DE70532C - Verfahren zum Abteufen von Schächten in schwimmendem Gebirge - Google Patents

Verfahren zum Abteufen von Schächten in schwimmendem Gebirge

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DE70532C
DE70532C DENDAT70532D DE70532DA DE70532C DE 70532 C DE70532 C DE 70532C DE NDAT70532 D DENDAT70532 D DE NDAT70532D DE 70532D A DE70532D A DE 70532DA DE 70532 C DE70532 C DE 70532C
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DE
Germany
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shaft
floating
mountains
compressed air
borehole
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70532D
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English (en)
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SACHSE, Königl. Bergrath, in Berlin N., Oranienburgerstrafse 60/63
Publication of DE70532C publication Critical patent/DE70532C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/105Preparation of the ground by water level modification

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    KLASSE 5: Bergbau.
    Beim Niederbringen von Schächten i,n schwimmendem Gebirge ist wiederholt Druckluft verwendet worden, die in den unteren luftdicht abgeschlossenen Theil des Schachtes geleitet wurde. Es zeigt sich hierbei, dafs die Wasser bei entsprechender Spannung der Luft in die Schachtstöfse gedrängt, dafs die vorher schwimmenden Massen entwässert und fest wurden, und dafs, wenn nach Beseitigung der Spannung die Wasser dem Schachte wieder zuströmen konnten, eine längere Zeit erforderlich war, ehe das künstlich hergestellte feste Gebirge wieder erweichte und wieder schwimmend wurde.
    Diese Erfahrung legt den Gedanken nahe, das bisherige Verfahren, welches kostspielig und mit Gefahren für die Arbeiter verknüpft ist, durch ein einfacheres zu ersetzen, indem man die Druckluft durch ein Rohr in das schwimmende Gebirge hineinführt, statt sie von einem Schachte aus auf dasselbe wirken zu lassen.
    Der Schacht wird von Tage' her in gewöhnlicher Weise bis zu dem schwimmenden Gebirge abgeteuft, wenn dieses nicht unter Druck steht. In der "Achse des Schachtes oder möglichst nahe derselben wird ein 30 bis 40 cm weites Bohrloch 5 bis 6 m tief in dem schwimmenden Gebirge niedergebracht; das Bohrrohr wird nach Einbringung eines Luftzuführungsrohres am oberen Ende luftdicht abgeschlossen. Wird nun Druckluft in das Bohrloch geleitet, so wird sie die in demselben befindlichen Wasser heraustreiben, am unteren Ende des Bohrrohres in das Gebirge austreten und die zwischen den feinen Gebirgstheilen befindlichen Wässer verdrängen. Die Wasser werden nur zum Theil in die Schachtstöfse gedrückt werden, zum gröfseren Theil werden sie an der Stelle des kleinsten Widerstandes, an der Schachtsohle, austreten und hier weggehoben werden können. Zunächst wird der Gebirgskörper rings um das Bohrrohr entwässert werden; ist dies geschehen, so wird auf der Schachtsohle in einer ringförmigen Fläche, deren Mittelpunkt in der Achse des Bohrloches liegt, die Druckluft austreten. Wenn dies verhindert wird, so wird der Luftstrom von dem Bohrloche ab nach den Schachtstöfsen zu abgelenkt Werden. Wird nach und nach, der fortschreitenden Abtrocknung folgend, auf der ganzen Schachtsohle der Luft der Durchtritt verschlossen, wird endlich das unterste Feld des Schachtes und, wenn dies geboten erscheint, auch das nächst höhere abgedichtet, so mufs nothwendigerweise, wenn Druckluft von der erforderlichen Spannung in hinreichender Menge in das Bohrloch geleitet wird, der unter der Schachtsohle befindliche Gebirgskörper bis zu einer bestimmten Tiefe vollständig entwässert, werden. Da nur eine Druckhöhe von 6 m zu überwinden ist, ist eine starke Spannung der.Druckluft nicht erforderlich. Ein groiser Theil dieser Spannung geht bei dem Durchströmen des entwässerten Gebirgstheiles verloren; der Austritt der Luft wird daher nur . mit einem ganz geringen Ueberdruck .erfolgen, und es wird keine Schwierigkeiten bieten, den Luftdurchtritt zu verhindern. Die eingeebnete Schachtsohle kann mit Streifen von Segelleinen bedeckt werden; auf diese werden dicht an einander stofsende
    Eisenplatten gelegt. Die Fugen zwischen den einzelnen Platten werden mit Thon verstrichen. Das Abdichten der untersten Schachtfelder erfolgt ebenfalls durch Verstreichen der Fugen mit Thon, ist ein stärkerer Abschlufs der Sohle und der Stöfse geboten, so. ist auch ein solcher unschwer zu erreichen.
