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Verfahren zur Trennung von metallgranalienhaltigen Schlacken Bei den
meisten metallurgischen, auf die Erzeugung mehr oder minder wertvoller Schlacken,
beispielsweise vonVanadinschlacke, abzielenden Verfahren sind die dabei erhaltenen
Schlacken mit mehr oder weniger großen Teilchen des M#etallbades, so.-. Granalien,
durchsetzt. So sind die aus dem Eisenhüttenprozeß stammenden Schlacken mit Eisen-Crranalien
vermengt, deren Anteil von einigen Z, ZD Prozenten bis zu 5o0,1o der Schlackenmenge
und mehr betragen kann. Zur Weiterverarbei_ tun- dieser Schlacke ist in den meisten
Fällen eine saubere Trennung von Schlacke und Granalien erforderlich, die durch
Mahlen erzieit wird. Bei dieser Arb#eitsweise ist dafür Sorge zu tragen, daß einerseits
ein feines, granalienfreies Schlackenmehl entsteht und andererseits möglichst blanke,
also schlackenfreie Eisen-ranalien zurückbleiben. Das Bestreben ZD ist demnach darauf
gerichtet, bei möglichst vollständiger Erfassung der Schlacke in Mehlform möglichst
wenig Eisengranalien zu zertrümmern, wozu an sich die Möglichkeit gegeben ist, da
die Schlacke meist spröde, die Granalien dagegen gewöhnlich zähe und. daher schwer
inahlhar sind.
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Beim Mahlen einer granalieilhaltigen-, vorgebrochenen Schlacke in
einer gewöhnlichen Kugelmühle, also in einer Kugelrolirmühle, besteht die Gefahr
einer weitgehenden Eisenzertrümmerung, und es tritt der übelstand auf, daß sich
die Mühle allmählich mit Granalien anfüllt und infolgedessen von Zeit zu Zeit vollständig
ausgeräumt werden muß-, um die in der Mühle zurückgebliebenen Eisengranalien von
den Mahlkörpern zu trennen.
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Zur Beseitigung dieses übelstandes läßt man in vielen Fällen die vorzerkleinerte
Schlacke
über eine --#la,-not##-alze laufen und zieht die Eisengranaliei i heraus. Diesu
Arbeitsweise versagt jedoch, wenn die Schlacke reich an Fe",0" also selber magnetisch
ist, oder wenn die Verinischung von Schlacke und Granalien so innig ist, da(3 auch
unge der darin magnetische Schlackenstücke infolg enthaltenen Eisentröpfchen von
Mal-Ineten an-#ezogen werden.
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Eine saubere Trennung von Granalien und Schlacke läßt sich jedoch
in an sich bekannter Weise ohne weiteres dadurch erreich,--ii, daß man eine mit
Schlitzen versehene. Trominelmühle. in welche das vor-ehrocherie Gut durch eine
oder zwei axiale Üffnungen eingetragn wird, verwendet, die mit einem Windsichter
zusammenarbeitet, dem das dauernd ans der Mahltrommel. herausfallende Gemisch von
Schlacke und Granalien in ununterbrochenem Strome zugeführt wird. Bevor es in den
Windsichter eintritt, geht es über ein Sieb, so daß nur die feinen, genügend vor/erkleinerten
Teile in den Bleichen Windsichter -elan-,en können, #vährend die -rößeren Schlackenstücke
in die 'Mühle zurückgeleitet worden. Im Windsicliter wird nun das leichtere Schlal,-kenmehl
lierausgeblasen, und die schwereren Eisengranalien und die gröberen von Granalien
durchsetzten Schlackünstücke werden gemeinsam mit dem über dem Sieb verbleibenden
grüberen Gut der Mahltrommel durch die axiale Offnun- wieder zu--eführt.
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b
Dieser Arbeitsgan- lä13t sich unter gleich-11 , zi
zeitiger ununterbrochener Aufgabe von frischer Schlacke so lange durchführen. bis
sich die Mühle durch dauernde Anreicherung an Granalien und gi--#iiialieiireiclipn
Schlacken derart angefüllt hat-. daß eine weitere Zuführung von Schlacke aus inahltüchnischen
Gründen nicht mehr möglich oder unzweckmäßig ist. Dieses so-. Zugehen der Müble
ist am Stromverbrauch und am Klang der 'Mühle erkennbar.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Cbelstand dadurch beseitigt, d,al-)
bei drohender Cberfüllung der -Mühle die Schlackenzufülirung periodisch abgestellt
und dann das Aufgabegut so lange im Kreislauf zwischen Mühle und Windsichter befördert
wird, bis die gesamten reinen Schlackenbestandteile herausgernahleii und in INIchlforin
heraus-eblasen sind '. während die zwischen Mühle und Windsichter kreisenden nicht
gemahlenen Granalien für sich abgeführt werden. Hierauf kann die Schlackenzufuhr
zur Mühle wieder beginnen, und der Arbeitsvorgang wiederholt sich.
