auf Seite 3, Zeile 73 hinter "Werk" die Silbe "stück",auf Seite 4, Zeile 40 vor "er" ein "d" und auf Seite 5, Zeile 104 in " ansprechend" ein "t" einzufügen. Die Abb. 2 u. 4 sind zu streichen und die Abbildungsnummer 3 in 2, 5 in 3, 6 in 4, 7 in 5, 8 in β, 9 in 7, 10 in 8 und 11 in 9 zu ändern.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC51119D DE705753C (de) | 1935-12-04 | 1935-12-04 | Steuerung an selbsttaetigen Kopierfraesmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC51119D DE705753C (de) | 1935-12-04 | 1935-12-04 | Steuerung an selbsttaetigen Kopierfraesmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE705753C true DE705753C (de) | 1941-05-08 |
Family
ID=7027323
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC51119D Expired DE705753C (de) | 1935-12-04 | 1935-12-04 | Steuerung an selbsttaetigen Kopierfraesmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE705753C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE863915C (de) * | 1942-12-02 | 1953-01-22 | Fortuna Werke Spezialmaschinen | Elektrisch hydraulische Steuerung an Schleifmaschinen |
-
1935
- 1935-12-04 DE DEC51119D patent/DE705753C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE863915C (de) * | 1942-12-02 | 1953-01-22 | Fortuna Werke Spezialmaschinen | Elektrisch hydraulische Steuerung an Schleifmaschinen |
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