    . Ist die Abtrocknung des Gebirgskörpers unter der Schachtsohle erfolgt, so beginnt das Abteufen. Es ist hierbei ein Durchbrach der schwimmenden Massen kaum zu besorgen. Es kann aber bei unvorsichtigem Vorgehen geschehen, dafs der Druckluft mehr Ausweg geschaffen wird, als erwünscht ist, und diese Gefahr wächst mit dem Vorschreiten des Abteufens und mit der Verschwächung des entwässerten Gebirgstheiles. Es wird daher stets nur ein kleiner Theil der Schachtscheibe in Angriff genommen werden können, etwa in Gröfse der eisernen Deckplatten. Ist das Gebirge an einer Stelle etwa l/2 m tief herausgehoben, so wird die neue Sohle sofort wieder mit der Eisentafel bedeckt und es werden auch die Seitenwände der Vertiefung gegen den Durchtritt der Luft gesichert.
    Wenn das Abteufen so weit vorgeschritten ist, als es je nach Beschaffenheit des abgetrockneten Gebirges zulässig erscheint, etwa
    3 bis 4 m tief, so wird nach Sicherstellung der Schachtsohle die Zuleitung der Druckluft unterbrochen, der Verschlufs des Bohrröhres entfernt und das Bohrloch bis zur ursprünglichen Höhe des Schwimmsandes mit Wasser gefüllt; hierauf wird das Bohrrohr um 3 bis
    4 m verlängert und alsdann das Bohrloch um die gleiche Länge vertieft. Die Füllung des Bohrloches mit Wasser darf nicht unterlassen werden, weil sonst die schwimmende Masse in dem Bohrrohr emporsteigen und das Gebirge dadurch in eine schädlich wirkende Bewegung gerathen würde. Wird hierauf in das vertiefte Bohrloch wieder Druckluft geleitet von ■ stärkerer, der gröfseren Druckhöhe entsprechender Spannung, so wird der Gebirgskörper unter der Schachtsohle in gröfserer Tiefe abgetrocknet werden; das Abteufen kann dann wieder beginnen. In gleicher Weise, in Absätzen von 3 bis 4 m, wird die Arbeit bis zum Eindringen des Schachtes in ständiges Gebirge fortgesetzt.
    Es ist offenbar, dafs es vortheilhäft sein wird, die Unterbrechungen in der Zuführung der Druckluft auf eine möglichst kurze Zeit zu beschränken. Es wird daher zweckmäfsig sein, das Bohrloch nicht stückweise zu verlängern, sondern von vornherein ein Rohr von solcher Länge anzubauen, dafs mit ihm das schwimmende Gebirge in seiner ganzen Mächtigkeit durchsenkt werden kann. Der entwässerte Schwimmsand wird, so lange er fest bleibt, kaum einen erheblichen Druck auf die Schachfstöfse ausüben; dies wird aber sicher geschehen, wenn er wieder erweicht und wieder schwimmend wird. Gegen diesen Druck mufs der Schacht, falls er in Abtreibezimmerung steht, auf geeignete Weise gesichert werden.
    Steht das zu durchteufende schwimmende Gebirge unter Druck, wird es z. B. von einer geneigt liegenden Thonschicht überlagert, so bedarf es nur einer geringen Aenderung beim Beginn des Verfahrens. Der Schacht wird alsdann von Tage her nicht bis auf den Schwimmsand, sondern nur so weit abgeteuft, als es ohne Gefahr eines Durchbruches der schwimmenden Massen geschehen kann. Es wird alsdann das Bohrloch angesetzt und durch die Thonschicht etwa 6 m tief in den Schwimmsand eingebracht; die Stärke des in diesem herrschenden Druckes mufs bei Bemessung der Länge des Bohrrohres in Rechnung gezogen werden; vor Beginn des Bohrens ist das Rohr mit Wasser zu füllen, um ein Aufsteigen des Fliefssandes zu verhüten. Zur Üebefwindung des Druckes im Gebirge ist eine stärkere Anfangsspännüng der Druckluft erforderlich als bei freiliegendem Schwimmsand. Die Spannung wird mit der zunehmenden Tiefe noch vergröfsert werden müssen; es wird dadurch nothwendig werden, mit besonderer Sorgfalt die Dichthaltung der Schachtsohle zu überwachen.
    Wenn es in besonderen Fällen nicht angängig ist, das Bohrloch in der Schachtachse oder in deren Nähe anzusetzen, so werden zwei Bohrlöcher gestofsen werden müssen, deren Stellung dann symmetrisch zur Schachtachse zu wählen ist. Die Spannung der Druckluft mufs in beiden Bohrlöchern stets gleich gröfs sein; es ist dies auf einfache Weise zu erreichen.
    Patent-Anspruch:
    Verfahren zürn Abteufen von Schächten in schwimmendem Gebirge, dadurch gekennzeichnet, dafs Bohrlöcher vorgetrieben werden und durch diese Druckluft in das schwimmende Gebirge hineingeleitet wird, so dafs eine Entwässerung des letzteren bewirkt wird und das weitere Abteufen im trockenen Gebirge erfolgen kann.
DENDAT70532D Verfahren zum Abteufen von Schächten in schwimmendem Gebirge Expired - Lifetime DE70532C (de)

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DE (1) DE70532C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2947146A (en) * 1955-03-28 1960-08-02 Robert L Loofbourow Sealing method for underground cavities

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2947146A (en) * 1955-03-28 1960-08-02 Robert L Loofbourow Sealing method for underground cavities

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