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An Hand der Zeichnung wird die Ver-Z, fahrensweise im fol-enden beschrieben:
Das C
zu mahlende vorgebrocheiie Gemenge von Schlacke und Granalien wird aus
dem 'Erichter a mittels Drelitt-Iier aufgegebün und gehingt durch die Leitung
b und über den Elevator d auf das Sieb e. Die feinen Anteile
fallen durch dieses Sieb in den Windsichterf, in \welchem das leichtere Schlackenmühl
heraus-'#(-blasen -,vird und durch das Rohr u in einen besonderen Bunker
bebt. Die schwerenen Eisengranalien und die gröberen von Granalien durchsetzten
Schlackenstückchen fallen aus dem Windsichter durch die Leitunghherunter und vereinigen
sich dort mit den über dein Siebc zurückbleibenden, durch die Leitungi hereinfallenden
ganz grohen Stücken, Lini darin durch eine äxiale Offnung 1 der Trommelmühle
zugeführt zu werden. Die Trommelk trägt Mantelschlitze, durch welche das ans Schlacke
und Granalien bestehende Günienge in vorgeniahlener Form in den trichterförmigen
Behälter in herausfällt, worauf es durch die Leitungn dem Elevatord zugeleitet wird.
Von hier ans gelangt das vor-"ernahlene Gut wieder auf das Siebe, wo die Trennun-
der fc#iiiereii und gröberen Teile erfolgt. Wenn die Zuführung frischer Schlacke
ans dem Behälter a ununterbrochen erfolgt, so wird die Trominelmühlek nach einer
gewissen Zeit infolge steigender Anreicherung des -Mahlgutes mit Granalien und granalienreichen
Schlacken derart angefüllt, daß der Arbeits-ang unterbrochen werden muß.
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G,mäL') der Erfindung wird in diesem Zeitpunkt die Zugabe frischer
Schlacke aus dem Behältera abgestellt, und die in der Trommel befindliche, mit Graiialien
angereicherte Schlacke wird mit Hilfe des Elevators d zwischeu der Mühle
k und dem Windsichter f kreisen gelassen, bis die Schlackenbestandteile weitgehendst
gemahlen und durch das Rohr ans dem Windsichter in den Mehlbunker herausgeblasen
sind, so daß sich in der Mahlanlage nur noch nahezu blanke Eisengranalien befinden.
In diesem Augenblick werden die beiden in den Leitungen h, i
eingebauten Klappen
o, p vorübergehend so umgelegt, daß die ununterbrochen aus der Mahltrommel
k und dein Windsichter f auslletragenen Granalien durch die Stutzen
q, r
aus dein Verfahrensgang abgezweigt werden. n Die Mahlanlage
bleibt dabei so lange in ununterbrochenem Betrieb, bis alle in der Mahlanlage befindlicheii
Graiialien entfernt sind. Hierauf werden die Klappen o, p wieder in
ihre alte Lage zurückgebracht und wieder frische Schlacke aus dein Behälter a aufge-"eben,
worauf sich der Vorgang immer wiederholt.
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Sollte die Schlacke vor der Aufgabe in die Mühle nicht so weitgehund
gebrochen worden sein ', daß sie durch die Mantelschlitze der Mühle hindurchfallen
kann, so werden in an sich bekannter Weise am Mantel der
Trommelmühle
noch einige normalerweise ge-
schlossene Schlitze angebracht, die von Zeit
zu Zeit geöffnet werden, wenn sich in der Mühle übermäßig viel größere Granalien
angesammelt haben, wodvrch dann die groben Granalien zusammen mit den verbrauchten
Mahlkörpern aus der Mühle herausfallen. Diese Schlitze werden hierauf wieder geschlossen,'und
die Mahlanlage kann in der oben beschriebenen Weise weiterarbeiten.
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Nach dem beschriebenen Verfahren wird folgendes erreicht: Das gewonnene
Schlakkenmehl ist praktisch frei von Metallmehl: es ist somit nicht durch Metall
verdünnt. Der Stromverbrauch der Mahlanlage wird nicht unnötig durch die Mahlung
der schwerer mahlbaren Metallgranalien erhöht. Andererseits ist aber die an den
Granalien haftende Schlacke völlig herausgemahlen, so daß praktisch keine Schlacke
mit den Granalien verlorengehen kann.